Verbreitung und Akzeptanz des Bildungs-Sponsorings im Rahmen der unternehmerischen Kommunikationspolitik
- Art: Staatsexamensarbeit
- Autor: Jan Commentz
- Abgabedatum: Januar 1998
- Umfang: 145 Seiten
- Dateigröße: 6,8 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1627-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1627-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1627-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Commentz, Jan Januar 1998: Verbreitung und Akzeptanz des Bildungs-Sponsorings im Rahmen der unternehmerischen Kommunikationspolitik, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kommunikationspolitik, Kooperationen, Marketing-Mix, Image, Sponsoring
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Staatsexamensarbeit von Jan Commentz
Einleitung:
In der Öffentlichkeit wird schon sehr lange auf die Schwierigkeiten der Finanzierung der Bildung im allgemeinen hingewiesen. Die Summe der Betriebsausgaben (Personal, Bewirtschaftung und Unterhaltung) für staatliche allgemeinbildende und berufliche Schulen wird z. B. in Hamburg im Jahr 2000 voraussichtlich zusammen 1914 Mio. DM bei rückläufigen Einnahmen betragen. Aufgrund solcher Probleme, die für den Staat und die Träger der Bildungseinrichtungen entstehen, entwickeln sich mittlerweile Ideen in den Einrichtungen, aber auch bei Unternehmen, diesen Missstand zu verringern.
Vor diesem Hintergrund betrachten immer mehr Unternehmen das Sponsoring als eine adäquate Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der endenden 90er Jahre; erlaubt dieses doch zum einen die Förderung bildungspolitisch anerkannter Anliegen und zum anderen gilt es, dieses Engagement der Öffentlichkeit gegenüber als Profilierungsinstrument im Rahmen des Marketing-Mixes zu nutzen. Für die Organisationen ergibt sich dadurch eine finanzielle Unabhängigkeit von den geringen Fördermitteln des Staates oder der Träger und damit ein Entschärfen oder eine Linderung der angespannten Haushaltslage.
Neben diesen positiven beidseitigen Effekten aus einem solchen Bildungs-Sponsorship sieht sich das Bildungs-Sponsoring gegenwärtig einer zunehmenden kritischen Diskussion ausgesetzt, und zusätzlich können gravierende Reaktanzen bei den vielschichtigen Interessengruppen entstehen. Aus diesen resultieren im folgenden häufig Disharmonien, die letztendlich zu einer Einstellung von Sponsoringaktivitäten führen oder Überlegungen zu Kooperationen mit Bildungsinstitutionen verhindern.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, die zukünftigen Entwicklungschancen des Bildungs-Sponsorings in Deutschland bei Unternehmen festzustellen. Theoretische Grundlagen tragen zuvor zum Verständnis bei. Darauf aufbauend wird die Verbreitung im Rahmen der Kommunikationspolitik untersucht. Ebenfalls wird geklärt, welche Hemmnisse und Risiken zu Akzeptanzproblemen des Bildungs-Sponsorings bei potentiellen Sponsoren führen können. Abschließend erfolgt die Fragestellung nach möglichen Konsequenzen zur Akzeptanz und eine Abstimmung mit den kommunikationspolitischen Maßnahmen.
Einige Beispiele über existierende oder erfolgreich abgeschlossene Zusammenarbeiten zwischen Sponsor und Gesponserten liegen vor. Eine detaillierte empirische Untersuchung der Verbreitung vom Einsatz des Untersuchungsobjektes Bildungs-Sponsoring bei Unternehmen in Deutschland existiert jedoch bisher nicht; deshalb soll die nachfolgende Arbeit einen ersten Schritt zur Aufarbeitung darstellen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 2 |
| 1.3 | Begriffskennzeichnung | 3 |
| 1.3.1 | Sponsoring | 3 |
| 1.3.1.1 | Definition | 3 |
| 1.3.1.2 | Entstehung, Entwicklung und Arten | 4 |
| 1.3.1.3 | Bedeutung in Deutschland | 10 |
| 1.3.2 | Bildung | 11 |
| 2. | Einordnung des Bildungs-Sponsorings und seine Bedeutung als Marketinginstrument | 13 |
| 2.1 | Kommunikationspolitik als Element des Marketing-Mixes | 13 |
| 2.2 | Klassische Instrumente der unternehmerischen Kommunikationspolitik | 16 |
| 2.3 | Charakterisierung des Kommunikationsinstrumentes Bildungs-Sponsoring | 19 |
| 2.3.1 | Nutzungsmöglichkeiten | 19 |
| 2.3.2 | Unternehmensmotive | 24 |
| 2.3.3 | Interne und externe Akzeptanz | 29 |
| 2.4 | Integration des Bildungs-Sponsorings in die Unternehmenskommunikation | 35 |
| 3. | Gestaltung des Bildungs-Sponsorings | 39 |
| 3.1 | Exemplarische Beschreibung zweier Kooperationsmodell | 39 |
| 3.2 | Einsatzmöglichkeiten und Ziele | 40 |
| 3.3 | Risiken und zukünftige Chancen | 45 |
| 4. | Thesen zur empirischen Erhebung | 46 |
| 4.1.Penetration der Marktchancen | 46 | |
| 4.2.Entstehung von Reaktanzen | 47 | |
| 5. | Empirische Untersuchung zur Verbreitung und Akzeptanz des Bildungs-Sponsorings aus der Sicht von Unternehmen | 48 |
| 5.1 | Aufbau der Untersuchung | 48 |
| 5.1.1 | Methodische Vorüberlegungen | 48 |
| 5.1.2 | Aufbau des Fragebogens | 49 |
| 5.1.3 | Durchführung der Befragung | 51 |
| 5.2 | Auswertung und Analyse der Ergebnisse | 53 |
| 5.2.1 | Beschreibung der Stichprobe | 53 |
| 5.2.2 | Verbreitung des Bildungs-Sponsorings in den Unternehmen | 55 |
| 5.2.2.1 | Einsatz des Bildungs-Sponsorings | 55 |
| 5.2.2.2 | Anwendungsgebiete | 58 |
| 5.2.2.3 | Nutzungsmöglichkeiten des Bildungs-Sponsorings | 62 |
| 5.2.2.4 | Leistungen im Rahmen des Bildungs-Sponsorings | 65 |
| 5.2.2.5 | Organisatorische Einordnung | 66 |
| 5.2.3 | Akzeptanz des Bildungs-Sponsorings | 68 |
| 5.2.3.1 | Zielsetzung und -erreichung | 68 |
| 5.2.3.2 | Hemmnisse beim Einsatz | 71 |
| 5.2.3.3 | Risiken | 73 |
| 5.3 | Zusammenfassung | 76 |
| 6. | Folgerungen für das Bildungs-Sponsoring | 77 |
| 6.1 | Bedeutung | 77 |
| 6.2 | Kommunikationspolitische Maßnahmen | 78 |
| 6.3 | Zukünftige Kooperationspotentiale | 80 |
| 7. | Schlußbetrachtung | 83 |
| Anhang | 85 | |
| Literaturverzeichnis | 124 | |
| Erklärung | 134 |
der Präsentation von Unternehmen und/oder Produkten, dem Auslegen von Broschüren oder der Nennung in Dokumentationsunterlagen.1 Kommunikative Auftritte erlebt der Sponsor z. B. durch eigene Vorträge in der gesponserten Einrichtung, indem er Kunden zu gesponserten Veranstaltungen einlädt oder seine Außendienstmitarbeiter gesponserte Geräte in Aktion vorführen läßt. Neben der Finanzierung von Schulfesten durch Unternehmen bietet es sich an, bei Schulsportveranstaltungen nichtplakative Beschriftungen oder Piktogramme auftauchen zu lassen.2 Diese Möglichkeiten der direkten Präsenz der Unternehmen in den jeweiligen Ausbildungsinstitutionen sind noch relativ selten. Insbesondere für Institutionen des Bildungsbereichs könnte die Nutzung von Prädikaten in Frage kommen. Bezeichnungen wie z. B. „Offizieller Förderer der XYBildungseinrichtung“ in Form von Logos oder Signets könnten gestaltet werden.3 In den meisten Fällen jedoch erschöpft sich die Veröffentlichung des Unternehmensengagements in den eigenen Firmenbroschüren. Grundsätzlich kann bei allen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Gesponserten, z. B. bei Pressemeldungen, in Schulzeitungen, bei Pressekonferenzen, medienwirksamen Ereignissen oder Tagen der offenen Tür, aber auch in bedeutsamen Medien des Sponsors auf die gestifteten Maßnahmen hingewiesen werden.4 Als ein weiteres Mittel der Gegenleistung im Bildungs-Sponsoring läßt sich z. B. der Leiter einer Bildungseinrichtung in eine Anzeige des Sponsors integrieren. Ebenso kann dieser bei einer Veranstaltung des Sponsors sprechen oder mit dem Sponsor einen Kunden besuchen.5 Möglichkeiten bei der Förderung von Forschungsprojekten wären, die Ausrichtung oder der Beitrag zur Finanzierung von Symposien, Foren, Workshops, Seminaren und Fachkongressen. In Zusammenarbeit können Unterrichtsmodelle für Bildungseinrichtungen entwickelt und die Verbreitung didaktisch aufbereiteter Unterrichtsmaterialien und Praxis-Handreichungen für einzelne Lehrbereiche vorangetrieben werden.6 [...]
dungsstücken anbringen lassen, die von den Gesponserten genutzt werden.1 Wenn Schüler z. B. ein Softwareprogramm starten, erscheint ein Hinweis auf den Sponsor; das Lehrmittel kann so über Werbung finanziert werden.2 Die Finanzierung von Fahrzeugen kann durch Sponsoren über Werbeaufschriften bezahlt werden.3 Namenszeichen und Logos können sich auch auf oder in Veröffentlichungen oder anderen Präsentationsschriften bei Projekten (z. B. Programmhefte, Ankündigungen und ähnliches) wiederfinden.4 Darüber hinaus sind auch Hinweise auf den Sponsor, etwa Danksagungen auf Anschlagtafeln, denkbar.5 Somit kann sich durch den Einsatz von Firmenlogos der Adressatenkreis potenzieren. Auch in der Kategorie Benennung des Sponsoring-Objekts nach dem Sponsor bieten sich vielseitige Möglichkeiten, so z. B. die Integration des Unternehmensnamens in die Bezeichnung einer Bildungseinrichtung, Räume und Institute mit dem (Bei-)Namen des Sponsors (Titelsponsoring) oder die Aufnahme des Sponsor-Namens bzw. der Marke in den Titel einer bildungspolitischen Tagung.6 Ebenso kann die Integration des SponsorNamens im Briefkopf, auf Visitenkarten und in Publikationen der Einrichtungen geschehen.7 Die kommunikative Nutzung von Bildungs-Sponsorships im Rahmen von Veranstaltungen (Hospitality) kann sich beispielsweise erstrecken auf die Anbringung des Sponsor-Signets auf Ankündigungsmaterialien oder Werbeplakaten, der Gestaltung bzw. Dekoration des Veranstaltungsortes, mit der Hilfe von Durchsagen bzw. Danksagungen, [...]
sponserten auszeichnen. Nach Abschluß der Aufgabe kehren sie in ihr Unternehmen zurück.1 Unterstützung bei der Finanzierung von Personal könnte z. B. bedeuten, die Reisekosten von Pädagogen, Weiterbildnern bei Ausflügen, Wanderfahrten oder Klassenreisen zu übernehmen sowie die Bezahlung von Honorarkräften für Bürotätigkeiten und Gehältern für sozialpädagogische Kräfte zu leisten.2 Ein zusätzlich interessanter Bereich für einen Sponsor ist die Durchführung von Lehrerseminaren oder der regionalen Lehrerfortbildung zur Auswahl von Medien für unterschiedliche Unterrichtseinheiten. Dafür können Gelder zur Verfügung gestellt werden.3 Auch ein Sponsoring von nachmittäglichen Zusatzangeboten durch Privatfirmen bietet Möglichkeiten, denn gerade bei Projekten im Einzugsbereich des Bildungsträgers kann es sich um bildungsübergreifende Projekte handeln, so z. B. Stadtteilarbeit für Kinder und Jugendliche.4 Durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in Betrieben können Unternehmen die Chance nutzen, um ihre Türen für Seminare und Erkundungen für Bildungsinteressierte, Lehrer und Schüler zu öffnen. So geben sie einen realistischen Einblick in die Unternehmenspraxis und können über Qualifikationsanforderungen, technische Entwicklungen und nicht zuletzt über ihre Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.5 Öffentlichkeitswirksam kann die Förderung werden, wenn Unternehmen z. B. durch einen Eindruck des Namenszeichens bzw. das Signet oder Markenlogo des Sponsors o. ä. auf bzw. in gespendeten Bibliotheksbüchern und anderen Lernmaterialien (z. B. Schulbüchern mit Verlagshinweis, Software etc.), auf Gebäuden, Fahrzeugen, Computern oder Klei- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832416270
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Commentz, Jan Januar 1998: Verbreitung und Akzeptanz des Bildungs-Sponsorings im Rahmen der unternehmerischen Kommunikationspolitik, Hamburg: Diplomica Verlag
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Kommunikationspolitik, Kooperationen, Marketing-Mix, Image, Sponsoring



