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Verbale und Nonverbale Kommunikation im Ländervergleich Österreich / Frankreich

Verbale und Nonverbale Kommunikation im Ländervergleich Österreich / Frankreich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Roya Ghafele
  • Abgabedatum: Juni 1999
  • Umfang: 176 Seiten
  • Dateigröße: 7,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5195-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5195-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5195-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ghafele, Roya Juni 1999: Verbale und Nonverbale Kommunikation im Ländervergleich Österreich / Frankreich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Körpersprache, Verhandlungstechnik, Interkulturelle Differenz, Sprachstrategie, Sprache

Diplomarbeit von Roya Ghafele

Einleitung:

Die Diplomarbeit analysiert den Einsatz von Körpersprache in verschiedenen Konfliktsituationen in Österreich und Frankreich.

Sie kann im Geschäftsleben vor allem dafür verwendet werden, um zielgerecht und erfolgreicher Verhandlungen zu führen und mit der passenden Körpersprache die eigene Position selbstsicher durch zu setzen und zu verteidigen. Der Wettbewerbsvorteil Informierter liegt dadurch in der Möglichkeit gezielter und bewusster Kommunikation einzusetzen und vor allem die Körpersprache nicht mehr der Willkür des Unterbewusstseins zu überlassen.

Anhand von zahlreichen Illustrationen, Karikaturen und Bildern wird die Verwendung von Körpersprache in Face-to-Face Situationen illustriert. In einem verständlichen Stil geschrieben zeichnet sich die Diplomarbeit vor allem durch Praxisrelevanz und Realitätsbezug aus.

Ausgang der Arbeit bildet die Hypothese, dass Körpersprache ein integrativer Bestandteil von Kommunikation bildet, jedoch meist unterschätzt wird. SprecherInnen achten meist nur auf verbale Äußerungen, nonverbale Kommunikation verläuft unbewusst, beziehungsweise nur teilbewusst ab. Damit vermitteln SprecherInnen oft Information, die im Widerspruch zur verbalen Äußerung stehen kann (das Phänomen des „Double Bind“) bzw. ergänzend Informationen zur Verbaläußerung bieten, die Aufschluss auf soziale Kontexte der Situation bieten. So werden beispielsweise Status, Macht, Geschlecht und Formalität des Gespräches durch Körpersprache konnotiert.

Die Arbeit beruht auf einer intensiven Feldforschung im interkulturellen Kontext und dokumentiert anhand von lebhaften Beispielen aus dem Alltag verschiedensprachliches Verhalten von ÖsterreicherInnen und FranzösInnen. Darüber Hinaus wird das weite Feld der Emblematik, also festkonnotierter Gesten, dokumentiert. Diese nehmen in Österreich und Frankreich nicht nur andere Formen an, sondern werden auch in völlig unterschiedlichen Situationen verwendet.

Ein Geheimtipp für alle, die die Französische Mentalität besser verstehen und ihre Körpersprache trainieren wollen!

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 7
2. MEIN PERSÖNLICHER ZUGANG ZUM THEMA 9
3. EINIGE GEDANKEN ZUM TITEL 11
4. STAND DER GEGENWÄRTIGEN FORSCHUNG ANHAND DER BEARBEITETEN SEKUNDÄRLITERATUR 13
4.1 Historiographie der Literatur zu nonverbaler Kommunikation 13
4.2 Pragmatik als Forschungsansatz 14
4.3 Frauendiskriminierende Aussagen 15
4.4 Literatur zu Verbaler Kommunikation 17
5. SITUIERUNG DER ARBEIT IN DER LINGUISTIK 17
5.1 Verschiedene Erklärungsansätze 18
6. EIN KURZER ABRIß ZUR PRAGMATIK 20
6.1 Sprache und Realität 20
6.2 Der/Die Sprecherin 21
6.3 Der Ort und die Zeit der Sprachhandlung 22
7. KOMMUNIKATION 23
7.1 Die Abenteuer des Baron Münchhausen und die Unzulänglichkeit der Metakommunikation 23
7.2 Was ist Kommunikation? Das Kommunikationsmodell Ferdinand de Saussures 24
7.2.1 Erläuterungen zur graphischen Darstellung 24
7.2.1.1 Senderin und Empfängerin 24
7.2.1.2 Der Code 25
7.3 Der Code als Zeichensystem 26
7.4 Zeichensysteme und die Produktion des Sinns 27
7.4.1 Der Sinn als kollektive Interpretation der Gesellschaft 27
7.4.2 Der Sinn als Notwendigkeit der zielgerichteten Kommunikation 27
7.5 Beeinflussung des Inhaltes durch je verschiedene Codes 29
7.6 Die Betonung des sozialen Aspektes der Kommunikation: das Kommunikationsmodell von Riley und Riley 30
7.7 Das Material der Kommunikation 32
7.7.1 Das Material der Kommunikation nach der Schule von Palo Alto 33
7.7.2 Das Material der Kommunikation aus semiotischer Sicht 33
7.7.3 Das Konzept von Kotext und Kontext 34
8. NONVERBALE KOMMUNIKATION 35
8.1 Das Verhältnis nonverbaler zu verbaler Kommunikation 35
8.1.1 Die Komplexität des Begriffes „nonverbale Kommunikation“ 36
8.1.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede verbaler und nonverbaler Zeichen 37
8.1.3 Nonverbale Kommunikation in Relation zur sprachlichen Äußerung 39
8.1.3.1 Substitution 39
8.1.3.2 Amplifikation/Redundanz 39
8.1.3.3 Kontradiktion 40
8.1.3.4 Modifikation 40
8.1.3.5 Komplettierung 40
8.1.3.6 Ausweichen auf alternative Kanäle 41
8.2 Funktionen von nonverbaler Kommunikation- Kann Körpersprache dieselben Aufgaben erfüllen wie gesprochene Sprache? 41
8.2.1 Semantische Funktion 41
8.2.2 Syntaktische Funktion 42
8.2.3 Pragmatische Funktion 43
8.2.4 Weitere Funktionen 43
9. ÜBER DIE UNMÖGLICHKEIT NICHT ZU KOMMUNIZIEREN 44
10. DIE INHALTS UND DIE BEZIEHUNGSEBENE VON KOMMUNIKATION 45
10.1 Das Phänomen des Double-Bind 46
11. FUNKTIONEN DER KOMMUNIKATION 48
11.1 Kommunikation als Überlebensstrategie 48
11.2 Kommunikation als Intrapersoneller Vorgang 48
11.3 Kommunikation zur Strukturierung der Wirklichkeit 49
11.4 Kommunikation zur Aufrechterhaltung der Gesellschaft 51
12. KULTUR 52
12.1 Das Individuum im kulturellen Rahmen 52
12.2 Begriffsdefinitionen 53
12.2.1 Kultur als Produkt und Erschaffer von Handlung 53
12.2.2 Kultur als Prozess: Dauernd im Wandel und niemals abgeschlossen 54
12.2.3 Das Verhältnis Kultur-Nation 54
12.3 Kultur als kommunikative Wirklichkeit, Kommunikation als kulturelle Ausprägung 56
12.4 Identitätsmanagement, die „Face keeping“ Theorie in der Goffmanschen Soziologie 60
12.4.1 Face-Keeping Strategien ä la Francaise 63
12.5 Raum und Zeit- Kulturspezifische Entitäten 66
12.5.1 Zeit 66
12.5.1.1 Die Woche 66
12.5.1.2 Tagesablauf 67
12.5.1.3 Bildungswesen 69
12.5.2 Raum 70
13. KULTURELLE ANTEILE IN NONVERBALER UND VERBALER KOMMUNIKATION 71
14. DIE EINZELNEN DOMÄNEN NONVERBALER KOMMUNIKATION UNTER BERÜCKSICHTIGUNG KULTURSPEZIFISCHER UNTERSCHIEDE ZWISCHEN ÖSTERREICH UND FRANKREICH 73
14.1 Gestik 73
14.1.1 Illustratoren 73
14.1.2 Deikteme 74
14.1.3 Embleme 74
14.1.3.1 Französische Embleme, die ÖsterreicherInnen unbekannt sind unter der Berücksichtigung ihrer Verwendung in französischer Konversation 75
14.1.3.2 Verbaläußerungen, die in Frankreich und Österreich je andere Gesten hervorrufen 80
14.1.3.3 In Österreich bekannte, aber im Gegensatz zu Frankreich nicht sehr verbreitete Gesten 85
14.1.3.4 Typisch österreichische Gesten, die kein französisches Pendant haben 87
14.2 Berührungen 89
14.2.1 Alteradaptoren aus kulturspezifischer Perspektive 90
14.2.1.1 Begrüßungen: eine kulturspezifische Ausprägung von Alteradaptoren 90
14.2.2 Selbstadaptoren 92
14.2.3 Objektadaptoren 92
14.3 Gesichtsausdruck 93
14.3.1 Lachen 93
14.3.2 Blickkontakt 94
14.4 Körperhaltung 96
14.5 Proxemik 97
14.5.1 Der Zusammenhang zwischen Proxemik und sozialer Norm nach Scherer 97
14.5.2 Der Zusammenhang zwischen Proxemik, Intention und Charakter der Information sowie Stimmlage nach Hall 98
15. FALLSTUDIE 99
15.1 Versuchsanordnung 100
15.2 Die Versuchspersonen 101
15.3 Dokumentation/Darstellungsweise 102
15.4 Fragestellungen 102
15.4.1 Fragen auf inhaltlicher Ebene 103
15.4.2 Der Inhalt und der Beziehungsaspekt der Kommunikation 103
15.4.3 Der Zusammenhang von verbalen und nonverbalen Zeichen 103
15.5 Situation 1: Eine Auseinandersetzung 104
15.5.1 Inhaltliche Vorgabe 104
15.5.2 Dyade Mann/Frau 105
15.5.2.1 Das Kommunikationsschema, die Argumentationsabfolge/weise 105
15.5.2.2 Gibt es eine kulturspezifische Realisierung der jeweiligen Rolle?: Der Beziehungsaspekt der Kommunikation 108
15.5.2.3 Nonverbale Kommunikationsanteile 109
15.5.3 Dyade Frau/Frau 110
15.5.4 Dyade Mann/Mann 111
15.6 Situation 2: Eine Entschuldigung 113
15.6.1 Inhaltliche Vorgabe 113
15.6.2 Dyade Frau/Frau 113
15.6.2.1 Das Kommunikationsschema, die Argumentationsabfolge/weise 113
15.6.2.2 Gibt es eine kulturspezifische Realisierung der jeweiligen Rolle? 115
15.6.2.3 Nonverbale Kommunikationsanteile 116
15.6.3 Dyade Mann/Frau 118
15.6.4 Dyade Mann/Mann 120
15.6.5 Resümee: 121
15.7 Situation 3: Jemanden um einen Gefallen bitten 124
15.7.1 Inhaltliche Vorgabe 124
15.7.2 Dyade Mann/Mann 124
15.7.2.1 Das Kommunikationsschema, die Argumentationsabfolge/weise 124
15.7.2.2 Gibt es eine kulturspezifische Realisierung der jeweiligen Rolle? 127
15.7.2.3 Nonverbale Kommunikationsanteile 128
15.7.3 Dyade Mann/Frau 131
15.7.4 Dyade Frau/Frau 132
15.7.5 Resümee 133
15.8 Situation 4: ein Flirt 134
15.8.1 Inhaltliche Vorgabe 134
15.8.2 Dyade Mann/Frau 134
15.8.2.1 Das Kommunikationsschema, die Argumentationsabfolge/weise 135
15.8.2.2 Gibt es eine kulturspezifische Realisierung der jeweiligen Rolle? 139
15.8.2.3 Nonverbale Kommunikationsanteile 139
15.8.3 Die Rollenauffassung in der Dyade Frau/Mann 141
15.8.3.1 Das Kommunikationsschema, die Argumentationabfolge/weise 141
15.8.3.2 Nonverbale Kommunikationsanteile 143
15.8.4 Resümee 144
15.8.4.1 Streitgespräch 146
15.8.4.2 Entschuldigung 146
15.8.4.3 Jemanden um einen Gefallen bitten 147
15.9 Fotoindex der Videoaufnahmen 148
16. KONKLUSION 150
17. RESUME 162
18. LITERATURVERZEICHNIS 168

Arbeit zitieren:
Ghafele, Roya Juni 1999: Verbale und Nonverbale Kommunikation im Ländervergleich Österreich / Frankreich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Körpersprache, Verhandlungstechnik, Interkulturelle Differenz, Sprachstrategie, Sprache

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