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Veränderungen der Zahlungsbereitschaft

Eine empirische Analyse zur Einführung des Euro

Veränderungen der Zahlungsbereitschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Gärtner
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 124 Seiten
  • Dateigröße: 876,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt/Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5681-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5681-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5681-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gärtner, Frank April 2002: Veränderungen der Zahlungsbereitschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Identität, Preise, Euro, Zahlungsbereitschaft

Diplomarbeit von Frank Gärtner

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit behandelt die Frage, welche Auswirkungen die Währungsumstellung für die deutschen Bürger im Hinblick auf ihr Kaufverhalten hatte. Es wird auf der Basis einer Befragung von 1268 Probanden untersucht, wie sich die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten durch die Einführung des Euros verändert hat. Um eine möglichst differenzierte Beantwortung dieser Frage zu ermöglichen, werden neben den Reservationspreisen auch die möglichen Verschiebungen bestehender Preisschwellen sowie die Wichtigkeit des Preises für die Kaufentscheidung untersucht. Da der Autor annimmt, dass die Einstellung zum Euro einen maßgeblichen Einfluss auf das Kaufverhalten mit der neuen Währung hat, werden diese Zusammenhänge einer ausführlichen Analyse unterzogen. Darüber hinaus wird untersucht, welcher Zusammenhang zwischen der Identifikation mit Deutschland oder der Europäischen Union und der Einstellung zum Euro besteht, und ob das Wissen über die EU und den Euro mit der Einstellung gegenüber der neuen Währung in Verbindung steht.

Zur Einführung des Euros wurden hauptsächlich volkswirtschaftliche oder finanzwissenschaftliche Arbeiten verfasst, die Betrachtung aus einer psychologischen Perspektive blieb meist außen vor. Die vorliegende Arbeit verfolgt einen interdisziplinären Untersuchungsansatz mit dem Ziel, die geschilderten Fragestellungen unter Verwendung sowohl psychologischer als auch betriebswirtschaftlicher Ansätze zu beantworten.

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Arbeit wird der theoretische Rahmen der Untersuchung vorgestellt, wobei neben den wichtigsten Begriffen der Preistheorie vor allem die Theorie der sozialen Identität von Tajfel und Turner und die Selbstkategorisierungstheorie von Turner zum tragen kommen. Darüber hinaus wird das theoretische Modell für die Untersuchung entwickelt.

Kapitel 3 stellt einen Überblick über die empirische Untersuchung dar, wobei sich an die Formulierung der zu untersuchenden Hypothesen und untersuchungsleitenden Fragen die Operationalisierung ebendieser anschließt. Den Abschluss des Kapitels bilden Angaben zur Datenerhebung und Stichprobe.

In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt, wobei eine Aufteilung auf Hypothesen und untersuchungsleitende Fragen erfolgte. Im fünften Kapitel werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Anhangsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
2. Theoretischer Rahmen 3
2.1 Der Begriff der Zahlungsbereitschaft 3
2.2 Die Preis-Absatzfunktion als Grundmodell der klassischen Preistheorie 4
2.3 Grundtypen von Kaufentscheidungen 4
2.4 Verhaltenstheoretische Modelle der Preistheorie 7
2.4.1 Preisinteresse 8
2.4.2 Preiswahrnehmung 9
2.4.3 Preisbeurteilung 11
2.4.4 Einflussfaktoren auf Preiswahrnehmung und Preisbeurteilung 13
2.5 Die Vereinfachung von Preisen 14
2.5.1 Preisschwelleneffekte 14
2.5.2 Glattpreise 17
2.6 Der Preis als Qualitätsindikator 18
2.7 Preislernen und Preiskenntnis 20
2.8 Personale Identität 21
2.9 Die Selbstkategorisierungstheorie von Turner 25
2.10 Die Theorie der sozialen Identität von Tajfel und Turner 27
2.11 Theorie der nationalen Identität 30
2.11.1 Nationale Identität 32
2.11.2 Europäische Identität 37
2.12 Das theoretische Modell der Untersuchung 38
3. Empirische Untersuchung 40
3.1 Ergebnisse vorangegangener empirischer Untersuchungen 40
3.2 Fragestellung 44
3.2.1 Begründung von Hypothesen 44
3.2.2 Untersuchungsleitende Fragen 47
3.3 Operationalisierung und Design 51
3.4 Datenerhebung und Stichprobe 62
4. Ergebnisse 64
4.1 Ergebnisse der Hypothesen 64
4.2 Ergebnisse der untersuchungsleitenden Fragen 72
5. Zusammenfassung 86
6. Literaturverzeichnis 89
7. Anhang 100

Automatisiert erstellter Textauszug:

Auch im Kontext der europäischen Identifikation ist eine Betrachtung der Subdimensionen analog zur nationalen Identifikation interessant, da durch den Euro ein europäisches Symbol eingeführt worden ist, welches die symbolische Identifikation mit Europa intensivieren kann. Müller-Peters nahm an, dass die europäische Identifikation weniger stark ausgeprägt ist als die nationale, da deren Subdimensionen noch nicht so klar ausdifferenziert sind. In der vorliegenden Arbeit wird auf die empirische Überprüfung der Subdimensionen sowohl der nationalen als auch der europäischen Identität aus forschungsökonomischen Gründen verzichtet. Für die Messung der Identifikation mit Deutschland und Europa werden in Anlehnung an die empirische Studie von Martini et al. (2000) die Einstellungen der Befragten ohne ausdifferenzierte Analyse der Subdimensionen erhoben. [...]

Formen subjektiven Wissens) von Europa den Bürgen die Möglichkeit eröffnen, sich mit geringem Aufwand eine Meinung über Europa zu bilden und sich darüber auszutauschen: „Although the European Community may be an obscure object of desire, this does not inhibit respondents from positive and negative judgements on Community effects and outcomes“. Die für soziale Repräsentationen typischen Funktionen bestehen daher in der Vermittlung von Orientierung einerseits und der Ermöglichung bzw. Erleichterung von Kommunikation andererseits. Wakenhut identifizierte darüber hinaus die identitätsstiftende Funktion des Europabildes, auf der die handlungsleitende Funktion aufbaut, wobei diese stark mit der Abgrenzung der Outgroup verknüpft ist. Hierbei betonte er die Komplementarität beider Funktionen, was bedeutet, dass „mit einer Festlegung von Europa auch „Nicht-Europa“ bestimmt ist“ (Wakenhut, 1999, S. 263). [...]

2.11.2 Europäische Identität Trotz vielfältiger empirischer Befunde zu einzelnen Aspekten des Europabewusstseins gestaltet es sich als schwierig, die europäische Identität als Konstrukt klar zu definieren und abzugrenzen. Habermas (1998) beschrieb die Entwicklung von der nationalen zu einer postnationalen Konstellation, in welcher das Kollektivbewusstsein in den Vordergrund tritt, das sich an universellen, humanistischen und demokratischen Ideen orientiert, wohingegen der eigenen Nation keine Bedeutung zukommt. In Anlehnung an Turner et al. (1987) kann unter der europäischen Identität analog zur nationalen Identität eine soziale Identität verstanden werden, die auf einer höheren Abstraktionsebene angesiedelt ist. Ähnlich der zuvor dargestellten Typologisierung des Nationalbewusstseins nach Gallenmüller und Wakenhut (1992) unterschieden Kohr und Wakenhut (1992) drei nationsbezogene Sozialperspektiven: 1) Vor-System-Perspektive: Fokus auf Abgrenzung und Überlegenheit 2) Systemzentrierte Perspektive: Gemeinschaft und stabile staatliche Ordnung stehen im Vordergrund 3) Systemunabhängige Perspektive: Ausrichtung auf Europa und andere supranationale Institutionen Diese Einteilung ist entwicklungspsychologisch fundiert. Da sozialmoralische Kategorien im Lauf der Entwicklung erworben werden, stellt die systemunabhängige Perspektive die höchste Entwicklungsstufe dar. [...]

Arbeit zitieren:
Gärtner, Frank April 2002: Veränderungen der Zahlungsbereitschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Identität, Preise, Euro, Zahlungsbereitschaft

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