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Die Veränderung der geforderten Kompetenzen bei Führungskräften der Industrie- und Dienstleistungsbranche

Eine Betrachtung der Entwicklung der letzten 10 Jahre

Die Veränderung der geforderten Kompetenzen bei Führungskräften der Industrie- und Dienstleistungsbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Sagolla
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 152 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Fridericiana Karlsruhe (TH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6514-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6514-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6514-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sagolla, Markus Oktober 2002: Die Veränderung der geforderten Kompetenzen bei Führungskräften der Industrie- und Dienstleistungsbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Soft Skills, Kommunikation, Teamfähigkeit, Stellenanzeige, Sprachkenntnisse

Diplomarbeit von Markus Sagolla

Einleitung:

In Deutschland, in Europa und in den meisten Industrienationen hat in den vergangenen Jahren zunehmend die Technisierung Einzug gehalten. Mit steigender Tendenz lässt sich beobachten, dass Computer, Roboter und weitere Erfindungen des 20. Jahrhunderts unser Leben und insbesondere unser Arbeitsleben verändern.

Beispielsweise wird ein Auto heute nur noch bruchstückhaft von Menschenhand gebaut. Schweißnähte werden durch Roboter in einer Präzision und Schnelligkeit durchgeführt, wie sie ein Mensch nie erreichen würde. Zudem nimmt die Maschine der Arbeitskraft häufig schwierige Handgriffe, die auf Dauer zu gesundheitlichen Schäden für den Menschen führen könnten, ab. Untersuchungsobjekt dieser Arbeit ist u.a. die Automobilbranche, die als eine der Schlüsselindustrien in Deutschland gilt.

Aber nicht nur die Industrie profitiert durch den technischen Fortschritt. Auch der Dienstleistungsbereich nutzt durch den Einsatz von Computern die Schnelligkeit und Fehlerlosigkeit, die in Kombination in dieser Art von uns Lebewesen nicht durchführbar wäre. Stellvertretend für den Dienstleistungssektor wird in dieser Arbeit die Bankenbranche betrachtet.

Schon diese einfachen Beispiele (weitere lassen sich anhand der Folgen der Weiterentwicklung der Telekommunikation sowie der Einführung weiterer Erfindungen leicht veranschaulichen) zeigen, dass sich damit auch die Anforderungen an den Menschen geändert haben. Nicht mehr die Fähigkeit der Beherrschung eines bestimmten Handgriffes oder Arbeitsablaufs, sondern die persönlichen Eigenschaften stehen mittlerweile im Vordergrund, wenn es um die Einstellung eines Bewerbers geht. Das Beherrschen von modernen Kommunikationsmitteln (ein Zeichen für Lernfähigkeit) ist für eine Führungskraft mittlerweile fast so notwendig, wie der Abschluss einer, der Position entsprechenden, Ausbildung. Das Besitzen von „Führungsqualitäten“ ist ohnehin Voraussetzung.

Bei einem Blick in heutige Stellenanzeigen fällt auf, dass insbesondere die „Team-„ und „Kommunikationsfähigkeit“ zwei Eigenschaften sind, die im Profil keiner vakanten Position fehlt. Scheinbar werden diese, nicht durch ein Schulzeugnis belegbaren, Werte heute zunehmend wichtiger. Angesichts der derzeitigen weltweiten wirtschaftlichen Situation ist es ein Ziel des Angestellten, sich für sein Unternehmen interessant und möglichst „unkündbar“ zu machen, indem er gerade diese „neuen“ Forderungen zu erfüllen versucht. Selbiges gilt auch für Bewerber, also Personen, die noch nicht an einen Arbeitsgeber gebunden sind.

Genau an dieser Stelle möchte die vorliegende wissenschaftliche Ausarbeitung ansetzen und Entwicklungen der letzten Jahre skizzieren. Durch die Verfolgung von Zeitreihen lässt sich gegebenenfalls ein Trend für die Zukunft ableiten. Gezieltes Ausbilden seiner persönlichen Fähigkeiten stellt für den Arbeitnehmer ein Mittel dar, um seine Attraktivität innerhalb des Unternehmens zu steigern. Nicht zuletzt das Anpassen auf die zunehmende Internationalisierung durch das Erlernen von Sprachen ist hier als Beispiel zu nennen.

In dieser Arbeit wird zugunsten der besseren Lesbarkeit nicht immer die weibliche Form eines Nomens genannt (z.B. „der Arbeitnehmer“ anstatt „der/die Arbeitnehmer/ -in“). Natürlich sind in allen Fällen Frauen wie Männer gleichberechtigt angesprochen.

Gang der Untersuchung:

Diese wissenschaftliche Arbeit wurde gemäss „der Grundlinie(n) einer empirischen Arbeit“ (ebenda) aufgebaut, die im wesentlichen auch den Empfehlungen von Theisen entspricht und folgende Hauptbereiche enthalten soll:

1. Einleitung.

2. Theorieteil.

3. Methodenteil.

4. Ergebnisteil.

5. Zusammenfassung/Empfehlungen.

6. Anhang.

Ohne Ergebnisse und wesentliche Inhalte vorwegzunehmen, wird an dieser Stelle der Aufbau der Arbeit kurz beschrieben:

Theorieteil: Zu Beginn der Arbeit werden im Theoriekapitel Fachtermini sowie in der Forschung gängige Ausdrücke erläutert. Anhand wissenschaftlicher und grauer Literatur kann ein Einblick in das Themenfeld gegeben und Hypothesen gebildet werden. Ebenso wird an dieser Stelle auch das Untersuchungsobjekt „Stellenanzeige“ kurz vorgestellt.

Methodenteil: Im Methodenteil soll das methodische Vorgehen erläutert werden, dass die, durch die Theorie gebildeten Hypothesen bestätigen oder verwerfen soll. Dazu wird zunächst das Untersuchungsgebiet vorgestellt und abgegrenzt sowie die Methodenwahl begründet. Es versteht sich von selbst, dass hier auch die Untersuchungsmethoden vorgestellt werden.

Ergebnisteil: Dieser Abschnitt beginnt mit der Beschreibung des Datenmaterials. Damit verbunden sind Analysen, die letztlich in einem Vergleich mit bereits vorliegenden und beschriebenen (siehe Theoriekapitel) Untersuchungen münden.

Zusammenfassung: „Die Zusammenfassung (Abstract) hat die Funktion, die Fragestellung, die Methoden, die Ergebnisse und theoretische Folgerungen auf den Punkt zu bringen“. Die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit werden hier zusammengetragen.

Ziel dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung ist es, eine belegbare Aussage bezüglich momentaner und zukünftig gefragter Soft Skills anhand einer ausgewählten Stichprobe zu treffen. Weiterhin ist es eine Aufgabe, die nur selten als Forschungshilfsmittel genutzte Stellenanzeige ins Gespräch zu bringen. Obwohl sie bereits 1986 von Tangermann als „zuverlässiger Gradmesser unserer wirtschaftlichen Konjunktur“ bezeichnet wurde, sind diesbezügliche Untersuchungen eher selten zu finden.

Darüber hinaus ist diese Arbeit als Ratgeber für Bewerber und Arbeitnehmer anzusehen, wie man sich für seinen (potenzielle) Arbeitgeber zu einer „interessanten“ Arbeitskraft macht.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass über die Soft Skills hinaus auch formale Kenntnisse, wie das Beherrschen einer Sprache untersucht werden. Ebenso wird die Entwicklung und Etablierung des Personal-Computers (PC’s), und damit die Verbreitung bestimmter Software dargestellt.

Last but not least sei erwähnt, dass auch betrachtet wird, wie sich im Laufe der letzten 10 Jahre die Kontaktaufnahme zwischen Bewerber und Unternehmen geändert hat.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 4
1.1 AUFBAU DER ARBEIT 5
1.2 ZIELSETZUNG 7
2. ABGRENZUNG DES UNTERSUCHUNGSGEBIETES 8
2.1 ERLÄUTERUNGEN 9
2.1.1 Kompetenz 9
2.1.2 Schlüsselqualifikation 11
2.1.3 Teamfähigkeit: eine besondere Kompetenz 17
2.1.4 Führung 18
2.2 DIE AUSGANGSSITUATION: DER MENSCH ALS ERFOLGSFAKTOR 21
2.2.1 Die Entwicklung der Sozialen Kompetenz 22
2.2.2 Beherrschen von Fremdsprachen 30
2.2.3 Die Entwicklung der EDV 32
2.3 DIE STELLENANZEIGE: EINE METHODE DER PERSONALBESCHAFFUNG 34
2.3.1 Grundlegendes zum Stelleninserat 36
2.3.2 Wo recherchiert man am effektivsten? 37
2.3.3 Der Aufbau einer Stellenanzeige 38
2.3.4 Die Stellenanzeige: Gradmesser der Wirtschaft 41
2.3.5 Wettbewerb „Beste Personalanzeige“ 42
2.4 BEREITS VORHANDENE UNTERSUCHUNGEN 42
2.4.1 Außerfachliche Qualifikationen in der Wirtschaft 43
2.4.2 Strategische Unternehmensführung und FuE-Management 45
2.4.3 Stellenanzeigen und Wertewandel 47
2.4.4 Arbeitssituation, Tätigkeitsprofil und Qualifikationsstruktur von Personengruppen des Arbeitsmarktes 49
2.4.5 Lebenslanges Lernen 53
2.4.6 Fremdsprachen im Job 55
2.4.7 Bausteine zum Erfolg 57
2.5 ZUSAMMENFASSUNG 58
3. BESCHREIBUNG DER UNTERSUCHUNGSMETHODEN 60
3.1 HYPOTHESENBILDUNG 60
3.2 VORGENOMMENE EINGRENZUNGEN 61
3.2.1 Führungspositionen 61
3.2.2 Branchen 62
3.3 WAHL DER METHODEN 74
3.3.1 Der Fragebogen 74
3.3.2 Das Experten-Interview 74
3.3.3 Begründung der Methodenwahl 76
3.3.4 Hilfsmittel 78
3.4 DIE QUELLEN DER STELLENANZEIGEN 78
3.4.1 Die VDI-Nachrichten 79
3.4.2 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) 81
3.5 DER STELLENANZEIGEN-ERFASSUNGSBOGEN 81
3.5.1 Umgebungsvariablen 83
3.5.2 Angesprochene Altersgruppe 84
3.5.3 Sprachkenntnisse 84
3.5.4 EDV-Kenntnisse 85
3.5.5 Berufserfahrung 86
3.5.6 Formale und personale Kenntnisse 87
3.5.7 Bewerbungsverfahren 88
3.6 DAS TELEFONINTERVIEW 89
3.6.1 Vorbereitungen 89
3.6.2 Der Inhalt des Interviews 91
3.7 ZUSAMMENFASSUNG 93
4. RESULTATE 95
4.1 ERGEBNISSE UND VERTIEFENDE ANALYSE 95
4.1.1 Umgebungsvariablen 95
4.1.2 Angesprochene Altersgruppe 99
4.1.3 Sprachkenntnisse 100
4.1.4 Computer-Kenntnisse 104
4.1.5 Berufserfahrung 106
4.1.6 Formale und personale Kenntnisse 109
4.1.7 Bewerbungsverfahren 118
4.2 WEITERE ERGEBNISSE DER EXPERTEN-INTERVIEWS 119
4.3 VERGLEICH DER ERGEBNISSE MIT VORHANDENEN UNTERSUCHUNGEN 123
4.4 ZUSAMMENFASSUNG 125
ZUSAMMENFASSUNG 128
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 130
TABELLENVERZEICHNIS 132
GLOSSAR 133
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 137
LITERATURVERZEICHNIS 138
ANHANG 149

Automatisiert erstellter Textauszug:

Um jederzeit eine erfasste Anzeige wiederfinden zu können (bspw. um Unklarheiten zu beseitigen) ist es notwendig, genau zu erfassen, aus welcher Ausgabe, welchen Jahrgangs, welcher Zeitung die Annonce stammt. Wichtig ist weiterhin, dass die Unternehmung genannt wird, die Auftraggeber dieser Anzeige ist. Es sind dies auch wichtige Punkte gewesen, die eine spätere Gruppierung des Ergebnisses möglich machten (nach Branchen, Firmen und/oder Jahrgang). Weiter sind im Teil „Umgebungsvariablen“ auch Berufsfelder erfasst, für deren Bereich die Stelle ausgeschrieben ist. Damit ist es möglich, dass im Falle eines Mehrfach-Inserats eine Unternehmens in einer Zeitungsausgabe, jede Anzeige wiedergefunden wird. Nebeneffekt dieser Erhebung ist auch, dass man nachweisen kann, dass die VDINachrichten als Fachzeitschrift speziell die Automobilindustrie anspricht, da angenommen werden kann, dass sie vorwiegend technisch orientierte Kräfte (Ingenieure) suchen. [...]

da sich hierin die diesbezüglichen Informationen wie Anforderungsprofil, Bewerbungsablauf, Kontaktdaten etc. befinden. Für die Erfassung von Stellenanzeigen wird ein Erfassungsbogen entwickelt, der folgenden Ansprüchen genügen muss: 1. Es muss möglich sein, innerhalb kürzester Zeit alle relevanten Informationen der Stellenanzeige zu erfassen 2. Er muss leicht lesbar sein, damit ein schnelles Übertragen der Informationen des Fragebogens in ein Computer-Auswertungsprogramm möglich ist. 3. Die maximale Größe des Erfassungsbogens sollte DIN A 4 doppelseitig sein, weil ein mehrseitiges Blättern ein schnelles Bearbeiten unmöglich macht, auf ein kleineres Format aber nicht alle Informationen unterzubringen sind. Mit Hilfe des Stellenanzeigen-Erfassungsbogens sollen alle geforderten besonderen Kenntnisse wie EDV- und Sprachkenntnisse, aber auch außerfachliche Qualifikationen wie formale Fähigkeiten und personale Verhaltensweisen innerhalb kürzester Zeit vollständig erfasst werden. Es werden dafür folgende Teile bzw. Abschnitte gebildet: 1. Umgebungsvariablen 2. Angesprochene Altersgruppe 3. Sprachkenntnisse 4. EDV-Kenntnisse 5. Formale Kenntnisse 6. Personale Kenntnisse 7. Bewerbungsverfahren [...]

Seit 1949 wird die „Zeitung für Deutschland“, wie sie sich selbst nennt täglich neu aufgelegt. Die unabhängige Tageszeitung weist eine Besonderheit auf: nicht ein Chefredakteur, sondern ein Gremium aus 5 Herausgebern, die nach dem „Kollegialitätsprinzip“ zusammenarbeiten, bestimmen den Inhalt. Täglich wird die FAZ in 148 Länder ausgeliefert und hat damit die höchste Auslandsverbreitung aller deutschen Tageszeitungen. Laut AWA 2000 erreicht die FAZ jeden Tag rund 1 Million Leser und ist außerdem Pflichtlektüre an allen deutschen Wertpapierbörsen. Anders als bei den VDI-Nachrichten-Lesern sind die Leser der FAZ überwiegend in kaufmännischen Positionen zu suchen (14,8%; der Bevölkerungs-Durchschnitt liegt bei 7,4%). Der Anteil der Käufer mit Fach- bzw. Hochschulausbildung ist ebenfalls sehr hoch (40,2%). Speziell die Altersgruppe der 30- 49-järigen Leser (LAE, 2001) bevorzugt die Zeitung mit „Europas größtem Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte“ (Zitat Radiowerbung, 2001). Insbesondere dieser „elitäre“ Lesekreis wird von der FAZ aufgrund Ihres ausführlichen Wirtschaftsteils angesprochen. [...]

Arbeit zitieren:
Sagolla, Markus Oktober 2002: Die Veränderung der geforderten Kompetenzen bei Führungskräften der Industrie- und Dienstleistungsbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Soft Skills, Kommunikation, Teamfähigkeit, Stellenanzeige, Sprachkenntnisse

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