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Veränderung der Dokumentation in der klinischen Forschung durch XML, EDC und CDISC-Standards

Veränderung der Dokumentation in der klinischen Forschung durch XML, EDC und CDISC-Standards
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Max Dahms
  • Abgabedatum: Juni 2004
  • Umfang: 149 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Beuth Hochschule für Technik Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8225-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8225-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8225-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dahms, Max Juni 2004: Veränderung der Dokumentation in der klinischen Forschung durch XML, EDC und CDISC-Standards, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Datenmanagement, Standardisierung, Arzneimittel, Bildungsmarkt, E-Learning

Diplomarbeit von Max Dahms

Zusammenfassung:

Die Diplomarbeit verfolgt zwei Zielstellungen: Erstes Teilziel ist, die Veränderung der Dokumentationsprozesse und des Datenmanagements in der klinischen Forschung durch die verstärkte Integration von Electronic Data Capture (EDC) - Technologien darzustellen. Hierbei wird verstärkt auf die Bedeutung eines einheitlichen, Datenstandards für die Branche sowie die diesbezüglichen Entwicklungsarbeiten des Clinical Data Interchange Standards Consortium (CDISC) eingegangen. Zweites Teilziel ist, den speziellen, veränderten Bildungsbedarf in der klinischen Forschung sowie das diesbezügliche Ausbildungsangebot in Deutschland darzustellen und dementsprechend Ansatzpunkte zur Planung einer E-Learning gestützten Schulung zu geben. Die Diplomarbeit ist aufbereitet sowohl für branchenfremde Betriebswirtschaftler, als auch für nicht auf die klinische Forschung spezialisierte Mediziner und Pharmazeuten ohne Programmiervorkenntnisse.

Im ersten Abschnitt werden zunächst der Bedarf, die Nutzenpotentiale und die Perspektiven der Extensible Markup Language (XML) zur technischen Realisierung von Datenstandards im allgemeinen erläutert sowie eine kurze Einführung in die Codierung von XML-Dokumenten und Dokumenttypbeschreibungen gegeben.

Im zweiten Abschnitt werden der Arzneimittelforschungsprozess in seinen verschiedenen Phasen sowie grundlegende ethische und rechtliche Rahmenbedingungen beschrieben. Hierauf aufbauend werden die Kosten von klinischen Studien sowie ebenfalls die Entwicklung des deutschen im Vergleich zum internationalen Pharmamarkt behandelt. Als eine mögliche Rationalisierungsmaßnahme im kostenintensiven Forschungsprozess wird am Ende dieses Abschnitts die Integration von EDC herausgestellt, welche wiederum die Grundlage für den Bedarf nach einem brancheninternen Datenstandard für die klinische Forschung bildet.

Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit den Arbeiten, den XML-basierten Standards sowie dem aktuellen Entwicklungsstand von CDISC. Während im ersten Teil dieses Abschnittes das Konsortium selbst, dessen Arbeitsweise und dessen Lösungsmodelle genauer beschrieben werden, wird im zweiten Teil auf die Akzeptanz von CDISC bei den relevanten Stakeholdern eingegangen. Dabei werden grundsätzliche Handlungsoptionen der Pharmaunternehmen hinsichtlich CDISC ebenso thematisiert wie die Haltung der Behörden zur Einreichung elektronischer Zulassungsanträge.

Aufbauend auf den Erkenntnissen der ersten drei Abschnitte wird im vierten Kapitel die Diskrepanz zwischen Bildungsangebot und dem veränderten Bildungsbedarf speziell für die klinische Forschung in Deutschland gegenübergestellt. Hierbei wird sowohl auf die klassischen Ausbildungsmöglichkeiten für klinisches Studienpersonal bzw. Management eingegangen als auch auf aktuelle Entwicklungstendenzen zur Erweiterung des Angebotes im Hochschulwesen und bei privaten Ausbildungsunternehmen.

Im fünften Abschnitt schließlich wird eine kurze Einführung in das Thema E-Learning, dessen Nutzen und Kosten sowie dessen spezielle Eignung für Schulungen in der Arzneimittelforschung gegeben. Hierauf aufbauend werden abschließend einige wichtige Ansatzpunkte bei der Planung eines adäquaten diesbezüglichen Schulungsangebotes für einen möglichen E-Learning-Anbieter behandelt.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis 2
II. Abkürzungsverzeichnis 4
III. Abbildungsverzeichnis 6
IV. Danksagung 7
1. Zielstellung und Aufbau der Diplomarbeit 8
1.1 Zusammenfassung (Deutsch) 8
1.2 Summary (English) 9
2. Einführung in XML 10
2.1 Hintergrund: Entstehung und Nutzen von XML 10
2.1.1 Wandlung des Datenaustauschs im Internet 10
2.1.2 Ein einführendes Beispiel-Szenario 11
2.1.3 Was HTML leistet 12
2.1.4 Was HTML nicht leistet 14
2.1.5 Idee und Entstehung von XML 14
2.1.6 Charakteristische Eigenschaften und Vorteile von XML 15
2.1.7 Anwendungsbereiche von XML 16
2.2 Codierung: Erstellung & Weiterverarbeitung von XML-Dokumenten 18
2.2.1 Der Aufbau von XML-Dokumenten 18
2.2.2 Definition von eigenen Tags in XML-DTD's 20
2.2.3 Kooperation und Einbindung fremder DTD's 22
2.2.4 Validierung von Daten in XML 24
2.2.5 Darstellung von XML-Dokumenten 25
2.2.6 Datenabfrage in XML-Dokumenten und Datenbanken 28
2.2.7 XML-Datenaustausch in Netzen 29
2.2.8 XML-Editoren und Publikationsumgebungen 31
2.3 Ausblick: Anwendungen & Verbreitung von XML im E-Business 33
2.3.1 Der Nutzen von Standards im Allgemeinen 33
2.3.2 Vision und Nutzen von XML als Standard im E-Business 34
2.3.3 Einflussfaktoren auf die Verbreitung von XML-Standards 36
2.3.4 Aussichtsreiche XML-Standardisierungsinitiativen im E-Business 38
3. Einführung in die klinische Forschung und den Pharmamarkt 40
3.1 Einführung in die klinische Forschung 40
3.1.1 Zweck der klinischen Forschung 40
3.1.2 Ablauf und Phasenmodell der klinischen Prüfung 41
3.1.3 Beteiligte Institutionen und Daten-Management 43
3.1.4 Grundsätzliche rechtliche und ethische Rahmenbedingungen 46
3.1.5 Die Rolle der Behörden und der Zulassungsantrag 47
3.2 Kosten und Erträge der Arzneimittelentwicklung 50
3.2.1 Kennzahlen der deutschen Pharmaindustrie und des Marktes im weltweiten Vergleich 50
3.2.2 Unternehmenslandschaft und Struktur der Pharmabranche 55
3.2.3 Dauer und Kosten der Arzneimittelentwicklung 58
3.2.4 Rationalisierungspotentiale durch standardisierte elektronische Datenerfassung 61
4. Das Clinical Data Interchange Standards Consortium (CDISC) 67
4.1 Das CDISC-Projekt 67
4.1.1 Idee, Herausforderung und Chancen 67
4.1.2 Die Entstehung von CDISC und die Rolle von Konsortien 69
4.1.3 Aufbauorganisation und CDISC-Mitglieder 71
4.1.4 Die CDISC-Internetseite als Kommunikations-Portal 73
4.1.5 Evolution der Datenerfassung in der klinischen Forschung 73
4.1.6 Der Lösungsansatz und die Datenstandards von CDISC 76
4.1.7 Aktueller Stand der Modelle (März 2004) und Ausblick 78
4.2 Akzeptanz von CDISC in der Branche 81
4.2.1 CDISC in der Welt der Standards und Richtlinien 81
4.2.2 Die Rolle von CDISC bei den Behörden 83
4.2.3 Strategische Handlungsalternativen der Unternehmen 84
4.2.4 Haltung der Unternehmen zu EDC und zu CDISC 85
4.2.5 Strategie von CDISC zur weiteren Expansion 89
5. Der deutsche Bildungsmarkt für die klinische Forschung 90
5.1 Spezieller Ausbildungsbedarf in der klinischen Forschung 90
5.1.1 Von veränderten Prozessen zu veränderten Qualifikationsanforderungen 90
5.1.2 Versuch und Problematik der Quantifizierung des Bildungsbedarfs 92
5.1.3 Stellungnahmen, Konkretisierungen und weitere Indikatoren des Bildungsbedarfs 94
5.2 Die klassischen Ausbildungsangebote der Hochschulen 97
5.2.1 Relevanz der klassischen Studiengänge für die Arzneimittelforschung 97
5.2.2 Studiengang MEDIZIN 98
5.2.3 Studiengang PHARMAZIE 101
5.2.4 Studiengang MEDIZINISCHE INFORMATIK 102
5.3 Die erweiterten Ausbildungsangebote der Hochschulen 104
5.3.1 Tendenzen im Hochschulwesen 104
5.3.2 Aufbaustudiengang PHARMAZEUTISCHE MEDIZIN 105
5.3.3 Master-Studiengang CLINICAL TRIAL MANAGEMENT 107
5.3.4 Studiengang MEDIZINISCHE DOKUMENTATION UND INFORMATIK 108
5.3.5 Aufbaustudiengang DRUG REGULATORY AFFAIRS 111
5.3.6 Postgraduelle Ausbildung BIOMETRIE 113
5.4 Alternative Ausbildungsangebote 114
5.4.1 Tendenzen im privaten Bildungsmarkt 114
5.4.2 KKS-Fortbildung ARZT FÜR KLINISCHE STUDIEN 115
5.4.3 PAREXEL Fortbildung KLINISCHER MONITOR & DATENMANAGER 116
5.4.4 PAREXEL Fortbildung KLINISCHER DB-MANAGER & SAS-PROGRAMMIERER 117
5.4.5 KKS- Fortbildung STUDY NURSE (Studienassistent/in im Prüfzentrum) 119
5.4.6 KKS- Fortbildung KLINISCHE EVALUATION (FÜR STUDIENLEITER) 121
5.4.7 PROFIL GmbH Fortbildung FACHKRAFT FÜR KLINISCHES MONITORING 123
5.4.8 Exemplarische Intensivkursangebote und Seminare 124
6. Vorteile und Ansätze eines E-Learning gestützten Schulungsangebotes 126
6.1 Nutzen des E-Learning 126
6.1.1 Einführung und Erläuterung der Begriffe E-Learning, Blended Learning, Lernplattform 126
6.1.2 Vorteile und Einsparungspotentiale durch E-Learning 128
6.1.3 Besondere Eignung des E-Learning für Schulungen in der klinischen Forschung 130
6.1.4 Ein beispielhaftes E-Learning gestütztes Schulungsangebot 132
6.2 Ansatzpunkte zur Angebotsplanung für E-Learning-Anbieter 134
6.2.1 Mögliche Formen des Bildungsangebotes 134
6.2.2 Kosten des Angebotes, Marktpreise und Margen 134
6.2.3 Möglichkeiten der Kooperation und finanziellen Förderung 137
7. Schlussbemerkung 139
V. Quellenverzeichnis 140

Automatisiert erstellter Textauszug:

Rendite Die Erhöhung der Exportquote mag teilweise auch in den im internationalen Vergleich relativ niedrigen Renditeerwartungen auf dem deutschen Absatzmarkt begründet liegen: Während in den USA Umsatzrenditen von 20-30 % erreicht werden, bleiben deutsche Unternehmen mit 10-15 % deutlich dahinter zurück [28, Bracht, S.2]. In sämtlichen europäischen Ländern (außer Norwegen und Dänemark) ist die Steuerbelastung für Medikamente gemindert worden bzw. gleich Null. Dagegen hat in Deutschland der Apotheker beim Verkauf von Arzneimitteln die Umsatzsteuer von 16 Prozent in voller Höhe abzuführen. Der Umsatzanteil des Herstellers am Endpreis seines Medikamentes liegt hierzulande bei durchschnittlich 55 Prozent, also etwas mehr als der Hälfte. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit am Ende des Feldes [30, S.16]. Investitionen und Forschungsausgaben Der Investitionsanteil am Umsatz betrug 5,9 Prozent im Jahr 2002. Damit gehört die pharmazeutische Industrie klar zu den überdurchschnittlich investierenden Branchen in Deutschland. Der Umsatzanteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung lag bei den VFA-Mitgliedern sogar bei 16 Prozent. Weltweit beliefen sich diese Ausgaben auf 47,1 Milliarden US-Dollar in 2002. Die folgenden Abbildungen [30, S.27] zeigen das rasche Anwachsen der F&E-Ausgaben um ca. 20 Prozent von 1998 bis 2001 sowie die Anteile der einzelnen internationalen Märkte an diesen Ausgaben. Dabei liegt die USA mit einer Steigerung von über 70 Prozent der Ausgaben und mit mehr als der Hälfte aller getätigten F&E-Investitionen auch bei den forschenden Arzneimittelherstellern klar an der Spitze. [...]

Abbildung 3.2.1-1: Gesamtumsatz im Arzneimittelmarkt weltweit Somit ist der weltweite Umsatz mit Arzneimitteln von 1999 bis 2002 um rund 25 Prozent gestiegen. Der Umsatz auf dem US-amerikanischen Markt stieg dabei mit 47 Prozent fast doppelt so schnell an. Eine Fortsetzung dieses Trends würde bedeuten, dass bereits in wenigen Jahren mehr als die Hälfte des Weltumsatzes der Pharmaindustrie in den USA getätigt wird. Demgegenüber ist der relative Anteil Deutschlands am Weltmarkt von 5 Prozent im Jahr 1997 auf 4 Prozent im Jahr 2002 gesunken. Die folgenden Graphiken zu den Anteilen am weltweiten Umsatz im Arzneimittelmarkt [30, S.55] sowie zum erwirtschafteten Arzneimittelumsatz pro Kopf [30, S.57], also auf die Bürger des jeweiligen Bezugsgebietes verteilt, veranschaulichen weiterhin die deutliche Führungsposition der USA. Für die forschenden Arzneimittelhersteller ist die Präsenz in den USA somit eine ökonomische Notwendigkeit [31]. [...]

wesentlich zur Einbuße der hervorragenden Position der Arzneimittelproduktion, als einer der wichtigsten deutschen Wachstumssektoren, beigetragen. Entsprechend hat der Pharmastandort Deutschland auch weltweit insgesamt an Bedeutung verloren. Dennoch gehört die Pharmaindustrie nach wie vor zu den produktivsten und überdurchschnittlich investierenden Branchen des Landes [29]. Die folgenden Daten zur Beschreibung des Marktes wurden zum größten Teil auf Grundlage von aufbereitetem Informationsmaterial des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) zusammengestellt. Die aktuellen, auf der Homepage des VFA zur Verfügung gestellten Daten, beziehen sich auf das Jahr 2002. Umsatz Im Jahr 2002 wurden in Deutschland Pharmazeutika im Wert von rund 23 Milliarden Euro produziert. Der weltweite Umsatz, dessen Entwicklung in den letzten Jahren die folgende Abbildung [30, S.55] zeigt, betrug 424 Milliarden US-Dollar. [...]

Arbeit zitieren:
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Schlagworte:
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