Venture Capital und Private Equity in der Immobilienbranche
Theoretische Grundlagen und empirische Evidenz
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Carlo Wisskirchen
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 4,0 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: European Business School Schloß Reichartshausen, Oestrich-Winkel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5759-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5759-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5759-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wisskirchen, Carlo Februar 2002: Venture Capital und Private Equity in der Immobilienbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Venture Capital, Private Equity, Immobilienbranche, innovative Finanzierung, Immobilien
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Diplomarbeit von Carlo Wisskirchen
Gang der Untersuchung:
Diese Diplomarbeit, die am Stiftungslehrstuhl für Immobilienökonomie von Herrn Prof. Karl-Werner Schulte HonRics an der European Business School (ebs) geschrieben wurde, fußt grundsätzlich auf zwei Säulen:
Dies ist zum einen der theoretische Teil, der die beiden innovativen Finanzierungsformen Venture Capital und Private Equity näher erklärt. Er beinhaltet die Einordnung in die Gesamtheit der Finanzierungsinstrumente sowie auch die Abgrenzung der beiden angelsächsisch fundierten Finanzierungsformen voneinander. Des weiteren wird auf die geschichtliche Entwicklung von Beteiligungskapital, auf die einzelnen Investitionsphasen und den Ablauf von Unternehmensbeteiligungsfinanzierungen, auf die Beteiligten bei dieser Art von Finanzierungen sowie auf Fondsstrukturen eingegangen.
Andererseits konstituiert der empirische Teil die zweite Säule dieser wissenschaftlichen Arbeit. Die zuvor erläuterten Strukturen von Venture Capital und Private Equity wurden durch eine Befragung der Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften analysiert. Aus der Befragung dieser Gesellschaften und aus acht geführten Interviews wurden die Erkenntnisse dieser Arbeit gewonnen. Als Interviewpartner für diese Diplomarbeit waren Dr. Markus Hens (Soros Real Estate Partners), Dr. Holger Frommann (Geschäftsführer BVK), Roger Neumann (Real Estate Venture Capital), Stefan Aumann (Goldman Sachs), Dr. Marcel Crommen (damals noch J.P. Morgan, nun Deutsche Bank), Caspar Freiherr von Weichs (Freiherr von Weichs & Partner), Sven Dahlmeyer (Doughty Hanson) und Dr. Arno Väth (FERI Real Estate) behilflich.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Symbolverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Abgrenzung und Gang der Untersuchung | 2 |
| 2. | Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Venture Capital und Private Equity | 4 |
| 2.2 | Abgrenzungen von Venture Capital und Private Equity | 5 |
| 2.2.1 | Gegenseitige Abgrenzung der beiden Kapitalbeteiligungsformen | 5 |
| 2.2.2 | Einordnung in die Gesamtheit der Finanzierungsinstrumente | 6 |
| 3. | Private Equity in der Theorie | 8 |
| 3.1 | Entwicklung des Beteiligungskapitals | 8 |
| 3.2 | Investitionsphasen der Kapitalbeteiligungsgeber | 11 |
| 3.3 | Beteiligte einer Kapitalbeteiligungsfinanzierung | 13 |
| 3.3.1 | Beteiligungskapitalgeber | 13 |
| 3.3.1.1 | Private Investoren | 14 |
| 3.3.1.2 | Staatliche Förderung und Inkubatoren | 15 |
| 3.3.1.3 | Corporate Venture-Gesellschaften | 16 |
| 3.3.1.4 | Institutionelle Investoren | 16 |
| 3.3.2 | Fondsinvestoren | 17 |
| 3.3.3 | Beteiligungskapitalnehmer | 18 |
| 3.4 | Private Equity-Fonds | 20 |
| 3.5 | Ablauf von Unternehmensbeteiligungsfinanzierungen | 21 |
| 3.5.1 | Fundraising | 22 |
| 3.5.2 | Beteiligungsakquisition | 22 |
| 3.5.3 | Unternehmensentwicklung | 24 |
| 3.5.4 | Beteiligungsdesinvestition | 25 |
| 4. | Der Markt für Private Equity in der deutschen Immobilienbranche | 26 |
| 4.1 | Abgrenzung der Formen von Beteiligungsfinanzierungen | 26 |
| 4.2 | Empirische Analyse der Marktsituation | 28 |
| 4.2.1 | Tätigkeit von Kapitalbeteiligungsgesellschaften | 28 |
| 4.2.1.1 | Anmerkungen zur Vorgehensweise | 28 |
| 4.2.1.2 | Auswertung der Ergebnisse | 30 |
| 4.2.2 | Strukturierung von Beteiligungsfinanzierungen | 32 |
| 4.3 | Vergleich mit der zugrundeliegenden Theorie | 36 |
| 4.3.1 | Der Unternehmensbeteiligungsmarkt | 36 |
| 4.3.2 | Ablauf von Unternehmensbeteiligungen | 38 |
| 4.4 | Weitere Erkenntnisse der empirischen Untersuchung | 41 |
| 5. | Schlussfolgerung und Ausblick | 42 |
| Anhang | 47 | |
| Literaturverzeichnis | 130 |
Zunächst muss festgehalten werden, dass der Zeitpunkt der Untersuchung dieses Marktes aufgrund der Börsenbaisse in 2001 ein äußerst ungünstiger ist. Der Markt befindet sich in einer Konsolidierungsphase154, in der die Bereitschaft zur Vergabe von Beteiligungskapital für Unternehmen nicht sonderlich hoch ist.155 Der Vergleich der Private Equity-Finanzierungen in der Immobilienbranche mit anderen Branchen hat gezeigt, dass der Ablauf solcher Finanzierungen recht ähnlich ist. Andererseits konnte herausgefunden werden, dass dieser Markt in der Immobilienwirtschaft noch sehr jung und wenig ausgeprägt ist. Unter der Annahme, dass die auf die Befragung antwortenden Gesellschaften normal verteilt sind, lassen die neun Gesellschaften mit Beteiligungen an Immobilienunternehmen einen Schluss auf die Grundgesamtheit zu. Bei einer Stichprobengröße von etwa 66 Unternehmen unter der Akzeptanz eines absoluten Fehlers von 0,1 lässt sich mit einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von 99 % eine Projektion auf die Grundgesamtheit der 350 in Deutschland tätigen Kapitalbeteiligungsgesellschaften vornehmen. Durch das Konfidenzintervall kann vermutet werden, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % etwa 3 bis 25 % der 350 Kapitalbeteiligungsgesellschaften Anteile an Unternehmen aus der Immobilienbranche halten. Absolut gesehen liegt das Intervall zwischen 11 und 88 Unternehmen.156 Sollte sich die vom BVK angenommene [...]
Durch die Interviews konnten weitere Besonderheiten der Immobilienbranche herausgefunden werden. Um auf Portfoliobasis vergleichbare Renditen mit High-Tech-Branchen erzielen zu können, kann sich ein Fonds aus der Immobilienbranche keine Unternehmensliquidationen erlauben. Da die erzielbaren Unternehmenswertsteigerungen nicht an das Niveau hoch innovativer Branchen heran kommen, wirken sich Totalabschreibungen eines Unternehmens sehr stark auf die Portfoliorendite aus.150 Bezüglich der Bildung von Konsortien gehen die Meinungen in der Praxis auseinander. Einerseits wird die Meinung vertreten, die Konsortienbildung sei zu kompliziert. Andererseits werden Konsortien aber auch gerne genutzt, um das Risiko zu teilen, besonders wenn die Konsortialpartner Know-how in unterschiedlichen Bereichen besitzen und sich die Partner gegenseitig ergänzen.151 Freiherr von Weichs und Herr Dr. Väth begründeten die ausbleibenden Venture Capitalund Private Equity-Finanzierungen für Unternehmen aus der Immobilienbranche mit der starken Abhängigkeit des Unternehmenswerts vom tätigen Management. Bei vielen Immobilienunternehmen hängt ein Großteil des Unternehmenswerts vom Know-how [...]
line abwickelt, unterscheidet sich wesentlich von einem Unternehmen, das einen hohen Immobilienbestand hat und diesen bewirtschaftet. Die Dauer einer Unternehmensbeteiligung liegt bei den befragten Kapitalbeteiligungsgesellschaften im Durchschnitt bei 4,6 Jahren. Damit liegt der Wert knapp unter der in der Literatur häufig angegebenen Untergrenze von 5 Jahren. Die Aussagen in den Interviews lagen im Bereich von fünf bis sieben Jahren.148 Generell lassen sich keine signifikanten Unterschiede bei der Dauer zwischen Theorie und Praxis erkennen. Die erwartete Rendite liegt bei den Kapitalbeteiligungsgesellschaften bei 20 % IRR p.a. Den Interviews konnte eine ähnliche erwartete Rendite im Intervall von 15 bis auch stellenweise über 25 % entnommen werden.149 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832457594
Arbeit zitieren:
Wisskirchen, Carlo Februar 2002: Venture Capital und Private Equity in der Immobilienbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Venture Capital, Private Equity, Immobilienbranche, innovative Finanzierung, Immobilien



