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Die Vater-Tochter-Beziehung am Beispiel von Studentinnen der Erziehungs- und Bildungswissenschaften

Die Studie wurde mit dem Förderpreis der Dr. Maria Schaumayer Stiftung ausgezeichnet (Juni 2002).
Die Vater-Tochter-Beziehung am Beispiel von Studentinnen der Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrike Leeb
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 202 Seiten
  • Dateigröße: 7,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4791-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4791-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4791-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem Förderpreis der Dr. Maria Schaumayer Stiftung ausgezeichnet (Juni 2002).
  • Arbeit zitieren: Leeb, Ulrike Dezember 2000: Die Vater-Tochter-Beziehung am Beispiel von Studentinnen der Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Vater-Forschung, Geschlechtsidentität

Diplomarbeit von Ulrike Leeb

Zusammenfassung:

Die Rolle des Vaters in der Erziehung eines Kindes und Jugendlichen, insbesondere in der Vater-Tochter-Beziehung, wurde in der erziehungswissenschaftlichen Literatur bisher - im Gegensatz zur Mutterrolle und zur Mutter-Tochter- oder Mutter-Sohn-Beziehung - noch verhältnismäßig selten thematisiert. Das mag an der Tradition der letzten 200 Jahre mit der (seit Rousseau und Pestalozzi) relativen Hochbewertung der Mutterrolle in der Pädagogik, aber auch an den realen Gegebenheiten liegen: der Tatsache, daß Mütter die hauptsächliche Erziehungsarbeit leisten.

Frau Leeb ging beim Entwurf ihrer Diplomarbeit davon aus, daß gerade für zukünftige Pädagoginnen/Erziehungswissenschafterinnen die bewußte Auseinandersetzung mit dem eigenen Vaterbild im Hinblick auf ihre Rolle als mögliche Multiplikatorinnnen sehr wichtig sei. Sie entschloß sich zu einer Arbeit, die sie in zwei Teile gliederte: einen sehr ausführlichen Theorieteil und einen empirischen Teil, der eine eigenständige qualitative Studie beinhaltet.

Im Theorieteil, in welchem sie die vorliegende Literatur zum Thema Vaterrolle und Vater-Tochter-Beziehung auch von den 'Nachbardisziplinen' der Pädagogik (Psychologie, Soziologie) her analysierte, skizziert sie zunächst den Wandel in der Definition des 'Vaters' und zeigt, mit welchen Theorien die Vaterrolle jeweils verbunden ist, wie sich die Forschung dazu entwickelte und wie die Rolle des Vaters heute in den einzelnen Lebensabschnitten der Tochter gesehen wird.

Dabei wird deutlich, daß „der Wandel der Definitionen des Begriffs 'Vater' Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels ist, der sich vor allem in der teilweisen Auflösung der strikten Rollenzuschreibungen von Mann und Frau ausdrückt.“ (S. 13) Im folgenden Abschnitt der Arbeit (Kap. 2) stellt die Autorin Ergebnisse der sog. Vaterforschung vor, orientiert sich am 4-Phasen-Modell von Fthenakis, um dann auf einige Positionen einzugehen, die sich speziell mit der Rolle des Vaters in der Entwicklung seiner Tochter befassen. Dabei kann Frau Leeb zeigen, daß viele Autoren die Meinung vertreten, daß die Tochter zwar in den verschiedenen Lebensabschnitten ein unterschiedliches Maß an Zuwendung braucht, sie aber grundsätzlich in ihrer Entwicklung auf die Aufmerksamkeit und Zuwendung des Vaters angewiesen ist.

Im Kap. 3 setzt sich die Autorin mit dem weiblichen Rollenverständnis auseinander. Hier wird deutlich, welchen entscheidenden Einfluß nach übereinstimmender Meinung verschiedener Autoren der Vater für die Geschlechtsidentität, die Beziehungsfähigkeit und das Selbstwertgefühl der Tochter hat.

Der Theorieteil schließt mit „Wünschen und Erwartungen“ an den 'idealen Vater' und leitet damit auf den empirischen Teil über.

Dieser empirische Teil beinhaltet eine qualitative Untersuchung durch problemzentrierte, halbstrukturierte Leitfadeninterviews, unterstützt durch einen Kurzfragebogen und ein Postskriptum (nach Witzel und Friebertshäuser), die Frau Leeb mit Hilfe der Inhaltsanalyse nach Mayring auswertete.

In einem abschließenden Kapitel faßt die Diplomandin Ergebnisse und Forderungen für die Pädagogik zusammen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Theorieteil
1. Einleitung 1
1.1 Motivation der Arbeit 1
1.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit 3
2. Erziehung und Bildung 7
2.1 Definitionen zum Begriff „Vater“ 7
2.1.1 Einführende Bemerkungen 7
2.1.2 Erste Definition 8
2.1.3 Zweite Definition 10
2.1.4 Dritte Definition 11
2.1.5 Vierte Definition 12
2.1.6 Kurzzusammenfassung 13
2.2 Theorien des Vater - Seins 13
2.2.1 Einführende Bemerkungen 13
2.2.2 Die psychoanalytische Theorie 14
2.2.3 Ergänzung durch die Theorie von John Bowlby 15
2.2.4 Sozialpsychologische Theorien 15
2.2.5 Lerntheoretischer Ansatz 16
2.2.6 Entwicklungspsychologische Theorie 16
2.2.7 Systemtheoretischer Ansatz 17
2.2.8 Kurzzusammenfassung 17
2.3 Überblick über die Vaterforschung 18
2.3.1 Einführende Bemerkungen 18
2.3.2 Erste Phase der Vaterforschung 19
2.3.3 Zweite Phase der Vaterforschung 19
2.3.4 Dritte Phase der Vaterforschung 21
2.3.5 Vierte Phase der Vaterforschung 21
2.3.6 Kurzzusammenfassung 22
2.4 Die Rolle des Vaters in einzelnen Lebensabschnitten der Tochter 23
2.4.1 Einführende Bemerkungen 23
2.4.2 Schwangerschaft 23
2.4.3 Die ersten achtzehn Monate 24
2.4.4 Zweites und drittes Lebensjahr 24
2.4.5 Die ödipale Phase 25
2.4.6 Volksschulalter 26
2.4.7 Pubertät 26
2.4.8 Kurzzusammenfassung 29
2.5 Resümee des Kapitels „Erziehung und Bildung“ 30
3. Weibliches Rollenverständnis 31
3.1 Theorien zur Geschlechtsidentität der Frau 31
3.1.1 Einführende Bemerkungen 31
3.1.2 Definition des Begriffs „Geschlechtsidentität“ 32
3.1.3 Die Bedeutung des Vaters für die Geschlechtsidentität der Tochter 32
3.1.4 Bedeutung des Vaters für die Beziehungsfähigkeit der Tochter 34
3.1.5 Schwierigkeiten bei der Entwicklung weiblicher Geschlechtsidentität 34
3.1.6 Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Selbstwertes 38
3.1.7 Kurzzusammenfassung 38
3.2 Die Rolle des Vaters bei der Herausbildung geschlechtsspezifischen Rollenverhaltens 39
3.2.1 Einführende Bemerkungen 39
3.2.2 Definition des Begriffs „Geschlechtsrolle“ 39
3.2.3 Studien zur Rolle des Vaters bei der Entwicklung geschlechtsspezifischen Verhaltens 40
3.2.4 Kurzzusammenfassung 42
3.3 Bevorzugen Väter ihre Söhne? 42
3.3.1 Einführende Bemerkungen 42
3.3.2 Studien zur unterschiedlichen Behandlung von Söhnen und Töchtern 43
3.3.3 Kurzzusammenfassung 44
3.4 Umgang des Vaters mit der Sexualität der Tochter 45
3.4.1 Einführende Bemerkungen 45
3.4.2 Rolle des Vaters in bezug auf die Sexualität der Tochter 45
3.4.3 Kurzzusammenfassung 48
3.5 Resümee des Kapitels „weibliches Rollenverständnis“ 49
4. Wünsche und Erwartungen an Väter 50
4.1 Der „ideale“ Vater 50
4.1.1 Einführende Bemerkungen 50
4.1.2 Theorien zum „idealen“ Vater 51
4.1.3 Kurzzusammenfassung 53
4.2 Das innere Vaterbild 53
4.2.1 Einführende Bemerkungen 53
4.2.2 Definition des Begriffs „Vaterbild“ 54
4.2.3 Auseinandersetzung mit dem inneren Vaterbild 54
4.2.4 Kurzzusammenfassung 54
4.3 Resümee des Kapitels „Wünsche und Erwartungen an Väter“ 55
II. Empirischer Teil
1. Grund und Fragestellung der Untersuchung mit ersten Vorannahmen 57
2. Methodologische Entscheidung 60
3. Das problemzentrierte Interview 61
3.1 Leitfaden 63
3.1.1 Praktische Umsetzung des Leitfadens 64
3.2 Kurzfragebogen 67
3.2.1 Praktische Umsetzung des Kurzfragebogens 68
3.3 Postskriptum 70
3.3.1 Praktische Umsetzung der Postskripti 71
4. Durchführung der Interviews 74
4.1 Kontaktaufnahme mit den Interviewpartnerinnen 74
4.2 Ablauf der Interviews 75
4.3 Transkription 80
5. Auswertung der Interviews 81
5.1 Ergebnisse des Kurzfragebogens 81
5.2 Kurzbeschreibung der Interviewpartnerinnen 85
5.2.1 Praktische Umsetzung der Kurzbeschreibung 85
5.3 Kategorisierung der Interviews 96
5.3.1 Die qualitative Inhaltsanalyse 97
5.3.2 Praktische Umsetzung der Kategorisierung 99
a) Auswertung von Kategorie 1 101
1.1 Der Vater als Erziehungsperson 101
1.2 Phase der Pubertät der Tochter 104
1.3 Stellenwert von Bildung 108
1.3.1 Stellenwert von Arbeit und Leistung 111
1.4 Zusammenfassung und Interpretation von Kategorie 1 113
b) Auswertung von Kategorie 2 117
2.1 Vermitteltes Frauenbild 117
2.2 Einstellung zur Weiblichkeit der Tochter 122
2.3 Ausdruck von Anerkennung und Zuneigung durch den Vater 124
2.4 Zusammenfassung und Interpretation von Kategorie 2 127
c) Auswertung von Kategorie 3 130
3.1 Der „ideale“ Vater 130
3.2 Wünsche an den realen Vater 133
3.2.1 Wünsche in der Vergangenheit 134
3.2.2 Wünsche in der Gegenwart 135
3.3 Das innere Vaterbild 137
3.3.1 Auswirkungen des inneren Vaterbildes auf die pädagogische Praxis 140
3.4 Zusammenfassung und Interpretation von Kategorie 3 143
6. Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderungen, die sich daraus für die Pädagogik ergeben 147
7. Literaturverzeichnis 152
III. Anhang

Arbeit zitieren:
Leeb, Ulrike Dezember 2000: Die Vater-Tochter-Beziehung am Beispiel von Studentinnen der Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Vater-Forschung, Geschlechtsidentität

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