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Value at Risk, Expected Shortfall u.a. - Aktuelle mathematisch-statistische Methoden zur Quantifizierung von Kreditrisiken

Value at Risk, Expected Shortfall u.a. - Aktuelle mathematisch-statistische Methoden zur Quantifizierung von Kreditrisiken
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Nico Schönemann
  • Abgabedatum: September 2010
  • Umfang: 59 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Potsdam Deutschland
  • Bibliografie: ca. 41
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-0825-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schönemann, Nico September 2010: Value at Risk, Expected Shortfall u.a. - Aktuelle mathematisch-statistische Methoden zur Quantifizierung von Kreditrisiken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kreditrisiko, Risikomanagement, Value at risk, Expected Shortfall, Risikomessung

Bachelorarbeit von Nico Schönemann

Einleitung:

In Anbetracht der weiterhin andauernden Finanzmarktkrise sowie der aufsichtsrechtlichen Entwicklungen in Bezug auf Basel II (bzw. die Weiterentwicklung unter Basel III) und die MaRisk ist das Risikomanagement der Banken und insbesondere die Methodik des Risikocontrollings verstärkt in den Fokus gerückt. In der vorliegenden Bachelorarbeit wird ein Überblick über aktuelle Methoden und Ansätze zur Quantifizierung und Steuerung insbesondere des Kreditrisikos gegeben, welches volumenmäßig die bedeutendste Risikoart ist. Neben einer Heranführung an die Methodik und die Hintergründe der verschiedenen Ansätze werden auch die bestehenden Kritikpunkte angesprochen.

Im ersten Teil werden die gängigen Risikoarten sowie der Risikobegriff selbst definiert. Außerdem wird ein kurzer Überblick über den aufsichtsrechtlichen Rahmen (MaRisk, Basel II) und die zentralen Aufgaben des Risikomanagements gegeben.

Anschließend folgt mit der Analyse der Methodik hinter den gängigen Verfahren zur Risikomessung der eigentliche Schwerpunkt der Arbeit. Untergliedert in die Punkte Grundlagen, Merkmale und Kritik werden die Konzepte des Value-at-Risk (mit einer Vorstellung von drei kommerziellen VaR-Modellen) und des Expected Shortfall dargestellt. Insbesondere das Problem der fehlenden Subadditivität des VaR wird beleuchtet und aufgezeigt, wie der Expected Shortfall diesbezüglich als Ergänzung zum VaR nutzbringend eingesetzt werden kann.

Im dritten Teil wird anhand empirischer Daten aus den Jahresabschlüssen der Commerzbank untersucht, welche Methodik üblicherweise in der Praxis Anwendung findet. Abschließend folgt ein kurzes Fazit und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Fragestellungen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Theoretische Grundlagen 2
2.1 Definition der verschiedenen Risikobegriffe 2
2.2 Aufsichtrechtlicher Rahmen 5
2.2.1 Basel I und II 5
2.2.2 MaRisk und SolvV 11
2.3 Zentrale Aufgaben des Risikomanagements 13
3. Aktuelle Methoden der Risikomessung 16
3.1 Kreditrisikorelevante Größen und Kennzahlen 16
3.1.1 Ausfallwahrscheinlichkeit 16
3.1.2 Ausfallhöhe und Verlustquote 18
3.1.3 Erwarteter Verlust 19
3.1.4 Unerwarteter Verlust 19
3.2 Value at Risk 22
3.2.1 Grundlagen 23
3.2.2 Vorstellung von drei kommerziellen VaR-Modellen 29
3.2.3 Merkmale 33
3.2.4 Kritik 33
3.3 Expected Shortfall 36
3.3.1 Grundlagen 37
3.3.2 Merkmale 40
3.3.3 Kritik 40
4. Anwendung in der Praxis 42
5. Fazit 45
Anhang 46
Literaturverzeichnis 47

Textprobe:

Kapitel 2.3, Zentrale Aufgaben des Risikomanagements:

Im Rahmen einer integrierten ertrags- und risikoorientierten Gesamtbanksteuerung kommt dem Risikomanagement eine erhebliche Bedeutung zu. Nicht allein die Maximierung der Erträge liegt im Fokus, sondern stets wird auch explizit das für die Erträge eingegangene Risiko hierzu in Bezug gesetzt. Die Hauptaufgaben des Risikomanagements lassen in diesem Zusammenhang unter Risikoaggregation, Risikokapitalallokation und der Sicherstellung der Risikotragfähigkeit zusammenfassen.

Eine einfache Addition der Risken aus den einzelnen Geschäftsbereichen sowie der weiteren Risiken würde zu falschen Annahmen über das Gesamtbankrisiko führen, da Klumpen- und Diversifikationseffekte nicht berücksichtigt werden würden. Im Rahmen des Risikomanagements muss also nicht nur ein konsistentes System zur Identifizierung und Quantifizierung der Einzelrisiken entwickelt werden. Es müssen geeignete Risikomaße gefunden werden, die eine Aggregation der einzelnen Risikoarten und -positionen zum Gesamtbankrisiko ermöglichen (Risikoaggregation).

Der begrenzende Faktor beim Geschäft einer Bank ist das vorzuhaltende Risikokapital, welches als Puffer für das Gesamtrisiko des Kreditinstitutes dient. Daher ist diese knappe Ressource unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten auf die lukrativsten Geschäftsbereiche und innerhalb der Bereiche wiederum auf die lukrativsten Geschäfte zu verteilen. Hierbei entsteht kein tatsächlicher Geldfluss, es erfolgt lediglich eine theoretische, mit einem entsprechenden Ergebnisanspruch verknüpfte Zuteilung eines Eigenkapitalbetrages. Dieses sog. Risiko-Chancen-Kalkül einer risikoorientierten Kapitalallokation setzt eine risikoadjustierte Performancemessung der einzelnen Geschäftsbereiche und eine Vergleichbarkeit der einzelnen Risiko- bzw. Performancekennzahlen voraus. Bei der Risikokapitalallokation muss außerdem stets das Riskotragfähigkeitskalkül berücksichtigt werden.

Durch das Risikomanagement muss sichergestellt werden, dass das Gesamtbankrisiko, also das Risikopotential für die jeweilige Planungsperiode in keinem Zeitpunkt die vorhandene Risikodeckungsmasse übersteigt. Die Risikodeckungsmasse begrenzt somit die Risikotragfähigkeit der Bank. Das Risikotragfähigkeitskalkül beschreibt den Vergleich zwischen Risikopotential und Risikodeckungsmasse einer Bank und dient somit als Ausgangs- und Endpunkt der Risikokapitalallokation.

Arbeit zitieren:
Schönemann, Nico September 2010: Value at Risk, Expected Shortfall u.a. - Aktuelle mathematisch-statistische Methoden zur Quantifizierung von Kreditrisiken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kreditrisiko, Risikomanagement, Value at risk, Expected Shortfall, Risikomessung

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