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Value-Added Services in der Automobilbranche

Der Planungsprozess neuer Services am Beispiel der Audi AG

Value-Added Services in der Automobilbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ramon Thomas Kunke
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 707,9 KB
  • Note: 1,2
  • Institution / Hochschule: IMK - Privates Institut für Marketing und Kommunikation GmbH Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3185-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3185-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3185-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kunke, Ramon Thomas Februar 2001: Value-Added Services in der Automobilbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Planungsprozess, Value-Addes Services, Service, Automobil, Dienstleistung

Diplomarbeit von Ramon Thomas Kunke

Problemstellung:

Durch die Vielzahl der in der Automobilbranche tätigen Unternehmen ist in den letzten Jahren eine ständig steigende Wettbewerbsintensität zu verzeichnen. Dies ist jedoch auch zu einem Großteil auf die aus Kundensicht wahrgenommene Homogenität der von den Unternehmen angebotenen Leistungen zurückzuführen. Umfangreiche und regelmäßig durchgeführte Fahrzeugtests von Fach-, Motor- und Verbraucherzeitschriften ermöglichen dem Autokäufer fundierte Einschätzungen zur technischen Qualität und Leistung der Fahrzeuge und tragen so zur Vergleichbarkeit der Angebote bei.

Da sich Produktdifferenzierungsmöglichkeiten der Automobilhersteller auf technische Innovationen beschränken, wird es zunehmend schwieriger, einen klaren Aufbau von Unique Selling oder Advertising Propositions zu gestalten.

Den sich in Folge der Homogenität einstellenden Preiswettbewerb versuchen die Hersteller und Händler durch das Angebot zusätzlicher Dienstleistungen zu umgehen. Dies entspricht der gestiegenen Serviceorientierung seitens der Käufer. Die Heterogenisierung der angebotenen Primärleistung durch die Koppelung dieser mit einer serviceorientierten Sekundärleistung soll zu einer Profilierung und Differenzierung des Wettbewerbs beitragen und beim Käufer zu einer Präferenzentscheidung führen.

Leistungsbündeln, denen eine derartige Funktion zukommen, werden mit dem Begriff „Value-Added Services“ umschrieben.

Auch die Audi AG versucht mittels dem oben beschriebenen Prozess, bei Konsumenten eine Profilierungswirkung zu erzielen. Dazu ist das bestehende Serviceangebot kontinuierlich auf dessen Wirkung zu überprüfen und eine Erweiterung um neue, profilierungsschaffende Services nötig. Allerdings ist bezüglich dieser Neukonzeption von Services bei der Audi AG eine als intuitiv zu bezeichnende Vorgehensweise zu konstatieren.

Es bedarf daher eines festgelegten Planungsprozesses mit dessen Hilfe die gezielte Entwicklung und Einführung neuer Serviceleistungen ermöglicht werden kann.

Die vorliegende Arbeit verfolgt daher das Ziel, einen solchen Planungsprozess zu entwerfen. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Entwicklung einer Generierungsmethodik für neue Serviceleistungen.

In seiner Anwendung soll der Planungsprozess mögliche Value-Added Services generieren. Mittels einer Kundenbefragung sollen Aufschlüsse erlangt werden, die in der Evaluierung und Implementierung neuer Services Verwendung finden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Thematik 1
1.2 Ziel der Arbeit 2
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Der deutsche Automobilmarkt 4
2.1 Definitionen 4
2.2 Die Automobilindustrie und ihre Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft 4
2.3 Der Strukturwandel in der Automobilindustrie 5
2.4 Der deutsche Automobilmarkt 7
2.5 Rechtliche Rahmenbedingungen im Automobilvertrieb 8
2.6 Das selektive Vertriebssystem als Distributionsform im deutschen Automobilmarkt 9
2.7 Das Internet als digitale Distributionsform 11
2.8 Die Situation der Vertragshändler 13
2.9 Leistungsorientierte Margensysteme 15
2.10 Der Kunde als Zentrum aller Marketinghandlungen der Automobilbranche 17
3. Value-Added Services als Untersuchungsgegenstand 19
3.1 Service als unternehmerische Chance auf veränderten Märkten 19
3.2 „Value-Added Services“ als Untersuchungsgegenstand 21
3.3 Einfluss situativer Rahmenbedingungen auf das Angebot von Value-Added Services 22
3.4 Ziele von Value-Added Services 22
3.5 Typologisierung von Value-Added Services 24
3.5.1 Klassifikation nach Interaktionsphasen 24
3.5.2 Klassifikation nach Erwartungshaltung der Konsumenten 25
3.5.3 Klassifikation nach der Affinität der Primär- und Sekundärleistung 26
4. Value-Added Services der Audi AG und die ihrer Wettbewerber 28
4.1 Aktuell angebotene Value-Added Services der Audi AG 28
4.2 Das Beziehungsdreieck Hersteller - Händler - Kunde 35
4.3 Wettbewerber angrenzender Märkte und Segmente 37
5. Generierung und Evaluierung von Value-Added Services 39
5.1 Der Planungsprozess von Value-Added Services 39
5.2 Informationsgenerierung 40
5.3 Ideengenerierung 41
5.3.1 Verfahren mittels Schwachstellenanalyse 41
5.3.1.1 Angebotsbezogene Verfahren der Generierung von Value-Added Services 41
5.3.1.2 Wettbewerbsbezogene Verfahren der Generierung von Value-Added Services 42
5.3.1.3 Verfahren nach der Analyse von Kaufphasen 43
5.3.2 Kundenbezogene Verfahren 44
5.3.2.1 Generierung neuer Value-Added Services durch Ableitung aus Altersstufen der Kunden 44
5.3.2.2 Generierung nach der Umfeldanalyse der Kunden 44
5.3.3 Produktbezogene Verfahren 45
5.3.3.1 Ableitung nach der Peripherie der Primärleistung 45
5.4 Evaluierung generierter Value-Added Services 46
5.4.1 Vorauswahl generierter Services 47
5.4.2 Bewertung mittels Umfrageergebnisse 49
5.5 Implementierung neuer Value-Added Services 53
6. Resümee und Ausblick 58
Anhang VII
Literaturverzeichnis XX

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bei weit von der Primärleistung entfernten Services, wie in Profilierungsfeld I, besteht die Möglichkeit, dass der Service getrennt von der Primärleistung wahrgenommen wird. Dieser kann jedoch auch für sich alleine zu einer Profilierung beitragen, wenn er vom Kunden als Überraschung und innovativ wahrgenommen wird. Mit sehr affinen Serviceleistungen (Profilierungsfeld II) kann sich der Anbieter bei Übertreffen der Kundenerwartungen profilieren. Außerdem kann eine Zufriedenheit mit der Zusatzleistung auf die Primärleistung übertragen werden. Im Profilierungsfeld III hängt es von der einzelnen Leistung ab, ob diese vom Kunden als wichtig angesehen wird und bei hoher Zufriedenheit zu einer Profilierung bei der Kernleistung führt.91 [...]

Absatz der Primärleistung nur erschwert oder gar nicht tätigen ließe. Hierzu zählen vielfache Leistungen, welche die Nutzung der Primärleistung ermöglichen wie z. B. Wartungs- und Reparaturarbeiten.85 Es kann sich bei Mussleistungen auch um solche Leistungen handeln, die aus rechtlichen Gründen zu erbringen und so automatisch als Mussleistung einzustufen sind. Sollleistungen sind hingegen für die Nutzung der Kernleistung nicht unbedingt erforderlich und müssen daher auch nicht zwingend angeboten werden, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Allerdings handelt es sich hierbei um Serviceleistungen, die von einem Teil der Abnehmer implizit erwartet werden und deshalb auch vom Unternehmen angeboten werden sollten, um akquisitorische und Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.86 Typische Sollleistungen sind z. B. Leasingmöglichkeiten, 24 Stunden Servicetelefon und TÜV-Untersuchungen. Grundsätzlich sind Sollleistungen nicht ausschließlich auf die Kernleistung bezogen, gerichtet.87 Gleiches gilt für Kanndienstleistungen. Diese setzen oftmals bei der Schaffung allgemeiner Nutzenwerte für den Kunden an. Es handelt sich hierbei um Leistungen, die von der Mehrzahl der Konsumenten nicht unbedingt erwartet werden. Das Angebot solcher Leistungen ist demnach gut als Profilierung im Wettbewerb geeignet. Die Möglichkeit des wechselseitigen Imagetransfers zwischen Sekundär- und Primärleistung ist hier am größten. sondern häufig auf darüber hinausgehende Kundenprobleme [...]

Bei der Klassifikation von Value-Added Services lässt sich eine Einteilung nach dem Kriterium der zeitlichen Erstellung bzw. dem Zeitpunkt der Erbringung durchführen. Differenzierendes Kriterium ist hierbei der Zeitpunkt der eigentlichen Kaufentscheidung für die Kernleistung. Demnach kann zwischen PreSales, Sales- und After-Sales-Serviceleistungen unterschieden werden. Pre-Sales-Leistungen werden vor dem Kauf erbracht und zielen meist auf eine positive Stimulierung der Kaufentscheidung für die eigene Marke ab. Sie sind darauf ausgerichtet, vertrauensbildend zu wirken sowie eventuelle Kaufhemmnisse abzubauen. Sales-Services sind Serviceleistungen, die in der Kaufphase erbracht werden und zu einer Vereinfachung und Beschleunigung des eigentlichen Kaufaktes führen sollen. After-Sales-Serviceleistungen werden nach dem Verpflichtungsgeschäft im Kaufakt erstellt. Sie zielen darauf ab, die Produktnutzung zu ermöglichen und sicherzustellen sowie mögliche kognitive Dissonanzen bei den Käufern abzubauen und Kundenzufriedenheit aufzubauen und zu verstärken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auch After-SalesServiceleistungen bei langfristiger Geschäftsverbindung wiederum Folgekäufe beeinflussen können und somit quasi als Between-Sales-Service auch eine PreSales-Funktion übernehmen.83 [...]

Arbeit zitieren:
Kunke, Ramon Thomas Februar 2001: Value-Added Services in der Automobilbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Planungsprozess, Value-Addes Services, Service, Automobil, Dienstleistung

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