Usability of Web-Interfaces in the Universal Mobile Telecommunication System (UMTS) (de)
- Art: Bachelorarbeit
- Autor: Thorsten H. Schulze
- Abgabedatum: November 2001
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 4,8 MB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: Middlesex University Großbritannien
- Bibliografie: ca. 38
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3079-5
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schulze, Thorsten H. November 2001: Usability of Web-Interfaces in the Universal Mobile Telecommunication System (UMTS) (de), Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mobiles Internet, Benutzerfreundlichkeit, Darstellung, Bandbreitenanalyse, Markteinführung
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Bachelorarbeit von Thorsten H. Schulze
Einleitung:
‘Es wird eine unvergessliche Erinnerung bleiben, wie wir des starken Windes wegen, in einer großen Holzkiste zu fünfen übereinandergekauert, Augen und Ohren mit gespannter Aufmerksamkeit auf den Empfangsapparat gerichtet, plötzlich nach Aufhissen des verabredeten Flaggenzeichens, das erste Ticken, die ersten deutlichen Morsezeichen vernahmen, lautlos und unsichtbar hinübergetragen von jener felsigen, nur in undeutlichen Umrissen wahrnehmbaren Küste, herübergetragen durch jenes unbekannte geheimnisvolle Mittel, den Äther, der die einzige Brücke bildet zu den Planeten des Weltalls’, Prof. Adolf Salbt, Mai 1897 als wissenschaftlicher Beobachter beim ersten Telegraphie- Experiment von Guglielmo Marconi über den 14 km breiten Bristol-Kanal.
Wenn voraussichtlich im Jahr 2002 der Mobilfunk der dritten Generation (Universal Mobile Telecommunication System, UMTS) in Europa eingeführt wird, werden neue mobile handliche Endgeräte auch in der Lage sein, Multimedia- und Internet-Anwendungen zu verarbeiten. Was heute nur mit rudimentären Techniken wie WAP (Wireless Application Protocol) mit begrenzter Übertragungsrate und begrenzten Display-Anzeigen der Mobilfunkgeräte möglich ist, wird alsbald durch neue Technologien abgelöst. Mit dem Aufkommen dieser ‘neuen Generation’ von sogenannten mobilen Terminals werden jedoch gleichzeitig neue Grundlagen nötig, wie z.B. Webseiten für den mobilen Einsatz konzipiert und gestaltet werden können. Es dürfte jedem bewusst sein, dass Webseiten nicht einfach aus einem bestehenden Auftritt ‘konvertiert’ werden können, ohne sich mit den veränderten technischen Gegebenheiten und dem veränderten Nutzerverhalten näher auseinander gesetzt zu haben.
Diese Arbeit soll diese neuen Veränderungen in der Technik-Mensch- Beziehung untersuchen und daraus Grundsätze ableiten, wie Webseiten im zukünftigen Mobilfunksystem der dritten Generation gestaltet werden können.
Die Entwicklung von Webseiten, anders als die von Software, wird heutzutage leider immer noch ohne einen allgmeingültig formulierten Anforderungskatalog nach DIN- oder ISO-Normen durchgeführt und beschränkt sich deshalb weitestgehend auf die mehr oder minder hilfreichen Vorschläge von Website-Enwicklern und selbsternannten ‘Usability-Gurus’ (dt.: Bedienbarkeit~).
Diese Arbeit geht diesen Weg nicht. Aufgrund der Ähnlichkeit zur Entwicklung von Softwareprodukten werden die dort formulierten Ergonomie-Anforderungen nach ISO 9241 als Basis zur Ableitung von Gestaltungsrichtlinien von mobilen Webseiten benutzt. Ebenso finden die wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich der ‘Software-Ergonomie’ Geltung.
Es wird daher versucht allgemeingültige Grundsätze bei der Gestaltung mobiler Webseiten zu definieren und die Prozesse anhand der Entwicklung einer mobilen Webseite als exemplarisches Beispiel zu zeigen.
Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen Multimediakonzeptionern und -entwicklern ein Verständnis und Hilfestellung geben, im UMTSZeitalter Webseiten für den Benutzer und mit dem Benutzer zu entwerfen.
Kapitel 1 erläutert die Notwendigkeit von Rahmenbedingungen bei der ‘Mensch-Computer-Interaktion’ und stellt die Vorgehensweise und Begründung der Gliederung dieser Arbeit anhand ISO 13407:1997 dar.
Kapitel 2 und 3 beschäftigen sich weiter mit den technischen Eigenschaften, Fähigkeiten und Möglichkeiten für Entwickler im zukünftigen Mobilfunknetz UMTS. Des weiteren wird versucht einen Abriss der sich noch in Entwicklung befindlichen ‘mobilen Terminals’ zu geben und zu erläutern. Ebenso wird auf das mögliche zukünftige Nutzerverhalten eingegangen.
Kapitel 4 geht dann auf die menschlichen Fähigkeiten und Einschränkungen ein, die sich im Umgang mit mobilen Terminals ergeben und bei der Webseiten-Entwicklung mit berücksichtigt werden müssen.
Kapitel 5 stellt auf Grundlage der vorherigen Ergebnisse aus den Kapiteln 1-4 Gestaltungsrichtlinien und Empfehlungen auf, die bei der Entwicklung mobiler Webseiten in der Informationsdarstellung beachtet werden sollten.
Kapitel 6 zeigt die Umsetzung dieser Richtlinien anhand der Entwicklung einer mobilen Webseite, durch die mit Hilfe eines marktüblichen Pocket-PCs navigiert werden kann und der Anwendung in einem zukünftigen Mobilfunksystem sehr nahe kommen soll.
Kapitel 7 untersucht diese Umsetzung anhand von Benutzertests. Dadurch wird gezeigt, ob die aus den vorherigen Kapiteln ermittelten Gestaltungs- und Konzeptionsrichtlinien richtig sind oder klarer definiert werden müssen.
Kapitel 8 fasst daraufhin die Ergebnisse des Tests sowie der gesamten Arbeit zusammen und stellt Schlussforderungen für die zukünftige Entwicklung mobiler Web-Interfaces (dt.~Benutzeroberflächen) auf.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 4 | |
| 1. | Usability Engineering | 7 |
| 2. | Das Mobilfunknetz der Dritten Generation (UMTS) | 12 |
| 2.1 | Entwicklungsstruktur | 12 |
| 2.2 | Zielsetzung von UMTS | 13 |
| 2.3 | Dienste und Services | 15 |
| 2.4 | Bandbreitenanalyse | 19 |
| 2.5 | Markteinführung | 23 |
| 2.6 | Zusammenfassung | 24 |
| 3. | Mobile Terminals | 26 |
| 3.1 | Anforderungen | 26 |
| 3.2 | Betriebssystem | 28 |
| 3.3 | Displays | 29 |
| 3.4 | Browser-Software | 31 |
| 3.5 | Zusammenfassung | 32 |
| 4. | Physiologie und Psychologie | 33 |
| 4.1 | Sehvermögen | 33 |
| 4.2 | Visuelle Wahrnehmung | 35 |
| 4.3 | Gedächtnis | 37 |
| 4.4 | Motorik | 39 |
| 5. | Informationsdarstellung | 42 |
| 5.1 | Farben | 42 |
| 5.2 | Schriftarten und –grössen | 44 |
| 5.3 | Formatierung | 44 |
| 5.4 | Startseite | 45 |
| 5.5 | Navigation | 46 |
| 5.6 | Grafiken | 47 |
| 5.7 | Zusammenfassung | 48 |
| 6. | Entwicklung einer mobilen Webseite | 50 |
| 6.1 | Ausgangslage | 50 |
| 6.2 | Zielsetzung | 51 |
| 6.3 | Nutzergruppen | 51 |
| 6.4 | Strukturkonzept | 52 |
| 6.5 | Produktion und Umsetzung | 59 |
| 6.6 | Zusammenfassung | 60 |
| 7. | Evaluierung | 61 |
| 7.1 | Ziele der Evaluierung | 61 |
| 7.2 | Methoden und Techniken der Evaluierung | 61 |
| 7.2.1 | Beobachtende Evaluierung | 62 |
| 7.2.2 | Umfragebögen | 63 |
| 7.3 | Evaluierung am Beispiel von mobile.kp3.de | 64 |
| 7.4 | Basisbedingungen | 65 |
| 8. | Auswertung der Evaluierung | 67 |
| 8.1 | Ergebnisse | 67 |
| 8.2 | Schluss | 85 |
| 9. | Abkürzungen | 86 |
| 10. | Literaturnachweise (sortiert nach Verfasser) | 88 |
| 11. | Impressum und Danksagung | 91 |
Textprobe:
Kapitel 5.2 Schriftarten und –größen:
Die Textdarstellung auf dem Bildschirm ist aufgrund einer Auflösung von 72 dpi in kleineren Schriftgrößen schwer lesbar. Daher werden ‘serifenlose Schriften’ für die Bildschirmdarstellung verwendet. Aufgrund des anzunehmenden Augenabstandes von 30-40 cm zum Pocket-PC werden Schriftengrößen von ca. 9 Punkten für den ‘Normaluser’ ausreichen. Nielsen weist aber darauf hin, dass nur relative Schriftgrößen (Prozentanteil der Standardschriftgröße) verwendet werden sollten, da z. B. Benutzer mit eingeschränktem Sehvermögen sonst keine Möglichkeit mehr haben, die Größe in den Browsereinstellungen zu verändern. Die Funktionsfähigkeit der Seite soll daher auch bei Schriftgrößen von 10, 12, 14, 18 und 24 noch gewährleistet sein, was durch Tests in der Entwicklungsphase zu bestätigen wäre. Bei längeren Seiten erscheint es sinnvoll Unterteilungen mit entsprechend dafür vorgesehenem HTML-Code zu versehen:
Sogenannte H1-Tags als Hauptüberschrift, H2-Tags als Unterteilung der Seite und H3-Tags sollen diese Teile noch einmal aufsplitten. So wird es zum Beispiel auch blinden Anwendern ermöglicht sich durch einen Audiobrowser einen Überblick über die Seite zu verschaffen, indem er sich zunächst nur einzelne H-Tags vorlesen lässt und dann gezielt auf interessante Passagen zugreifen kann. Die Informationswiedergabe durch Audiobrowser findet ebenfalls bereits bei internetfähigen Autoradios Anwendung und darf in der Entwicklung nicht unterschätzt werden.
Formatierung:
In Zusammenhang mit der Textgestaltung würde es sinnvoll erscheinen Cascading Style Sheets (CSS) zu benutzen. Die angezeigten Texte würden dabei durch Befehle aus einer externen Datei formatiert. Dadurch wird zum einen eine Trennung zwischen Layout und Content erreicht, was eine spätere Änderung der Textformatierung vereinfacht, zum anderen reduziert sich der Quellcode um lange FONT-Tags, da die externe Datei einmal in den Cache des Browsers geladen wird und von dort abrufbar ist. Leider beherrschen heutige Pocket-PC-Browser diese Technologie noch nicht, so dass bei der exemplarischen Entwicklung darauf verzichtet werden muss.
Startseite:
Der Startseite kommt sicherlich aufgrund Ihrer ‘Eingangs’-Funktion erhöhte Aufmerksamkeit zu. Auf ihr sollten dem Nutzer direkt die wichtigsten Themengebiete durch Links angeboten werden. Diese richten sich stark nach den Interessen und Zielen der Nutzer und sollten durch Analysen des Nutzerverhaltens getroffen werden. Hier sind also nicht die Strukturen der zu repräsentierenden Firma in den Vordergrund zu rücken. Stattdessen sollten diese einen nutzerzentrierten Ansatz haben. Nur wenige Clicks sollen notwendig sein, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. Dabei soll auf der Startseite direkt ersichtlich sein, was ‘diese Seite überhaupt will’. ‘Das eigene Geschäftsmodell, Angebote und Dienstleistungen des Unternehmens müssen in ein bis eineinhalb Zeilen erklärt werden.’ Dabei ist unbedingt an den zur Verfügung stehenden Bildschirmplatz zu achten. Die Inhalte sollten auf einen Blick ersichtlich und navigierbar sein, ohne möglichst den vertikalen - auf keinen Fall den horizontalen Scrollbalken benutzen zu müssen; dies sei den Benutzern nach Nielsen ‘verhasst’. Diese Ausgabe macht auch insofern Sinn, wenn vor Augen gehalten wird, dass der Nutzer schnell an sein Ziel kommen will. Jede Korrektur der Anzeige durch Scrollen und jeder weitere Klick bis zum Ziel lassen den Erfolg einer Webseite, nämlich einen zufriedenen Nutzer zu erreichen, sinken.
Weiteres Ziel der Startseite ist es, als Orientierungspunkt zu fungieren, der von jeder beliebigen Seite innerhalb der Webseitenstruktur erreicht werden kann (Home-Link/Button). Darüber hinaus sollte der Webseiten-Name auf allen inneren Seiten wiederholt werden, da Benutzer diese Webseite vielleicht nicht über die Startseite betreten und möglicherweise durch Suchmaschinen direkt auf eine Einzelseite geführt werden. Nielsen: ‘Eine Website ist wie eine Haus mit tausend Türen: viele Wege, um hereinzukommen’.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836630795
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Schulze, Thorsten H. November 2001: Usability of Web-Interfaces in the Universal Mobile Telecommunication System (UMTS) (de), Hamburg: Diplomica Verlag
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Mobiles Internet, Benutzerfreundlichkeit, Darstellung, Bandbreitenanalyse, Markteinführung



