Usability von Internetanwendungen für mobile Endgeräte
Unter Betrachtung von Designrichtlinien für Ergonomie und effizienter Benutzerführung sowie deren praktische Umsetzung an einem WAP-Prototypen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Daniel Kaczmarek
- Abgabedatum: Juni 2005
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 2,7 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Berufsakademie Ravensburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8765-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8765-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8765-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kaczmarek, Daniel Juni 2005: Usability von Internetanwendungen für mobile Endgeräte, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Benutzerschnittstelle, WML, WURFL, OUI, Evaluation
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Diplomarbeit von Daniel Kaczmarek
Einleitung:
Usability avanciert schon seit Jahren zum Trendthema im Bereich der Internetanwendungen. Ihre Anfänge hatte sie dabei in den neunziger Jahren. Seitdem wuchs ihre Bedeutung ebenso wie das Internet selbst mit rasender Geschwindigkeit. Speziell der jüngste technologische Fortschritt bei den mobilen Endgeräten und die damit bestehende Möglichkeit auch über diese, Internetanwendungen zu nutzen, hat dem Usability-Aspekt zu dieser Entwicklung verholfen, denn gerade im mobilen Bereich spielt die Usability eine tragende Rolle.
Problemstellung:
Mobile Endgeräte werden heutzutage im Gegensatz zu stationären Desktop-Computern und Festnetztelefonen in einem sehr hektischen Umfeld eingesetzt. Während der Nutzung sind die Anwender dabei oft durch externe Einflussfaktoren wie Straßenverkehr oder durch andere parallel zu beachtenden Aufgaben extrem beansprucht.
Damit verteilt sich ihre Konzentration auf mehrere Aktivitäten gleichzeitig. Ihre Aufnahme- und besonders ihre Lesefähigkeit sinkt ab, sodass die Informationen, die ihnen in dieser Phase bereitgestellt werden, sehr einfach strukturiert sein müssen, d. h. leicht verständlich und schnell zu finden.
Zusammenfassend lässt sich die Aussage treffen, dass die mobilen Internetanwendungen über eine gute Usability verfügen müssen, um von den Endanwendern auch tatsächlich genutzt werden zu können. Tatsächlich erfüllen die meisten heute angebotenen Dienste und Anwendungen für mobile Endgeräte diese Kriterien nur teilweise oder gar nicht.
Zielsetzung:
Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, Möglichkeiten zur Verbesserung der Usability von Internetanwendungen für mobile Endgeräte aufzuzeigen. Dafür erarbeitet und stellt der Autor dieser Arbeit die relevanten theoretischen Grundlagen dar. Er wird speziell das Verbesserungspotenzial der Usability von Anwendungen für die weitverbreiteste Technologieform WAP ansprechen. Dabei wird er darauf eingehen, welche Automatismen existieren, die selbstständig und ohne Einwirkung des Entwicklers der Anwendung die Usability verbessern.
Die im theoretischen Teil erarbeiteten Kenntnisse und Grundlagen der Usability sowie der spezifischen Eigenschaften von mobilen Endgeräten, fließen im praktischen Teil dieser Arbeit ein, welcher die Erstellung eines vollständig funktionsfähigen WAP-Prototypen darstellt. Dabei wird der Verfasser einen schon vorhandenen Prototyp auf seine Ergonomie und sein Design hin analysieren und die vorhandenen Usability-Schwächen aufdecken sowie Lösungen zu Verbesserungen erarbeiten, die er dann in einem neuen Prototypen umsetzt. Die Optimierung der Usability wird der Autor durch sein angeeignetes Fachwissen und abschließend durch einen Endnutzertest überprüfen. Dieser Test erfolgt unter zur Hilfenahme eines Fragebogens, dessen Testfragen speziell zur Einhaltung der DIN-Norm ausgelegt sind.
Mit einer zusätzlichen mündlichen Befragung der Endnutzer wird der Verfasser dieser Arbeit einen Fragebogen erstellen, der sich speziell für den WAP-Prototypen eignet. Damit soll gleichzeitig herausgearbeitet werden, wie wichtig die Einbeziehung der Endbenutzer für eine Evaluierung von mobilen Internetanwendungen ist.
Gang der Untersuchung:
Der Aufbau dieser Arbeit erfolgt in den folgenden vier Hauptkapiteln: Usability, Mobile Endgeräte, Entwicklung mobiler Anwendungen und praktische Umsetzung an einem WAP-Prototypen. Im Kapitel Usability beschreibt der Autor allgemeine theoretische Grundlagen, die für alle Anwendungen mit einer grafischen Benutzerschnittstelle gelten. Anschließend wird er im Hinblick auf mobile Internetanwendungen auf mobile Endgeräte eingehen, auf denen diese Anwendungen ablaufen bzw. die grafische Ausgabe erfolgt.
An die in diesem Kapitel erarbeiteten theoretischen Inhalte knüpft das Kapitel Entwicklung mobiler Anwendungen an. In diesem wird der Verfasser den Usability-Aspekt mit besonderem Bezug auf Internetanwendungen für mobile Endgeräte betrachten und den Fokus auf die vorherrschende Technologie WAP richten. In diesem Rahmen wird er im Folgenden Tools beschreiben, die eine automatische Verbesserung der Usability im grafischen Bereich, aber auch in der Funktionalität der Internetanwendung, ermöglichen.
Die in diesen drei Kapiteln erarbeiteten theoretischen Inhalte wird der Autor im letzten Kapitel, das den praktischen Teil dieser Arbeit beschreibt, umsetzen. Dabei wird er einen schon fertigen Prototypen analysieren und auf dessen Basis die Entwicklung eines neuen, Usability-optimierten Prototypen beschreiben. Zusammenfassend beendet der Verfasser seine Arbeit mit einem Fazit zur Usability im Hinblick auf mobile Internetanwendungen und den optimierten Prototypen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| Abbildungsverzeichnis | IX | |
| Tabellenverzeichnis | X | |
| Anhangsverzeichnis | XI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 1 |
| 1.3 | Aufbau | 2 |
| 2. | Usability | 3 |
| 2.1 | Kriterien für das Design ergonomischer Benutzerschnittstellen | 4 |
| 2.1.1 | Aufgabenangemessenheit | 5 |
| 2.1.2 | Selbstbeschreibungsfähigkeit | 5 |
| 2.1.3 | Steuerbarkeit | 5 |
| 2.1.4 | Erwartungskonformität | 6 |
| 2.1.5 | Fehlertoleranz | 6 |
| 2.1.6 | Individualisierbarkeit | 6 |
| 2.1.7 | Lernförderlichkeit | 7 |
| 2.2 | Wichtigkeit und Vorteile von Usability | 7 |
| 2.3 | Usabilitydefizite | 9 |
| 2.4 | Usability-Testmethoden | 10 |
| 2.5 | Prototypen | 10 |
| 2.5.1 | Papierprototypen | 12 |
| 2.5.2 | Funktionale Prototypen | 12 |
| 2.6 | Usability-Tests von Anwendungen | 13 |
| 2.7 | Trends | 14 |
| 3. | Mobile Endgeräte | 16 |
| 3.1 | heutige Endgeräte | 16 |
| 3.1.1 | Handy | 18 |
| 3.1.2 | Smartphones | 19 |
| 3.1.3 | PDA | 20 |
| 3.1.4 | Sub-Notebooks/Notebooks | 20 |
| 3.2 | Übertragungstechniken | 20 |
| 3.2.1 | CSD | 21 |
| 3.2.2 | HSCSD | 21 |
| 3.2.3 | GPRS | 21 |
| 3.2.4 | EDGE | 22 |
| 3.2.5 | UMTS | 22 |
| 3.2.6 | WLAN | 22 |
| 3.3 | Zukunftsaussichten | 23 |
| 4. | Entwicklung mobiler Internetanwendungen | 24 |
| 4.1 | Ursprung und Entwicklung | 25 |
| 4.2 | Auszeichnungssprachen | 26 |
| 4.2.1 | WML | 26 |
| 4.2.2 | cHTML | 27 |
| 4.2.3 | xHTML | 28 |
| 4.3 | WAP | 28 |
| 4.3.1 | Browser | 31 |
| 4.3.2 | Navigationsdesign | 32 |
| 4.3.3 | Guidelines | 34 |
| 4.3.4 | Styleguides | 36 |
| 4.3.5 | Vergleich: WEB- und WAP-Anwendungen/Dienste | 37 |
| 4.3.6 | WAP und dessen Zukunftsaussichten | 38 |
| 4.4 | Tests mit Emulatoren | 40 |
| 4.5 | Anpassung durch Tools | 41 |
| 4.5.1 | WURFL | 42 |
| 4.5.1.1 | Fähigkeiten | 43 |
| 4.5.1.2 | Beispiel | 43 |
| 4.5.1.3 | Einsatz | 44 |
| 4.5.2 | OUI | 45 |
| 4.5.2.1 | Fähigkeiten | 45 |
| 4.5.2.2 | Beispiel | 46 |
| 4.5.3 | Problem bei Open Source Projekten | 47 |
| 5. | Praktische Umsetzung an einem WAP-Prototypen | 48 |
| 5.1 | Aufgabe | 48 |
| 5.2 | Analyse des vorhandenen Systems | 49 |
| 5.2.1 | Aufbau und Ablauf der WML-Seiten | 50 |
| 5.2.2 | Usability-Defizite des Systems | 53 |
| 5.2.3 | Verbesserungsmöglichkeiten | 56 |
| 5.3 | Umsetzung des optimierten Prototypen | 58 |
| 5.3.1 | Aufbau und Ablauf der WML-Seiten | 60 |
| 5.3.2 | Entwicklung und Technik | 65 |
| 5.3.3 | Umgesetzte Usability-Verbesserungen | 71 |
| 5.4 | Evaluation des WAP-Prototypen | 75 |
| 5.4.1 | Vorgaben | 76 |
| 5.4.2 | Fragebogen | 76 |
| 5.4.3 | Ergebnisse | 78 |
| 5.5 | Verbesserung des optimierten Prototypen nach der Evaluation | 81 |
| 5.5.1 | Aufbau und Ablauf der WML-Seiten | 81 |
| 5.5.2 | Entwicklung und Technik | 83 |
| 5.5.3 | Umgesetzte Usability-Verbesserungen | 84 |
| 6. | Fazit und Ausblick | 85 |
| 7. | Anhang | 88 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 119 |
Hinzu kommt seine Emailadresse. Bei den Feldern, in denen der Benutzer seine Daten einzugeben hat, handelt es sich um einfache Eingabefelder. Erklärungen, worum es sich bei dem Mobile Wallet handelt, finden sich nicht auf der Startseite, jedoch wird dem Benutzer auf dieser Seite die Möglichkeit gegeben, sich mit Hilfe eines Links zusätzlich über das Mobile Wallet zu informieren. Auf der zweiten Registrierungsseite (reg_step2_de.wml) kann der Benutzer sein Zahlungsmittel auswählen, das in diesem Fall aus Kreditkarte oder Bankverbindung besteht. Je nach Auswahl wird der Benutzer dann auf eine andere Seite geleitet. Diese dynamische Seitenauswahl über eine Variable ist in WML auch ohne WML-Skript oder eine serverseitige Technologie möglich. Bei Auswahl der Kreditkarte gelangt man zur dritten Registrierungsseite (reg_step3_kredit_de.wml), in der man ein Auswahlfeld für die Kreditkarte und Eingabefelder für Kartennummer, Kartenprüfnummer, Karteninhaber und die Gültigkeit der Karte hat. Die Gültigkeit soll dabei im Format „MM/YYYY“ eingegeben werden. Bei einer Auswahl der Bankverbindung wird der Nutzer auch auf die dritte Registrierungsseite weitergeleitet, diese enthält jetzt allerdings Eingabefelder für Bankdaten. Diese bestehen aus Bankleitzahl (BLZ) und Kontonummer. Die nächste Registrierungsseite (reg_step4_de.wml) enthält Eingabemöglichkeiten für das Geburtsdatum, den Benutzernamen, das Passwort und den Mobile Wallet PIN. Für Benutzernamen, Passwort und Mobile Wallet PIN ist dabei die benötigte Zeichenlänge jeweils vorgegeben. Die letzte Seite, auf der der Benutzer Angaben bzw. eine Auswahl treffen muss, ist die Registrierungsseite fünf. Auf ihr hat er die Möglichkeit, per Auswahlbox die AGBs zu akzeptieren oder sie abzulehnen. Bei einer Nichtakzeptierung wird er über die schon angesprochene Möglichkeit der dynamischen Seitenauswahl auf eine Hinweisseite weitergeleitet, bei einer Akzeptierung hingegen auf eine Seite (reg_step6_de.wml) mit einer Erfolgsmeldung. Auf allen vom Autor beschrieben Seiten ist vor den Eingabeund Auswahlmöglichkeiten ein kurzer Text vorhanden, der erklärt, wofür diese getätigt werden müssen. [...]
Abbildung 20: Registrierungsablauf101 Die minimale Anzahl von Seiten, die man für die direkte Registrierung durchlaufen muss, beträgt sechs Seiten. Einzig durch Fehleingaben oder durch gewünschte, zusätzliche Informationen kann es dazu kommen, dass mehr Seiten bis zum Abschluss des Prozesses angezeigt werden. Da Fehleingaben in Prototypen aufgrund der fehlenden Funktionalität nicht überprüft werden, kann man sich die einzelnen Fehlerseiten nur über die Indexseite anzeigen lassen. Diese enthält alle Fehlermeldungen, die während der Registrierung theoretisch auftreten könnten. Es gibt zwei unterschiedliche Fälle, in denen es zu einer Registrierung kommen kann: erstens die Registrierung von einer WAP-Portalseite, zweitens die Registrierung während eines Einkaufsvorganges, in dem auf die mögliche Bezahlung unter Nutzung eines mobilen Endgerätes aufmerksam gemacht wird. Auch wenn die Startpunkte verschieden sind, verläuft der eigentliche Registrierungsprozess immer gleich ab. Im Folgenden werden nun die Inhalte, Eingaben und Navigationsmöglichkeiten der einzelnen Seiten angesprochen, da es gerade diese zu optimieren gilt. Auf der ersten Registrierungsseite (reg_step1_de.wml) muss der Benutzer seine persönlichen Daten eingeben. Diese bestehen aus dem Vornamen, dem Namen, der Wohnanschrift in Form der Strasse mit Hausnummer, der Postleitzahl sowie dem Ort des Nutzers. [...]
Tabelle 6: Aufbau der Eingabe und Auswahlelemente Die Navigationselemente für die Registrierung bestehen maximal aus den drei nachfolgend genannten Links, dem Link „Weiter“, „Zurück“ und „Abbrechen“. Die „Zurück“Funktion ist standardmäßig entweder durch einen Softkey oder aber auch durch eine extra Zurücktaste möglich. Diese Funktion wurde mittels WML-Befehl allerdings deaktiviert. Zusätzlich gibt es einen Link, der wieder zu der Portalseite des Anbieters zurückführt. Dieser ist durch eine gestrichelte Linie von den Navigationselementen der Registrierung separiert dargestellt. Je nach Portalanbieter kann er dabei einen anderen Namen tragen und auf eine andere Seite verlinken. Nach Meinung des Autors sind die drei Links für die Registrierung schon in der optimalen Reihenfolge, da der am häufigsten genutzte Link sich an erster Stelle befindet und der am seltensten genutzte Link bzw. der Link, der möglichst nie genutzt werden soll, am Ende positioniert ist. Ein Registrierungsprozess soll nach dem Willen des Betreibers, für den diese Registrierung dient, natürlich nie abgebrochen werden. Der konkrete Ablauf des Registrierungsprozesses ist in Abbildung 20 dargestellt. Wie ersichtlich, ist er von einem Framework umgeben, in dem der Registrierungsprozess als Prototyp eingebettet ist. Der Prozess ist dabei so ausgelegt, dass davon ausgegangen wird, dass im realen Produkt die MSISDN oder auch vereinfacht Handynummer genannt, vom WAP-Gateway Betreiber mitgegeben wird und nicht extra abgefragt werden muss. Der Prototyp im Gesamten ist so aufgebaut, dass Fehlermeldungen grundsätzlich nicht angezeigt werden, da es im reinen WML nur durch WML-Skript möglich ist, Eingaben zu überprüfen. Da Skripte aber nicht unter allen Browsern funktionsfähig sind und mit ihnen speziell die Nutzung der für den Autor zur Verfügung stehenden Emulatoren nicht möglich ist, existierte bereits im Rahmen der Erstellung des ersten Prototypen die Anforderung, diese nicht zu verwenden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832487652
Arbeit zitieren:
Kaczmarek, Daniel Juni 2005: Usability von Internetanwendungen für mobile Endgeräte, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Benutzerschnittstelle, WML, WURFL, OUI, Evaluation



