Ursachen des wirtschaftlichen Erfolges der Auslandschinesen in Südostasien
Am Beispiel der Länder Indonesien, Malaysia und Thailand
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sandra Kuhls
- Abgabedatum: August 1996
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 4,7 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1419-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1419-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1419-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kuhls, Sandra August 1996: Ursachen des wirtschaftlichen Erfolges der Auslandschinesen in Südostasien, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Thailand, Chinesen, Indonesien, Malaysia
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Diplomarbeit von Sandra Kuhls
Einleitung:
Die Volkswirtschaften des asiatisch-pazifischen Raumes haben seit einigen Jahren weltweit die höchsten Wachstumsraten zu verzeichnen. Japans Industrialisierung wurde bereits um die Jahrhundertwende mit der Meiji-Reform eingeleitet; heute ist Japan die zweitgrößte Industrienation. Die sogenannten "vier kleinen Tiger" Hongkong, Singapur, Südkorea und Taiwan werden den Newly Industrialized Countries (NICs) zugerechnet, wobei sie sicherlich schon als moderne Industriestaaten bezeichnet werden können. Seit Beginn der ökonomischen Öffnung im Jahre 1978 wächst auch die Wirtschaft der Volksrepublik (nachstehend VR genannt) China und erreicht inzwischen zweistellige Zuwachsraten. Nachdem der wirtschaftliche Aufschwung Asiens also primär in Ostasien begann - von Singapur abgesehen - befinden sich nunmehr auch die Länder Südostasiens auf dem Weg vom Entwicklungsland zur Industrialisierung .
Im Zuge der wirtschaftlichen Dynamik Asiens wird oft von einem "konfuzianischen Kapitalismus" gesprochen. Zwar gehören die wirtschaftlich erfolgreichen Länder Ostasiens dem konfuzianischen Kulturkreis an, nicht aber die Länder Südostasiens. In Südostasien sind jedoch seit Jahrhunderten Chinesen ansässig, die als Vertreter der konfuzianischen Kultur stets eine wichtige Rolle in der Wirtschaft gespielt haben und damit einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser Staaten geleistet haben. Der Aufschwung der VR China wäre ohne die Investitionen der etwa 36 Millionen Auslandschinesen in aller Welt gewiß nicht annähernd so dynamisch verlaufen. Der Umfang der Investitionen läßt auf ihre enorme ökonomische Potenz schließen.
Es stellt sich die Frage, warum es die Chinesen gerade fern ihrer Heimat und ihres eigenen Kulturraumes zu wirtschaftlichem Erfolg und Reichtum bringen konnten. In dieser Arbeit sollen die Erfolgsursachen des chinesischen Wirtschaftens in Südostasien, wo die meisten Auslandschinesen leben, herausgestellt werden. Die Länder Indonesien, Malaysia und Thailand werden exemplarisch für Südostasien behandelt.
Gang der Untersuchung:
Dem Hauptteil der Arbeit, der in der Analyse der Ursachen des wirtschaftlichen Erfolges besteht, vorangestellt sind zwei Kapitel, die als Einführung in die Thematik fungieren: in Teil Zwei erfolgt eine Klärung des Begriffs der Auslandschinesen sowie eine Beschreibung ihrer Verbreitung und wirtschaftlichen Bedeutung in Südostasien. Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Integration der Auslandschinesen in ihre Wahlheimat und beinhaltet eine die wirtschaftliche Aktivität der Chinesen betreffende Darstellung der Länder. Teil Vier schließlich ist der Hauptteil. Der Umfang der einführenden Kapitel Zwei und Drei ergibt sich aus ihrer fundamentalen Relevanz für das Verständnis der Thematik. Den Abschluß bildet mit Teil Fünf eine Zusammenfassung der Untersuchungen mit einem Ausblick.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Geographische Übersichten | ||
| 1. | Problemstellung und Aufbau der Untersuchung | 1 |
| 2. | Herkunft, Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung der Auslandschinesen | 2 |
| 2.1 | Begriff der Auslandschinesen | 2 |
| 2.2 | Herkunft der Auslandschinesen | 3 |
| 2.3 | Verbreitung der Auslandschinesen in Südostasien | 5 |
| 2.3.1 | Statistische Probleme bei der Erfassung des chinesischen Bevölkerungsanteils | 5 |
| 2.3.2 | Bevölkerungsanteil und geographische Verbreitung in Indonesien, Malaysia und Thailand | 6 |
| 2.4 | Wirtschaftliche Aktivität der Chinesen in Südostasien | 8 |
| 2.4.1 | Wirtschaftssektoren und Wirtschaftszweige | 8 |
| 2.4.2 | Organisationsform und Größe der Unternehmen | 10 |
| 2.4.3 | Einkommensniveau | 12 |
| 2.4.4 | Kapitalbewegungen | 12 |
| 2.4.4.1 | Geldtransfer nach China | 12 |
| 2.4.4.2 | Investitionen in Südostasien | 14 |
| 2.4.5 | Wirtschaftliche Bedeutung der chinesischen Minderheit fürSüdostasien | 16 |
| 3. | Funktionale Darstellung der südostasiatischen Länder im Hinblick auf die Problematik der chinesischen Minderheit | 17 |
| 3.1 | Bevölkerung und Sprache | 17 |
| 3.2 | Kulturkreis und Gesellschaftsstruktur | 18 |
| 3.3 | Wirtschaftliche Entwicklung und Beitrag der Chinesen | 19 |
| 3.4 | Integration der chinesischen Minderheit | 22 |
| 3.4.1 | Vorurteile und Antisinismus | 22 |
| 3.4.1.1 | Charakteristik des Vorurteils | 22 |
| 3.4.1.2 | Soziale Exklusivität | 23 |
| 3.4.1.3 | Kommunistische Enklave | 23 |
| 3.4.1.4 | Illoyalität gegenüber Gastland | 25 |
| 3.4.1.5 | Ökonomische Exploitation | 26 |
| 3.4.2 | Diskriminierungen und Ausschreitungen | 27 |
| 3.4.3 | Restriktive Maßnahmen der Regierungen | 28 |
| 3.4.3.1 | Wirtschaftliche Restriktionen | 28 |
| 3.4.3.2 | Sozio-kulturelle Restriktionen | 31 |
| 3.4.4 | Nationalbewußtsein und Assimilierungsfähigkeit der Chinesen | 33 |
| 3.4.5 | Aissimilierungsgrad | 35 |
| 4. | Ursachen der wirtschaftlichen Macht der chinesischen Minderheit | 39 |
| 4.1 | Minderheitenstatus als mögliche Erklärung wirtschaftlichen Erfolges | 39 |
| 4.2 | Wirtschaftsfreundliche Tugenden als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg | 40 |
| 4.2.1 | Der Einfluß der Kultur auf die Wirtschaft | 40 |
| 4.2.2 | Wirtschaftsfördernde und -hemmende Elemente destheravavabuddhistischen und malaio-islamischen Kulturkreises | 42 |
| 4.2.3 | Wirtschaftsfördernde und -hemmende Elemente deskonfuzianischen Kulturkreises | 46 |
| 4.2.4 | Folgerungen für das chinesische Wirtschaften im südostasiatischen Raum | 50 |
| 4.3 | Die Besetzung ökonomischer Nischen im historischen Ansiedlungsprozeß | 51 |
| 4.3.1 | Motive der chinesischen Emigration | 51 |
| 4.3.2 | Die wirtschaftliche Rolle der Auslandschinesen in der vorkolonialen Zeit | 53 |
| 4.3.3 | Die wirtschaftliche Rolle der Auslandschinesen in der kolonialen Zeit | 55 |
| 4.3.4 | Die wirtschaftliche Rolle der Auslandschinesen in der nachkolonialen Zeit | 59 |
| 4.4 | Sozio-ökonomische Netzwerke als Basis auslandschinesischen Wirtschaftens | 62 |
| 4.4.1 | Guanxi als Grundlage sozio-ökonomischer Netzwerke | 62 |
| 4.4.2 | Die Entstehung der sozio-ökonomischen Netzwerke | 63 |
| 4.4.3 | Arten sozio-ökonomischer Netzwerke und deren Einfluß auf die wirtschaftliche Entfaltung der Auslandschinesen | 64 |
| 4.4.3.1 | Familie | 64 |
| 4.4.3.2 | Sippenverbände | 65 |
| 4.4.3.3 | Heimat- und Sprachgruppen | 66 |
| 4.4.3.4 | Berufsvereinigungen und Handelskammern | 67 |
| 4.4.3.5 | Wohlfahrtsorganisationen | 68 |
| 4.4.3.6 | Geheimgesellschaften | 68 |
| 4.4.4 | Die Bedeutung der Organisationen für die Auslandschinesen als Wirtschaftsmacht | 69 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 71 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Ehrenwörtliche Erklärung | XVIII |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832414191
Arbeit zitieren:
Kuhls, Sandra August 1996: Ursachen des wirtschaftlichen Erfolges der Auslandschinesen in Südostasien, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Thailand, Chinesen, Indonesien, Malaysia



