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Ursachen für Unternehmensschließungen

Eine empirische Analyse in Oberösterreich

Ursachen für Unternehmensschließungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gertraud Pirklbauer
  • Abgabedatum: Oktober 2005
  • Umfang: 140 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9308-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9308-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9308-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pirklbauer, Gertraud Oktober 2005: Ursachen für Unternehmensschließungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmensnachfolge, Betriebsschließung, Betriebsnachfolge, Übergabe, Schließung

Diplomarbeit von Gertraud Pirklbauer

Problemstellung:

Untersuchungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn aus 2004 zu Folge wird die Zahl der jährlichen Betriebsschließungen auf Grund des überproportionalen Anteils, den kleinere Unternehmen an der Gesamtheit der Nachfolgefälle einnehmen, steigen. Ergebnisse des IfGH belegen ebenfalls, dass hauptsächlich kleinere Unternehmen von der Nachfolgeproblematik betroffen sind und bei den Einpersonenunternehmen (EPUs) der Anteil der nicht erfolgreichen Übernahmen deutlich höher ist. Kleinstunternehmen bzw. EPUs wurden jedoch bisher in fast allen wissenschaftlichen Untersuchungen ausgeschlossen. Begründet wird dies damit, dass größere Unternehmen volkswirtschaftlich bedeutender seien, da sie mehr Arbeitsplätze generieren bzw. erhalten, während eine Unternehmensnachfolge bei EPUs durch die weitgehende Identifikation mit der Person des Unternehmers i.d.R. als Neugründung gesehen wird. Der Anteil von EPUs nahm in den letzten Jahren rapide zu. 1996 lag er bei 17 %, laut Voithofer von der KMU Forschung Austria beträgt der Anteil von EPUs derzeit über 50 %, offizielle Zahlen sind jedoch leider nicht verfügbar. Mit ein Grund für die Zunahme an EPUs ist sicher, dass verstärkt Arbeitslose zur Selbstständigkeit animiert werden. Weiters bevor-zugen Unternehmen vermehrt eine Zusammenarbeit auf Werkvertragsbasis anstatt Dienst-nehmer ein zu stellen.

Obwohl Unternehmensnachfolgen von Kleinstunternehmen angesichts der bei Schließung drohenden Know-how-Verluste wichtig wären, wird vermutet, dass bei diesen Unternehmen eine Übergabe oder der Verkauf vielfach gar nicht in Erwägung gezogen werden – v.a. wenn familieninterne Nachfolger fehlen, diese kein Interesse zeigen oder als nicht geeignet eingeschätzt werden. Auf Grund des Rückgangs familieninterner Betriebsnachfolgen und Schwierigkeiten bei der externen Nachfolgersuche, die speziell Kleinstunternehmen zu schaffen machen, wird eine Nachfolge daher zunehmend prekärer. Problematisch ist auch die mangelnde Übergabetauglichkeit vieler Unternehmen.

Pichler/Bornett machen hauptsächlich die mangelnde Vorbereitung auf ein plötzliches Ausscheiden des Unternehmers und die Nicht-Inanspruchnahme externer Beratung für das Scheitern von Betriebsnachfolgen verantwortlich. Was aber sind die Ursachen für mangelndes Planungsverhalten? Es gibt doch kaum Ereignisse, deren zukünftiges Eintreten so sicher ist, wie das Ende der unternehmerischen Tätigkeit. Vielfach ist die starke Belastung mit dem Tagesgeschäft für ein Hinausschieben der Nachfolgeplanung verantwortlich bzw. sie wird dafür verantwortlich gemacht. Dies bringt jedoch einen Teufelskreis in Bewegung, der die Komplexität des Problems steigert und zur weiteren Verdrängung führt.

Die hohe Komplexität des Übergabeprozesses stellt den Unternehmer vor eine der größten Aufgaben, die er in seinem gesamten unternehmerischen Dasein zu bewältigen hat. Bei der Unternehmensübergabe sind nicht nur betriebswirtschaftliche, (gesellschafts-)rechtliche und steuerliche Aspekte von großer Bedeutung, sondern v.a. familiäre, psychologische und emotionale Faktoren. Habig schätzt das Verhältnis 80 zu 10 zu 5 zu 5 – 80% betreffen die psychologisch-menschliche Seite, 10 % betriebswirtschaftliche und jeweils 5 % steuerliche und rechtliche Fragen. Angesichts der Einmaligkeit des Generationswechsels kann der Unternehmer kaum auf eigenes Know-how zurückgreifen, er ist daher auf fremde Hilfe angewiesen.

Da die Übergabeplanung den Seniorunternehmer zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Rücktritt und Ableben zwingt und potenzielle Nachfolger dieses Thema ebenfalls nicht gerne anschneiden, kommt es häufig zur Tabuisierung der Nachfolgefrage. Psychologische Probleme werden vielfach nicht angesprochen und zu Gunsten von steuerlich und juristisch sauberen Lösungen vernachlässigt. Dabei ist ein solides psychologisch-soziologisches Fundament Grundvoraussetzung für eine gelungene Unternehmensnachfolge, ohne das es unsinnig erscheint, Mühe in die Konstruktion steuerlicher und juristischer Optima zu investieren.

Zusammenfassung:

In den nächsten zehn Jahren steht auf Grund bevorstehender Pensionierungen vieler Neugründer der Nachkriegszeit knapp ein Viertel der österreichischen Unternehmen zur Übergabe an. Um die Arbeitsplätze und das Know-how dieser Betriebe zu erhalten, ist das Thema Unternehmensnachfolge, das Aufzeigen möglicher Schließungsursachen sowie die Identifizierung von Misserfolgs- und Erfolgsursachen wichtig wie nie zuvor.

Nach der Hinführung zum Thema sowie dem Grundlagenkapitel wird in Kapitel 3 der bisherige Stand der Forschung präsentiert und erörtert, worin sich die geplante Untersuchung von vorliegenden Studien unterscheidet.

Kapitel 4 stellt den Kern des theoretischen Teils der vorliegenden Arbeit dar und befasst sich mit den potenziellen Ursachen für Unternehmensschließungen. Die Gliederung erfolgt gemäß dem Bezugsrahmen für Übergabe- und Übernahmekompetenz nach den folgenden fünf Bereichen: Potenzielle Ursachen für Unternehmensschließungen:

- in der Person des Übergebers.

- in der Person des Nachfolgers bzw. der Nachfolger.

- in der Familie.

- im Unternehmen bzw.

- im Unternehmensumfeld.

Das fünfte Kapitel beschreibt die empirische Untersuchung, angefangen von der Hypothesen-Formulierung und der genauen Beschreibung zur Konzeption der Untersuchung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse. Die Arbeit liefert u.a. Gründe für das Nicht-Erwägen einer Betriebsübergabe oder des Verkaufs sowie Ursachen für die Nicht-Fortführung von Betrieben innerhalb der Familie, durch Mitarbeiter oder eine unternehmensexternen Person. Zudem zeigt die Befragung, welche Informationsangebote und Beratungsstellen (wie z.B. Steuerberater, Unternehmensberater, Banken, Wirtschaftskammer) am häufigsten kontaktiert und am hilfreichsten beurteilt wurden. Erörtert wird ferner die interessante Frage, in welchen Bereichen Informations- und Beratungsbedarf bestanden hätte.

In Kapitel 6 erfolgt eine prägnante Zusammenfassung der in der Untersuchung gewonnen Erkenntnisse. Daraus abgeleitete Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen für Unternehmer, Nachfolger, Beratungsstellen sowie für die rechtlichen Rahmenbedingungen fasst das abschließende siebte Kapitel aussagekräftig zusammen.

Angereichert wurde diese mit der Note 1 bewertete Arbeit durch die über 5jährige Erfahrung der Autorin in der Gründungs- bzw. Nachfolgeberatung.

Inhaltsverzeichnis:

Eidesstattliche Erklärung II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 2
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung 4
1.3 Aufbau der Arbeit 5
2. Grundlagen 7
2.1 Unternehmensnachfolge 7
2.1.1 Definition des Begriffes Unternehmensnachfolge 7
2.1.2 Bedeutung von Unternehmensnachfolgen 8
2.1.3 Entwicklung der Übernahmezahlen 11
2.2 Unternehmensschließungen 13
2.2.1 Definition von Unternehmensschließungen 13
2.2.2 Erfassungsprobleme bei den Schließungsdaten 14
2.2.3 Arten von Unternehmensschließungen 16
2.2.3.1 Freiwillige Unternehmensschließungen 16
2.2.3.2 Erzwungene Unternehmensschließungen 18
2.3 Natürlicher Strukturwandel 19
2.3.1 Globalisierung/Lokalisierung/Glokalisierung 20
2.3.2 Betriebsgrößenspezifischer Paradigmenwechsel 21
2.3.3 Zunahme von Kleinst-, Klein- und Einpersonenunternehmen 21
3. Positionierung zur bisherigen Forschung 23
4. Potenzielle Ursachen für Unternehmensschließungen 30
4.1 Ausgewählte in der Literatur bereits vorliegende Studienergebnisse zu Problemen bei Betriebsübergaben und Betriebsübernahmen 31
4.2 Ursachen für Betriebsschließungen von jungen Unternehmen 34
4.3 Potenzielle Ursachen beim Unternehmer 35
4.3.1 Motive des Unternehmers 36
4.3.2 Mangelnde oder zu späte Nachfolgeplanung 37
4.3.3 Nicht-Inanspruchnahme externer Beratung 41
4.3.4 Divergierende Kaufpreisvorstellungen 42
4.3.5 Wenig erstrebenswertes Vorbild der Eltern / Druck zur Nachfolge 43
4.3.6 Eingeschränkte Nachfolgersuche 44
4.3.7 Persönlichkeit / Fehler in der Unternehmensführung 44
4.3.8 Mangelnde Rückzugsbereitschaft 46
4.4 Potenzielle Ursachen beim Nachfolger 48
4.4.1 Motive (kein Interesse, Wertewandel) 49
4.4.2 Persönlichkeit / Ausbildung 50
4.4.3 Gestörte Beziehung zum Senior 53
4.4.4 Finanzierungsprobleme 54
4.5 Potenzielle Ursachen in der Familie 54
4.5.1 Einstellung und Verbundenheit zum Unternehmen 55
4.5.2 Geschwisterbeziehungen 55
4.5.3 Konflikte in der Familie 56
4.6 Potenzielle Ursachen im Unternehmen 58
4.6.1 Mangelnde Übergabetauglichkeit 58
4.6.2 Probleme nach der Übernahme 60
4.6.3 Widerstand und mangelnde Akzeptanz von Mitarbeitern 61
4.6.4 Konflikte mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern 62
4.6.5 Finanzielle Probleme / Insolvenz 63
4.7 Potenzielle Ursachen im Unternehmensumfeld 65
4.7.1 Externe Interessensgruppen (Kunden, Lieferanten, Banken) 66
4.7.2 Rechtliche Rahmenbedingungen 66
4.7.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 69
4.7.4 Gesellschaftliches Umfeld 69
5. Empirische Untersuchung 71
5.1 Formulierung der Hypothesen 71
5.2 Auswahl des Erhebungsinstrumentariums 74
5.3 Konzeption der Untersuchung 75
5.4 Auswahl der Untersuchungsobjekte 75
5.5 Ablauf der Untersuchung 78
5.6 Ergebnisse der Untersuchung 79
5.6.1 Deskription der analysierten Fälle 79
5.6.1.1 Geschlecht der befragten ehemaligen Unternehmer 79
5.6.1.2 Alter der befragten ehemaligen Unternehmer 80
5.6.1.3 Haupt- bzw. nebenberufliche Selbstständigkeit 81
5.6.1.4 Neugegründete oder übernommene Unternehmen 81
5.6.1.5 Anzahl der Mitarbeiter 82
5.6.1.6 Branche 83
5.6.1.7 Tätigkeit nach der Unternehmensschließung 84
5.6.2 Erwägen einer Unternehmensübergabe 85
5.6.2.1 Gründe für das Nicht-Erwägen der Betriebsübergabe oder eines Verkaufs 85
5.6.2.2 Setzen erster Maßnahmen zur Unternehmensnachfolge 87
5.6.2.3 In Erwägung gezogene Nachfolger 88
5.6.2.4 Gründe für die Nichtfortführung innerhalb der Familie 89
5.6.2.5 Gründe für die Nicht-Übernahme durch Mitarbeiter 90
5.6.2.6 Gründe für die Nichtfortführung durch eine unternehmensexterne Person 91
5.6.3 Vorkehrungen für den Ausfall 93
5.6.4 Inanspruchnahme, Bewertung und Bedarf von Information und Beratung 94
5.6.5 Ursachen für Betriebsschließungen 97
5.6.6 Erneute Selbstständigkeit 100
5.6.7 Unterschiede zw. den Geschlechtern 101
5.6.7.1 Erwägen einer Unternehmensübergabe nach Geschlecht 101
5.6.7.2 Setzen erster Maßnahmen zur Unternehmensnachfolge nach Geschlecht 101
5.6.7.3 Vorkehrungen nach Geschlecht 102
5.6.8 Unterschiede zw. Neugründern und Übernehmern 103
5.6.8.1 Unterschied zw. Neugründern und Übernehmern hinsichtlich dem Erwägen einer Unternehmensübergabe bzw. des Verkaufs 103
5.6.8.2 Unterschied zw. Neugründern u. Übernehmern hinsichtlich dem Setzen erster Maßnahmen zur Unternehmensnachfolge 104
5.6.8.3 Unterschied zw. Neugründern und Übernehmern hinsichtlich zukünftiger Selbstständigkeit 105
5.6.9 Unterschiede zw. haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit 106
5.6.9.1 Unterschied zw. haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit hinsichtlich dem Erwägen einer Unternehmensübergabe oder des Verkaufs 106
5.6.10 Erwägen einer Unternehmensübergabe nach Anzahl der Mitarbeiter 107
6. Resümee 108
7. Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen 113
Literaturverzeichnis 118
Anhang 130

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Prozess der Unternehmensnachfolge ist mit der offiziellen Übergabe nicht abgeschlossen. Die Befragung von 35 Unternehmensberatern durch Schroer/Freund vom IfM Bonn247 (1999) ergab, dass Nachfolger nach der Übernahme häufig mit folgenden Problembereichen konfrontiert sind: 1) Wirtschaftliche Situation des Unternehmens ist ungünstiger als angenommen. Knapp drei Viertel der befragten Berater orten hier das Hauptproblem der Nachfolger, welches sie auf mangelnde Erfahrung sowie eine fehlende professionelle Unterstützung im Nachfolgeprozess zurückführen. Letztere hätte eine angemessene Einschätzung des Unternehmenswertes ermöglicht. 2) Trennung von langjährigen Mitarbeitern, wenn sie die strategische Neuausrichtung des Unternehmens nicht mittragen. Dieser Problembereich wird von etwas mehr als der Hälfte der befragten Experten genannt. 3) Abwanderung langjähriger, qualifizierter Mitarbeiter. Laut 40 % der Experten verlassen langjährige Mitarbeiter bei Verzögerung der aus ihrer Sicht notwendigen Nachfolgeregelung bzw. aus mangelndem Vertrauen in den Nachfolger das Unternehmen meist auf eigenen Wunsch. Zur Abwanderung dieser Top-Mitarbeiter führt weiters mangelndes Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens, wie z.B. fehlende Überzeugung von Richtung und Art der strategischen Neuerungen. [...]

betriebswirtschaftlichen Situation des Unternehmens und dessen strategischer Ausrichtung ab.237 Die Übergabetauglichkeit wird weiters von makroökonomischen Aspekten wie der strukturellen Entwicklung und der jeweiligen Branchenattraktivität238 beeinflusst. Erstere offenbart sich z.B. in der Anzahl der Unternehmen, Beschäftigten, Lehrlinge und im Alter der Unternehmensinhaber239. Attraktive Branchen zeichnen sich durch höhere Ertragskraft (Umsatzrentabilität der letzten drei Jahre), geringere Insolvenzhäufigkeit und überdurchschnittliche Gründungsaktivität aus.240 Eine strukturierte Analyse des Unternehmens, das man zu übernehmen plant, spart nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Ärger.241 Deshalb empfehlen Felden/Annekatrin242 Nachfolgern, die überlegen, einen fremden Betrieb zu übernehmen, diesen vorher (am besten während der Arbeitszeit) zu besichtigen. So kann ein umfassender Gesamteindruck z.B. von der Gepflegtheit des Unternehmens, der Informiertheit des Übergebers, den betrieblichen Abläufen, der produzierten Qualität und vom Zustand der Maschinen gewonnen werden. Das IfGH243 geht noch einen Schritt weiter, indem es potenziellen Nachfolgern rät, die Übergabetauglichkeit von Betrieben nicht nur durch die Analyse vergangenheitsorientierter Faktoren zu ermitteln, sondern im Sinne einer strategischen Unternehmensplanung v.a. das Wachstumspotenzial des Unternehmens und die Zukunftsaussichten zu prüfen. Nachfolger sollen sich demgemäß rechtzeitig an den Top-Betrieben der Branche orientieren und danach [...]

Um Rollenkonflikte zu vermeiden rät Habig227 bei Problemen zu verstärkter Informationsund Partizipationspolitik. Wird z.B. die Familie über Probleme im Unternehmen informiert, so bringt sie wahrscheinlich größeres Verständnis für die geringere Zeit des Unternehmers für die Familie auf. Gibt es z.B. in der Familie Probleme, so kann Offenheit gegenüber Mitarbeitern dazu führen, dass dieser Vertrauensbeweis die Belegschaft überdurchschnittlich motiviert. Wie die folgende Tab. 5 zeigt, verfolgen der Übergeber, seine Familie, der zukünftige Nachfolger und das Unternehmensumfeld oft tlw. unterschiedliche, ja sogar widersprüchliche Ziele. Ist die Kapitalausstattung des Unternehmens knapp, muss z.B. der Übergeber zudem einen Ausgleich zwischen den eigenen Zielen „Sicherung des Unternehmensfortbestandes“ und „Finanzierung des Ruhestandes“ schaffen.228 [...]

Arbeit zitieren:
Pirklbauer, Gertraud Oktober 2005: Ursachen für Unternehmensschließungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmensnachfolge, Betriebsschließung, Betriebsnachfolge, Übergabe, Schließung

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