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Untersuchungen zur Strohverteilung beim Mähdrusch

Untersuchungen zur Strohverteilung beim Mähdrusch
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Helge Zacharias
  • Abgabedatum: August 2005
  • Umfang: 45 Seiten
  • Dateigröße: 4,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin Deutschland
  • Bibliografie: ca. 30
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2345-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zacharias, Helge August 2005: Untersuchungen zur Strohverteilung beim Mähdrusch, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strohverteilung, Mähdrescher, Mähdrusch, Häcksler, Arbeitsbreite

Bachelorarbeit von Helge Zacharias

Einleitung:

Die veränderten technologischen Verfahren in der Tierhaltung, wie die Anwendung von Spaltenböden, haben in den letzten Jahrzehnten zu einer tendenziellen Abnahme des Strohbedarfs in diesem Zweig der Landwirtschaft geführt.

Da andere ökonomisch sinnvolle Verwertungsmöglichkeiten, wie die Strohverbrennung zur Energiegewinnung oder die Nutzung als Baustoff, anteilsmäßig kaum eine Rolle spielen, verbleibt das Stroh zunehmend auf den Ackerflächen.

Das hat auf der einen Seite arbeitswirtschaftliche und ackerbauliche Vorteile. So entfallen die Arbeitsgänge der Strohbergung. Es müssen keine Ballen gepresst werden. Das Verladen, Abfahren und möglicherweise Einlagern unterbleibt. Weiterhin kann das Stroh die Bodenfruchtbarkeit verbessern. Die Nährstoffe, die im Wachstumsprozess der Pflanze im Stroh festgelegt wurden, werden bei der Zersetzung des Strohs wieder freigesetzt und verbleiben somit im lokalen Nährstoffkreislauf. Der Humusgehalt im Boden wird erhöht. Auf der anderen Seite kommen durch die großen Strohmengen verschiedene Probleme auf den Praktiker zu. Das Stroh muss möglichst gleichmäßig über die Ackerfläche verteilt werden. Mit zunehmender Arbeitsbreite der Erntetechnik wird es jedoch immer schwieriger, die gehäckselten leichten Halme und Spreu über die wachsenden Distanzen zu schleudern. Die Spreu mit dem Verlustkorn wird bei den aktuellen, gängigen Mähdreschern ohnehin nur in einem Schwad hinter der Maschine abgelegt. Die entstehenden Strohansammlungen können nachträglich durch Bodenbearbeitungsgeräte nicht vollständig beseitigt werden. Ob ein Strohstriegel dafür ein wirkungsvolles Werkzeug darstellt, wurde unter anderem mit dieser Arbeit untersucht.

Werden die Erntereste nicht gleichmäßig verteilt, wird deren Rottedauer verlängert. Dadurch werden unter Umständen Pilzkrankheiten in ihrer Etablierung unterstützt. Im allgemeinen werden die Probleme, die das Stroh auf dem Acker bereiten kann, durch die Steigerung der Produktivität der Ackerflächen und dem damit verbundenen vergrößerten Strohertrag vermehrt. Zusätzlich hat sich die konservierende Bodenbearbeitung, nicht zuletzt durch die Fortschritte bei den chemischen Pflanzenschutzmitteln, an vielen Standorten zum Verfahren der Wahl entwickelt.

Dabei verbleiben die Ernterückstände im Saatbett. Dort können sie durch eine Reihe von negativen Wirkungen den Feldaufgang mindern. Ein nicht vollständiges und ungleichmäßiges Aufkeimen der Saat verhindert die optimale Ausnutzung der Ackerfläche für die Generierung des Ertrages und mindert die unkrautunterdrückende Wirkung eines Kulturpflanzenbestandes.

Um ein Bild von der Strohverteilgüte aktueller Druschtechnik zu zeichnen, wurden als Gegenstand dieser Arbeit Untersuchungen zur Strohverteilung durchgeführt und ausgewertet. Weiterhin werden einige Möglichkeiten zur Messung der Strohverteilqualität beschrieben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Literatur 3
2.1 Ackerbauliche Bedeutung der Strohdecke 3
2.1.1 Wirkungen von Stroh in und auf dem Saatbett auf den Feldaufgang 4
2.2 Strohverteilung und Häcksellänge 6
2.2.1 Einflussfaktoren auf die Qualität der Strohverteilung 6
2.2.2 Ergebnisse von Strohverteilungsmessungen 7
2.2.3 Aufbau des Häckslers 8
2.2.4 Einfluss der Häcksellänge 9
2.3 Strategien der Mähdrescherhersteller zur Optimierung der Häckslermesser 10
3. Material und Methode 13
3.1 Standortbeschreibung 13
3.2 Versuchsanlage 15
3.2.1 Messung der Strohverteilung unterschiedlicher Mähdrescherfabrikate 15
3.2.2 Strohverteilungsmessung in verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten 17
3.2.3 Untersuchung der Arbeit eines Strohstriegels hinsichtlich der Verbesserung der Strohverteilung 18
4. Ergebnisse 20
4.1 Ergebnisse der Strohverteilungsmessung unterschiedlicher Mähdrescherfabrikate 20
4.2 Ergebnisse der Strohverteilungsmessung in verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten 22
4.3 Ergebnisse der Untersuchung der Wirksamkeit eines Strohstriegels 23
5. Diskussion 24
5.1 Bodenbearbeitungsgeräte und ungleichmäßig abgelegte Erntereste 24
5.2 Förderung der Strohrotte durch richtiges Häckseln 27
5.3 Messmethoden der Strohverteilung und deren Schwierigkeiten 29
5.4 Feldmethoden zur Schätzung der Strohverteilqualität 32
5.5 Ausblick in die Zukunft 33
6. Zusammenfassung 34
7. Literaturverzeichnis 35
8. Anhang 38

Textprobe:

Kapitel 4.3, Ergebnisse der Untersuchung der Wirksamkeit eines Strohstriegels: Zum Vergleich der Gleichmäßigkeit der Strohverteilungen vor und nach der Bearbeitung mit dem Strohstriegel wurde von jeder Messreihe der Variationskoeffizient berechnet. Im nächsten Schritt wurde der Durchschnitt der Variationskoeffizienten aus den drei Messreihen jeweils vor und nach dem Striegeln gebildet. Für die Messreihen vor dem Striegeln ergab sich ein durchschnittlicher Variationskoeffizient von 0,48. Die Variationskoeffizienten der einzelnen Messreihen lagen dabei sehr dicht beieinander, die Differenz vom kleinsten zum größten Variationskoeffizienten beträgt nur 0,02.

Für die Messreihen, die nach dem Striegeln aufgenommen wurden, ergab sich ein durchschnittlicher Variationskoeffizient von 0,4. Die Differenz zwischen größtem und kleinstem Variationskoeffizient war hier wesentlich größer, sie betrug 0,26.

Insgesamt betrug die gemessene Verbesserung der Gleichmäßigkeit der Strohauflage durch den Einsatz des Strohstriegels 7,61 % entsprechend einem um 0,076 geminderten Variationskoeffizienten.

Kapitel 5.2, Förderung der Strohrotte durch richtiges Häckseln: Um eine schnelle und vollständige Rotte zu fördern, ist es wichtig, den Mikroorganismen möglichst gute Entwicklungsbedingungen zu schaffen.

Dazu eignet sich eine in der Praxis übliche Stickstoffgabe in Form von AHL oder Gülle, die außerdem sicherstellt, dass eine mögliche Winternachfrucht nicht durch die Bindung des mineralischen Stickstoffs in der Mikroorganismenmasse in einen Mangelzustand gerät. Weiterhin sollten die Ernterückstände gut mit dem Boden vermischt werden, so dass eine möglichst große Kontaktfläche mit dem umliegenden Erdreich besteht (HÖNER 2004), über die die Mikroorganismen ihre Tätigkeit aufnehmen können. Den größten Einfluss auf die Oberfläche der Erntereste hat der Häckselvorgang. Umso kleiner die auf dem Feld abgelegten Reste zerhäckselt sind, desto größer die oben genannte Angriffsfläche. Insbesondere die Zerstörung der Röhrenstruktur, das Aufspleißen und Zerfasern, beschleunigt mit der Darbietung der weichen und rauen Innenseite der Halme die mikrobielle Aktivität.

Wie viel besser sich die Innenseite gegenüber der Außenseite eines Halmes als Nährboden für ein Pilzmycel eignet, zeigt Abbildung 14.

Zusätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die beschleunigte Wasseraufnahme (siehe Abbildung 15) des fein gehäckselten und zu einem hohen Anteil gesplissenen Strohs ebenfalls die rasche mikrobielle Besiedlung unterstützt.

Arbeit zitieren:
Zacharias, Helge August 2005: Untersuchungen zur Strohverteilung beim Mähdrusch, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Strohverteilung, Mähdrescher, Mähdrusch, Häcksler, Arbeitsbreite

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