Untersuchungen zur Logistik im Rahmen der ganzheitlichen Optimierung der Baustellenprozesse anhand eines konkreten Beispiels
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Mario Brune
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 70 Seiten
- Dateigröße: 316,1 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Lippe, Abteilung Detmold Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8267-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8267-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8267-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Brune, Mario Februar 2002: Untersuchungen zur Logistik im Rahmen der ganzheitlichen Optimierung der Baustellenprozesse anhand eines konkreten Beispiels, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Baulogistik, Prozessmanagement, Logistik, Bauwesen
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Diplomarbeit von Mario Brune
Zusammenfassung:
Im Rahmen eines 2-monatigen Praktikums im Oktober und November 2001 bei der Firma Philipp Holzmann AG hat der Verfasser dieser Diplomarbeit erkannt, dass Prozessmanagement allgemein und Logistik als wesentlicher Teilbereich zur Optimierung eines ganzheitlichen Bauprozesses unerlässlich sind.
Jedes auf Gewinnerzielung ausgerichtete Bauunternehmen sucht für sich individuell nach Wettbewerbsvorteilen.
Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, beschäftigte man sich bis dato vordergründig mit Geschäftsbereichen und Prozessen, die nach Meinung der Führungskräfte wertschöpfender Natur sind. Die Logistik eines Bauunternehmens gehörte nach Meinung der Führungskräfte hierzu nicht.
Zur langfristigen erfolgsorientierten Sicherung des Unternehmens, erfolgt mittlerweile ein Umdenken, und es werden Überlegungen und Untersuchungen angestellt, in welchen Bereichen Optimierungen und Verbesserungen vorgenommen werden können.
Insbesondere vor dem Hintergrund der sinkenden Nachfrage nach Bauleistungen und verschärfter Wettbewerbsbedingungen sowie des Termindrucks gewinnt die Baulogistik für ein Bauunternehmen immer mehr an Bedeutung, um letztlich am Markt bestehen zu können.
Zielsetzung dieser Arbeit ist daher, die Bedeutung der Logistik für ein Bauunternehmen aufzuzeigen mit dem Ziel, Verbesserungsmöglichkeiten in der Gestaltung von Bauprozessen zu erkennen und umzusetzen Die Logistik wird dabei nicht als isolierter Prozess, sondern als tragende Funktion innerhalb eines Bauunternehmens untersucht, in der nachweisbar ein erhebliches Erfolgspotenzial steckt, Baustellenprozesse im Ganzen zu optimieren, Kosten zu senken und letztlich mit Kundenzufriedenheit für das Unternehmen den Gewinn zu maximieren.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Anhangverzeichnis | VIII | |
| Teil I. | Einleitung | 1 |
| 1. | Vorwort | 1 |
| 1.1 | Problemdarstellung und Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| Teil II. | Theoretische Grundlagen | 3 |
| 2. | Definition der Begriffe Logistik und Baulogistik | 3 |
| 2.1 | Ursprung der Logistik | 3 |
| 2.2 | Betriebswirtschaftliche Definition | 3 |
| 2.2.1 | Grundsatz der 4 „r’s“ | 4 |
| 2.2.2 | Abstrakte Definition | 4 |
| 2.3 | Baulogistik | 5 |
| Teil III. | Nachweis über den zentralen Stellenwert der Baulogistik | 6 |
| 3. | Ziele der Baulogistik | 6 |
| 3.1 | Notwendigkeit der Baulogistik allgemein | 6 |
| 3.1.1 | Darstellung der Arbeitszeitverteilung“ | 7 |
| 3.1.2 | Betriebswirtschaftliche Betrachtung der Logistikkosten im Verhältnis der Bausumme | 8 |
| Teil IV. | Praktische Untersuchungen und Auswertungen | 12 |
| 4. | Die Instrumente der Baulogistik in der Praxis | 12 |
| 4.1 | Ausgangslage | 12 |
| 4.2 | Beginn logistischer Überlegungen für die bzw. auf der Baustelle | 13 |
| 4.3 | Lager- und Verkehrsflächen | 14 |
| 4.4 | Raumsysteme | 16 |
| 4.5 | Energieversorgung | 17 |
| 4.6 | Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination | 18 |
| 4.7 | Gerätepark / Maschinen | 21 |
| 4.8 | Rüstungen und Schalungen | 23 |
| 4.9 | Personalbereitstellung | 26 |
| 4.10 | Lieferantenauswahl | 27 |
| 4.11 | Lieferantenbewertung | 29 |
| 4.11.1 | Kontrolle auf der wertbezogenen Ebene | 31 |
| 4.11.2 | Kontrolle auf der flussbezogenen Ebene | 34 |
| 4.11.3 | Kontrolle auf der sozialen Ebene | 36 |
| 4.12 | Steuerung und Kontrolle der Materialströme | 39 |
| 4.12.1 | Vergabe von Zeitfenstern | 40 |
| 4.12.2 | Zwischenlager | 43 |
| 4.12.3 | Logistikordnung | 45 |
| 4.12.3 | Inhalte der Logistikordnung | 46 |
| Teil V. | Schlussbetrachtung | 50 |
| Zusammenfassung | 50 | |
| Anhang | 53 | |
| Literaturverzeichnis | 61 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 63 |
Um die Kosten für Schalung und Rüstung so gering wie möglich zu halten und um Schalung und Rüstung effizient/wirtschaftlich (so oft wie möglich) einzusetzen, sollte ausschließlich die minimal benötigte Schalungs- und Rüstfläche auf der Baustelle vorgehalten werden. Dies sollte auch aus Platzgründen geschehen. Damit jedoch gewährleistet ist, dass jederzeit ausreichend Schalungs- und Rüstfläche zur Verfügung stehen, muss dieser Mindestbestand der Schal- und Rüstfläche (unter Berücksichtigung der Schal- und Taktpläne) zusätzlich eine gewisse Reserve beinhalten. Die Reserve ist so zu bemessen, dass anfallender Verschnitt, Schwund und kleine Planungsfehler kompensiert werden können. Der Erfahrungswert für Verschnitt liegt etwa bei 10 %. Für die Vorhaltung und Anlieferung der Rüstungen und Schalung sind somit Schal- und Taktpläne sowie genaue Liefervorgaben und Konditionen (evtl. sogar unter Festsetzung von Vertragsstrafen) logistisch zwingend erforderlich. Nur mit diesen Instrumenten der Logistik wird verhindert, zu wenig Schal- und Rüstfläche vorzuhalten. [...]
4.8 Rüstungen und Schalungen Die heutigen Bauvorhaben sind in ihrer Konstruktion meist sehr aufwendig und bringen zusätzlich spezielle Qualitätsanforderungen mit sich. Um z.B. den Anforderungen an die Sichtbetonbauteile bezüglich der Geschwindigkeit (Taktung), der geforderten Qualität und des wirtschaftlichen Einsatzes gerecht zu werden, müssen individuelle Rüstund Schalungssysteme logistisch in der Akquisitionsphase durchdacht und geplant werden. Da die Rohbauten der von mir untersuchten Baustellen zu ca. 85 % aus Beton hergestellt wurden, war folglich der Anteil von Ein- und Ausschalungsarbeiten sehr hoch. Steht nicht ausreichend individuelle Schalung termingerecht für die jeweiligen Bauabschnitte zur Verfügung, hat dies einen erheblichen Einfluss auf den Bauablauf und die Kosten. [...]
Hilfsweise wurde dann mit Betonsilos betoniert und Krankapazitäten in Anspruch genommen, die während dieser Zeit nicht anderweitig für den Baustellenbetrieb (Transport von Material oder zur Entladung) bereitgestellt werden konnten. 2) Die Baustelle war mit 2 Kränen bestückt. Die Innenwände wurden mit einem Betonsilo betoniert. Damit die ankommenden Transportbetonfahrzeuge nicht warten mussten, entschied man sich kurzfristig, aber fälschlicherweise, einen weiteren Silo und den 2. Kran einzusetzen. Mitarbeiter, die nicht mit Betonierarbeiten beschäftigt waren, konnten dadurch während dieser Zeit nicht mit Material beschickt werden und waren somit zeitweise unproduktiv. Logistisch ist daher sicherzustellen, dass der Materialfluss auf der Baustelle insgesamt weiterhin besteht oder keine zusätzlichen Krankapazitäten für nicht geplante Bauabläufe benötigt werden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832482671
Arbeit zitieren:
Brune, Mario Februar 2002: Untersuchungen zur Logistik im Rahmen der ganzheitlichen Optimierung der Baustellenprozesse anhand eines konkreten Beispiels, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Baulogistik, Prozessmanagement, Logistik, Bauwesen



