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Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata

Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: René Glöckner
  • Abgabedatum: Oktober 2007
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) Deutschland
  • Originaltitel: Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata
  • Bibliografie: ca. 73
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0876-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Glöckner, René Oktober 2007: Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kalanchoe, Goethepflanze, Brutblatt, Airplant, Bryophyllum

Diplomarbeit von René Glöckner

Einleitung:

Kalanchoe pinnata ist ein tropischer Vertreter der Crassullaceae. Im Amazonastiefland Ecuadors im Jahr 2005 kam der Autor dieser Arbeit das erste Mal in Kontakt mit ihr. Ein Heiler verabreichte sie ihm als Heilmittel bei einer schlecht heilenden Wunde. Seit diesem Zeitpunkt ist der Autor von dieser Pflanze beeindruckt und neben dem Bekanntwerden weiterer medizinischer Eigenschaften durch die einheimische Bevölkerung, fiel ihm die faszinierende, botanische Eigenart dieser Pflanze auf, sich in erheblichem Maße vegetativ zu reproduzieren.

In Deutschland zurück machte der Verfasser dieser Arbeit alsbald die ersten Pflanzen dieser Art (Kalanchoe pinnata) in den botanischen Gärten aus und begann sich mit der Kultur zu beschäftigen. Durch die Fähigkeit dieser Pflanze sich selbst in großem Maße zu vermehren, stand schon innerhalb weniger Monate genug Pflanzenmaterial zur Verfügung, um einen gartenbaulichen Versuch auszustatten. In einer Studentenübung (WS 06/07), in welcher der Verfasser mitwirkte, wurde versucht, die Pflanze Kalanchoe pinnata zusammen mit der Pflanze Kalanchoe blossfeldiana zur Blüte zu bringen. Bei Kalanchoe blossfeldiana funktionierte dies im Kurztag wie erwartet problemlos, aber bei Kalanchoe pinnata konnten keine Effekte erreicht werden. Nun galt es herauszufinden, wie eine Blüte bei Kalanchoe pinnata erreicht werden kann und eine umfassende Recherche begann.

Neben Veröffentlichungen unter dem Synonym Bryophyllum calycinum mit geschichtlichem Hintergrund sind auch viele Studien zur medizinischen Wirksamkeit dieser Pflanze ans Licht gekommen. Außerdem tauchte ein botanischer Versuch aus Indien auf, welcher 1967 in der Zeitschrift „Planta“ veröffentlicht wurde. Dieser beschäftigt sich mit der Blütenbildung an Kalanchoe pinnata. Beim Erfassen dieses Artikels wurde dem Autor dieser Diplomarbeit deutlich, dass eine Jugendphase die Pflanze bislang am Blühen gehindert hatte. Diese Jugendphase wird erst mit einem Alter von zwei Jahren und einer Anzahl von 37 Blattpaaren überwunden. Des Weiteren wurde auch von einem Brechen der Jugendphase mittels Gibberellinsäure (GA3) berichtet.

Nun war der Grundstein für diese Diplomarbeit gelegt. Sie beschäftigt sich daher unter anderem mit der Problematik Blütenbildung bei der Pflanze Kalanchoe pinnata. Hier soll nun der Zusammenhang zwischen der Jugendphase, der fotoperiodischen Einwirkung und der Applikation von Phytohormonen herausgefunden werden. Unter Kurztag- und Langtagbedingungen werden verschiedene Konzentrationen Gibberellinsäure (GA3) und Kokosmilch (Cytokinin) auf die Pflanze appliziert um eine Blütenbildung zu untersuchen.

Wie schon weiter oben bemerkt, stieß der Autor bei der Recherche auch auf weitere faszinierende Gegebenheiten. Der geschichtliche Sachverhalt soll in dieser Diplomarbeit genauso bearbeitet werden, wie die botanischen Besonderheiten und die vielfältigen medizinischen Eigenschaften dieser Pflanze. Da nun viele verschiedene Einzelbereiche zur Pflanze Kalanchoe pinnata in der vorliegenden Diplomarbeit behandelt werden, wird diese Arbeit in einen theoretischen Teil mit den Eigenschaften der Pflanze und einem praktischen Teil mit dem Versuch zur Blütenbildung unterteilt. Das Thema dieser Arbeit heißt aus diesem Grund: „Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata“.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Theoretischer Teil 3
2.1 Geschichte 3
2.2 Botanik 7
2.2.1 Aussehen 7
2.2.2 Verbreitung 8
2.2.3 Systematik 9
2.2.4 Formen, Unterarten und Synonyme 10
2.2.5 Namen 11
2.2.6 Besonderheit CAM 12
2.3 Anbau 13
2.3.1 Vermehrung 13
2.3.2 Boden und Substrate 15
2.3.3 Klimatische Bedingungen 15
2.3.4 Krankheiten und Schädlinge 15
2.4 Medizinische Verwendung 17
2.4.1 Ethnomedizin - volksmedizinischer Einsatz 17
2.4.2 Schulmedizin - belegte medizinische Wirkungen 19
2.5 Sonstige Verwendung und Forschung 21
2.6 Fazit 22
3. Praktischer Teil 23
3.1 Versuchsfrage 23
3.2 Material und Methoden 24
3.2.1 Anzucht und Kultur 24
3.2.2 Versuchsaufbau 26
3.2.3 Zubereitung und Applikation der Lösungen 29
3.2.3.1 Zubereitung der Gibberellinsäurelösungen 29
3.2.3.2 Zubereitung der Kokosmilchlösungen 30
3.2.3.3 Applikation der Lösungen 30
3.2.4 Kulturmaßnahmen 31
3.2.5 Festlegung der Boniturkriterien und Messung 32
3.3 Ergebnisse 34
3.3.1 Kurztagversuch 34
3.3.1.1 Boniturkriterium Blüte 34
3.3.1.2 Boniturkriterium Höhe 39
3.3.2 Langtagversuch 41
3.3.2.1 Boniturkriterium Blüte 41
3.3.2.2 Boniturkriterium Höhe 41
3.3.3 Sonstige Bemerkungen 44
3.4 Diskussion 46
3.4.1 Boniturkriterium Blüte 46
3.4.2 Boniturkriterium Höhe 49
3.4.3 Sonstige Bemerkungen 50
3.5 Fazit 51
4. Zusammenfassung 53
5. Anhang 54
5.1 Tabellen 54
5.2 Text 68
5.3 Abbildungsverzeichnis 73
5.4 Tabellenverzeichnis 76
5.5 Textverzeichnis 77
5.6 Abkürzungsverzeichnis 78
5.7 Literaturverzeichnis 80

Textprobe:

Kapitel 2.4.2, Schulmedizin – belegte medizinische Wirkungen:

Mit dem Auswerten der ethnobotanischen Forschungen treten nun Untersuchungen nach potenziell aktiven Inhaltstoffen in den Vordergrund. GAIND & GUPTA 1979 z.B. untersuchten die Pflanze chromatografisch und stießen hier auf verschiedene Alkane, Alkanole, Triterpene und Sterole. Diese Forschungen wurden fortgesetzt und weitere Untersuchungen zur medizinischen Wirkung entdeckter Inhaltsstoffe erfolgten. YAMAGISHI et al. 1989 z.B. führte mit Bryophyllin B (ein Bufadienolid, welches aus der Kalanchoe extrahiert wurde) erfolgreiche Tests auf die Aktivität gegen Tumorzellen durch. Nachfolgende Untersuchungen mit den Bufadienoliden gegen Tumorzellen stellten unter anderem SUPRATMAN et al. 2001 an.

Seither fanden viele In vitro (mittels Erreger im Labor) und In vivo Tests (mittels lebender Organismen z. B. Ratte oder Mensch) mit Auszügen oder Inhaltsstoffen aus der Pflanze Kalanchoe pinnata statt. Eine Wirkung gegen Bluthochdruck und Leber schützende Eigenschaften sind herausgefunden worden. Auch eine endzündungshemmende Wirkung, sowie positive Funktionen beim Einsatz bei Diabetes konnten in einem Laborversuch ausgemacht werden Antimikrobielle Eigenschaften sowie muskelentspannende und beruhigende Wirkungen auf das Nervensystem sind bekannt geworden Schweizer Wissenschaftler erforschten außerdem Effekte auf die Wehentätigkeit und die Gebärmutterkontraktion zur Geburtserleichterung bei schwangeren Frauen.

Eine schmerzlindernde Wirkung sowie eine Aktivität gegen die Bildung von Geschwüren wurden erforscht. Ein weiteres bemerkenswertes Einsatzgebiet von Kalanchoe ist die Bekämpfung der Leishmaniose Leishmaniose ist eine Krankheit, welche durch chronische Hautverletzungen gekennzeichnet ist. Übertragen wird diese Protozoonen-Infektion (Leishmania sp.) durch die Sandfliege. Leishmaniose stellt ein großes Problem in vielen Entwicklungsländern dar, da keine Impfung möglich ist und die Behandlung zurzeit nur mit Nebenwirkungsreichen, Teuren und wenig Effektiven (da die Erreger schnell resistent werden) Medikamenten stattfindet. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Malaria, da die Kalanchoe eine fiebersenkende Wirkung besitzt Diese Aufzählung kann noch weiter fortgeführt werden, so viele Untersuchungen werden und wurden durchgeführt.

Arbeit zitieren:
Glöckner, René Oktober 2007: Untersuchungen zu Kalanchoe pinnata, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kalanchoe, Goethepflanze, Brutblatt, Airplant, Bryophyllum

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