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Untersuchung von verschiedenen Einflußgrößen bei der Herstellung von Faserplatten im Halbtrockenverfahren

Untersuchung von verschiedenen Einflußgrößen bei der Herstellung von Faserplatten im Halbtrockenverfahren
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Erb
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 189 Seiten
  • Dateigröße: 6,7 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9875-7
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9875-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Erb, Sven September 2001: Untersuchung von verschiedenen Einflußgrößen bei der Herstellung von Faserplatten im Halbtrockenverfahren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Holzwerkstoff, Preßverfahren, Dampfvorwärmung, Preßzeit, Optimierung

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Diplomarbeit von Sven Erb

Einleitung:

Das Unternehmen Dieffenbacher wurde bereits 1873 als Familienunternehmen gegründet und zählt heute zu den führenden Herstellern hydraulischer Pressen und Pressenanlagen in den Technologiebereichen Holz, Metall und Kunststoff. Dieffenbacher konzentriert sich auf ganzheitliche Problemlösungen von komplexen Produktionsverfahren und Fertigungsaufgaben.

Die hydraulische Presse ist dabei die wichtigste, aber nicht mehr die einzige Komponente innerhalb einer Gesamtanlage. Komplettanlagen aus einer Hand - entsprechend dieser Strategie hat Dieffenbacher in den letzten Jahren programmergänzende Unternehmen in den Firmenverbund aufgenommen und in die Geschäftsbereiche integriert.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist, die Herstellung von Faserplatten nach dem Halbtrockenverfahren im Labor zu simulieren, um zu prüfen, wie sich die gefundenen Ergebnisse auf ein kontinuierliches Preßverfahren anwenden / übertragen lassen.

Die Beeinflussung der Plattenqualität durch folgende Verfahrensparameter ist dabei zu untersuchen:

- Einfluß verschiedener Zuschlagsstoffe (Bindemittel, Aluminium-Sulfat) Besprühung der Mattenoberfläche.

- Einfluß der Dampfvorwärmung auf die Eigenschaften der Rohplatte und das Pressprogramm.

- Erarbeitung eines Pressenprogramms (Optimierung der Preßzeiten).

- Einfluß der Temperatur bei der thermischen Nachbehandlung (Tempern).

Der Hintergrund dabei ist, daß die Firma Dieffenbacher Schenck Panel GmbH die Entwicklung einer kontinuierlichen Pressenanlage zur Herstellung von Faserplatten höherer Dichte und geringerer Dicke, die einen möglichst geringen Klebstoffgehalt aufweisen, plant.

Gang der Untersuchung:

Vor dem Beginn der Versuchsreihen mußten zunächst Fasern beschafft werden. Diese wurden freundlicherweise von der Firma Hornitex (Standort Nidda) zur Verfügung gestellt, und konnten vom Autor bereits während der Praxis-Phase des 5. Semesters dort abgeholt werden.

Die Fasern wurden dem Anfahrzyklon der MDF-Anlage in Nidda entnommen, und mußten von ± 60 % auf ca. 20 % Feuchte im Technikum heruntergetrocknet werden (Freilufttrocknung).

Die Überwachung der Trocknung konnte aufgrund des Beginns des 6. Theorie-Semesters an der Berufsakademie Mosbach nur anfangs vom Verfasser durchgeführt werden.

Die Beleimung der Fasern wurde mit einem mechanischen Mischer durchgeführt:

- Hersteller: Firma Lödige (Paderborn), Baujahr: 1989.

- ¯: 600 mm, Länge 1000 mm.

- Die Heißpressung der Faserplatten erfolgte auf einer Dieffenbacher-Laborpresse:

- Typ: LP 60 / 80 / 52, Baujahr 1999.

- Betriebsdruck: 310 bar / Hydr.

- Steuerdruck: 50 bar / Hydr.

- Preßfläche: 800 mm • 600 mm.

Parametervorgaben:

- Maximales Plattenformat: 400 mm • 500 mm.

- Dickenbereich: 3 - 10 mm.

- Beleimen mit 0,5 - 3 % Phenolharz.

- Handstreuung im Streukasten.

- Manuelle Wasserbesprühung: Auftragsmenge zwischen 100 und 700 g/m² Wasser.

- Verpressung mit Temperaturmessung in der Plattenmitte.

- Erstellung und Optimierung des Pressprogramms.

Für eine weitere Versuchsreihe:

- Inbetriebnahme einer Labordampfvorwärmung zur Bedampfung der Platten.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT 3
ABSTRACT 4
INHALTSVERZEICHNIS 5
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 8
TABELLENVERZEICHNIS 8
DIAGRAMMVERZEICHNIS 9
BILDVERZEICHNIS 11
ABKÜRZUNGSVERZEICHNISS 12
ABKÜRZUNGSVERZEICHNISS 12
EINLEITUNG 13
I. AUFGABENSTELLUNG 14
II. GRUNDLAGEN 15
II.A Aufbau des Holzes und chemische Zusammensetzung 15
II.A.1 Bedeutung des Aufbaues für die Faserplattenherstellung 16
II.B Kennzeichnung und Definition der verschiedenen Herstellverfahren von Faserplatten 18
II.C Technologische Grundlagen 21
II.C.1 Rohstoffeinsatz 21
II.C.2 Vorbehandlung des Rohstoffes zur Faserstoffherstellung 22
II.C.3 Faserstoffherstellung 22
II.C.4 Zusatz von Chemikalien und Verklebung 23
II.C.4.1 Technologische Einflußfaktoren bei der Beleimung 26
II.C.5 Bilden des Faservlieses 27
II.C.6 Heißpressen des Faservlieses 28
II.C.7 Thermische Nachbehandlung von Faserplatten 28
II.D Technologie des Halbtrockenverfahrens (semidry-process) 30
II.D.1 Taktweise Heißpressung (bisherige Methode) 31
II.D.2 Kontinuierliche Heißpressung (erfindungsgemäße Methode) 32
II.D.2.1 Vorteile der kontinuierlichen Doppelbandpresse 33
II.D.2.2 Vorbehandlung des Rohstoffes und Zugabe von Chemikalien 35
II.D.2.3 Streuung 35
II.D.2.4 Faser- und Mattenfeuchte 35
II.D.2.5 Befeuchtung der Mattenoberfläche 36
II.D.2.6 Dampfvorwärmung 36
II.D.2.7 Nachbehandlung 37
III. HERSTELLUNG VON FASERPLATTEN NACH DEM HALBTROCKENVERFAHREN IM TECHNIKUM DER FIRMA DIEFFENBACHER SCHENCK PANEL GMBH 37
III.A Veränderung der Preßparameter 37
III.A.1 Spezifischer Druck 38
III.A.2 Spezifische Preßzeit 38
III.A.3 Heizplattentemperatur 38
III.A.4 Zuschlagsstoffe 39
III.A.4.1 Bindemittelzugabe 39
III.A.4.2 Aluminiumsulfat 39
III.A.4.3 Paraffin (Wachs-Emulsion) 39
III.A.5 Vliesfeuchte 39
III.A.6 Mattenvorwärmung durch Kondensation[4] 39
III.B Material und Methoden 40
III.B.1 Material 40
III.B.1.1 Faserstoff 40
III.B.1.2 Phenolharz 41
III.B.1.2.1 Technische Informationen 41
III.B.1.3 Aluminiumsulfat-Zugabe und pH-Wert-Bestimmung 42
III.B.1.4 Temperaturmessung – Aufbau und Anwendung von Thermoelementen 42
III.B.1.5 Heißpresse 42
III.B.1.6 Labor-Dampfvorwärmung 43
III.B.2 Methoden 44
III.B.2.1 Herstellung der Fasermatten 44
III.B.2.1.1 Ohne Beleimung 44
III.B.2.1.2 Mit Beleimung 45
III.B.2.1.3 Befeuchtung der Mattenoberfläche 46
III.B.2.1.4 Mit Dampfvorwärmung 47
III.B.2.2 Versuchsreihe 1 (ohne Labordampfvorwärmung) 50
III.B.2.2.1 Parameterfestsetzung 50
III.B.2.2.2 Versuchsbeschreibung 51
III.B.2.2.2.1 Vergleichsplatten 59
III.B.2.3 Versuchsreihe 2 (mit Dampfvorwärmung) 62
III.B.2.3.1 Parameterfestsetzung 62
III.B.2.3.2 Versuchsbeschreibung 62
III.C Ergebnisse und Diskussion 69
III.C.1 Versuchsreihe I 70
III.C.2 Versuchsreihe II 70
III.C.3 Versuchsreihe III 70
III.C.4 Versuchsreihe IV 70
III.C.5 Versuchsreihe V 71
III.C.6 Versuchsreihe VI 71
III.C.7 Versuchsreihe VII 74
III.C.8 Trendauswertung 74
III.C.8.1 Versuchsreihe II und IV 75
III.C.8.1.1 Abhängigkeit der Biegefestigkeit von der Preßzeit und DS-Feuchte 75
III.C.8.2 Versuchsreihe VI 75
III.C.8.2.1 Abhängigkeit der 24h-Quellung von der Zeit, in der die Temperatur in Plattenmitte über 100°C beträgt 75
III.C.8.2.2 Abhängigkeit der Biegefestigkeit von der Zeit, in der die Temperatur in Plattenmitte über 100°C beträgt 75
III.C.8.2.3 Abhängigkeit der Platteneigenschaften von der Preßzeit 76
III.C.8.2.4 Abhängigkeit der Querzugfestigkeit von der Zeit, in der die Temperatur in Plattenmitte über 100°C beträgt 76
III.C.8.2.5 Einfluß der DS- und Faserfeuchte auf die Durchwärmzeit 76
III.C.8.2.6 Einfluß der DS- und Faserfeuchten auf die Festigkeiten 76
III.C.8.2.7 Einfluß der DS-Feuchte und Preßzeit auf die Biegefestigkeit 77
III.C.8.2.8 Einfluß der Temper-Temperatur und Aluminium-Zugabe auf die Festigkeiten 77
III.C.8.3 Versuchsreihe VII 78
III.C.8.3.1 Abhängigkeit der Platteneigenschaften von der Preßzeit 78
III.C.8.3.2 Zeitdauer zum Erreichen der Mittentemperatur von 100°C in Abhängigkeit von der DS-Faserfeuchte nach der Dampfinjektion (Bedampfung ohne Trennpapier) 78
III.C.8.3.3 Zeitdauer zum Erreichen der Mittentemperatur von 100°C in Abhängigkeit von der DS-Faserfeuchte nach der Dampfinjektion (Bedampfung mit Trennpapier) 79
III.C.8.4 Vergleich zwischen Versuchen mit und ohne Dampfvorwärmung 79
III.C.8.4.1 Durchschnittswerte aller Versuchsplatten (Leimanteil 0,5%) 79
III.C.8.4.2 Durchschnittswerte aller Versuchsplatten (Leimanteil 2,2%) 80
III.C.8.4.3 Vergleich zwischen Versuchen mit und ohne Dampfvorwärmung an repräsentativen Versuchsplatten (Leimanteil 2,2%) 80
III.C.8.4.4 Vergleich der Durchwärmzeit (Zeitdauer zum Erreichen von 100°C in Plattenmitte) bei Versuchen mit und ohne Dampfvorwärmung 80
III.C.8.4.4.1 Betrachtung aller Platten 80
III.C.8.4.4.2 Platten sortiert nach „Bedampfung mit / ohne Trennpapier“ 80
III.D Grenzen der Untersuchungsmethoden und Verbesserungsvorschläge 81
III.E Zusammenfassung 84
III.F Fazit 87
LITERATURVERZEICHNIS 88
ANHANG 89
I. ANFORDERUNGEN DER DIN EN 622-2 AN HARTE FASERPLATTEN 89
II. BELEIMUNG, BEISPIELHAFTE DATENBLÄTTER 91
III. PREßREZEPTE 93
IV. PREßDIAGRAMME 98
IV.A Versuchsreihe 1 (ohne Dampfvorwärmung) 98
IV.B Versuchsreihe 2 (mit Dampfvorwärmung) 122
V. ROHDICHTEPROFILE 134
V.A Versuchsreihe III und VI, Übersicht 134
V.B Versuchsreihe VII, Übersicht 135
V.C beispielhafte Rohdichteprofile 136
V.C.1 Versuchsreihe VI 136
V.C.2 Versuchsreihe VII 137
VI. TRENDKURVEN 138
VII. ÜBERSICHTSTABELLEN 155
VIII. PHOTOS 186

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mattenfeuchte um ca. 7 %, bei einer Durchwärmtiefe von etwa 50 % beträgt die Feuchteerhöhung etwa 4 %. Auf jeden Fall muß eine Mattenfeuchte im Bereich von 25 bis 35 % erreicht werden. Bei einer Feuchte von unter 25 % zu Beginn der Heißpressung können nur unzureichend holzeigene Klebeverbindungen ausgebildet werden, wodurch der Klebstoffverbrauch stark ansteigt. Beträgt die Feuchte über 35 %, verlängert sich die Preßzeit aufgrund der durch die hohe Feuchte längeren Trocknungsphase drastisch. Bei der Trocknung der Fasern muß demnach die zusätzliche Feuchte durch die Bedampfung und Wasserbesprühung sowie das Wasser aus dem Trennmittelauftrag berücksichtigt werden, so daß die Feuchte vor dem Pressen innerhalb des oben genannten Bereiches liegt. [...]

Ein weiterer Vorteil von Doppelbandpressen ist die exakte Regelung der Plattendicke über die gesamte Pressenbreite. Dadurch ist es möglich, Platten mit sehr geringen Dickentoleranzen zu produzieren, die Rohplattendicke und damit die Schleifzugabe kann reduziert werden. Das bedeutet, daß für die gleiche Rohplattendicke eine geringere Mattendicke in der Heißpresse gefahren werden kann, was wiederum zu einer Preßzeitverminderung beiträgt. Das kontinuierliche Preßverfahren senkt auch deutlich die elektrischen und thermischen Energiekosten im Vergleich zu einer Mehretagenanlage. Der elektrische Energiebedarf pro m³ hergestellter Platten für Pressung, Beschicken und Entleeren ist um etwa 70 % geringer. Gründe hierfür sind einerseits die höheren Abstrahlverluste von MehretagenPressen durch die umlaufenden Siebe und die im Mittel höheren Preßplattentemperaturen, andererseits wird die Temperatur bei der kontinuierlichen Presse vor dem Pressenauslauf deutlich gesenkt und dadurch weniger Energie in die Platte gebracht. Auch kann bei der Dampfvorwärmung sehr günstiger Abdampf aus der Faseraufbereitung verwendet werden. Durch die Dampfvorwärmung wird erreicht, daß die Fasern schon zu Beginn der Pressung plastifiziert und damit sehr flexibel sind, wodurch sich mehr Kontaktflächen zwischen den Fasern ausbilden können. Beim Verdichten schmiegen sie sich eng aneinander und lassen sich leichter in Hohlräume drücken. Bei gleichem Klebstoffgehalt ist dadurch die Querzugfestigkeit der Platten etwas besser als ohne Dampfvorwärmung und die irreversible Rückfederung bei der Dickenquellung wird vermindert. Ebenfalls ein wichtiger Aspekt ist die Abwasserproblematik bei der Herstellung von Faserplatten. LAMPERT beziffert die Abwassermenge beim Halbtrockenverfahren mit bis zu 10 m³/t Faserplatte. Weiterhin wird der gesamte Wasserbedarf für das Trockenverfahren mit 7 bis 10 m³/t Faserplatte und für das Naßverfahren mit 35 bis 80 m³/t Faserplatte angegeben. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird - wie schon zuvor erwähnt - die Fasermatte zu Beginn der Heißpressung zunächst einmal teilweise entwässert, d. h. Wasser entweicht als solches oder als Dampf. Dies geschieht bis auf etwa 20 % der Preßlänge. Das Wasser kann aufgefangen und der Dampf abgesaugt werden, wobei der abgesaugte Dampf kondensiert und mit dem aufgefangenen Wasser vermischt werden sollte. Dieses Wasser enthält Holzsubstanzen, die sich besonders für die Verklebung eignen, und kann daher als Sprühwasser zur Mattenbefeuchtung verwendet werden. Durch die Wiederverwendung wird zudem der Wasserkreislauf geschlossen - vorausgesetzt, daß ebenso viel Wasser zur Befeuchtung benötigt wird, wie als „Abwasser“ aus der Mattenentwässerung anfällt. [...]

Tabelle 1: Prozeßparameter während des Heißpressens in einer kontinuierlichen Presse gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens (3 mm dicke Hartfaserplatte) Die Aufheizzeit der Matte wird durch die Dampfvorwärmung auf mindestens 100 °C drastisch vermindert. Das Wasser kann - aufgrund der bei höherer Temperatur niedrigeren Viskosität und dem damit verbundenen verminderten Strömungswiderstand - schneller aus der Matte gequetscht werden. Die Preßzeit wird bei kontinuierlichen Pressen durch die höheren Heizplattentemperaturen (> 190 °C) erheblich vermindert. Solche Preßplatten-Temperaturen sind bei Mehretagenpressen aufgrund der Dampfplatzergefahr - vor allem in der oberen Deckschicht nicht möglich. Die Gefahr von Deckschichtplatzern bei der Doppelbandpresse wird durch Kühlung der Mattenoberfläche am Ende der Pressung auf etwa 110 °C erheblich vermindert. In kontinuierlichen Pressen kann ein vorgegebenes Weg-Druck-Programm sehr genau ausgeregelt und der Preßspalt optimal auf die einzelnen Druck-Phasen eingestellt werden. So werden beispielsweise DS-Platzer während der Trocknungs-Phase vermieden, indem der Preßdruck durch Anpassen des Preßspaltes so eingestellt wird, daß er nur geringfügig höher als der Gegendruck (Dampfdruck) in der Fasermatte ist. Dadurch vermindert sich der Strömungswiderstand senkrecht zur Oberfläche in der Matte und der Wasserdampf kann schneller entweichen, so daß sich die Trocknungsphase verkürzt. Ebenso ist es möglich die Matte vor Erreichen des Pressenauslaufes nach einem optimierten Programm zu entlasten. Durch die Abkühlung der Mattenoberfläche muß die Feuchte der Matte nicht auf unter 2 % vermindert werden. Die Rohplatte weist daher unmittelbar nach der Presse eine gleichmäßigere Feuchteverteilung über den Plattenquerschnitt auf. Somit wird die Aushärtephase also verkürzt, was bei der späteren Klimatisierung der Platte von Vorteil ist. [...]

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Arbeit zitieren:
Erb, Sven September 2001: Untersuchung von verschiedenen Einflußgrößen bei der Herstellung von Faserplatten im Halbtrockenverfahren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Holzwerkstoff, Preßverfahren, Dampfvorwärmung, Preßzeit, Optimierung

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