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Untersuchung eines optischen Halbleiterverstärkers mittels Simulation im Hinblick auf den Einsatz in Systemen

Unter Verwendung von Wellenlängenmultiplex (WDM)

Untersuchung eines optischen Halbleiterverstärkers mittels Simulation im Hinblick auf den Einsatz in Systemen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Götz Körschen
  • Abgabedatum: November 1997
  • Umfang: 150 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Kaiserslautern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0620-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0620-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0620-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Körschen, Götz November 1997: Untersuchung eines optischen Halbleiterverstärkers mittels Simulation im Hinblick auf den Einsatz in Systemen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Halbleiterverstärker, Optische Verstärkung, Optisches Rauschen, Wellenlängenmultiplex (WDM)

Diplomarbeit von Götz Körschen

Einleitung:

Mit einem weltweit stetig zusammenwachsendem Wirtschaftsmarkt einhergehend ist ein ansteigender Informationsaustausch.

Zur Gewährleistung dieses Austausches gewinnt die optische Signalübertragung zunehmend an Bedeutung. Vorteil dieser Form der Übertragung sind die geringe Anfälligkeit gegenüber elektrischen und magnetischen Störungen zum einen, zum anderen sind größere Übertragungsraten im Vergleich zur drahtgebundenen Signalübertragung möglich.

Die Signalübertragung über optische Strecken erfolgt zur Zeit bevorzugt im Wellenlängenbereich um 1.3 mikrom. Vorteil der Verwendung dieser Wellenlängen ist die dort relativ geringe Dispersion von ca. 0.8 - 1 ps/km nm . Die Dispersion beschreibt die zeitliche Veränderung eines das Übertragungsystem durchlaufenden Wellenpaketes. Die Gruppengeschwindigkeit eines Wellenpaketes ist von seiner Wellenlänge abhängig, es zerläuft während seiner räumlichen und zeitlichen Übertragung.

Bei der Übertragung bei Wellenlängen um 1.3 mikrom tritt eine Dämpfung des Signales auf. Diese beträgt ca. 0.4 db/km Übertragungstrecke. Zum Ausgleich dieser Dämpfung müssen die Signale in gewissen Abständen verstärkt werden.

Die meisten sich zur Zeit in Betrieb befindlichen optischen Übertragungssysteme enthalten keine optischen Verstärker. Das Signal, welches durch einen intensitätsmodulierten Sender in die als Übertragungsstrecke verwendete Glasfaser eingekoppelt wird, wird in ein elektrisches Signal gewandelt, dieses wird verstärkt, regeniert, in ein optisches Signal zurückgewandelt und erneut synchronisiert. Die Verstärkung erfolgt im Basisbandbereich. Diese Methode setzt voraus, dass die Modulation nicht mit der Lichtquelle interferiert und dass die Detektoren rauschbegrenzt sind. Falls die Wellenlänge des Signales aufgrund von Schwankungen während der Impulsdauer nicht konstant bleibt, tritt ein Problem bei der Synchronisation der Modulation dieses Signales auf.

Um diese Problematik zu umgehen, können optische Halbleiterverstärker verwendet werden.

In dieser Arbeit werden sie mit OSA für Optical Semiconductor Amplifier bezeichnet. Durch Verwendung der OSA entfällt die Modulation und somit die Problematik der Synchronisation. Dies ermöglicht des weiteren eine gleichzeitige Übertragung von Signalen mit unterschiedlichen Modulationsarten. Die reine optische Verstärkung ermöglicht weiterhin die Verstärkung von sehr hohen Frequenzen.

Ein OSA wandelt elektrische Energie, Strom, in optische Energie, Photonen, um. Der OSA verstärkt mit Hilfe der stimulierten Emission Signalwellen, welche die aktive Schicht durchlaufen. Dabei stimulieren die eingestrahlten Signalphotonen das aktive Medium zur Aussendung von weiteren Photonen mit gleicher Richtung, Phase und Frequenz. Diese neuen Photonen regen dann ihrerseits die Aussendung weiterer Photonen an, so daß die Intensität der Signalwellen beim Durchlauf durch das aktive Medium exponentiell anwächst. Zum Erreichen der stimulierten Emission ist eine Inversion der Energieniveaus notwendig. Inversion bedeutet, dass das energetisch höhere Niveau (Leitungsband) der Atome des Halbleiters innerhalb der aktiven Schicht mehr Elektronen enthalten muss als das darunter energetisch tieferliegende Niveau des Grundzustandes (Valenzband). Erreicht wird diese Inversion durch Anlegen einer einen Pumpstrom bewirkenden Spannung.

Zusätzlich zur stimulierten Emission tritt die spontane Emission auf. Diese spontane Emission ist ein nicht zu vernachlässigender Störeffekt. Sie trägt ebenfalls zur Verstärkung bei, jedoch kommt es hierbei zu einer inkohärenten Verstärkung. Auch Photonen mit keiner festen Phasen und Amplitudenbeziehung zur Signalwelle haben am Vorgang der Verstärkung Anteil. Die ursprüngliche Signalform wird dadurch in Betrag und Phase verändert, Rauschen tritt auf.

Die bestehenden optischen Übertragungstrecken können bei Verwendung von Signalen mit unterschiedlichen Wellenlängen (Wellenlängenmultiplex, Wavelength Division Multiplex, WDM) bzw. Frequenzen betrieben werden. Dies bedeutet eine Mehrfachnutzung einer Strecke und eine Kapazitätserweiterung bestehender Strecken. Gleichzeitig bedeutet dies eine Senkung der relativen Betriebskosten pro Übertragungskanal.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Halbleiterverstärker 3
2.1 Aufbau 3
2.1.1 Dotierungsarten 3
2.1.2 Der pn-Übergang 5
3. Mathematische Beschreibung der Verstärkung 8
3.1 Die Parameter der Ratengleichung 9
3.1.1 Der Diffusionskoeffizient 9
3.1.2 Die Rekombinationsrate 11
3.1.3 Die Ladungsträgerlebenszeit 12
3.1.4 Der Confinement- oder Führungsfaktor 13
3.1.5 Der Verstärkungsfaktor g(N) 15
3.1.6 Die Sättigungsenergie und die Sättigungsleistung 17
3.2 Herleitung der Ratengleichung 19
4. Die Maxwellschen Gleichungen 25
5. Das spontane Emissionsrauschen 35
5.1 Auswirkungen der spontanen Emission 35
5.2 Mathematische Beschreibung des spontanen Emissionsrauschens 35
5.3 Die Bestimmung der Rauschleistung 36
6. Die Simulation eines OSA 42
6.1 Der Sender 42
6.1.1 Modulationsarten 42
6.1.2 Signalformen 43
6.1.3 Technik für WDM 47
6.2 Der optische Halbleiterverstärker 48
6.2.1 Beschreibung des Rauschens 50
6.3 Der Empfänger 52
7. Die Ergebnisse der Simulation des OSA 53
7.1 Auswirkung der Verstärkung 53
7.1.1 Die Amplitude des Photostromes bei unterschiedlicher Verstärkung 54
7.1.2 Die Auswirkung der Verstärkung auf die spektrale Verteilung der Energie 55
7.1.3 Die Auswirkung der Verstärkung auf die Phase 56
7.1.4 Die Auswirkung der Verstärkung auf die spektrale Verteilung der Phasenänderung 57
7.2 Die Auswirkung der Sättigungsenergie 58
7.2.1 Die Auswirkung der Sättigung auf die Amplitude 58
7.2.2 Die Auswirkung der Sättigung auf die Phasenänderung 59
7.3 Das Verhalten des OSA im Betrieb mit WDM 60
7.4 Der Einfluss des spontanen Emissionsrauschens 61
7.4.1 Der Einfluss des spontanen Emissionsrauschens auf die Amplitude 62
7.4.2 Die Auswirkung des spontanen Emissionsrauschens auf die spektrale Verteilung der Energie der Impulse 64
7.4.3 Die Auswirkung des Rauschens auf die Phasenänderung 65
7.4.4 Die Auswirkung des spontanen Emissionsrauschens auf die spektrale Verteilung der Phasenänderung 66
7.5 Der Chirp 67
7.5.1 Der Chirp eines Solitonen-Impulses 67
7.5.2 Der Chirp eines Gauss-Impulses 68
7.5.3 Der Chirp eines NRZ-Signales 69
7.6 Der Vergleich der Signale hinsichtlich der Frequenzverschiebung 71
7.7 Die gleichzeitige Verstärkung unterscheidlicher Signalformen 72
7.7.1 Die Auswirkung der nicht synchronen Übertragung auf die Impulsleistung 73
7.7.2 Die Auswirkung der nicht synchronen Übertragung auf die Phase 74
7.7.3 Die Auswirkung der nicht synchronen Übertragung den Chirp 74
7.8 Die Auswirkung der Frequenzabhängigkeit der Verstärkung 75
7.8.1 Die Auswirkung der Frequenzabhängigkeit der Verstärkung bei 4 Kanälen 76
7.9 Die Verstärkung eines NRZ-Signales 78
8. Zusammenfassung 80
9. Anhang 82
9.1 Protokoll des Programmes der Simulation unter Verwendung der Amplitude der Impulse 82
9.2 Die Simulation unter Verwendung der Impulsleistung 119
10. Literatur 141

Arbeit zitieren:
Körschen, Götz November 1997: Untersuchung eines optischen Halbleiterverstärkers mittels Simulation im Hinblick auf den Einsatz in Systemen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Halbleiterverstärker, Optische Verstärkung, Optisches Rauschen, Wellenlängenmultiplex (WDM)

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