Untersuchung betriebswirtschaftlicher Kennzahlensysteme zur Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sven Holland
- Abgabedatum: Juni 1999
- Umfang: 131 Seiten
- Dateigröße: 5,5 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Münster Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2487-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2487-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2487-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Holland, Sven Juni 1999: Untersuchung betriebswirtschaftlicher Kennzahlensysteme zur Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Jahresabschluss, Firmenkunden, Bonität, Kennzahlensystem
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Diplomarbeit von Sven Holland
Einleitung:
In den letzten Jahren ist die Zahl der insolvent gewordenen kleinen und mittelständischen Unternehmen stets gestiegen. Da sich besonders die kleinen Kreditinstitute aus dem Sparkassen- und Genossenschaftswesen gegen die umliegenden größeren Häuser behaupten müssen, spielt die Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden eine zunehmend wichtigere Rolle. Schon ein einziger Firmenkunde, der "außerplanmäßig" abgewickelt werden muß, kann die Ertrags- und Vermögenslage des kreditgebenden Institutes nachhaltig beeinflussen. Aus diesem Grund muß der Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Firmenkunden eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Bei der Bonitätsbeurteilung von Firmenkunden spielt die Jahresabschlußanalyse eine wesentliche Rolle. Diese wird bei der Sparkasse Möhnesee, eine der kleinen Sparkassen im Gebiet des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes e. V., momentan mit Hilfe der EBIL-STATBIL Auswertungen durchgeführt. Um die Qualität der Bilanzauswertung im Hause der Sparkasse weiter zu erhöhen, wird ein neues Kennzahlensystem auf Basis der vorhandenen Auswertungen entwickelt. Hier werden die für die Bonitätsbeurteilung wesentlichen Analysebereiche abgebildet. Dadurch wird eine Ursachenforschung für Unternehmenskrisen möglich, was die Beratungskompetenz des Kreditinstitutes erhöht.
Gang der Untersuchung:
Zunächst wird im zweiten Kapitel eine Einführung in die Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden gegeben. Dabei wird der Begriff "Risiko" unter ausgewählten Aspekten, die das Kreditgeschäft unmittelbar betreffen, untersucht. Andere bankbetriebliche Risiken, wie bspw. Zinsänderungs-, Währungs- oder Betriebsrisiken finden daher keine Berücksichtigung. Weiterhin werden ausgewählte qualitative und quantitative Verfahren der Kreditwürdigkeitsprüfung vorgestellt, wobei ein Schwerpunkt auf der Problematik der Jahresabschlußanalyse liegt. Darüber hinaus werden grundsätzliche Aussagen zu Kennzahlen und deren Verknüpfung in Kennzahlensysteme getroffen.
Um ein Bonitätsbewertungssystem zu entwickeln, ist es notwendig, die in der Literatur und Praxis bereits genutzten Methoden zu untersuchen.
Im dritten Kapitel wird dazu eine Unterteilung in logisch-deduktive und empirisch-induktive Kennzahlensysteme vorgenommen und durch das Kennzahlensystem des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e. V. ergänzt. Diese Systeme werden zunächst theoretisch untersucht.
Obgleich sich die logisch-deduktiven Kennzahlensysteme sich nicht für eine Analyse der Bonität durch Kreditinstitute eignen, werden sie dennoch in der vorliegenden Arbeit aufgenommen. Im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Beratung, die in immer mehr Kreditinstituten an Bedeutung gewinnt, bieten dieses Kennzahlensysteme wegen ihrer betriebsinternen Ausrichtung Ansatzpunkte für die Analyse der Unternehmensbereiche.
Die empirisch-induktiven Kennzahlensysteme basieren auf verschiedenen statistischen Ansätzen der Jahresabschlußanalyse. Die grundlegenden Entwicklungen leisteten BEAVER und ALTMAN in den sechziger Jahren mit einer univariaten bzw. multivariaten Diskriminanzanalyse. Die ersten deutschen Veröffentlichungen in diesem Themenbereich stammen von BEERMANN und WEINRICH. BEERMANN entwickelte eine multivariate Diskriminanzanalyse auf der Basis deutscher Unternehmen. Aufgrund der Verletzung der statistischen Voraussetzungen für eine Diskriminanzanalyse entwarf WEINRICH ein Bonitätsbewertungsschema, mit dem sich die Jahresabschlüsse verhältnismäßig leicht auswerten lassen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Verzeichnis der Tabellen | VIII | |
| Verzeichnis der Abbildungen | IX | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Einführung in die Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden | 5 |
| 2.1 | Risiken im Kreditgeschäft | 5 |
| 2.2 | Ausgewählte Verfahren der Bonitätsanalyse | 6 |
| 2.2.1 | Ausgewählte qualitative Kriterien zur Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden | 7 |
| 2.2.2 | Der Jahresabschluß als Quelle der quantitativen Bonitätsanalyse | 8 |
| 2.3 | Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und deren Verknüpfung in Kennzahlensysteme | 13 |
| 2.3.1 | Möglichkeiten für die Einteilung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen | 13 |
| 2.3.2 | Die Verknüpfung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen in Kennzahlensysteme | 15 |
| 2.3.3 | Die Aufgaben und Grenzen von Kennzahlensystemen | 16 |
| 3. | Untersuchung ausgewählter Kennzahlensysteme | 19 |
| 3.1 | Ausgewählte logisch-deduktive Kennzahlensysteme | 19 |
| 3.1.1 | Das Kennzahlensystem "DUPONT" | 19 |
| 3.1.2 | Das Kennzahlensystem des Zentralverbandes elektrotechnischen Industrie e. V. (ZVEI) | 23 |
| 3.2 | Ausgewählte empirisch-induktive Kennzahlensysteme | 27 |
| 3.2.1 | Die univariate Diskriminanzanalyse | 28 |
| 3.2.2 | Die multivariate Diskriminanzanalyse | 31 |
| 3.2.3 | Die Faktorenanalyse | 38 |
| 3.3 | Das Kennzahlensystem des DSGV | 46 |
| 3.3.1 | Die Unternehmer-/ Unternehmensbeurteilung (UUB) | 46 |
| 3.3.2 | Die Kontodatenanalyse (KONDAN) | 47 |
| 3.3.3 | Das FERI-Branchenrating | 49 |
| 3.3.4 | Die Einzelbilanzanalyse (EBIL) | 49 |
| 3.3.5 | Die statistische Bilanzanalyse (STATBIL) | 55 |
| 3.3.6 | Kritische Würdigung des DSGV-Modells | 57 |
| 4. | Die Anwendung ausgewählter Kennzahlensysteme in der Praxis | 59 |
| 4.1 | Die Auswahl der getesteten Kennzahlensysteme | 60 |
| 4.2 | Praktische Anwendung ausgewählter Kennzahlensysteme | 61 |
| 4.2.1 | Die Anwendung der univariaten Diskriminanzanalyse | 61 |
| 4.2.2 | Die Anwendung der multivariaten Diskriminanzanalyse | 63 |
| 4.2.3 | Die Anwendung des Bonitätsbewertungsschemas | 65 |
| 4.3 | Die Entwicklung eines neuen Kennzahlensystems | 67 |
| 4.3.1 | Die Ermittlung der enthaltenen Kennzahlen | 67 |
| 4.3.1.1 | Die Abweichungsanalyse | 67 |
| 4.3.1.2 | Die Korrelationsanalyse | 70 |
| 4.3.2 | Die Berechnung der Intervallgrenzen | 71 |
| 4.3.3 | Die Ermittlung der kritischen Punktzahl | 73 |
| 4.3.4 | Die Ergebnisse nach der Anwendung in einer Kontrollstichprobe | 75 |
| 5. | Zusammenfassung | 78 |
| Anhang | XI | |
| Literaturverzeichnis | XLII | |
| Versicherung | XLVI |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832424879
Arbeit zitieren:
Holland, Sven Juni 1999: Untersuchung betriebswirtschaftlicher Kennzahlensysteme zur Analyse und Feststellung der Bonität von Firmenkunden, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Jahresabschluss, Firmenkunden, Bonität, Kennzahlensystem



