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Untersuchung von Kanalkodierverfahren für den Einsatz in drahtlosen Sensornetzwerken

Untersuchung von Kanalkodierverfahren für den Einsatz in drahtlosen Sensornetzwerken
Über dieses Buch
  • Art: Fachstudie
  • Autor: Michael Terörde
  • Abgabedatum: September 2008
  • Umfang: 119 Seiten
  • Dateigröße: 644,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Helmut Schmidt Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-0949-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Terörde, Michael September 2008: Untersuchung von Kanalkodierverfahren für den Einsatz in drahtlosen Sensornetzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kanalkodierung, Kanalcodierung, BCH-Code, Hamming, Zyklische Codes

Fachstudie von Michael Terörde

Einleitung:

Die Professur Elektrische Messtechnik entwickelt im Rahmen des Industrieprojektes ‘Energieautarke Aktor- und Sensorsysteme für die intelligente Vernetzung von Produktionsanlagen’, kurz EnAS, drahtlose Sensornetzwerke für die Fabrikautomatisierung. Es soll eine Fertigungsstrecke aufgebaut werden, welche über Funk gesteuert wird. Dabei muss die Kommunikation echtzeitfähig und zuverlässig sein, um den präzisen Produktionsablauf nicht zu gefährden. Durch Störungen im Funkkanal kann es zu Bitfehlern bei der Datenübertragung kommen.

Es wurden bereits technische Änderungen am System vorgenommen, um es robuster zu gestalten. Dazu gehören z.B. ein zweiter Funk-Transciever auf dem Sensor-/ Aktormodul, der die Daten redundant sendet und empfängt.

Aus einer bereits abgeschlossenen Arbeit sind typische Fehlerbitströme bekannt, die bei unterschiedlichen Störern und Signal-Rausch-Abständen die verfälschten Bits angeben.

Diese Studienarbeit hat als Ziel mittels Kanalkodierung die Stör- und Übertragungssicherheit zu verbessern und somit eine robuste Kommunikation sicherzustellen. Es werden zuerst die Grundlagen der Kanalkodierung erklärt und dann unterschiedliche Verfahren hinsichtlich ihrer Einsetzbarkeit untersucht. Die Wahl fiel auf einen systematischen, zyklischen BCH-Code. Mit der Programmiersprache C wurde ein Programm geschrieben, um die Korrektur- und Fehlererkennungsfähigkeit der Codes zu simulieren und zu testen. Dabei wurden der (15,11) Hamming-Code und der (48,36) BCH-Code untersucht und miteinander verglichen.

Abschließend wurde der BCH-Code mit besonderem Hinblick auf die Verlängerung der Übertragungszeit mittels der Programmierentwicklungssoftware IAR Embedded Workbench für den Mikrocontroller MSP430 getestet.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 7
1.1 Einleitung und Zielsetzung 7
1.2 Aufgabe der Kanalkodierung 8
1.3 Abgrenzung der Kanalcodes von anderen Kodierungsarten 10
2. Grundlagen 12
2.1 Grundbegriffe 12
2.1.1 Hammingdistanz 12
2.1.2 Hamminggewicht 13
2.1.3 Kanalkapazität 16
2.1.4 Perfekter Code 17
2.1.5 Coderate 17
2.1.6 Systematischer Code 18
2.1.7 Lineare Codes 19
2.1.8 Theorem der Kanalkodierung 19
2.2 Störungen des Funkkanals und Fehlerarten 20
2.3 Übersicht verschiedener Kanalkodierungs-Codes 23
2.4 Wiederholungscode 24
2.5 Paritätbits 27
2.6 Automatic Repeat Request 29
2.7 Interleaving 31
3. Kanalkodierungsverfahren 34
3.1 Zyklische Redundanzprüfung 34
3.1.1 Algorithmus zur Berechnung des CRC-Prüfwerts 35
3.1.2 Algorithmus zur Dekodierung von CRC-Codes 37
3.2 Blockcodes 40
3.2.1 Hamming-Code 40
3.2.2 Shortened Hamming-Code 44
3.3 Zyklische Codes 46
3.3.1 Kodierung und Dekodierung zyklischer Codes 49
3.3.2 Realisierung der Kodierung mittels Schieberegister 51
3.4 Vergleich RS und BCH-Codes 53
3.5 BCH-Codes 56
3.5.1 Mathematische Grundlagen für BCH-Codes 57
3.5.2 Kodierung von BCH-Codes 59
3.5.3 Dekodierung von BCH-Codes 60
3.6 Faltungscodes 63
3.6.1 Kodierung und Dekodierung von Faltungscodes 63
3.6.2 Unterschied zwischen Blockcodes und Faltungscodes 68
3.7 Kanalkodierverfahren bei Bluetooth 69
3.8 Bewertung der verschiedenen Kodierverfahren 73
4. Simulation und Bewertung 76
4.1 Mikrocontroller und Bewertung des Rechenaufwands 76
4.1.1 Allgemeines und Aufbau eines Mikrocontrollers 76
4.1.2 Mikrocontroller MSP430 von Texas Instruments 78
4.2 Das (15,11)-Hamming Programm 79
4.3 Das (48,36)-BCH Programm 82
4.4 Simulation und Ergebnis 85
4.5 Implementierung in den MSP430 91
5. Zusammenfassung und Ausblick 93
Literaturverzeichnis 95
Symbolverzeichnis 96
Abbildungsverzeichnis 97
Tabellenverzeichnis 98
Anhang A Tabelle zur Erstellung von Hamming-Codes 100
Anhang B Simulationsergebnis in Fehlerraten 100
Anhang C Simulationsergebnis in Absolutfehler 102
Anhang D Grafische Simulationsergebnisse 104
Anhang E Quellcode des (15,11)-Hamming-Codes 105
Anhang F Quellcode des (48,36) – BCH-Code 110
Anhang G Quellcode des BCH für den MSP430 118

Textprobe:

Kapitel 3.2, Blockcodes:

Diese Art der Kanalkodierung kennzeichnet sich dadurch aus, dass die benutzten Codewörter alle dieselbe Länge haben. Handelt es sich um systematische Blockcodes, können die Symbole in Informationsbits und Prüfbits unterteilt werden. Zusätzlich zur Information werden noch redundante Information eingefügt, die die Fehlererkennung und -korrektur ermöglichen. Beispiele für Blockcodes sind der Hamming-Code, der Wiederholungscode sowie alle zyklischen Codes, die eine wichtige Unterklasse darstellen.

3.2.1, Hamming-Code:

Der Hamming-Code ist nach seinem Erfinder Richard Hamming benannt worden und ist ein linearer Fehler korrigierender Blockcode.

Hamming wollte mit diesem Code die Hammingdistanz und die Coderate so hoch wie möglich halten. Das entscheidend Neue an seinem Code ist die Überlappung der Paritätbits, die somit nicht mehr nur zur Prüfung der Daten dienen, sondern sich auch gegenseitig überprüfen.

Es gilt: Für jede Zahl m>2, wobei m aus den natürlichen Zahlen stammt, existiert ein Einzelfehler korrigierender, binärer (n,k)-Code, mit den Parametern:

Länge: n = 2m-1.

Dimension: k = n-m.

Mindestdistanz: d=3.

Der Code ordnet jedem empfangenen Codewort ein Datenwort zu und ist somit perfekt. Gängige Hamming-Codes sind z.B. (7,4), (15,11), (31,26), (63,57) und (127,120). Der minimale Abstand der einzelnen Codewörter voneinander ist drei. Dadurch kann der Dekoder einen Bitfehler in einem Datenblock immer erkennen und korrigieren. Bei zwei oder mehreren Fehlern wird der Datenblock allerdings falsch dekodiert.

Einer dieser Codes ist der (8,4)-Hamming-Code mit einem Minimalabstand von 3. Er kann also entweder 2 Fehler erkennen oder einen Fehler pro Datenblock korrigieren. Soll der Code Fehler korrigieren, und treten zwei oder mehr Fehler auf, wird falsch dekodiert. Der (8,4)-Code entspricht dem (7,4)-Code, mit der Ausnahme, dass ein weiteres redundantes Bit angefügt wird. Dadurch kommt man auf die Länge von genau einem Byte. Die achte Stelle zeigt einen nur ein an dieser Stelle aufgetretenen Fehler an.

Es ist praktisch über jede Binärdarstellung die Spaltennummer zu schreiben, also 1, 2, …, n. Beim Dekodieren zeigt der Syndromvektor S dann direkt die Fehlerstelle an.

Arbeit zitieren:
Terörde, Michael September 2008: Untersuchung von Kanalkodierverfahren für den Einsatz in drahtlosen Sensornetzwerken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kanalkodierung, Kanalcodierung, BCH-Code, Hamming, Zyklische Codes

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