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Die Untersuchung des Grundstücksmarktes der offenen Bauweise in vier Gemeinden des Landkreises Havelland

Die Untersuchung des Grundstücksmarktes der offenen Bauweise in vier Gemeinden des Landkreises Havelland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Annika Laute
  • Abgabedatum: Juli 2005
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 3,8 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9244-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9244-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9244-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Laute, Annika Juli 2005: Die Untersuchung des Grundstücksmarktes der offenen Bauweise in vier Gemeinden des Landkreises Havelland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilie, Wertermittlung, Grundstücksbewertung, Statistik, Regressionsanalyse

Diplomarbeit von Annika Laute

Problemstellung:

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mich mit der Untersuchung wertrelevanter Einflussfaktoren von unbebauten Ein- und Zweifamilienhausgrundstücken in 4 Gemeinden des Landkreises Havelland. Wesentliche Einflussfaktoren auf den Kaufpreis stellen dabei die Grundstücksgröße und der Erschließungszustand dar, welche in dieser Arbeit mit Hilfe statistischer Methoden ausgewertet und interpretiert werden sollen.

Ziel dieser Arbeit ist es, Abhängigkeiten zwischen Kaufpreis und wertrelevanten Einflussfaktoren wie Grundstücksgröße und Erschließungszustand auf dem Grundstücksteilmarkt der unbebauten Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke in 4 Gemeinden des Landkreises Havelland zu untersuchen.

Als Datengrundlage dienen alle Kaufpreisfälle der Gemeinden Falkensee, Brieselang, Dallgow-Döberitz und Schönwalde-Glien, die vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Landkreis Havelland in den Jahren 2002 bis 2004 erfasst worden sind. Diese sollen mittels mathematisch-statistischer Verfahren wie Verteilungs- und Regressionsanalyse ausgewertet werden, da sie die Definition repräsentativer Stichproben und die Entwicklung marktnaher Umrechnungskoeffizienten für unterschiedliche Grundstücksgrößen ermöglichen. Darüber hinaus helfen diese Verfahren aber auch genaue Aussagen über den Grundstücksteilmarkt zu treffen.

Den Leser führen vier Teilabschnitte durch die Arbeit. Der erste und damit der einführende Teil befassen sich mit einer kurzen Übersicht zum aktuellen Grundstücksmarkt 2004 des Landkreises Havelland. Dabei werden der Standort sowie dessen Gesamtumsätze und Markttendenzen näher dargestellt. Anschließend werden wesentliche Begriffe der Grundstückswertermittlung abgegrenzt und rechtliche Grundlagen erläutert, die für die Arbeit von Relevanz sind. Der zweite Teil befasst sich hingegen mit der Vorbereitung der Untersuchung. Hierzu werden die Daten aus der Kaufpreissammlung unter wesentlichen und sonstigen Prüfkriterien selektiert und alle nicht gleichartigen Kaufpreisfälle möglichst eliminiert, um repräsentative Stichproben zu erhalten.

Diese Stichproben werden im dritten Teil mit Hilfe der Verteilungsanalyse auf ihre Zuverlässigkeit geprüft. Ist die Zuverlässigkeit der Stichproben gesichert, werden in der Regressionsanalyse Funktionen gesucht, die für jedes Jahr und für jede Gemeinde den Einfluss der Grundstücksgröße auf den Kaufpreis widerspiegeln lassen. Den vierten und abschließenden Teil bildet die Auswertung der Ergebnisse. Hierbei werden die Umrechnungskoeffizienten für abweichende Grundstücksgrößen ermittelt sowie eine Empfehlung für deren zukünftige Anwendung bei der Wertermittlung unbebauter Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke im Landkreis Havelland gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
Symbolverzeichnis X
1. Einleitung 1
1.1 Aktuelle Aspekte 1
1.2 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.3 Aufbau und Vorgehensweise 3
2. Allgemeine Einführung 4
2.1 Der Grundstücksmarkt im Landkreis Havelland 4
2.1.1 Der Landkreis Havelland als Standort 4
2.1.2 Gesamtumsätze und deren Entwicklung 5
2.2 Begriffsabgrenzungen und rechtliche Grundlagen 8
2.2.1 Offene Bauweise 8
2.2.2 Gutachterausschuss 8
2.2.3 Verkehrswert 9
2.2.4 Kaufpreissammlung 12
2.2.5 Bodenrichtwerte 13
2.3 Betrachtung des Bodenwertes unbebauter Grundstücke 13
2.3.1 Wesentliche Einflussgrößen 15
2.3.2 Umrechnungskoeffizienten 19
3. Vorbereitung der Untersuchung 21
3.1 Mathematisch-statistische Grundlagen 21
3.1.1 Grundgesamtheit und Stichprobe 22
3.1.2 Arithmetisches Mittel und Variationsbreite 24
3.1.3 Standardabweichung und Variationskoeffizient 25
3.1.4 Darstellungsverfahren 26
3.1.4.1 Häufigkeitsverteilung 27
3.1.4.2 Normalverteilung 27
3.1.4.3 Regressionsanalyse 30
3.2 Ermittlung der Stichproben 33
3.2.1 Untersuchungsregionen 34
3.2.2 Selektionsansatz 35
3.2.3 Selektion nach wesentlichen Prüfkriterien 36
3.2.4 Selektion nach sonstigen Prüfkriterien 37
3.2.4.1 Erschließungszustand 37
3.2.4.2 Zeit- und Lagebereinigung 38
3.2.4.3 Kaufpreis und Grundstücksgröße 40
3.3 Zusammenstellung und Systematisierung der Stichproben 42
4. Durchführung der Untersuchung 44
4.1 Zielgröße und Einflussgrößen 44
4.2 Zusammenhang zwischen Kaufpreis und Grundstücksgröße 45
4.2.1 Charakterisierung der Stichproben 45
4.2.2 Verteilungsanalyse 46
4.2.3 Einfache lineare Regressionsanalyse 57
4.3 Zusammenhang zwischen Kaufpreis, Grundstücksgröße und Erschließungszustand 62
4.3.1 Prüfung des Erschließungszustandes 63
4.3.2 Charakterisierung der Stichproben 63
4.3.3 Verteilungsanalyse 65
5. Auswertung der Untersuchungsergebnisse 68
5.1 Ermittlung von Umrechnungskoeffizienten 68
5.2 Empfehlung zur Anwendung der Umrechnungskoeffizienten 71
6. Fazit 73
Anhangsverzeichnis 75
Anhang 77
Quellenverzeichnis 137
Ehrenwörtliche Erklärung 144

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Häufigkeitsverteilungen bzw. Histogramme in Abb. 11 bis 13 fallen je nach Jahresscheibe sehr unterschiedlich aus. Im Jahr 2002 sowie im Jahr 2004 ist definitiv keine Normalverteilung der Grundstücksflächen zu erkennen, wobei die Häufigkeitsverteilungen der Grundstücksflächen im Jahr 2003 einer Normalverteilung sehr ähnlich kommen. Auch die höchsten Konzentrationen der Grundstücksflächen sind nicht in jedem Jahr gleich. So können im Jahr 2002 und im Jahr 2004 die höchsten Konzentrationen bei einer Grundstücksfläche zwischen 400 m² und 500 m² sowie zwischen 800 m² und 900 m² und im Jahr 2003 zwischen 500 m² und 600 m² festgestellt werden. Der Mittelwert variiert in den drei Jahren zwischen 627 m² und 700m² mit einer Standardabweichung, die zwischen 155 m² und 245 m² schwankt. Sind diese zwei Konzentrationsspitzen auch in den anderen Gemeinden zu beobachten, so muss eine Teilung der Grundstücksflächen erfolgen, um repräsentative Stichproben für die Regressionsanalyse zu erhalten. Diese werden dann erneut charakterisiert und auf ihre Normalverteilung hin untersucht. Des Weiteren weisen die Histogramme manchmal Lücken auf, wie z. B. im Jahr 2004. Hier wurden keine Kaufpreise für die Grundstücksflächen zwischen 1.300 m² und 1.400 m² registriert. Diese Lücke ist für die weiteren Schritte jedoch nicht von Bedeutung. Ob die Werte der Grundstücksflächen mit dem jeweiligen Mittelwert µ und der jeweiligen Standardabweichung σ annähernd einer Normalverteilung entsprechen, wird mit Hilfe des „Chi-Quadrat-Anpassungstest“144 zum Signifikanzniveau von 5% ( α = 0,05) überprüft. Dazu wird die Hypothese aufgestellt, dass die Häufigkeitsverteilung der Grundstücksflächen mit der Normalverteilung (Gaußsche Glockenkurve) übereinstimmt. Diese kann aber zugunsten der Alternativhypothese, dass die Häufigkeitsverteilung der Grundstücksflächen nicht mit der Normalverteilung übereinstimmen, verworfen werden. Die Hypothesen werden wie folgt dargestellt: Nullhypothese: Alternativhypothese: H0: x = N( µ , σ ) H1: x ≠ N( µ , σ ) [...]

Mittels Verteilungsanalyse soll überprüft werden, ob die Kaufpreise und die Grundstücksgrößen in jeder Gemeinde und in jedem Jahr normal verteilt sind. Die Normalverteilung liefert den Beweis dafür, ob die aus den Stichproben beobachteten Abhängigkeiten als hinreichend zuverlässig betrachtet und mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit auf die Grundgesamtheit bezogen werden können. Eine grundlegende Bedingung ist, dass die Datenverteilung jeder Stichprobe den Gesetzen des Zufalls folgt. Dies bedeutet, dass die Kaufpreise einer Stichprobe eine bestimmte Verteilung um den Mittelwert, der so genannten Gaußschen Glockenkurve138, einnehmen. Ist dies nicht der Fall, kann aus der Stichprobe kein verwertbares positives Ergebnis gezogen werden.139 Dazu soll für jede Untersuchung ein Histogramm mit der entsprechenden Dichtekurve konstruiert werden. Voraussetzung hierfür ist die Bildung einer Klasse, die bei der Grundstücksgröße in Klassenbreiten von 100 m² definiert worden ist.140 Die Kurve der Normalverteilung ist durch den Mittelwert und durch die Standardabweichung mit N(Mittelwert, Standardabweichung) bzw. N( µ , σ ) charakterisiert, wobei der Mittelwert gleichzeitig dem Maximalwert entspricht und die Standardabweichung die Dehnung der Normalverteilung bestimmt. Die Dehnung der Normalverteilung äußert sich bei großen Standardabweichungen in einer Streckung und bei kleinen Standardabweichungen in [...]

Die Tabellen und Erläuterungen zur Stichprobencharakterisierung der anderen Gemeinden befinden sich jeweils im Anhang.136 Anhand der zusammengefassten Stichprobeneigenschaften von Brieselang kann man erkennen, dass sich die Grundstücksflächen innerhalb der letzten drei Jahre vergrößert haben während die Kaufpreise um ca. 10 € gesunken sind. Die Mittelwerte variieren bei den Grundstücksflächen zwischen 627 m² und 700 m² und bei den Kaufpreisen zwischen 67 €/m² und 76 €/m². Die Variationskoeffizienten in Höhe von 0,23 bis 0,35 sind bei den Grundstücksflächen sehr hoch. Diese hohen Werte resultieren aus der hohen Standardabweichung der Grundstücksflächen und besagen nach Meinung von Petersen, dass die Aussagekraft des arithmetischen Mittels doch recht bedenklich bzw. absolut zu verwerfen ist.137 [...]

Arbeit zitieren:
Laute, Annika Juli 2005: Die Untersuchung des Grundstücksmarktes der offenen Bauweise in vier Gemeinden des Landkreises Havelland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilie, Wertermittlung, Grundstücksbewertung, Statistik, Regressionsanalyse

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