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Untersuchung und Bewertung zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken

Untersuchung und Bewertung zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Achim Lauer
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Darmstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6403-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6403-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6403-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lauer, Achim September 2002: Untersuchung und Bewertung zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Oracle, Informix, SQL Server, GIS, Map Info

Diplomarbeit von Achim Lauer

Zusammenfassung:

Geodaten, bei welchen es sich um räumliche Daten handelt, liegen heutzutage in einer Vielzahl von digitalen Vektorformaten vor. Diese können von verschiedenen GI-Systemen gelesen werden. Somit besteht die Möglichkeit, die Daten zu visualisieren, zu analysieren oder auch zu verändern. Die räumlichen Daten werden als einzelnes File auf dem Sekundärspeicher (Festplatte) gespeichert. Mittlerweile hat sich allerdings als nicht zu übersehende Alternative die Speicherung der räumlichen Daten in Datenbanken kommerzieller Anbieter entwickelt. Vorhandene GI-Systeme können nun direkt an die Datenbanken angebunden werden, um räumliche Daten zu lesen und zu schreiben. Wünschenswert wäre es nun, dass GI-Systeme von verschiedenen Anbietern auf ein und denselben räumlichen Datenbestand in der Datenbank zugreifen könnten und diesen gemeinsam visualisieren, analysieren und verändern können. Dieses gemeinsame Bearbeiten der räumlichen Daten steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff der Interoperabilität. Hierzu eine Definition des Begriffes:

„Interoperabilität bezeichnet die Möglichkeit, verschiedenartige Daten in einem einzelnen Arbeitsablauf zu integrieren. Dies setzt voraus, dass Syntax und Semantik der Daten dem Anwender in einheitlicher Form zur Verfügung gestellt werden. Interoperabilität erlaubt den transparenten Zugang zu mehreren raumbezogenen Daten- und Verarbeitungsressourcen innerhalb eines einzigen Arbeitsablaufes, ohne sie in einen Datenbestand zu überführen.“.

Wäre eine Interoperabilität zwischen vorhandenen GI-Systemen und Datenbanksystemen möglich, so ergeben sich erhebliche Einsparungspotenziale, da räumliche Daten nicht doppelt erfasst werden müssen und auch ein wesentlich beschleunigter Workflow in vielen Bereichen des Handels, der Industrie und der öffentlichen Hand möglich wäre, da räumliche Daten zentral und ohne Informationsverluste bearbeitbar sind. Darüber hinaus kommt es zu einer erheblichen Beschleunigung des Wachstums des Geodatenmarktes. Eine Untersuchung der Ansätze und die Bewertung zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken soll in dieser Diplomarbeit erfolgen.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 werden dazu bereits bestehende Ansätze zur Speicherung räumlicher Daten in Datenbanken erläutert und verglichen. Ein Vergleich findet auch mit der bestehenden Speicherung als File auf Sekundärspeichern statt. Daran anschließend werden die durch die Speicherung in Datenbanken möglichen räumlichen Indizierungen erklärt und verglichen. Somit lassen sich Anfragen an den räumlichen Datenbestand beschleunigen. Nach diesen allgemeinen, eher theoretischen Grundlagen, werden die drei Datenbanksysteme Informix Dynamic Server, Microsoft SQL Server und Oracle 9i als Möglichkeit zur Speicherung räumlicher Daten vorgestellt. Dabei wird neben der Installation, der Administration und den Schnittstellen der Datenbank besonders auf vorhandene Ansätze zur Haltung und Indizierung von räumlichen Daten eingegangen. Abschließend folgt ein ausführlicher Vergleich mit den Vor- und Nachteilen der drei Datenbanksysteme.

Kapitel 3 gibt eine Einführung in die drei GI-Systeme MapInfo Professional 6.5, Geomedia Professional 4.0 und ArcView3.2/ArcSDE 8.1. Es wird die Anbindungen der GI-Systeme an die Datenbanken beschrieben und analysiert. Dabei wird primär auf die Unterstützung vorhandener Ansätze zur Speicherung der räumlichen Daten in den Datenbanksystemen und deren räumlichen Indizierungen eingegangen. Bei einigen GI-Systemen erfolgen diesbezüglich auch eigene Implementierungen, die über die vorhandenen Möglichkeiten der Datenbanksysteme hinausgehen. Abschließend zu jedem GI-System erfolgt ein Vergleich zwischen den realisierten Anbindungen an die Datenbanksysteme. Kapitel 4 baut auf die im vorherigen Kapitel erläuterten Anbindungen auf. Hier werden die Anbindungen allerdings nicht von der GI-Systemseite, sondern aus der Datenbanksicht betrachtet. Zu jedem der in Kapitel 2 vorgestellten drei Datenbanksysteme erfolgt ein ausführlicher Vergleich der realisierten Anbindungen, die in Kapitel 3 vorgestellt wurden.

Kapitel 5 beschäftigt sich mit Überlegungen zur Realisierung von Interoperabilität zwischen den in Kapitel 3 beschriebenen Anbindungen. Es werden Szenarien aufgestellt und diskutiert, die es ermöglichen, räumliche Daten durch direkte Anbindung zwischen verschiedenen GI-Systemen, verschiedenen Datenbanken auszutauschen und zu bearbeiten.

In Kapitel 6 erfolgte eine abschließende Bewertung und ein Fazit zu den bestehenden Möglichkeiten zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 4
2. Datenbanken 6
2.1 Ansätze zur Datenhaltung 6
2.1.1 Datei- oder Filesystem 6
2.1.2 Relationale Datenbank 6
2.1.3 Objektorientierte Datenbank 7
2.1.4 Objektrelationale Datenbank 8
2.2 Ansätze zur räumlichen Datenhaltung 8
2.2.1 Datei 9
2.2.2 BLOB 9
2.2.3 Relationaler Ansatz 10
2.2.4 Objektorientierter Ansatz 10
2.2.5 Objektrelationaler Ansatz 11
2.2.6 Vergleich der Ansätze 11
2.3 Indizierung 12
2.3.1 B-Baum 13
2.3.2 R-Baum 14
2.3.3 Quadbaum 17
2.3.4 Vergleich der Indizierungen 18
2.4 Informix Dynamic Server 2000 20
2.4.1 Allgemeine Einführung 20
2.4.2 Installation 26
2.4.3 Administration 29
2.4.4 Schnittstellen 33
2.4.5 DataBlade Technologie 35
2.4.6 Informix Spatial DataBlade Module 36
2.4.7 Räumliche Datentypen 37
2.4.8 Räumliche Metadatentabellen 40
2.4.9 Indizierung 43
2.5 Microsoft SQL Server 2000 45
2.5.1 Strategie 45
2.5.2 Allgemeine Einführung 45
2.5.3 Editionen 48
2.5.4 Installation 49
2.5.5 Administration 51
2.5.6 Schnittstellen 53
2.5.7 Datentypen 54
2.5.8 Indizierung 55
2.6 Oracle 9i 56
2.6.1 Installation 56
2.6.2 Administration 56
2.6.3 Schnittstellen 60
2.6.4 Räumliche Datentypen 63
2.6.5 Räumliche Indizierung 64
2.7 Vergleich der Datenbanken 65
2.7.1 Vergleich zwischen Informix, SQL Server und Oracle 9i 65
2.7.2 Vergleich zwischen SQL Server und Access 69
3. GI-Systeme 72
3.1 MapInfo Professional 6.5 72
3.1.1 Anbindung an Informix 73
3.1.2 Anbindung an SQL Server 78
3.1.3 Anbindung an Oracle 79
3.1.4 Vergleich der Anbindungen von MapInfo 80
3.2 GeoMedia Professional 4.0 81
3.2.1 Anbindung an SQL Server 81
3.2.2 Anbindung an Oracle 84
3.2.3 Vergleich der Anbindungen von GeoMedia 85
3.3 ArcView 3.2/ArcSDE 8.1 86
3.3.1 Anbindung an Informix 92
3.3.2 Anbindung an SQL Server 94
3.3.3 Anbindung an Oracle 97
3.3.4 Vergleich der Anbindungen von ArcView/ArcSDE 98
4. Vergleich der Anbindung der GI-Systeme an die Datenbanken 100
4.1 Informix( Dynamic Server 2000 100
4.2 Microsoft SQL Server 2000 101
4.3 Oracle 9i 103
5. Interoperabilität 105
5.1 Szenarien 105
5.2 Interoperabilität über mehrere Datenbanksysteme 110
6. Bewertung/Fazit 113
7. Anhang 115
7.1 Fehlerbeschreibung Anbindung MapInfo an Informix 115
8. Verzeichnisse 118
8.1 Abkürzungsverzeichnis 118
8.2 Abbildungsverzeichnis 120
8.3 Tabellenverzeichnis 121
8.4 Quellenverzeichnis 122
8.4.1 Literatur 122
8.4.2 Internet 124

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Daten werden bei relationalen Datenbanken mengenorientiert in Form einer Tabellenstruktur, in der alle Datentypen und Beziehungen definiert werden, in Tabellen (Relationen) gespeichert. Für eine ausführliche Einleitung in Relationen siehe [Hei01]. Kennzeichen dieser Datenbanken ist, dass sie eine Drei-Ebenen-Architektur nach dem ANSI-SPARC Modell besitzen. Dadurch ist eine strikte Trennung von Daten (auf der Festplatte), Datenlogik (Verwaltung übernimmt das Datenbankmanagementsystem (DBMS)) und Anwendungslogik (z. B. GIS-Client) gewährt. Außerdem existiert eine einheitliche Datenbanksprache zur Definition, Abfrage und Manipulation der Daten (z. B. SQL), eine Einbettung dieser Sprache in kommerzielle Programmiersprachen (SQLJ), kontrollierter Mehrbenutzerbetrieb sowie Datensicherheitsmechanismen. Relationale Datenbanken sind optimiert auf schnelle, kurzlaufende Abfragen und Transaktionen für folgende einfache Datentypen: • • • • Integer Float Character, String Datum und Uhrzeit, Zeitintervall [...]

Abschließend folgt ein ausführlicher Vergleich mit den Vor- und Nachteilen der drei Datenbanksysteme. Kapitel 3 gibt eine Einführung in die drei GI-Systeme MapInfo Professional 6.5, Geomedia Professional 4.0 und ArcView3.2/ArcSDE 8.1. Es wird die Anbindungen der GI-Systeme an die Datenbanken beschrieben und analysiert. Dabei wird primär auf die Unterstützung vorhandener Ansätze zur Speicherung der räumlichen Daten in den Datenbanksystemen und deren räumlichen Indizierungen eingegangen. Bei einigen GISystemen erfolgen diesbezüglich auch eigene Implementierungen, die über die vorhandenen Möglichkeiten der Datenbanksysteme hinausgehen. Abschließend zu jedem GI-System erfolgt ein Vergleich zwischen den realisierten Anbindungen an die Datenbanksysteme. Kapitel 4 baut auf die im vorherigen Kapitel erläuterten Anbindungen auf. Hier werden die Anbindungen allerdings nicht von der GISystemseite, sondern aus der Datenbanksicht betrachtet. Zu jedem der in Kapitel 2 vorgestellten drei Datenbanksysteme erfolgt ein ausführlicher Vergleich der realisierten Anbindungen, die in Kapitel 3 vorgestellt wurden. Kapitel 5 beschäftigt sich mit Überlegungen zur Realisierung von Interoperabilität zwischen den in Kapitel 3 beschriebenen Anbindungen. Es werden Szenarien aufgestellt und diskutiert, die es ermöglichen, räumliche Daten durch direkte Anbindung zwischen verschiedenen GI-Systemen, verschiedenen Datenbanken auszutauschen und zu bearbeiten. In Kapitel 6 erfolgte eine abschließende Bewertung und ein Fazit zu den bestehenden Möglichkeiten zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken. [...]

Geodaten, bei welchen es sich um räumliche Daten handelt, liegen heutzutage in einer Vielzahl von digitalen Vektorformaten vor. Diese können von verschiedenen GISystemen gelesen werden. Somit besteht die Möglichkeit, die Daten zu visualisieren, zu analysieren oder auch zu verändern. Die räumlichen Daten werden als einzelnes File auf dem Sekundärspeicher (Festplatte) gespeichert. Mittlerweile hat sich allerdings als nicht zu übersehende Alternative die Speicherung der räumlichen Daten in Datenbanken kommerzieller Anbieter entwickelt. Vorhandene GI-Systeme können nun direkt an die Datenbanken angebunden werden, um räumliche Daten zu lesen und zu schreiben. Wünschenswert wäre es nun, dass GI-Systeme von verschiedenen Anbietern auf ein und denselben räumlichen Datenbestand in der Datenbank zugreifen könnten und diesen gemeinsam visualisieren, analysieren und verändern können. Dieses gemeinsame Bearbeiten der räumlichen Daten steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff der Interoperabilität. Hierzu eine Definition des Begriffes: „Interoperabilität bezeichnet die Möglichkeit, verschiedenartige Daten in einem einzelnen Arbeitsablauf zu integrieren. Dies setzt voraus, dass Syntax und Semantik der Daten dem Anwender in einheitlicher Form zur Verfügung gestellt werden. Interoperabilität erlaubt den transparenten Zugang zu mehreren raumbezogenen Datenund Verarbeitungsressourcen innerhalb eines einzigen Arbeitsablaufes, ohne sie in einen Datenbestand zu überführen.“ ([Bil99]) Wäre eine Interoperabilität zwischen vorhandenen GI-Systemen und Datenbanksystemen möglich, so ergeben sich erhebliche Einsparungspotenziale, da räumliche Daten nicht doppelt erfasst werden müssen und auch ein wesentlich beschleunigter Workflow in vielen Bereichen des Handels, der Industrie und der öffentlichen Hand möglich wäre, da räumliche Daten zentral und ohne Informationsverluste bearbeitbar sind. Darüber hinaus kommt es zu einer erheblichen Beschleunigung des Wachstums des Geodatenmarktes. Eine Untersuchung der Ansätze und die Bewertung zur Interoperabilität von Geodaten in räumlichen Datenbanken soll in dieser Diplomarbeit erfolgen. In Kapitel 2 werden dazu bereits bestehende Ansätze zur Speicherung räumlicher Daten in Datenbanken erläutert und verglichen. Ein Vergleich findet auch mit der bestehenden Speicherung als File auf Sekundärspeichern statt. Daran anschließend werden die durch die Speicherung in Datenbanken möglichen räumlichen Indizierungen erklärt und verglichen. Somit lassen sich Anfragen an den räumlichen Datenbestand beschleunigen. Nach diesen allgemeinen, eher theoretischen Grundlagen, werden die drei Datenbanksysteme Informix Dynamic Server, Microsoft SQL Server und Oracle 9i als Möglichkeit zur Speicherung räumlicher Daten vorgestellt. Dabei wird neben der Installation, der Administration und den Schnittstellen der Datenbank besonders auf vorhandene Ansätze zur Haltung und Indizierung von räumlichen Daten eingegangen. [...]

Arbeit zitieren:
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