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Untersuchung der Auswirkungen sozialer und ökologischer Bestimmungen auf die Wohnbaukosten

Anhand eines Musterprojektes

Untersuchung der Auswirkungen sozialer und ökologischer Bestimmungen auf die Wohnbaukosten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Petra Simanek
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 160 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5705-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5705-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5705-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Simanek, Petra Mai 2000: Untersuchung der Auswirkungen sozialer und ökologischer Bestimmungen auf die Wohnbaukosten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Barrierefreies Bauen, Wohnbau, Baukosten, Wärmedämmung, Umwelt

Diplomarbeit von Petra Simanek

Einleitung:

Anhand der Studie soll aufgezeigt werden, wie Adaptierungen bestehender Auflagen der Wr. Bauordnung bzw. Neuschaffungen von Bestimmungen die Baukosten eines Wohnbaues beeinflussen. Dazu wurden folgende Regelungen (Wr. BO, Stand 1.12.1996) - die aufgrund bisheriger Erfahrungen der Bauwirtschaft einen gewissen Einfluß vermuten lassen - ausgewählt, die genauer untersucht und deren Auswirkungen auf die Errichtungskosten aufgezeigt werden sollen:

- §90 Wr. BO, Absatz 2a: Wendekreis für Rollstuhlfahrer in Bädern.

- §106a Wr. BO, Absatz 6: Regelung der minimalen lichten Breiten von Wohnungseingangstüren und allen übrigen Türen innerhalb der Wohnung.

- §106a Wr. BO, Absatz 8: Wendekreis für Rollstuhlfahrer bei Richtungsänderungen in Verbindungswegen.

- §106a Wr. BO, Absatz 10: Aufzugsgröße, Wendekreis für Rollstuhlfahrer vor Aufzugstüre.

- §36a, Durchführungsverordnung Wr. Garagengesetz, Absatz 1: Stellplatzpflicht im Verhältnis 1:1.

- §99 Wr. BO, Absatz 2: Beschränkung des Wärmedurchgangskoeffizienten für Außenwände, Umax=0,5 W/m2K.

Zur Durchführung der Untersuchung wurde ein Wohnbau (4 Stiegen, 56 Wohnungen, 3.927,07 m2 Wohnnutzfläche) herangezogen, der nach diesen zuvor aufgezeigten Bestimmungen errichtet wurde. Um eine Baukostenänderung auf eine Auflage zurückführen zu können, wurde jede Regelung einzeln „zurückgenommen“ und eine Umplanung des Gebäudes auf diese Weise vorgenommen, daß der fiktive Entwurf dem davorgültigen Stand der Wr. BO entspricht. Bei dieser Vorgehensweise wurde Wert darauf gelegt, daß eine Umplanungsmaßnahme auch tatsächlich kausal auf eine Bestimmung zurückzuführen sein soll, andere Einflüsse, z.B.: architektonische Besonderheiten sollen erhalten bleiben. Eine weitere Randbedingung bei der Untersuchungsdurchführung war die Beibehaltung der äußeren Begrenzung der Gebäudehülle, da der Entwurf grundsätzlich nicht verzerrt werden sollte. Dadurch ergeben sich bei der Umplanung neue Nutzflächenwerte.

Durch die Anpassung des Bestands an den zuvor gültigen Stand der Bestimmung, ergeben sich Veränderungen in den Leistungsumfängen der einzelnen Gewerke, woraus wiederum neue Kostenkomponenten resultieren. Diese Kostenänderungen werden genau analysiert und aufgezeigt. Ein wichtiger Faktor der Studie ist die Erfassung aller betroffenen Gewerke. Demnach sind auch jene Leistungen zu berücksichtigen, die sich nach Einführung der neuen Regelung verringert haben. Weiters soll die Darlegung der Kosten so transparent wie möglich erfolgen, d.h., daß jede einzelne Kostenkomponente einerseits genau definiert wird (aufgeschlüsselt nach ÖN B 1801-1, 1.5.95) und andererseits beim Bezug der Kosten auf die Quadratmeter „Nutzfläche“ sowohl die Definition der jeweiligen Nutzfläche (Wohnnutzfläche oder Gesamtnutzfläche) als auch die Veränderung deren Größe durch die Umplanungsmaßnahmen berücksichtigt wird.

Sekundäre Auswirkungen die sich durch die Umplanung außerdem ergeben, wie Änderungen der Förderungsbestimmungen, des Energiehaushalts des Gebäudes und der Konsequenzen für die Bewohner, werden von der Studie ebenfalls teilweise berücksichtigt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Motivation 1
2. Aufgabenstellung, Zielsetzung 5
2.1 Vorgehensweise 5
3. Begriffsbestimmungen, Definitionen 6
3.1 Nutzfläche 6
3.2 Nutzwert 7
3.3 Baukosten 7
3.4 U-Wert, k-Wert 8
3.5 Transmissionswärmebedarf, Spezifischer Transmissionswärmeverlust Pt 9
3.6 Spezifischer Lüftungswärmeverlust Pl 9
3.7 Spezifische Heizlast P1 9
3.8 Gesamtwärmeverlust, Heizlast Ptot 9
3.9 Heizgradtag HGT 9
4. Auswahl der untersuchten Auflagen 10
4.1 Barrierefreies Bauen 10
4.1.1 §90 Wr. BO,“Wohngebäude; Wohnungen und deren Zugehör“, Absatz 2a 11
4.1.2 §106a Wr. BO, „Alters gebrechliche Menschen“, Absatz 6 11
4.1.3 §106a Wr. BO, „Alters gebrechliche Menschen“, Absatz 8 11
4.1.4 §106a Wr. BO, „Alters gebrechliche Menschen“, Absatz 10 12
4.2 Wiener Garagengesetz 12
4.2.1 §1 Verordnung der Wiener Landesregierung vom 11.2.1975, LGBL. 9, „zur Durchführung des Wiener Garagengesetzes“, Absatz 1 und 2 12
4.3 Wärmeschutz 13
4.3.1 §99 Wr. BO, „Außenwände“, Absatz 2 14
5. Das Bauprojekt 15
6. Die Untersuchung 16
6.1 Barrierefreies Bauen 18
6.1.1 §106a Wr. Bauordnung, Absatz 10 19
6.1.1.1 Baumeisterarbeiten 19
6.1.1.2 Terrazzoarbeiten 26
6.1.1.3 Kunststoffbelagsarbeiten 27
6.1.1.4 Anstreicherarbeiten 28
6.1.1.5 Fliesenlegerarbeiten 30
6.1.1.6 Schwarzdeckerarbeiten 31
6.1.1.7 Gewichtsschlosserarbeiten 32
6.1.1.8 Gehwege 33
6.1.1.9 Aufzugsarbeiten 34
6.1.1.10 Zusammenfassung 35
6.1.1.11 Ergebnisse der untersuchten Auflage 36
6.1.2 §106a Wr. Bauordnung, Absatz 8 38
6.1.2.1 Baumeisterarbeiten 38
6.1.2.2 Terrazzoarbeiten 42
6.1.2.3 Kunststoffbelagsarbeiten 43
6.1.2.4 Anstreicherarbeiten 44
6.1.2.5 Gehwege 45
6.1.2.6 Zusammenfassung 46
6.1.2.7 Ergebnisse der untersuchten Auflage 48
6.1.3 §106a Wr. Bauordnung, Absatz 6 49
6.1.4 § 90 Wr. Bauordnung, Absatz 2a 50
6.1.4.1 Baumeisterarbeiten 50
6.1.4.2 Kunststoffbelagsarbeiten 53
6.1.4.3 Anstreicherarbeiten 54
6.1.4.4 Fliesenlegerarbeiten 55
6.1.4.5 Zusammenfassung 56
6.1.4.6 Ergebnisse der untersuchten Auflage 57
6.1.5 Untersuchung der Auswirkungen bei Überlagerung der §106a; Absatz 8, 10 und §90, Absatz 2a der Wr. BO 58
6.1.5.1 Baumeisterarbeiten 60
6.1.5.2 Terrazzoarbeiten 64
6.1.5.3 Kunststoffbelagsarbeiten 65
6.1.5.4 Anstreicherarbeiten 66
6.1.5.5 Fliesenlegerarbeiten 67
6.1.5.6 Gehwege 67
6.1.5.7 Terrassenarbeiten 68
6.1.5.8 Zusammenfassung 68
6.1.5.9 Resümee barrierefreies Bauen 70
6.1.5.10 Berechnung der Förderung 72
6.2 Wiener Garagengesetz 75
6.2.1 Baumeisterarbeiten 76
6.2.2 Schwarzdeckerarbeiten 79
6.2.3 Anstreicherarbeiten 80
6.2.4 Zusammenfassung 81
6.2.5 Resümee Stellplatzverpflichtung 82
6.3 Der Wärmeschutz 86
6.3.1 Festlegung des zu untersuchenden Wandaufbaues 87
6.3.2 Kostenermittlung 88
6.3.2.1 Baumeisterarbeiten 88
6.3.2.2 Terrazzoarbeiten 93
6.3.2.3 Kunststoffbelagsarbeiten 94
6.3.2.4 Anstreicherarbeiten 95
6.3.2.5 Zusammenfassung 96
6.3.3 Ergebnisse der untersuchten Auflage 97
6.3.4 Ermittlung des Energieverbrauchs 98
6.3.5 Energiekostenermittlung 100
6.3.6 Resümee Wärmeschutz 101
6.3.7 Berechnung der Förderung 101
7. Fazit 103
7.1 Barrierefreies Bauen 103
7.2 Wiener Garagengesetz 103
7.3 Wärmeschutz 104
8. Erkenntnisse nach der Untersuchung 105
9. Gibt es Einsparungspotentiale? 106
9.1 Ein Vergleich mit einer anderen Studie 106
9.2 Einsparungspotential „Barrierefreies Bauen“? 108
9.3 Einsparungspotential „Garagenstellplätze“? 109
9.4 Einsparungspotential „Wärmedämmung“? 110
10. Ist eine Reform der Wiener Bauordnung erforderlich? 111
11. Abbildungsverzeichnis
12. Tabellenverzeichnis
13. Literaturverzeichnis 112
14. Anhang 114
Massenermittlung je Bestimmung
Kompakte Darstellung der Kosten für jede einzelne Bestimmung
Exemplarische Darstellung der Umplanungsdurchführung je Bestimmung

Automatisiert erstellter Textauszug:

Temperaturdifferenz eintritt, hängt vom Standort des Gebäudes ab. Die Heizgradtage sind in der Önorm B 8135 für verschiedene Orte aufgelistet. Die in untenstehender Tabelle verwendeten Werte der Gebäudehüllflächen und U-Werte wurden der tatsächlichen Wärmeverlustberechnung (durchgeführt am 17.10.1996 vom Büro "Habian" in Wien) entnommen. Bei der "Ausführung 4 cm Dämmung" wurden die Außenwände um den Betrag der Fassadenflächenvergrößerung durch die Umplanung (siehe Abb.4, S.18) vergrößert und der "neue" U-Wert der Außenwand zur Berechnung herangezogen. Auch die Werte für den spezifischen Lüftungswärmeverlust Pl entsprechen denen der durchgeführten Berechnung der Firma Habian. Sie werden der ÖNORM M 7500 entnommen. Unter diesen Voraussetzungen wird der Gesamtwärmeverlust (bzw. die Heizlast des Gebäudes) nach ÖNORM B 8135 ermittelt: [...]

beschrieben, einen größeren Wärmedurchgang zur Folge, wodurch die verlorene Wärme über das Heizverhalten der Bewohner wieder zugeführt werden muß. Folglich ist der Energieverbrauch des Wohngebäudes höher, was nicht nur zu einer Erhöhung der Betriebskosten (für die natürlich der Mieter aufkommen muß) sondern auch zu einer größeren Belastung der Umwelt führt. Ohne auf die externen Effekte der zusätzlichen Umweltbelastung einzugehen, soll zumindest erhoben werden, in wie weit der Energieverbrauch und damit die Energiekosten ansteigen, wenn die vorhandene Wärmedämmdicke um drei Zentimeter verringert wird. Zur Ermittlung der Heizlast eines Gebäudes dient ein Formular der Önorm B 8135. Wie bereits im Kapitel 3 "Begriffsbestimmungen" erklärt, wird mit der Heizlast jene Energie ermittelt, die unter Berücksichtigung des Standortes des Wohnbaues, dessen beheizten Gebäudevolumens, des mittleren U-Wertes der Gebäudehülle und des Wärmeverlustes durch Lüftung verbraucht wird. Zur Ermittlung des spezifischen Transmissionswärmeverlustes müssen zunächst jene Bauteiloberflächen ermittelt werden, die Wärme übertragen. Bauteile mit verschiedenen UWerten müssen dabei unterschieden werden. Mit dem Korrekturfaktor f kann berücksichtigt werden, daß eine Fläche zwar Wärme überträgt, allerdings nicht in dem Ausmaß wie z.B. eine Außenwand an die Außenluft (liegt beispielsweise über der wärmeübertragenden Decke ein Dachgeschoß, das zwar nicht beheizt wird, aber dennoch als "Puffer" zur Außenluft wirkt, kann mit einem Faktor f = 0,5 abgemindert werden.). Die Heizgradtage sind standortabhängig und spiegeln eine Heizperiode von Oktober bis April wider. Es werden jene Tage ermittelt, bei denen eine bestimmte Temperaturdifferenz Außenluft-Raumluft eintritt, wobei die Außenlufttemperatur (mindestens) minus 12°C beträgt und die Raumtemperatur 20°C. Die Temperaturdifferenzen in Kelvin, aufsummiert über die Tage der Heizperiode an denen die Außenlufttemperatur von -12°C eintritt oder unterschritten wird, ergeben die Heizgradtage HGT (in Kd). Ob und wie lange die [...]

6.3.3. ERGEBNISSE DER UNTERSUCHTEN AUFLAGE: Die durchgeführte Untersuchung liefert die Erkenntnis, daß nach Einführung des strengeren U-Wertes für Außenwände in der Wiener Bauordnung 1993, die Kosten je m2 Wohnnutzfläche um 135,25 ATS angestiegen sind. Dabei ist der Wohnnutzflächenverlust von 31,313 m2, der durch eine stärkere Dimensionierung der Außenwände hervorgerufen wird, berücksichtigt. Die Baukosten exklusive Aufschließungskosten stiegen um 35.460,44 ATS an, was v.a. auf die höheren Materialkosten des Dämmmaterials zurückzuführen ist. Der Listenpreis pro m2 EPS-F der 7cm starken Dämmplatte ist um 19,80 ATS höher als der Preis der 4 cm Dämmplatte. Berücksichtigt wurden in der Untersuchung auch die Minderkosten, die durch den Nutzflächenverlust entstehen. Den größten Anteil an den eingesparten Kosten haben die Kunststoffbelagsarbeiten, sie verringern sich um 0,635 %. [...]

Arbeit zitieren:
Simanek, Petra Mai 2000: Untersuchung der Auswirkungen sozialer und ökologischer Bestimmungen auf die Wohnbaukosten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Barrierefreies Bauen, Wohnbau, Baukosten, Wärmedämmung, Umwelt

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