Untersuchung und Analyse des Kur- und Rehabilitationswesens als Teil des Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Henrike Krüger
- Abgabedatum: Mai 2004
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Stralsund Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8125-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8125-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8125-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Krüger, Henrike Mai 2004: Untersuchung und Analyse des Kur- und Rehabilitationswesens als Teil des Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Tourismus, Branchenstruktur, Kur- und Heilbäder, Nachfrage, Angebotsanalyse
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Diplomarbeit von Henrike Krüger
Einleitung:
Der Gesundheitstourismus ist Teil eines dynamischen touristischen und gesundheitswirtschaftlichen Gesamtsystems, wird von diesem beeinflusst und beeinflusst dieses wiederum seinerseits. Auch bestimmte Bereiche in der Gesundheitstourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern entwickeln sich nicht isoliert, sondern sind eingebettet in ein komplexes Umfeld. Nationale gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen aber auch das globale Kräftespiel zwischen Angebot und Nachfrage in diesem Tourismusbereich beeinflussen das Geschehen in Mecklenburg-Vorpommern und seinen touristischen Erfolg.
Problemstellung:
Die Gesundheitsreform hat seit ihrer stufenweisen Einführung im Gesundheitswesen ihre Spuren hinterlassen. Eine Folge davon ist zum Beispiel (im folgenden z. B. abgekürzt) die sinkenden Patientenzahlen in den Kur- und Rehabilitationskliniken in Folge eingeschränkter Zahlungen der Krankenkassen. Im Kur- und Rehabilitationsbereich geraten die Kliniken zudem durch kommerzielle Anbieter von Gesundheitsangeboten, wie z. B. durch Hotelgruppen, zunehmend unter Wettbewerbsdruck.
Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung und der damit verbundene zusätzliche medizinische Behandlungsbedarf, wird das deutsche Gesundheitssystem vor große finanzielle Herausforderungen stellen. Gerade die Bereiche der Vorsorge und Rehabilitation werden dabei vermehrt gefordert sein. Angesichts der ständig steigenden Gesundheitsausgaben ist der Gesetzgeber gezwungen, nach Sparpotentialen zu suchen. Allein vor diesem Hintergrund müssen Kurorte und Heilbäder verstärkt Gäste anwerben, die sich als Selbstzahler mit hinreichenden Eigenmitteln private Prävention und/ oder Rehabilitationsmaßnahmen leisten können.
„Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass der Gesundheitsmarkt einen Wachstumsmarkt par excellence darstellt.“1 Auch die Teilmärkte Kur und Rehabilitation sind eher wachsende als schrumpfende Märkte im Sinne der mengenmäßigen Nachfrage. Stärker als bisher wird sich das Geschehen auf den verschiedenen Teilmärkten an den Präferenzen der Konsumenten und deren Bereitschaft richten, privat für entsprechende Leistungen Aufkommen zu können oder zu wollen. Mecklenburg-Vorpommern ist eine Region mit Tradition im Wirtschaftssektor „Gesundheitstourismus“.
Seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990, hat sich das Land Mecklenburg-Vorpommern zu einem attraktiven Urlaubsgebiet mit zahlreichen Angeboten im Gesundheitsbereich entwickelt. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für diese Branche (wie Natur, natürliche Heilmittel, Kurkliniken usw.) sind als relativ günstig zu bewerten.
Gang der Untersuchung:
Objekt der Untersuchung ist der Kur- und Rehabilitationsmarkt als wichtiger Teilmarkt des Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Betrachtet werden in dieser Analyse jedoch nicht sämtliche Triebkräfte der Branchenstrukturanalyse nach Porter, sondern der Focus liegt im Bereich der Kunden (Abnehmer) und der Anbieter sowie die „Beziehung“ zwischen den beiden Partnern. Allerdings sollen die wissenschaftlichen Ansätze zur Darstellung und Erklärung von Märkten sowie Branchenentwicklungen zunächst aufgezeigt, vorgestellt und begrifflich geklärt werden.
Wie soll der Angebots- und Nachfragmarkt in dieser Arbeit erfasst werden? Auf Grundlage der Sekundärliteratur (vor allem Erfassung und Auswertung von statistischem Material) erfolgt eine quantitative Bestimmung des Kur- und Rehabilitationsmarktes in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem soll anhand von ausgewählten Kriterien die Ist- Situation beleuchtet und die Potentiale des Marktes und der Unternehmen verdeutlicht werden.
Nach dem Problemaufriss, der Formulierung der Ziele sowie der Darlegung der methodischen Vorgehensweise in diesem Kapitel, wird in Kapitel 2 in die Kur und Rehabilitation als Teil des Gesundheitstourismus eingeführt. Als Ausgangsbasis soll eine Einführung in das System des Tourismus gegeben werden, bevor der Bereich Kur und Rehabilitation vorgestellt werden. Da der Gesundheitstourismus bisher nicht verbindlich geregelt worden ist, existieren auch keine eindeutigen Ausdifferenzierungen der Bereiche „Kur und Rehabilitation“. In diesem Kapitel gilt es deutlich zu machen, dass es sich um Bereiche der Dienstleistung handelt, die auf Reisende bzw. Gesundheitstouristen angewiesen sind. Die meisten potentiellen Nachfrager von Kur- und Rehabilitationsleistungen sind ja im weitesten Sinne Gesundheitstouristen.
Kapitel 3 beinhaltet Ansätze und Modelle zur Darstellung und Erklärung von Branchenentwicklungen, vorrangig im Bereich des Tourismus. MICHAEL PORTER bildet dabei mit seinem Branchenstrukturmodell die Ausgangsbasis. Weiterhin soll die Modellbildung im Tourismus nach FREYER und das Clustermodell des Gesundheitstourismus in Österreich vorgestellt werden.
Kapitel 4 befasst sich ausgiebig mit der Angebotsseite. Nach Einführung in die Historie wird ein Überblick über die Angebote im Gesundheitstourismus, den Kurorten sowie den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken gegeben. Des weiteren sollen auch die Qualitätskampagnen im Bereich der Kur und Rehabilitation vorgestellt und Probleme in diesem Sektor aufgezeigt werden. Auf diese Probleme aufbauend, soll zum Schluss des Kapitels eine Situationsanalyse die Stärken/Schwächen und die Chancen/Risiken für den Tourismus, die Heilbäder/Kurorte und die Kliniken aufzeigen.
In Kapitel 5 wird ausführlich die Nachfrage im Bereich der Kur und Rehabilitation analysiert. Dabei wird auch immer wieder mit Werten aus dem Gesundheitsurlaub verglichen. In die Nachfrageanalyse sollen nicht nur die höher prädikatisierten Kur- und Heilbäder mit einbezogen werden, sondern auch die Erholungsorte, die einen wesentlichen Beitrag zum Gesundheitstourismus leisten. Weiterhin sollen Trends vorgestellt werden, die sich in den letzten Jahren im Nachfragebereich entwickelt haben.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 2 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Tabellenverzeichnis | 6 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 7 | |
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1 | Problemstellung | 8 |
| 1.2 | Ziel und methodische Vorgehensweise | 9 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 9 |
| 2. | Kur und Rehabilitation als Teil des Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern | 11 |
| 2.1 | Mehrere Betrachtungsebenen des Tourismus | 11 |
| 2.1.1 | Tourismus im Umweltsystem | 12 |
| 2.1.2 | Versuche Tourismus zu definieren und abzugrenzen | 13 |
| 2.2 | Reisende aus Krankheitsgründen und Motive der Gesundheitsvorsorge | 15 |
| 2.3 | Definition und Abgrenzung des Begriffs Gesundheitstourismus | 16 |
| 2.3.1 | Der Begriff Gesundheit | 16 |
| 2.3.2 | Der Begriff Gesundheitstourismus | 17 |
| 2.4 | Einführung in den Bereich der Kur und Rehabilitation | 20 |
| 2.4.1 | Die Kur | 20 |
| 2.4.2 | Die Prävention | 23 |
| 2.4.3 | Die Rehabilitation | 23 |
| 3. | Ansätze und Modelle der Darstellung und Erklärung von Branchenentwicklungen | 27 |
| 3.1 | Das Branchenstrukturmodell nach Porter | 27 |
| 3.2 | Die Branchenstrukturanalyse in der Gesundheitswirtschaft | 30 |
| 3.3 | Modelle und Modellbildung im Tourismus | 32 |
| 3.3.1 | Das ganzheitliche Tourismusmodell nach Freyer | 33 |
| 3.3.2 | Darstellung der Tourismusmärkte im Fremdenverkehrsmodell nach Freyer | 35 |
| 3.4 | Gesundheitstourismus als Cluster am Beispiel Österreich | 39 |
| 3.4.1 | Begriffsdefinition Cluster | 37 |
| 3.4.2 | Die Kernkompetenzbereiche eines Clusters | 39 |
| 3.4.3 | Ansätze für ein Gesundheitstourismuscluster in Mecklenburg-Vorpommern | 40 |
| 4. | Darstellung und Untersuchung der Angebote im Kur- und Rehabilitationsbereich des Landes Mecklenburg-Vorpommern | 41 |
| 4.1 | Historie des Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern | 41 |
| 4.2 | Die Kur- und Heilbäderlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern | 43 |
| 4.2.1 | Die Prädikatisierung der Kur- und Erholungsorte | 45 |
| 4.2.2 | Die kurörtlichen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern | 48 |
| 4.2.3 | Wellness im Kurort zur Qualifizierung des Angebots | 49 |
| 4.3 | Die Anbieter im Kur- und Gesundheitstourismus | 50 |
| 4.3.1 | Abgrenzung der Kur vom modernen Gesundheitstourismus | 50 |
| 4.3.2 | Das Angebot Kurtourismus | 51 |
| 4.3.3 | Das Angebotssegment Gesundheitstourismus | 52 |
| 4.4 | Die Kliniklandschaft in Mecklenburg-Vorpommern | 53 |
| 4.4.1 | Leistungsangebote der Kur- und Rehabilitationskliniken | 56 |
| 4.4.2 | Das Qualitätssiegel für medizinische Rehabilitation | 59 |
| 4.5 | Die Folgen der Gesundheitsreform für die Kur- und Heilbäder | 60 |
| 4.6 | Situationsanalyse im Angebotssegment Gesundheitstourismus | 63 |
| 5. | Analyse der Nachfrageseite im Kur- und Rehabilitationsbereich des Landes Mecklenburg-Vorpommern | 65 |
| 5.1 | Die Gästestruktur | 65 |
| 5.1.1 | Herkunft der Gäste | 66 |
| 5.1.2 | Reisezweck | 67 |
| 5.2 | Die Nachfrageentwicklung im Gesundheitstourismus | 67 |
| 5.2.1 | Die Zielgruppe der Gesundheitstouristen | 69 |
| 5.2.2 | Der Kurtourist | 70 |
| 5.2.3 | Neue Zielgruppen für Kur- und Heilbäder | 71 |
| 5.3 | Analyse der Ankünfte und Übernachtungen im Kurbereich | 73 |
| 5.3.1 | Ankünfte und Übernachtungen in den Kur- und Erholungsorte | 73 |
| 5.3.2 | Ankünfte und Übernachtungen in den Kur- und Rehabilitationskliniken | 75 |
| 5.4 | Trends im Nachfrageverhalten | 77 |
| 5.4.1 | Der demografische Wandel | 77 |
| 5.4.2 | Gesundheit als Maßstab sozialer Anerkennung | 78 |
| 5.4.3 | Gesellschaftliche Trends | 78 |
| 6. | Resümee | 80 |
| Anhang | I | |
| Literaturverzeichnis | X |
zu Heilzwecken verschrieben.58 Weitere Kurorte entstanden im Binnenland 1845 in Bad Stuer (Plauer See), 1855 in Feldberg und 1862 in Bad Kleinen. Ihre Blütezeit erlebte die Sommerfrische in Mecklenburg und Vorpommern jedoch erst mit der Reichsgründung 1871. Innerhalb von 25 Jahren entstanden hier drei Dutzend Ostseebäder. Um 1900 zählte man an der Ostseeküste Mecklenburgs und Vorpommerns 25 Badeorte, bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges (1914) waren es bereits 40 Ostseebäder. Zu den Spitzenreitern der Besucherstatistiken zählten Warnemünde, Ahlbeck, Heringsdorf und Binz. Die Besucher kamen vornehmlich aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. Neben dem Drang nach Abwechslung und Unterhaltung ließen auch neue Heilmethoden mittels Moor, Sole und Kreide das Kur- und Badewesen boomen. 59 1936 begannen die Nationalsozialisten in Prora auf Rügen mit dem Bau des Kraftdurch-Freude-Bades (KdF). Es sollte Europas größte Ferienanlage werden, das allerdings nie vollendet wurde. Ziel war es, die Mehrheit der Arbeiter in den Genuss von KdF-Urlaub kommen zu lassen und die Menschen für die kommenden Ereignisse körperlich und seelische in Form zu bringen. 60 „Nach dem zweiten Weltkrieg (1945) war dem Tourismus in MecklenburgVorpommern vorübergehend die Basis entzogen. Hotels und Pensionen waren oft zerstört oder vielerorts für die Unterbringung der Flüchtlinge und Umsiedler genutzt worden. Der Aufbau des Erholungswesens ging aus diesen Gründen sehr zögernd voran.“61 Nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) 1949 begann sich die Situation allmählich zu ändern. Bereits 1946 war die Einheitsgewerkschaft FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) von der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschland) mit der Schaffung von Urlaubs- und Erholungsstätten für die Mitglieder beauftragt worden.62 Die ersten FDGB-eigenen Ferienheime waren die ehemaligen KdF-Heime. Weitere Ferienheime kamen nach der „Aktion Rose“ zum FDGB hinzu. Im In der „Aktion Rose“63 wurden im Februar 1953 die letzten verbliebenen Inhaber von [...]
Mecklenburg-Vorpommern kann auf eine mehr als 200-jährige Bäder- und Tourismusgeschichte zurückblicken. Alles begann, als 1793 Großherzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin, auf Anraten seines Leibarztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel, unweit seiner Sommerresidenz Bad Doberan das Seebad Heiligendamm gründete. Er beauftragte den Architekten Carl Theodor Severin mit dem Bau eines Kurhauses und später ganze Ensemble repräsentativer Gesellschafts- und Logierhäuser. Die Inschrift an dem von Baumeister Severin entworfenem Kurhaus: „HEIC TE LAETITIA INVITAT POST BALNEA SANUM“ (Frohsinn empfange dich hier, entsteigst du gesundet dem Bade) wurde zum Leitspruch für das Leben in Heiligendamm. Adel und Aristokratie konnten sich schnell für einen sommerlichen Aufenthalt an der Ostsee erwärmen. Pommersche Großgrundbesitzer und Berliner Bankiers gründeten sogar eine Aktiengesellschaft, die den Badebetrieb kommerzialisierte. Etwa ab 1830 konnte sich jeder, jedenfalls jeder Besserverdienende, an der See einquartieren. Das bürgerliche Badeleben dagegen begann ohne großen Pomp in Warnemünde. Dort soll sich im Sommer 1817 Forstinspektor Becker aus dem nahegelegenen Rövershagen mit seiner Familie mehrere Wochen aufgehalten und bei großer Hitze Abkühlung in der offenen See gesucht haben. Er initiierte damit unwissentlich des Dorfes steile Karriere zu einem der ganz großen Bäder. 1824 wurde in Swinemünde auf der Insel Usedom die erste Badesaison eröffnet. Heringsdorf, Zinnowitz und Ahlbeck folgten kurz darauf. Feriengäste der königlichen und kaiserlichen Familien werteten die Seebäder erheblich auf und halfen das Baden „gesellschaftsfähig“ zu machen. 1822 wurde in Bad Sülze erstmals die vor Ort geförderte Sole zur Heilung von Atemwegs- und Hauterkrankungen verabreicht. 1901 gab man dem Badewasser auch Torf aus dem nahen Grünlandmoor bei. In Bad Doberan wurden bereits seit 1825 Moorbäder [...]
3.4.3 Ansätze für ein Gesundheitstourismuscluster in Mecklenburg-Vorpommern Auch Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten drei Jahren zu einem Cluster im Bereich der Gesundheitswirtschaft entwickelt, in dem der Gesundheitstourismus ein Teil ist. Seit gut drei Jahren wirbt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dem Schlagwort „MV tut gut - Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern“ für die Gesundheitswirtschaft. „MV tut gut“ ist eine Gemeinschaftsinitiative des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern mit dem Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.. Ziel der Kampagne soll es sein, die Gesundheitswirtschaft auszubauen, indem die verschiedensten Branchen, wie Biotechnologie, Medizintechnik, Ernährungs- und Landwirtschaft sowie Tourismus und Freizeit miteinander verknüpft werden, um neue Synergieeffekte zu erzielen und den Marktanteil in diesen Bereichen zu erhöhen. Im Anschluss daran sollen Image- und Marketingkampagnen für bestimmte Produkte aus den verschiedensten Branchen entwickelt werden. Seit dem 01. März 2004 gibt es im Firmenverbund BIOCON VALLEY ein Projektbüro, das zukünftig als Ansprechpartner und Koordinator dienen soll, um alle Vorhaben des Landes auf diesem Gebiet zu bündeln und Marketingstrategien zu entwickeln. Des weiteren soll das Büro Netzwerke zwischen Unternehmen, Kammern, Verbänden und Institutionen aufbauen. Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, mehr Wertschöpfung im Land zu etablieren und somit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das „operative Ziel“ ist es, Mecklenburg-Vorpommern als Gesundheitsland bundesweit an die Spitze zu bringen.57 [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832481254
Arbeit zitieren:
Krüger, Henrike Mai 2004: Untersuchung und Analyse des Kur- und Rehabilitationswesens als Teil des Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Tourismus, Branchenstruktur, Kur- und Heilbäder, Nachfrage, Angebotsanalyse



