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Unterstützungsmöglichkeiten des Key Account Management durch das Controlling am Beispiel der Konsumgüterbranche

Unterstützungsmöglichkeiten des Key Account Management durch das Controlling am Beispiel der Konsumgüterbranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marc Knuff
  • Abgabedatum: August 1999
  • Umfang: 160 Seiten
  • Dateigröße: 939,3 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3048-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3048-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3048-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Knuff, Marc August 1999: Unterstützungsmöglichkeiten des Key Account Management durch das Controlling am Beispiel der Konsumgüterbranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenbindung, Marketing, Controlling, Kundenzufriedenheit, Key Account Management

Diplomarbeit von Marc Knuff

Problemstellung:

Die starken Konzentrationsprozesse in der Konsumgüterbranche haben zu einer bilateralen Oligopolisierung des Marktes geführt. Die Geschäftsbeziehungen zu den verbliebenen, nachfragemächtigen Handelskonzernen haben dadurch für die Hersteller an Bedeutung gewonnen. Die Hersteller haben sich deshalb gezwungen gesehen, auch mit strukturellen Veränderungen auf diese Entwicklung zu reagieren. Die Unternehmen haben ihre primären (meist regionalen) Verkaufsstrukturen durchbrochen und diese durch eine kundenorientierte Struktur, das Key Account Management, ersetzt bzw. überlagert.

Mit Hilfe des Key Account Management sollte die Kundenorientierung in den Unternehmensgrundsätzen verankert und somit eine stärkere Bindung und eine höhere Rentabilität der Schlüsselkunden erreicht werden.

Das Problem des Key Account Management bestand jedoch darin, daß es zwar organisatorisch umgesetzt worden ist, dem Key Account Manager aber selten adäquate kundenbezogene Informationen zur Entscheidungsvorbereitung und Entscheidungskontrolle zur Verfügung gestellt worden sind. Der Key Account Manager hat sich auf seinen Sachverstand und seine Intuition verlassen müssen, was häufig eine gewisse Ineffizienz des Key Account Management zur Folge gehabt hat.

In der betriebswirtschaftlichen Forschung sind zwar vereinzelt Instrumente zur Entscheidungsunterstützung und -kontrolle des Key Account Managers entwickelt worden, die jedoch nie in einen Gesamtzusammenhang gestellt worden sind.

Gang der Untersuchung:

Das Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, die in der Literatur weit verstreuten Controlling-Instrumente zusammenzutragen und zu systematisieren und dem Key Account Manager somit von seiten des Controlling umfassende Informationen zur Verfügung zu stellen, die es ihm ermöglichen, seine Entscheidungen besser zu fundieren und die Effizienz der getroffenen Entscheidungen zu kontrollieren.

Die Arbeit untergliedert sich in drei Kapitel, in denen die historische Entwicklung der Hersteller-Handels-Beziehung, die Konzeption und Zielstruktur des Key Account Management und die Controlling-Instrumente zur Unterstützung des Key Account Management behandelt werden.

In Kapitel 2 erfolgt zunächst eine Beschreibung der historischen Entwicklung der Hersteller-Handels-Beziehung und eine Darstellung der strategischen Optionen im Rahmen des vertikalen Marketing des Herstellers. Darauf aufbauend wird das Konzept des Key Account Management ausführlich erläutert. Hierbei wird insbesondere Wert auf die Differenzierung der Ebenen des Key Account Management gelegt.

Kapitel 3 ist den strategischen Zielsetzungen des Key Account Management gewidmet. Es werden die strategischen Ziele zunächst in eine Zielhierarchie überführt und anschließend Marketing-Konzepte zur Erreichung der strategischen Zielsetzungen beschrieben.

Das 4. Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit. In diesem Kapitel werden Controlling-Instrumente aufgezeigt, die die Auswahl der Key Accounts unterstützen, die Rentabilitätsenwicklung der Key Accounts aufzeigen und die Beziehungsqualität des Key Account Management kontrollieren helfen. Ferner werden die Vor- und Nachteile dieser Instrumente dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Problemstellung und Gang der Arbeit 1
2. Begriffliche Grundlagen zum Key Account Management 3
2.1 Historische Entwicklung der Beziehung zwischen Herstellern und Handel in der Konsumgüterbranche 3
2.2 Vertikales Marketing 7
2.3 Key Account Management 14
2.3.1 Die strategische Ebene des Key Account Management 17
2.3.2 Die funktionale Ebene des Key Account Management 18
2.3.3 Die organisatorische Ebene des Key Account Management 20
2.3.3.1 Nicht-institutionalisiertes, funktionales Key Account Management 20
2.3.3.2 Institutionalisiertes Key Account Management 22
2.3.3.2.1 Key Account Management als Stabsfunktion 22
2.3.3.2.2 Key Account Management als Linienfunktion 25
2.3.3.2.3 Key Account Management als Dimension im Rahmen einer Matrixorganisation 26
3. Ziele und Aufgaben des Key Account Management 29
3.1 Erhöhung der Kundenbindung 32
3.1.1 Schaffung von Kundenzufriedenheit 38
3.1.2 Aufbau von Wechselbarrieren 45
3.2 Steigerung der Rentabilität 48
3.2.1 Senkung der Transaktionskosten 50
3.2.2 Steigerung der Erträge 52
3.2.3 Erschließung von Synergiepotentialen 56
4. Controlling-Instrumente zur Unterstützung des Key Account Management 59
4.1 Data-Warehouse als informationstechnologische Voraussetzung des Controlling im Key Account Management 61
4.2 Instrumente zur Auswahl und Wirtschaftlichkeitsanalyse der Key Accounts 72
4.2.1 ABC-Analyse 73
4.2.2 Kundenportfolio-Analysen 77
4.2.2.1 Kundenattraktivität-relative Lieferposition-Portfolio 79
4.2.2.2 Kundenattraktivität-eigene Wettbewerbsposition-Portfolio 82
4.2.2.3 Kundenportfolio-Analysen im tabellarischem Überblick 87
4.2.3 Kundendeckungsbeitragsrechnung 88
4.2.4 Kundendeckungsbeitragsflußrechnung 93
4.2.5 Kundenbezogene Prozeßkostenrechnung 98
4.2.6 Kundenlebenszyklusanalyse 112
4.2.6.1 Kundenstrukturanalyse 119
4.2.6.2 Customer Lifetime Value-Konzept 121
4.3 Controlling-Instrumente zur Überprüfung der Beziehungsqualität zu den Key Accounts 123
4.3.1 Messung der Kundenzufriedenheit 124
4.3.1.1 Methode der kritischen Ereignisse 127
4.3.1.2 Multiattributive, merkmalsorientierte Methode 131
4.3.2 Messung der Kundenbindung 135
5. Schlußbetrachtung 139
Quellenverzeichnis 141

Automatisiert erstellter Textauszug:

sen- und vorsystemgestützte Systematik zur Verbesserung der Entscheidungsqualität auf allen Führungsstufen der Unternehmung“206. Ziel des Controlling im Rahmen des Key Account Management ist es deshalb, dem Key Account Manager „bei allen Entscheidungen, die eine optimale Kundenbetreuung und –pflege betreffen, durch Bereitstellung entscheidungsrelevanter Führungsinformationen zu unterstützen“207. Die Besonderheit des Controlling liegt hierbei darin, daß das Controlling es mit einer Vielzahl von nicht-monetären, qualitativen Daten bzw. Zielgrößen zu tun hat. Es besteht darüber hinaus die Notwendigkeit zur Kombination von Daten des Rechnungswesens und der Warenwirtschaft mit Marktforschungsinformationen208. Die Informationen der internen Datenquellen reichen im Key Account Management nicht mehr aus, sondern müssen mit Marktforschungsinformationen angereicht werden, die entweder extern beschafft oder selbst eruiert werden müssen. Diese gesammelten Informationen sind kundenbezogen darzustellen. Auf dieser kundenindividuellen Datenbasis hat das Controlling Instrumente bereitzustellen, die eine adäquate Allokation der Ressourcen des Key Account Management erreichen helfen. Dem Key Account Manager müssen hierzu die Möglichkeiten geschaffen werden, die Key Accounts des Unternehmens zu identifizieren und ihre Umsatz- und Rentabilitätsentwicklungen zu kontrollieren, um die ökonomischen Erfolge des Key Account Management zu dokumentieren und bei fehlendem Erfolg auch Anpassungen im Key Account-„Portefeuille“ vorzunehmen. Desweiteren müssen die nicht-monetären, qualitativen Zielgrößen, d.h. die Kundenzufriedenheit und die Kundenbindung, operationalisiert und stetig überprüft werden. Diese Kontrolle ist besonders wichtig, da eine Steigerung der Kontakthäufigkeit [...]

Damit der Key Account Manager in der Lage ist, die Ziele, die im vorangegangenen Kapitel ausführlich beschrieben worden sind, zu realisieren, soll das Controlling ihm Instrumente zur Verfügung stellen, die die Zielerreichung unterstützen und kontrollieren helfen. Um ein einheitliches Verständnis des Controlling und der besonderen Herausforderungen des Controlling im Rahmen des Key Account Management zu gewährleisten, sollen kurze Ausführungen zu diesen beiden Themen dem Kapitel vorangestellt werden. Seit der Einführung des Controlling-Konzeptes in der deutschen Literatur zu Beginn der fünfziger Jahre ist der Begriff des Controlling kontinuierlichen Veränderungen unterlegen202. „Zunächst wurde er lediglich im Sinne von Kontrolle verstanden, was zwangsläufig eine vergangenheitsbezogene Sichtweise des Controlling“203 implizierte. Das Controlling entwickelte sich jedoch immer mehr von der buchhaltungsorientierten ex-post Analyse „zum zukunfts- und aktionsorientierten Controlling, das heute mit Informationsversorgungs-, Budgetierungs-, Planungs- und Koordinationsaufgaben befaßt ist und primär als Führungsunterstützungsfunktion“204 in die Unternehmensführung und dezentral in die Funktionsbereiche eingebunden ist205. Laut Reichmann ist Controlling „die zielbezogene Unterstützung von Führungsaufgaben, die der systemgestützten Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung zur Planerstellung, Koordination und Kontrolle dient; es ist eine rechnungswe- [...]

Handel. Die beiden Kooperationspartner untersuchen hierzu ihre Wertschöpfungsketten und stimmen sich hinsichtlich gleichartigen Wertaktivitäten ab200. Das bedeutet, daß diese gleichartige Wertaktivität entweder gemeinsam durchgeführt wird oder der Partner die Wertaktivität übernimmt, der Kernkompetenzen in diesem Bereich besitzt. Im Rahmen des vertikalen Marketing lassen sich Synergiepotentiale vor allem in der Forschung & Entwicklung, in der Logistik und im Absatz realisieren. In der Forschung & Entwicklung können durch die Integration der endverbraucherorientierten Marktforschungsaktivitäten Größenvorteile, d.h. economies of scale, realisiert werden. Die Bündelung des Hersteller- und Handels-Know-how erschließt zusätzlich Innovationspotentiale, die zu einer Verringerung der Forschungs- und Entwicklungskosten und sogenannten „simultaneous-engineering“ Zeitgewinnen führen, die im zunehmenden Zeitwettbewerb an Bedeutung gewinnen201. Die Integration der Warenwirtschafts- und Kommunikationssysteme bringt in der Logistik Synergievorteile. Das Just-in-time-Konzept und die Übernahme der Regalbetreuung durch die Hersteller verringert auf der einen Hand die Lagerkosten und erhöht auf der anderen Hand die Versorgungssicherheit. Automatisierte Bestellsysteme und der elektronische Datenaustausch mindern des weiteren die Auftragsbearbeitungskosten und die damit verbundenen Fehlerkosten, die durch Medienbrüche früher entstanden sind. Die Vermarktung und die Absatzförderung der Produkte kann durch das Key Account Management des Herstellers wahrgenommen werden. Die Hersteller besitzen häufig ausgeprägtes Know-how in den Bereichen Werbung und Verkaufsförderung, das auch dem Handel Vorteile bringen kann. Der Hersteller kann mit dem Handel zusammen die Endverbraucherwerbung des Handels gestalten und Verkaufsförde- [...]

Arbeit zitieren:
Knuff, Marc August 1999: Unterstützungsmöglichkeiten des Key Account Management durch das Controlling am Beispiel der Konsumgüterbranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenbindung, Marketing, Controlling, Kundenzufriedenheit, Key Account Management

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