Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Unterstützung organisationalen Lernens durch ein Workflow-Managementsystem

Unterstützung organisationalen Lernens durch ein Workflow-Managementsystem
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rafael Ortmann
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 115 Seiten
  • Dateigröße: 722,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6204-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6204-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6204-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ortmann, Rafael März 2002: Unterstützung organisationalen Lernens durch ein Workflow-Managementsystem, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: workflow, organisation, wissensmanagement, ergonomie, reorganisation

Diplomarbeit von Rafael Ortmann

Zusammenfassung:

Lernfähigkeit einer Unternehmung gehört angesichts einer hohen Umweltdynamik zu einer maßgeblichen Qualität, die dazu befähigt, durch Verhaltensumstellungen auf veränderte Bedingungen reagieren zu können. Das organisationale Lernen beruht dabei auf einem kontinuierlichen Prozess der Bündelung und Weiterentwicklung von Wissensbeständen, Meinungen, Vorstellungen und Ideen der Organisationsmitglieder, welcher durch die Anwendung geeigneter Organisationsformen, Methoden und Werkzeuge unterstützt werden kann.

Ausgehend von der Notwendigkeit organisationalen Lernens besteht das Ziel der vorliegenden Arbeit darin, zu untersuchen, inwieweit ein Workflow-Managementsystem durch seine spezifischen Funktionen als wirkungsvolles Instrument zur Unterstützung organisationalen Lernens herangezogen werden kann. Mit Blick auf andere Technologien, die zu diesem Zweck Einsatz finden, wird auch dessen Einordnung in die Gesamtheit technischer Lösungsmöglichkeiten veranschaulicht.

Vor dem Hintergrund eines Pilotprojekts, durchgeführt beim Deutschen Entwicklungsdienst, wird ein umfassendes Konzept zur Einführung von Workflow-Management in der Organisation vorgestellt. In dem Zusammenhang werden sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen in ihrem Bedeutungsgehalt vorgestellt und deren Umsetzung veranschaulicht. Durch Orientierung an den Bedürfnissen der Systemanwender ruht ein besonderer Fokus auf der Benutzerakzeptanz. Dazu werden entsprechende Gestaltungsempfehlungen bei der Projektumsetzung anhand ergonomischer Kriterien aufgezeigt.

Anhand dieser Schwerpunktlegung soll neben der Klärung des funktionellen Unterstützungspotentials eines Workflow-Managementsystems für das Lernen in der Organisation auch der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich dahingehend zusätzliche Nutzeffekte durch Berücksichtigung ergonomischer Prinzipien ableiten lassen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 Ausgangslage und Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 2
1.3 Gang der Untersuchung 2
2. DARSTELLUNG DES DEUTSCHEN ENTWICKLUNGSDIENSTES 3
3. GRUNDLAGEN ORGANISATIONALEN LERNENS 4
3.1 Organisationsbegriff dieser Arbeit 4
3.2 Organisation und Wissen 6
3.2.1 Grundzüge individuellen Wissens 6
3.2.2 Wissen im sozialen Kontext 7
3.2.3 Wissensmanagement 9
3.3 Organisationales Lernen 11
3.3.1 Dimensionen organisationalen Lernens 12
3.3.2 Organisationsentwicklung 14
4. TECHNOLOGIEN ZUR UNTERSTÜTZUNG KOOPERATIVER ARBEITSPROZESSE 18
4.1 Strukturierung kooperativer Arbeit 18
4.2 Computer Supported Cooperative Work 21
4.2.1 Workflow als Modellierungskonstrukt 22
4.2.2 Workflow-Management 23
4.2.3 Workgroup-Computing 25
4.2.4 Verknüpfung von Aufgaben, Prozessen und Workflows 27
4.3 Vorstellung des eingesetzten Workflow-Managementsystems 28
5. EINFÜHRUNG EINES WORKFLOW-MANAGEMENTSYSTEMS 30
5.1 Reorganisationskonzepte 30
5.2 Theoretische Vorbemerkungen 32
5.2.1 Modellbegriff 32
5.2.2 Sichtenkonzept 34
5.2.3 Vorgehensmodell 36
5.3 Projektumsetzung am Beispiel des DED 38
5.3.1 Erhebung der Ist-Situation 39
5.3.2 Analyse und Gestaltung des Veränderungsbereichs 39
5.3.3 Workflow-Modellierung und -Spezifikation 42
5.3.4 System-Implementierung 46
6. ERGONOMISCHE GESTALTUNG IN DER ORGANISATION 49
6.1 Einsatzbereiche der Organisationsergonomie 50
6.2 Perspektiven der Technikgestaltung 54
6.2.1 Der funktionalistische Gestaltungsansatz 54
6.2.2 Der soziotechnische Gestaltungsansatz 55
6.2.3 Der human-orientierte Gestaltungsansatz 57
6.3 Beschreibungsansätze kooperativer Arbeitsverrichtung 59
6.3.1 Cognitive Distribution 59
6.3.2 Activity Theory 62
6.4 Ergonomische Anforderungen der Arbeitsorganisation 66
6.4.1 Anforderungsvielfalt und Ganzheitlichkeit 66
6.4.2 Transparenz 67
6.4.3 Autonomie 67
6.4.4 Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten 68
6.4.5 Kooperations- und Kommunikationsförderung 68
6.4.6 Datenschutz und Datensicherheit 69
6.5 Ergonomische Anforderungen an die Gestaltung von Groupware 70
6.5.1 Informationsangemessenheit 70
6.5.2 Transparenz 71
6.5.3 Steuerbarkeit wechselseitiger Beeinflussung 72
6.5.4 Aushandelbarkeit 73
6.5.5 Fehlerrobustheit von Groupware 74
6.5.6 Normkonformität 75
7. ORGANISATIONALES LERNEN MIT TECHNOLOGISCHER UNTERSTÜTZUNG 76
7.1 Technische Anforderungen der Wissensverarbeitung 76
7.2 Der OMIS-Ansatz 79
7.2.1 Konzeptionelle Grundlagen 80
7.2.2 Technologien 80
7.3 Organisationales Lernen mit einem Workflow-Managementsystem 84
7.3.1 Unterstützung der Wissensverarbeitung 84
7.3.2 Unterstützung von Lernprozessen 88
7.4 Analyse des eingesetzten Workflow-Managementsystems 92
8. ZUSAMMENFASSUNG 93

Automatisiert erstellter Textauszug:

50 Mensch-Mensch-Funktionsverteilung Diese Betrachtungsebene bezieht sich auf die Verteilung der betrieblichen Aufgaben auf die Akteure, die in der Aufbau- und Ablauforganisation geregelt wird. Des weiteren werden auch die Kommunikationsbeziehungen zwischen den Aufgabenträgern mit einbezogen. Auf dieser Grundlage werden Konzepte der Arbeitsgestaltung entwickelt und eingesetzt:97 • • Job Rotation beschreibt den Tätigkeitswechsel der einzelnen Arbeiter untereinander. Job Enlargement steht für eine Vergrößerung des Tätigkeitsumfangs durch Zusammenfügung mehrerer gleichartiger oder ähnlicher Aufgaben. • Job Enrichment ist eine Erweiterungsmaßnahme der Arbeitsinhalte durch Integration verschiedenartiger Arbeitselemente oder -funktionen, etwa durch Planungs- und Kontrollaufgaben. • Bei (teil-) autonomen bzw. selbststeuernden Arbeitsgruppen werden Aufgaben nicht den einzelnen Personen, sondern der Gruppe zugeteilt. Die Arbeitsverteilung und -kontrolle bleibt der Gruppe vorbehalten.98 Die Festlegung auf eine Alternative erfolgt aufgrund der individuellen Problemstellung und macht eine Untersuchung der Rahmenbedingungen mit Blick auf die Bedürfnisse der Akteure notwendig. Gestaltung der Arbeitsprozesse Empfehlungen, die aus dieser Perspektive abgeleitet werden, beruhen auf Analyseergebnissen der Ablauforganisation mit ihrer raum-zeitlichen Differenzierung von Arbeitsprozessen. So wird bei stellenübergreifenden Arbeitsprozessen besonders die Qualität der Kooperations- und Kommunikationswerkzeuge in Augenschein genommen, welche sich zum Beispiel in räumlichen und zeitlichen Asynchronisationspotentialen äußert. Dadurch ergeben sich die Handlungsspielräume der Prozessbearbeiter hinsichtlich ihrer Arbeitsgewohnheiten. Bei stellenbezogenen Arbeitsprozessen wird Autonomie in Bezug auf Entscheidungsfreiheit [...]

Im Rahmen der Einführung eines WfMS tritt für die betroffenen Akteure sowohl eine Veränderung der Arbeitsorganisation als auch eine Veränderung der Arbeitsmittel gleichermaßen ein.95 Unter Einbeziehung der festgelegten Projektziele werden Aufbau- und Ablauforganisation restrukturiert. Zur Bewältigung der Aufgaben stehen neue Werkzeuge zur Verfügung, die Arbeitsinhalt und -ergebnis prägen. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist vom Verhalten der Aufgabenträger mit ihren individuellen Voraussetzungen, Perspektiven und Zielen, abhängig.96 Einen wesentlichen Faktor verkörpert in dem Zusammenhang deren psychisches und physisches Wohlbefinden, welches zu erreichen das Anliegen der ergonomischen Gestaltung darstellt. Nach einer Schilderung der Einsatzbereiche ergonomischer Gestaltung in der Organisation, werden Konzepte der Technikentwicklung und deren Verständnis von der Funktion des Menschen in diesem Prozess differenziert. Beschreibungsansätze kooperativer Arbeit bilden anschließend die Grundlage für konkrete ergonomische Gestaltungshinweise im Hinblick auf die Organisation der Arbeit und die Nutzung von Groupware im betrieblichen Kontext. [...]

47 Aspekte die sich auf diesen Punkt beziehen, werden auf der folgenden Ebene erörtert. Benutzerebene Einen wichtigen Erfolgsfaktor im Zusammenhang mit der Nutzung des WfMS repräsentiert die Benutzerakzeptanz. Um einer Ablehnung des Systems vorzubeugen, sind die Belange der Benutzer schon während der Modellierung zu Erfassen und im Dialog mit den Entwicklern zu erörtern. Durch aktive Beteiligung an der Systemgestaltung können die verfügbaren Funktionalitäten an den Arbeitskontext und die individuellen Bedürfnisse der Bearbeiter angepasst werden. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass Arbeitsverhältnisse geschaffen werden, in denen sich die Mitarbeiter wohl fühlen, geeignete Hinweise bieten in dem Zusammenhang ergonomische Richtlinien. Deren Kriterien umfassen alle wesentlichen Facetten der Arbeit, so zum Beispiel die Arbeitsinhalte, die Hardware und die Anwendungen. Voraussetzung für einen effektiven Einsatz der eingeführten Software, bildet die Kenntnis über deren Nutzungsmöglichkeiten. Die dazu erforderliche Qualifikation kann anhand von Schulungsmaßnahmen vermittelt werden. Deren Inhalte sind dabei möglichst auf den Arbeitskontext zu beziehen, wodurch zusätzliche Lernmotivation erreicht werden kann. Bei den ersten „Gehversuchen“ im Produktivbetrieb des Systems kann ein ansprechbarer Coach die Mitarbeiter begleitend unterstützen und somit möglichen Frustrationseffekten vorbeugen. Die Einführung neuer Technologien geht häufig mit Reorganisation von Geschäftsprozessen einher, die anhand entsprechender Managementparadigmen etwa durch Kunden-, Team-, Prozessorientierung oder kontinuierliches Lernen realisiert wird.92 Um den Erfolg dieser Maßnahmen zu gewährleisten, muss auch die Unternehmenskultur an den angewandten Konzepten ausgerichtet werden. Das kann zum Beispiel durch angemessenes Führungsverhalten erfolgen, indem Benutzern Handlungsspielräume offengelegt oder die Verhaltensprinzipien beispielhaft vorgelebt werden.93 [...]

Arbeit zitieren:
Ortmann, Rafael März 2002: Unterstützung organisationalen Lernens durch ein Workflow-Managementsystem, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
workflow, organisation, wissensmanagement, ergonomie, reorganisation

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren