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Unterstützung von Planungsprozessen mit SAP BW-BPS

Kritische Analyse ausgewählter Planungsverfahren und ihrer Charakteristika unter Betrachtung der Umsetzungsmöglichkeiten in einem Management Informationssystem am Beispiel von SAP BW-BPS

Unterstützung von Planungsprozessen mit SAP BW-BPS
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dominik Dubber
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 4,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8794-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8794-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8794-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dubber, Dominik April 2005: Unterstützung von Planungsprozessen mit SAP BW-BPS, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmensplanung, Gegenstromverfahren, Unternehmenssteuerung, Controlling, SAP Business Warehouse, SAP SEM

Diplomarbeit von Dominik Dubber

Einleitung:

Grundsätzliches Ziel dieser Arbeit ist es, kritisch zu hinterfragen, in wie weit computergestützte Führungsinformationssysteme bzw. ein spezielles Softwareprodukt in der Lage sind, den Ablauf des Planungsprozesses abzubilden und effizienter zu gestalten. Außerdem wird versucht, die Mängel einer softwaremäßigen Unterstützung festzustellen und zu erläutern.

Einen Schwerpunkt bilden die Ausführungen zum Planungsprozess, seiner Strukturierung und Formen seiner Koordination. Es wird herausgearbeitet, wie geplant wird, welche spezifischen Gegebenheiten in der Praxis dabei zu berücksichtigen und wo wesentliche Ansatzpunkte zur Verbesserung zu sehen sind. Mit Hilfe einer graphischen Darstellung sollen die Teilkomponenten des Gegenstromverfahrens festgestellt werden, um daraus die Anforderungen an Planungsprozesse zu erstellen, denen der Leistungsumfang einer Software zu entsprechen hat.

Gang der Untersuchung:

Der Zielsetzung folgend wird zunächst das Themengebiet der Planung näher beleuchtet. Hierzu wird der Begriff Planung definiert und abgegrenzt. Die Aufgaben und Funktionen der Planung wie auch die Anforderungen, die sie zu erfüllen hat, werden dargestellt, um sich anschließend einer ausführlichen Betrachtung des Planungsprozesses zu widmen. Strukturiert wird dieser nach sachlogischen und zeitlichen Aspekten sowie danach, auf welcher inhaltlichen Stufe und nach welcher Form der Koordination er durchgeführt wird. Verschiedenste Gesichtspunkte und Eigenschaften der Planung werden anhand dieser Systematisierung erläutert. Mögliche Planungsverfahren als Form der Koordination werden beschrieben sowie deren Vor- und Nachteile geschildert. Ein idealtypischer Ablauf nach dem Gegenstromverfahren wird vorgeführt und modellartig aufbereitet, um die für die Umsetzung in die Praxis notwendigen Teilprozesse festzustellen.

Wie beinahe jeder andere Prozess der Unternehmenssteuerung auch vollzieht sich Planung in der heutigen Zeit vielfach mit Unterstützung elektronischer Datenverarbeitungssysteme. Ein kurzer historischer Abriss soll helfen, die Entwicklung moderner Führungsinformationssysteme nachzuvollziehen. Als ein elementarer Bestandteil solcher Systeme wird das Konzept des Data Warehouse mit den damit eng verbundenen Technologien in seinen Grundzügen vorgestellt. Im Anschluss wird auf die Unterschiede zwischen verschiedenen DV-technischen Hilfsmitteln der Planung eingegangen. Anhand spezifischer Anforderungsmerkmale lassen sich Softwarelösungen kategorisieren und vergleichen. Beispiele werden exemplarisch zugeordnet.

Als ein Beispiel spezieller Planungstools kann ein Softwareprodukt des drittgrößten unabhängigen Softwareherstellers, namentlich die SAP AG, dienen. Das neu strukturierte SAP Business Warehouse Business Planning and Simulation (BW-BPS) wird in seinen grundlegenden Funktionen beschrieben. Am ausgewählten Gegenstromverfahren soll überprüft werden, in wie weit es möglich ist, die Anforderungen und Teilprozesse des Gegenstromverfahrens mit den vom Softwareprodukt zur Verfügung gestellten Funktionen und Modulen abzubilden und zu realisieren. Lösungswege zur Umsetzung und zur Behebung von möglichen Inkonsistenzen werden mittels „Screen Shots“ aufgezeigt. Abschließend findet eine kritische Würdigung von SAP BW-BPS unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Anwendung und der fachlichen Voraussetzungen des Endanwenders statt.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse und ein Ausblick auf mögliche vertiefende Themenschwerpunkte schließen die Arbeit ab.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Fragestellung und Ziel der Untersuchung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Grundlagen der Planung 5
2.1 Begriffsbestimmung 5
2.2 Funktionen der Planung 9
2.3 Grundsätze der Planung 12
2.4 Prozess der Planung 13
2.4.1 Sachlogische Strukturierung 14
2.4.2 Zeitliche Strukturierung 16
2.4.3 Inhaltliche Strukturierung 20
2.4.4 Form der Koordination 23
2.4.4.1 Top-Down Planung 25
2.4.4.2 Bottom-Up Planung 26
2.4.4.3 Gegenstromverfahren 27
3. Grundlagen der softwaregestützten Unternehmenssteuerung 30
3.1 Informationssysteme 30
3.2 Business Intelligence 33
3.3 Data Warehouse Konzept 35
3.4 Softwaregestützte Planungswerkzeuge 38
3.4.1 Merkmale spezieller Planungssoftware 38
3.4.2 Planung mit Standardwerkzeugen 40
3.4.3 Planung mit Planungsplattformen 42
4. Planung mit einer Planungsplattform am Beispiel von SAP BW-BPS 44
4.1 Grundlegendes zu SAP BW-BPS 44
4.2 SAP Business Information Warehouse 45
4.2.1 Dreischichten-Modell 46
4.2.2 InfoObjekte 47
4.2.3 InfoProvider 48
4.3 Realisierung und Abbildung des Gegenstromverfahrens in BW-BPS 49
4.3.1 Problemabgrenzung 50
4.3.2 Fachliche Anforderungen des Gegenstromverfahrens 50
4.3.2.1 Anforderungen an die Dateneingabe 51
4.3.2.2 Anforderungen an die Datenausgabe 52
4.3.2.3 Anforderungen an das Berechtigungskonzept 52
4.3.2.4 Anforderungen an das Prozessmanagement 53
4.3.3 Umsetzung der Anforderungen mit SAP BW-BPS 54
4.3.3.1 Umsetzung der Dateneingabe 54
4.3.3.2 Umsetzung der Datenausgabe 57
4.3.3.3 Umsetzung des Berechtigungskonzeptes 58
4.3.3.4 Umsetzung des Prozessmanagements 59
4.3.3.5 Umsetzung der Überprüfung des Mechanismus zur Aufrechterhaltung der Konsistenz von Planungsdaten 63
4.4 Kritische Reflexion unter besonderer Berücksichtigung von Praktikabilität und Benutzerfreundlichkeit 64
5. Fazit und Ausblick 67
Literaturverzeichnis 68
Anhang 72

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Informationen und Daten für die oben genannten Management Informationssysteme werden in der Regel nicht separat erfasst, sondern aus vorgelagerten Administrations-, Dispositions- oder Abrechnungssystemen übernommen. Es folgt eine empfängerspezifische Aufbereitung und Auswertung. Heterogene Systemlandschaften mit einer Vielzahl von Datenbanken, die für die unterschiedlichsten Aufgaben entwickelt wurden, führen zwangsläufig dazu, dass entscheidungsrelevante Daten über das gesamte Unternehmen verstreut sind. Beispielsweise können Daten von einem Kunden in zwei verschiedenen Datenbanken abgespeichert sein, was unvollständige Datenbestände zur Folge hat bzw. andernorts verfügbare Daten ungenutzt bleiben. Zur Lösung dieses Problems trägt das Data Warehouse Konzept bei. Bereits 1988 wurde dieser Ansatz vorgestellt, der von INMON 1990 wie folgt definiert wurde: „A data warehouse is a subject-oriented, integrated, nonvolatile, and time-variant collection of data in support of management’s decisions. The data warehouse contains granular corporate data.”77 Subjektorientierung impliziert, dass die im Data Warehouse gehaltenen Daten zur Ver74 75 [...]

In der Literatur findet sich keine klar abgegrenzte und allgemein anerkannte Definition des Begriffes Business Intelligence. Unter BI wird eine Vielzahl unterschiedlicher Ansätze zur Analyse von Geschäftsprozessen und von relevanten Wirkungszusammenhängen zusammengefasst. Hierunter sind alle Werkzeuge und Anwendungen mit entscheidungsunterstützendem Charakter zu verstehen, welche das eigene Geschäft und die verborgenen Mechanismen der relevanten Wirkungsketten systematisch und strukturiert offen legen.72 Um sich dem Begriff anzunähern, wird eine Einordnung in drei verschiedene Verständniskategorien zum BI vorgenommen: ein enges, ein analyseorientiertes und ein weites BI-Verständnis (siehe Abbildung 8). Zur engen Auslegung gehören zum einen MIS bzw. EIS und zum anderen die Softwaretechnologie des Online Analytical Processing (OLAP). OLAP ermöglicht dem Anwender schnelle, interaktive und vielfältige Zugriffe auf relevante und konsistente Informationen aus einem multidimensionalen Datenbestand. Zur Veranschaulichung der Multidimensionalität der Datenbasis wird diese oft als dreidimensionaler Datenwürfel oder „Cube“ abgebildet. Der Zugriff erfolgt dabei nicht auf Speicherkomponenten der opera- [...]

die Entscheider relevante Informationen. Dies wird mit Hilfe des Data Warehousing erreicht. BIS können folglich als erweiterte MIS angesehen werden. Werden dem BIS die Komponenten „Expertenwissen“ und „konkrete Handlungsempfehlungen“ kombiniert mit einer Abschätzung ihrer Erfolgswahrscheinlichkeiten hinzugefügt, kann man von einem Decision Intelligence System (DIS) sprechen.71 Die historische Entwicklung vom MIS zum DIS wird in Abhängigkeit des Nutzungsgrades von Wissen zusammenfassend in Abbildung 7 dargestellt. DIS werden in der Zukunft eine große Rolle spielen. Aktuell befinden sich die Umsetzungsmöglichkeiten der Unterstützung von Entscheidungsprozessen und demnach auch Planungsprozessen auf dem Niveau von BIS. Daher soll im Folgenden grundlegend auf den Begriff der BI und des damit einhergehenden Data Warehouse Konzeptes eingegangen werden, ohne dabei vertiefend etwaige Problematiken darzulegen. [...]

Arbeit zitieren:
Dubber, Dominik April 2005: Unterstützung von Planungsprozessen mit SAP BW-BPS, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmensplanung, Gegenstromverfahren, Unternehmenssteuerung, Controlling, SAP Business Warehouse, SAP SEM

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