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Unterstützung von Aus- und Weiterbildung durch Informations- und Kommunikationstechnologien

Unterstützung von Aus- und Weiterbildung durch Informations- und Kommunikationstechnologien
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Finke
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 72 Seiten
  • Dateigröße: 559,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6479-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6479-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6479-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Finke, André November 2002: Unterstützung von Aus- und Weiterbildung durch Informations- und Kommunikationstechnologien, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Learning, Ausbildung, Computerbased Training, Blended Learning, Unternehmen

Diplomarbeit von André Finke

Zusammenfassung:

Gesamtwirtschaftliche Trends führen dazu, dass sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen ständig verändern. Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft, eine Immaterialisierung der Produktion und große Fortschritte in der Technologie führen zu wechselnden Anforderungen. Um im Wettbewerb weiterhin bestehen zu können, gilt es, diese Veränderungen der Umwelt zu antizipieren und durch Anpassungen im Unternehmen zu reagieren. Mitarbeiter stellen in diesem Zusammenhang einen wichtigen Faktor im Leistungserstellungsprozess dar. Auf ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten basiert u.a. der Erfolg der Unternehmen. Im Sinne der Theorie des Resource Based View werden die Mitarbeiter als eigenständige Ressource neben den physischen, finanziellen und organisatorischen Ressourcen eines Unternehmens gesehen. Unterscheiden sich diese von den Wettbewerbern und können diese auch nicht über Märkte beschafft bzw. selbständig entwickelt werden, gehen von ihnen Wettbewerbsvorteile aus. Das beruflich relevante Wissen ist jedoch durch die eingangs angeführten Einflüsse einer schnellen Änderung unterworfen. Mitarbeiter müssen stetig ihr Wissen erweitern, damit sie ihre Aufgaben adäquat erfüllen können. Gerade gelernte Inhalte sind dabei in relativ kurzer Zeit veraltet. Die Notwendigkeit, Mitarbeitern „lebenslanges Lernen“ zu ermöglichen, nimmt in diesem Kontext einen immer größeren Stellenwert ein. Wie aber lässt sich das „lebenslange Lernen“ vor dem Hintergrund zahlreicher Restriktionen in zeitlicher, wirtschaftlicher und personeller Sicht realisieren? Einen möglichen Ansatz zur Lösung dieser Fragestellung können Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) leisten. Diese bilden die technische Basis für Informations- und Kommunikationssysteme in der Wirtschaftsinformatik (IKS). So versteht man unter IKS „soziotechnische Systeme, die menschliche und maschinelle Komponenten (Teilsysteme) als Aufgabenträger umfassen, die voneinander abhängig sind, ineinander greifen und/oder zusammenwirken. Im Vordergrund steht die Unterstützung bei der Erfüllung betrieblicher Aufgaben. Der Begriffsbestandteil ‚Information’ verdeutlicht, dass es primär Zweck dieser Systeme ist, betriebliche Prozesse mit Hilfe von Informationen zu lenken und die Informationsnachfrage von Aufgabenträgern (sei es Mensch oder Maschine) zu befriedigen.“ IuK-Technologien und darauf aufbauende IKS dienen im Sinne dieser Arbeit der Befriedigung der Informationsnachfrage der Mitarbeiter. Sie können einen Beitrag leisten, das Wissen der Mitarbeiter zu erweitern, um Umwelteinflüsse im Unternehmen zu berücksichtigen.

Die vorliegende Arbeit betrachtet Aus- und Weiterbildung aus dem Blickwinkel von Unternehmen. Im Interesse dieser Institutionen ist es von Bedeutung, unternehmensspezifische Lerninhalte zu vermitteln, welche entweder direkt angewendet werden und/oder zukünftige Tätigkeiten im Unternehmen betreffen können. Aus diesem Grund wird die Wissensvermittlung in Hochschulen nur am Rand angesprochen und nur dann, wenn sie in der Form von Kooperationen mit Unternehmen stattfindet.

Mit dieser Diplomarbeit wird das grundlegende Ziel verfolgt, dem Leser das Rüstzeug an die Hand zu geben, IuK-Technologien im Hinblick auf die Unterstützung von Lernprozessen zu betrachten und zu bewerten. Dazu sollen insbesondere Antworten auf die vier folgenden Fragen gegeben werden:

Wie kann das Lernen mit IuK-Technologien (didaktisch) organisiert werden?

Welche technischen Systeme unterstützen das Lernen?

Welche Rahmenfaktoren sind dabei zu beachten?

Was für ein Nutzenpotenzial ergibt sich aus der Anwendung von IuK-Technologien?

Gang der Untersuchung:

Zur Beantwortung dieser Fragen werden zunächst in Kapitel 2 Grundlagen betrieblicher Aus- und Weiterbildung dargestellt. Neben der Definition von wichtigen Begriffen erfolgt in diesem Zusammenhang eine kurze Erläuterung traditioneller Formen betrieblicher Wissensvermittlung sowie die Darstellung möglicher Orte und Ziele von Personalentwicklungsmaßnahmen. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bietet dann Kapitel 3, welches das Lernen mit IuK-Technologien zum Inhalt hat. Nach einem kurzen Grundlagenteil über asynchrone und synchrone Kommunikationstechnologien wird eine Systematisierung entwickelt, die es erlaubt, zwischen Lernformen und Lernsystemen zu unterscheiden. Im Folgenden werden dann diese Lernformen und -systeme vorgestellt. Den Abschluss dieses Kapitels bildet die Vorstellung des Konzeptes des hybriden Lernens. Kapitel 4 ist den Rahmenfaktoren des Lernens mit IuK-Technologien gewidmet. In exemplarischer Weise werden Sacherverhalte herausgegriffen, die Unternehmen bei der Nutzung dieser Technologien beachten müssen. In Kapitel 5 erfolgt dann eine Diskussion des Nutzenpotenzials des Lernens mit IuK-Technologien. In der Literatur viel zitierte Möglichkeiten werden hierbei einer genaueren Betrachtung unterzogen. Abschließend wird in Kapitel 6 ein Fazit gezogen und ein Ausblick auf die Entwicklungstendenzen des Lernens mit IuK-Technologien gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Betriebliche Aus- und Weiterbildung 3
2.1 Grundlegende Begriffe 3
2.1.1 Personalentwicklung: Aus-, Fort- und Weiterbildung 3
2.1.2 Information, Wissen und Lernen 4
2.2 Traditionelle Formen der Aus- und Weiterbildung 5
2.3 Orte der Aus- und Weiterbildung 7
2.4 Ziele von Personalentwicklungsmaßnahmen 8
3. Lernen mit Informations- und Kommunikationstechnologien 10
3.1 Grundlagen des Lernens mit Informations- und Kommunikationstechnologien 10
3.1.1 Basistechnologien: Informations- und Kommunikationstechnologien 10
3.1.2 Die Begriffsvielfalt im Kontext des Lernens mit Informations- und Kommunikationstechnologien 14
3.2 Der Versuch einer Systematisierung: Lernformen, Basistechnologien und Lernsysteme 16
3.3 Unterstützungsfunktion der Informations- und Kommunikationstechnologien: Computerunterstützter Unterricht 18
3.4 Lernen mit Informations- und Kommunikationstechnologien 19
3.4.1 Teleteaching 19
3.4.2 Teletutoring 20
3.4.3 Virtuelle Seminare 22
3.4.4 Telekooperation 23
3.4.5 Learning on Demand 25
3.5 Systeme des Lernens mit Informations- und Kommunikationstechnologien 26
3.5.1 Computer Based Training 26
3.5.2 Web Based Training 31
3.5.3 Computer Supported Cooperative Learning 32
3.5.4 Lernportale 34
3.6 Hybride Lernformen 36
4. Rahmenfaktoren des Lernens mit Informations- und Kommunikationstechnologien 38
4.1 Organisatorische Faktoren 38
4.2 Technische Faktoren 39
4.3 Rechtliche Faktoren 42
4.4 Personelle Faktoren 45
4.5 Wirtschaftliche Faktoren 46
4.6 Pädagogisch-Didaktische Faktoren 49
5. Nutzenpotenziale des Lernens mit Informations- und Kommunikationstechnologien 51
6. Fazit und Ausblick 57
Literaturverzeichnis IV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Lernende steuert selbständig die Abfolge der Dialogschritte. Durch Verweise (so genannte Links) kann er selbständig das Informationsnetzwerk nach ihn interessierenden Inhalten durchsuchen. Im Vordergrund steht dabei die aktive Informationssuche durch den Anwender. Im engeren Sinn würde man daher Hypermedia-Systeme nicht zu den Lernsystemen zählen.131 Nach Euler kann „die Hypermediakonzeption als Sonderform eines hochgradig lernergesteuerten Tutorials verstanden werden, sie kann aber auch als eine Informationsbank angesehen werden, die für Lernzwecke aufgebaut wurde.“132 Die Ansicht, Hypermedia-Systeme auch unter dem Aspekt eines Lernsystems zu betrachten, wird auch in dieser Arbeit vertreten. Während das CBT dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Verbindung zu anderen Rechnern über ein Netzwerk grundsätzlich nicht nötig ist, stellt dieses beim WBT ein wichtiges charakteristisches Merkmal dar, wie im Folgenden ausgeführt wird. [...]

Neben diesen Formen beschreibt Bodendorf das Konzept der Mikrowelt. Hierunter wird ein Computermodell verstanden, welches einen Gegenstandsbereich eng umgrenzt und dazu beiträgt, diesen Bereich interaktiv zu erforschen. Somit wird versucht, „mit Mikrowelten dem freien entdeckenden Lernen in einem künstlichen Abbild der Wirklichkeit noch einen Schritt näher zu kommen“.127 Durch die Beobachtung der Reaktionen der Mikrowelt auf die Manipulationen des Anwenders kann dieser Zusammenhänge der Realität kennen lernen.128 Neben diesen Formen von Lernsystemen dürfen auch die so genannten HypermediaSysteme nicht außer Acht gelassen werden. Der Begriff stellt dabei eine Verschmelzung von Hypertext und Multimedia dar, wobei unter letzterem Grafiken, Animationen sowie Audio- und Videosequenzen zu verstehen sind. Heute spricht man jedoch überwiegend von Hypertext-Systemen und meint damit eigentlich Hypermedia.129 Hypertext lässt sich dabei durch vier Aspekte charakterisieren:130 Hypertext ist ein Netzwerk aus Knoten, die Informationen enthalten Hypertext lässt sich mit Hilfe eines Computer darstellen Auf Informationseinheiten wird interaktiv durch den Benutzer zugegriffen Durch Hypertext wird eine lernergesteuerte Interaktion ermöglicht [...]

Bei der Realisierung von ITS werden dabei häufig Methoden und Techniken der Künstlichen Intelligenz eingesetzt. Der Entwicklungsaufwand ist sehr hoch und erfordert hochspezialisierte Fachkenntnisse. Unter Verwendung von Wissenrepräsentationstechniken und –sprachen werden wissensbasierte Systeme entwickelt, welche reale Lernszenarien durch Modelle abbilden. Unterschieden werden in diesem Zusammenhang das Kommunikationsmodell, das Stoffmodell, das Lernermodell sowie die Beschreibung von Lehrstrategien.123 Mit simulationsbasierten Systemen wird der Versuch unternommen, reale Vorgänge und Abläufe durch Modelle auf dem Computer nachzubilden. Diese Modelle stellen einen Ausschnitt der Realität dar, an denen durch die Veränderung verschiedener Parameter experimentiert werden kann. Ein wichtiges charakteristisches Merkmal ist dabei die Verringerung der Komplexität der Realität. Im Gegensatz zu tutoriellen Systemen kann so entdeckend durch die Variation verschiedener Parameter gelernt und bereits erworbenes Wissen am Modell ausprobiert werden. Darüber hinaus ist die Ablaufstruktur der Programme nicht fest vorgegeben und Feedback-Funktionen sind i.d.R. nicht vorgesehen, wie es bei tutoriellen Programmen der Fall ist.124 [...]

Arbeit zitieren:
Finke, André November 2002: Unterstützung von Aus- und Weiterbildung durch Informations- und Kommunikationstechnologien, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Learning, Ausbildung, Computerbased Training, Blended Learning, Unternehmen

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