Unternehmensübergreifende Teams als kundenorientierte Organisationsform
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefanie Hassel
- Abgabedatum: März 2000
- Umfang: 85 Seiten
- Dateigröße: 581,4 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2516-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2516-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2516-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hassel, Stefanie März 2000: Unternehmensübergreifende Teams als kundenorientierte Organisationsform, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketingorganisation, Organisation, Unternehmenskooperation, Kundenorientierung, Teamorganisation
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Diplomarbeit von Stefanie Hassel
Einleitung:
Die aktuelle Situation in vielen großen Unternehmen ist durch einen massiven Wandel der Organisations- und Managementstrukturen geprägt. Dezentrale teamorientierte Organisationsformen ersetzen vielfach traditionelle hierarchische und bürokratische Organisationen. Zusätzlich ersetzen langfristige strategische Partnerschaften oder lose Kooperationsformen zwischen Unternehmen mehr und mehr marktliche Einzeltransaktionen. Dies führt zu völlig neuen und flexiblen Möglichkeiten der Verteilung unternehmerischer Aktivitäten zwischen Unternehmen. Die eigentlichen Grenzen des Unternehmens verschwimmen.
Diese sehr weitgehenden Umorientierungen des Organisations- und Managementverständnisses haben eines gemeinsam: den Versuch die Organisation von einer Innenorientierung stärker auf eine Außenorientierung zum Kunden und zum Markt auszurichten. Selten jedoch wird dabei explizit verdeutlicht, wie eine solch flexible Zusammenarbeit zwischen Partnern organisatorisch umgesetzt werden kann bzw. sollte, damit sie tatsächlich zu einer erhöhten Kundenorientierung (KO) der Unternehmen beitragen kann.
In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern durch eine unternehmensübergreifende (uü.) Teambildung, also eine intensive, persönliche Zusammenarbeit einzelner Mitarbeiter im Rahmen von Unternehmenskooperationen, das Ziel einer erhöhten KO erreicht werden kann.
Gang der Untersuchung:
Hierzu wird zunächst geklärt was unter dem Begriff KO überhaupt verstanden wird und welche Implikationen dies für die Unternehmensführung hat. Daran anschließend werden die aktuell vorherrschenden Formen der Marketingorganisation vorgestellt, da dies der Bereich ist, dem traditionell die Aufgabe einer organisatorischen Realisierung der KO zugeordnet wird. In diesem Abschnitt wird bereits auf die Möglichkeit der uü. Zusammenarbeit bei der Erfüllung von Marketingaufgaben hingewiesen, wobei sich jedoch die derzeit vorherrschenden marketingorganisatorischen Strukturen noch verstärkt auf unternehmensinterne Bereiche beziehen.
Im 3. Abschnitt werden uü. Teams mit ihren konkreten Gestaltungsoptionen als Organisationsform vorgestellt.
Anschließend wird im 4. Abschnitt analysiert, inwiefern KO allgemein ein Ziel organisatorischer Gestaltung sein kann und in welchem Maße uü. Teams zur Erreichung dieses Gestaltungsziels beitragen.
Im letzten Abschnitt wird auf Basis der einzelnen zuvor erläuterten Gestaltungsoptionen uü. Teams untersucht, wie diese konkret ausgeprägt sein sollten, um zur KO beizutragen. Fallbeispiele aus verschiedenen Branchen verdeutlichen abschließend die situative Abhängigkeit einer kundenorientierten Gestaltung uü. Teams.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Gang der Arbeit | 1 |
| 2. | Konzeptionelle Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Aspekte einer kundenorientierten Unternehmensführung | 2 |
| 2.1.1 | Der Begriff der Kundenorientierung | 2 |
| 2.1.2 | Interne und externe Kundenorientierung | 3 |
| 2.1.3 | Aufgaben einer kundenorientierten Unternehmensführung | 4 |
| 2.1.4 | Kundenorientierung als Erfolgsfaktor | 6 |
| 2.2 | Grundlagen und Formen der Marketingorganisation | 7 |
| 2.2.1 | Aufgabenanalyse und -synthese als Grundlage organisatorischer Gestaltung | 7 |
| 2.2.2 | Gegenstand und Aufgaben des Marketing | 8 |
| 2.2.3 | Gliederungsprinzipien der Aufgabenanalyse und deren traditionelle Umsetzung in der internen Marketingorganisation | 8 |
| 2.2.4 | Unternehmenskooperationen als Gestaltungsanlässe der externen Marketingorganisation | 9 |
| 2.2.5 | Organisatorische Instrumente eines unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Schnittstellenmanagements | 12 |
| 2.2.5.1 | Organisatorische Umsetzung durch unipersonelle Strukturen | 12 |
| 2.2.5.2 | Organisatorische Umsetzung durch Teams als Grundform multipersoneller Strukturen | 14 |
| 2.2.5.2.1 | Der Begriff des Teams | 14 |
| 2.2.5.2.2 | Varianten der Teamorganisation | 14 |
| 2.2.5.2.3 | Teams im Marketing | 15 |
| 3. | Unternehmensübergreifende Teamorganisation | 16 |
| 3.1 | Der Begriff des unternehmensübergreifenden Teams und Klassifizierung nach den beteiligten Wirtschaftsstufen | 16 |
| 3.2 | Erfolgsvoraussetzungen von Teamstrukturen zwischen Unternehmen | 17 |
| 3.3 | Optionen der Zusammensetzung unternehmensübergreifender Teams | 20 |
| 3.3.1 | Personelle Besetzung | 20 |
| 3.3.1.1 | Qualifikation der Teammitglieder | 20 |
| 3.3.1.2 | Teamleitung | 22 |
| 3.3.1.3 | Teamgröße | 23 |
| 3.3.2 | Teamstrukturen | 24 |
| 3.3.2.1 | Rollen in Teams | 24 |
| 3.3.2.2 | Normen in Teams | 25 |
| 3.3.2.3 | Teamkohäsion | 26 |
| 3.4 | Optionen der Verankerung unternehmensübergreifender Teams in den spezifischen Unternehmensorganisationen | 27 |
| 3.4.1 | Optionen der strukturellen Eingliederung | 27 |
| 3.4.1.1 | Sekundär- vs. primärorganisatorische Verankerung | 27 |
| 3.4.1.2 | Zeitliche Aspekte der organisatorischen Verankerung | 28 |
| 3.4.2 | Optionen der Lenkung | 28 |
| 3.4.2.1 | Hierarchisch gelenkte Teams | 29 |
| 3.4.2.2 | Autonome Teams | 30 |
| 3.4.2.3 | Zwischenformen | 32 |
| 4. | Kundenorientierung als Ziel unternehmensübergreifender Teamstrukturen | 33 |
| 4.1 | Organisatorisches Gestaltungsmodell als gedanklicher Rahmen | 33 |
| 4.2 | Die Interdependenz von Kundenorientierung und Organisationsstruktur | 34 |
| 4.3 | Gestaltungsinstrumente kundenorientierter Strukturen | 36 |
| 4.4.1 | Koordination durch Orientierung an kundenbezogenen Geschäftsprozessen | 36 |
| 4.3.1 | Koordination durch Orientierung an kundenbezogenen Geschäftsprozessen | 36 |
| 4.3.1.1 | Der Begriff des Geschäftsprozesses | 37 |
| 4.3.1.2 | Der Wertkettenansatz | 37 |
| 4.3.2 | Motivation der Organisationseinheiten zu kundenorientiertem Verhalten | 38 |
| 4.4 | Ausgewählte Strukturprinzipien der Organisation und deren Beitrag zur Kundenorientierung | 39 |
| 4.4.1 | Formalisierungsgrad | 39 |
| 4.4.2 | Spezialisierungsgrad | 40 |
| 4.4.3 | Dezentralisierungsgrad | 40 |
| 4.4.4 | Harmonie der Schnittstellen | 41 |
| 4.4.5 | Grad der Konfrontation mit dem Marktdruck | 42 |
| 4.5 | Unternehmensübergreifende Teamstrukturen als Gestaltungsmaßnahme zur Erreichung von Kundenorientierung | 42 |
| 4.5.1 | Strukturprinzipien unternehmensübergreifender Teamorganisation | 43 |
| 4.5.2 | Bewertung unternehmensübergreifender Teamstrukturen als Organisationsform zur Erreichung von Kundenorientierung | 45 |
| 5. | Beitrag konkreter Gestaltungsoptionen unternehmensübergreifender Teams zur Umsetzung der Kundenorientierung | 46 |
| 5.1 | Beitrag spezifischer Ausprägungen der teaminternen Zusammensetzung zur Umsetzung der Kundenorientierung | 48 |
| 5.1.1 | Spezifische Ausprägungen der personellen Besetzung und Kundenorientierung | 48 |
| 5.1.2 | Spezifische Ausprägungen von Teamstrukturen und Kundenorientierung | 51 |
| 5.2 | Beitrag spezifischer Formen der gesamtorganisatorischen Verankerung unternehmensübergreifender Teams zur Umsetzung der Kundenorientierung | 53 |
| 5.2.1 | Spezifische Formen der strukturellen Eingliederung und Kundenorientierung | 53 |
| 5.2.2 | Spezifische Formen der Lenkung und Kundenorientierung | 55 |
| 5.3 | Situative Beurteilung konkreter Gestaltungsoptionen | 56 |
| 5.3.1 | Darstellung des situativen Ansatzes | 56 |
| 5.3.2 | Die Art der erstellten Problemlösung als situativer Einflussfaktor auf den Beitrag unternehmensübergreifender Teams zur Kundenorientierung | 57 |
| 5.3.2.1 | Materielle Güter | 57 |
| 5.3.2.1.1 | Materielle Konsumgüter | 57 |
| 5.3.2.1.2 | Materielle Investitionsgüter | 59 |
| 5.3.2.2 | Dienstleistungen | 62 |
| 6. | Schlußbetrachtung | 65 |
| Literaturverzeichnis | 66 | |
| Erklärung | 76 | |
| Lebenslauf | 77 | |
| Abbildungsverzeichnis |
41 Diese konsequente Orientierung am Kundennutzen legt einen Zusammenhang zur KO nahe, gibt jedoch noch keine Auskunft darüber, wie diese konkret organisatorisch implementiert wird.196 4.3.2 Motivation der Organisationseinheiten zu kundenorientiertem Verhalten Motivation beschreibt den “inneren Zustand, der einen Menschen antreibt, bewegt [...] und sein Verhalten an Zielen ausrichtet.“197 Um diesen inneren Zustand im Sinne der Unternehmensziele zu beeinflussen, werden Anreizsysteme eingesetzt. Man unterscheidet zwischen intrinsischen und extrinsischen Anreizen:198 1. Extrinsische Anreize setzen bei Bedürfnissen an, die selbst keine direkte Verbindung zur Aufgabe haben. Beispiele sind finanzielle Belohnungen, Beförderung etc. 2. Bei intrinsischen Anreizen erfolgt die Belohnung durch eine mit der Aufgabe selbst verbundene Bedürfnisbefriedigung. Beispiel ist die Arbeitszufriedenheit, die durch die Struktur der Aufgabe stark beeinflußt wird.199 Dies macht deutlich, daß Koordinations- und Motivationsinstrumente in ihrer Wirkung nicht trennbar sind, sondern stets als Kombination betrachtet werden müssen.200 Um das Verhalten der Organisationsmitglieder auf das Ziel der KO auszurichten, ist ein Einsatz beider Anreizmechanismen denkbar. Entscheidend ist, daß die Organisationseinheiten mit den Konsequenzen ihres Verhaltens für den Kunden konfrontiert werden können. Im Sinne der intrinsischen Motivation vermittelt die Erreichung einer hohen Kundenzufriedenheit ein Erfolgserlebnis und macht so ein kundenorientiertes Verhalten wahrscheinlicher. Extrinsische Anreize belohnen den Erfolg am Markt bspw. durch Belohnungen finanzieller Art (Prämien o.ä.).201 Dieser Erfolg kann durch Größen wie Umsatz, Kundenzufriedenheit etc. gemessen werden. [...]
Im Wertkettenansatz nach Porter wird das Unternehmen als eine Kette von wertsteigernden Aktivitäten dargestellt. Porter unterscheidet hierbei primäre Aktivitäten, die zusammengenommen die physische Herstellung eines Produktes ausmachen und unterstützende Aktivitäten. Diese machen die Durchführung der primären Aktivitäten durch den Zukauf von Ressourcen, wie Rohstoffe, Personal, Technologie und anderen Inputs erst möglich. Die Differenz zwischen den Kosten der Wertschöpfungsaktivitäten und dem sich im Marktpreis ausdrückenden Kundennutzen bildet die Gewinnspanne.194 Ziel des Unternehmens muß es also sein, ein überlegenes Wertangebot für den Kunden zu schaffen. Eine aufbauorganisatorische Orientierung an Prozessen schafft die Möglichkeit, die einzelnen Aktivitäten im Sinne einer optimalen Wertschöpfung (aus Kundensicht) aufeinander abzustimmen sowie nicht wertschöpfende Aktivitäten zu identifizieren und auf eine Eliminierung dieser hinzuarbeiten.195 [...]
39 unterschiedliche Belange gegenübersieht.183 4. Qualität der Leistungen und Prozesse: Durch geeignete organisatorische Maßnahmen muß sichergestellt werden, daß Qualitätsanforderungen des Kunden bei der Leistungserstellung umfassend berücksichtigt werden.184 Dies gilt für Produkt-/Service- und Prozessmerkmale.185 Auffällig ist, daß in der Literatur bestimmte Gestaltungsinstrumente vermehrt mit KO in Verbindung gebracht werden.186 Nicht immer werden hierfür wissenschaftliche Erklärungen angeführt. Im folgenden werden diese ‘kundenorientierten Gestaltungsinstrumente’ vorgestellt. Ob de facto ein Beitrag zur KO geleistet wird, wird in Abschnitt 4.4 untersucht, in dem einzelne Strukturprinzipien dargestellt, im Hinblick auf den Beitrag zur KO bewertet und mit den ‘kundenorientierten Gestaltungsinstrumenten’ in Verbindung gebracht werden. 4.3 Gestaltungsinstrumente kundenorientierter Organisatonsturen 4.3.1 Koordination durch Orientierung an kundenbezogenen Geschäftsprozessen Das Gestaltungsinstrument der Koordination soll im folgenden verstanden werden als „Ausrichtung von Einzelaktivitäten in einem arbeitsteiligen System auf ein übergeordnetes Gesamtziel.“187 Koordinationsmaßnahmen umfassen einerseits die Formulierung von Entscheidungskompetenzen und andererseits die Festlegung von Kommunikationsbeziehungen zwischen organisatorischen Einheiten.188 Wird eine prozessorientierte Koordination im Unternehmen konsequent umgesetzt, wie z.B. in den Konzepten des „Business Reengineering“189 gefordert, führt dies zu einer Umgestaltung des Kommunikations- und Kompetenzsystems im gesamten [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832425166
Arbeit zitieren:
Hassel, Stefanie März 2000: Unternehmensübergreifende Teams als kundenorientierte Organisationsform, Hamburg: Diplomica Verlag
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Marketingorganisation, Organisation, Unternehmenskooperation, Kundenorientierung, Teamorganisation



