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Unternehmenstheater als Instrument des organisatorischen Wandels

Unternehmenstheater als Instrument des organisatorischen Wandels
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Hune
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 77 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5637-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5637-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5637-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hune, Michael März 2002: Unternehmenstheater als Instrument des organisatorischen Wandels, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Widerstand, Wandelwiderstände, Nacharbeit

Diplomarbeit von Michael Hune

Einleitung:

Durch die sich immer rascher vollziehende Veränderung der Unternehmensumwelt im Zuge der Globalisierung kommt dem Wandel in Organisationen eine wachsende Bedeutung zu. Dieser ist jedoch bei mangelnder konzeptioneller Beteiligung der Mitarbeiter zumeist mit Schwierigkeiten verbunden, da Wandel aus den unterschiedlichsten Gründen auf Widerstand stoßen kann. Eine Möglichkeit, diesen Widerstand aufzulösen, ist das Instrument des Unternehmenstheaters. Dabei werden betriebliche und organisatorische Problemsituationen theatralisch aufgearbeitet und vor Mitarbeitern der Organisation mit der Intention aufgeführt, Veränderungsbereitschaft zu erzeugen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten des Unternehmenstheater als Instrument zur Förderung des organisatorischen Wandels zu bieten. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Ausgestaltung und Bedeutung der Nacharbeit gelegt werden. Darunter sind die sich an die Aufführung anschließenden Maßnahmen zu verstehen, welche dazu dienen, die durch das Stück ausgelösten Eindrücke und Empfindungen zu verarbeiten bzw. zu reflektieren. Diese sind unverzichtbar, um zu vermeiden, dass Unternehmenstheater zu bloßer Unterhaltung wird und die Wirkung als beiläufiger Event verpufft.

Gang der Untersuchung:

Nach einem einleitenden Kapitel über das Phänomen des Widerstandes gegen Veränderungen und zwei beispielhafte Wandelmodelle wird zunächst der Begriff „Unternehmenstheater“ definiert und zu anderen Formen des Theaters abgegrenzt und definiert. Dazu werden Mindestkriterien für Unternehmenstheater angeführt sowie die einzelnen Bestandteile des Entstehungs- und Arbeitsprozesses anhand einer idealtypischen Wertkette erläutert. Anschließend steht die Gestaltung der Nacharbeit im Zentrum der Betrachtung. Neben einer theoretischen Einführung und der Darstellung eines Fallbeispiels wird das gegenwärtige Angebot von Nacharbeit seitens der „Theatermacher“ untersucht.

Da zu diesem Thema bislang kaum Material über den Umfang und die Akzeptanz von Nacharbeit existiert, wurde im Rahmen dieser Arbeit eine empirische Erhebung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden ausgewertet und zu den in den vorangegangenen Kapiteln erarbeiteten Grundlagen und Anforderungen in Beziehung gesetzt.

Das letzte Kapitel bietet neben einer Einschätzung über die zukünftige Entwicklung und weiterhin offene Problemstellungen im Bereich des Unternehmenstheaters ein abschließendes Fazit der Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Organisatorischer Wandel 7
2.1 Widerstand gegen Wandel 7
2.1.1 Widerstände aus der Person 8
2.1.2 Widerstände aus der Organisation 9
2.2 Das Änderungsgesetz nach Lewin 12
2.3 Greiners Schema erfolgreicher Wandelprozesse 15
2.4 Interventionsmethoden des Wandels 18
2.4.1 Ebene des Individuums 18
2.4.2 Ebene der Gruppe 19
2.4.3 Ebene der Organisation 19
3. Das Instrument des Unternehmenstheaters 21
3.1 Typen unternehmensbezogener Theaterarbeit 21
3.2 Maßgeschneidertes Unternehmenstheater 30
3.2.1 Merkmale des maßgeschneiderten Unternehmenstheaters 30
3.2.2 Wertschöpfungskette des maßgeschneiderten Unternehmenstheaters 31
3.2.3 Wirkungsweise von maßgeschneidertem Theater 35
4. Nacharbeit 45
4.1 Gestaltung und Relevanz von Nacharbeit 45
4.2 Fallbeispiel: Breaking Barriers 47
5. Empirische Auswertung 53
5.1 Vorgehensweise 53
5.2 Umfang des maßgeschneiderten Unternehmenstheaters 54
5.3 Bedeutung der Nacharbeit 55
5.4 Angebot von Nacharbeit 56
5.5 Gestaltung der Nacharbeit 57
5.6 Zukünftige Entwicklung von Unternehmenstheater 61
6. Schlussbetrachtung 63
Literaturverzeichnis 66
Anhang 72

Automatisiert erstellter Textauszug:

Aufführungen von Unternehmenstheaterstücken finden in der Regel nicht öffentlich statt und werden nur vor dem jeweiligen Publikum dargeboten, für das sie konzipiert wurden und von dem sie letztendlich auch nur richtig verstanden werden können, da allein die Mitarbeiter der betreffenden Organisation den entsprechenden Wissenshintergrund besitzen.166 Aus diesem Grunde sind im allgemeinen weder die Stücke noch die Gesamtkonzeptionen für die Öffentlichkeit bzw. die Wissenschaft zugänglich.167 Umso bedeutender ist die Darstellung zweier Fallbeispiele aus der Praxis zu bewerten, die Teichmann jüngst veröffentlicht hat. Da die Nacharbeit in der zum Unternehmenstheater vorliegenden wissenschaftlichen Literatur als ein zentraler Punkt des Wandelprozesses konstatiert wird, soll zunächst anhand eines dieser Fallbeispiele verdeutlicht werden, wie Nacharbeit die durch die Aufführung erzielten Effekte verstärken und festigen kann.168 [...]

Die Nacharbeit ist, wie bereits erläutert, das letzte Glied in der primären Wertschöpfungskette des Unternehmenstheaters. Erst sie stellt den Endpunkt der durch Theater möglichen Veränderungsarbeit dar. Dies mag auf den ersten Blick trivial erscheinen, denn es wäre nicht verwunderlich, wenn der Anbieter des Unternehmenstheater die Aufführung als das eigentliche Ziel seiner Wertkette betrachten würde. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Unternehmenstheater zwar möglicherweise einen Wandel in der Organisation initiieren kann, aber – wie zuvor dargelegt – kaum in der Lage sein dürfte, selbst umfassende Veränderungen zu bewirken.158 Somit ist es unverzichtbar, die in der Aufführung erfahrenen Impulse unter fachkundiger Anleitung zu festigen und zu verarbeiten. Dabei ist einzubeziehen, dass in den Stücken auch die unterschwellig vorhandenen betrieblichen Gegebenheiten mitkommuniziert werden. Daher müssen die Eindrücke der Aufführung diskutiert und reflektiert werden.159 Die Intensität und Gestaltung der Nacharbeit hängt dabei stark sowohl von der praktizierten Methodik als auch von dem eingesetzten Unternehmenstheatertyp ab.160 [...]

Unternehmenstheater von den Mitarbeitern als bloße Abwechslung im Arbeitsalltag gesehen wird.152 Auf der Ebene des „Moving“ müssen folglich einerseits alte Verhaltensweisen vergessen und andererseits neue Einstellungen erlernt werden. Dieser Ansatz ist also vergleichbar mit der Sicht Hoffmanns. Der Prozess des Erlernens erfolgt mittels „Lernen durch Beobachtung”, indem z.B. alternative lösungsorientierte Spielverläufe aufgeführt werden, so dass die Zuschauer durch die sie quasi vertretenden Schauspieler lernen können, ohne selbst den Konsequenzen der Veränderungen ausgesetzt zu sein.153 Das Verlernen alter und dysfunktionaler Verhaltensweisen ist dadurch möglich, dass durch das Unternehmenstheater die Angst abgebaut werden kann, mit der Mitarbeiter häufig aufgrund schlechter Erfahrungen in Form von [...]

Arbeit zitieren:
Hune, Michael März 2002: Unternehmenstheater als Instrument des organisatorischen Wandels, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Widerstand, Wandelwiderstände, Nacharbeit

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