Unternehmensplanung im Prozeß der Wirtschaftstransformation
- Art: Dissertation / Doktorarbeit
- Autor: Sabine Huber
- Abgabedatum: März 1995
- Umfang: 199 Seiten
- Dateigröße: 10,7 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Univerzita Komenského Bratislava Slowakei
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3904-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3904-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3904-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Huber, Sabine März 1995: Unternehmensplanung im Prozeß der Wirtschaftstransformation, Hamburg: Diplomica Verlag
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Dissertation / Doktorarbeit von Sabine Huber
Einleitung:
Der Transformationsprozeß von der Plan- zur Marktwirtschaft, der sich in den osteuropäischen Ländern seit der Abkehr vom Sozialismus vollzieht, stellt die Unternehmen vor eine Vielzahl von Neuerungen und Herausforderungen. Einerseits müssen sich die Mitarbeiter der Betriebe mit den durch den Umformungsprozeß veränderten makroökonomischen Faktoren, wie z.B. der Erhöhung der Arbeitslosen- und der Inflationsrate oder aber einer ausgeglichenen Außenhandelsbilanz auseinandersetzen, andererseits wechselt auch die mikroökonomische Unternehmensumgebung entscheidend. Die Entstehung neuer Absatzmärkte bringt automatisch ein intensiveres Wettbewerbsumfeld mit sich. Um in diesem Konkurrenzkampf langfristig bestehen zu können, müssen die slowakischen Betriebe alle Unternehmensfunktionen an den sich neu konstituierenden Wettbewerbsbedingungen ausrichten. Dazu gehört in erster Linie auch die Umgestaltung der nach sozialistischen Gesichtspunkten erstellten Unternehmensplanung in ein strategisches Unternehmensplanungskonzept.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Unternehmensplanung in der Slowakei im Zuge des Transformationsprozesses von der Plan- zur Marktwirtschaft. Um sich jedoch als Außenstehender überhaupt mit der Situation der Slowakei auseinandersetzen zu können, ist es nötig, sich am Anfang anhand von diversen Quellen einen möglichst objektiven Einblick in die wirtschaftliche Lage zu verschaffen. Da es nicht nur ein mögliches Gestaltungsschema für den Prozeß der Unternehmensplanung in slowakischen Unternehmen gibt, steht im Mittelpunkt des zweiten Kapitels der Vergleich von zwei unterschiedlichen Management-Modellen. Erstens, der informellere amerikanische Management-Ansatz, der sich entsprechend der amerikanischen Kultur und Mentalität ausgeprägt hat. Zweitens, das konservative deutsche Unternehmensplanungssystem, das die Genauigkeit und den Formalismus der Deutschen widerspiegelt. Ziel der Arbeit ist es, auf der Grundlage der theoretisch erarbeiteten Erkenntnisse und unter Einbeziehung der praktischen Erfahrungen von diversen Betrieben, fundiert Gestaltungs- und Änderungsmöglichkeiten des bestehenden Unternehmensplanungsprozesses aufzuzeigen, die sich für slowakische Unternehmen als praktikabel und sinnvoll erweisen.
Die Arbeit beruht auf den Ergebnissen einer umfangreichen Sekundär- und Primärforschung. Die Sekundärforschung umfaßte das Studium verschiedenster deutscher, amerikanischer und slowakischer Quellen über den Reformprozeß in Osteuropa im Allgemeinen und über die Situation der Slowakei im Speziellen. Der Schwerpunkt der Sekundärforschung lag jedoch auf der systematischen Aufarbeitung der in Deutschland und den USA erschienenen Dokumentationen zum Thema der Unternehmensplanung und des strategischen Managements. Die benötigten Materialien fand ich in mehreren Hochschulbibliotheken einschließlich der Fernleihe und der Bibliothek des Osteuropa-Institutes in München. Auch zahlreiche Zeitschrifen und Zeitungen bezog ich in mein Literaturstudium mit ein. Weiteres Material erhielt ich von der Schmalenbach-Gesellschaft in Köln, vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden, der Bundesanstalt für Außenhandelsinformation (BfA) in Köln, vom OECD in Bonn, vom Wirtschaftministerium und der slowakischen Nationalbank in Bratislava sowie von diversen deutschen und slowakischen Unternehmen. Die Primärforschung beinhaltete eine Unternehmensbefragung, die bei zahlreichen Unternehmen in Deutschland und in der Slowakei durchgeführt wurde. Der erste Kontakt zu den befragten Unternehmen entstand in Deutschland durch telefonische Anfrage bzw. in der Slowakei durch die hilfsbereite Vermittlung meiner Doktormutter Frau Doc. Ing. Anna Pilkovä, CSc., MBA, Frau Ing. Eva Strbovä, CSc. und Herrn Dekan Doc. Ing. Karol Zalai, CSc., für deren engagierte Hilfe ich mich auf diesem Wege nochmals sehr bedanken möchte. Nach den Pre-Tests wurde der Fragebogen an die Unternehmen verschickt, die sich bereit erklärt hatten, den Fragebogen zu beantworten. Gleichzeitig wurden in beiden Ländern diverse persönliche Gespräche arrangiert. Die Auswertung der Befragungsergebnisse erfolgte mit Hilfe von Excel-Tabellen und durch graphische Aufarbeitung. Die aus der amerikanischen und deutschen Literaturrecherche gewonnen Erkenntnisse wurden mit den Befragungsergebnissen synthetisiert und speziell auf die Situation der Slowakei angewandt. So konnten gezielt Handlungsempfehlungen gegeben werden.
Gang der Untersuchung:
Grundsätzlich gliedert sich meine Arbeit in drei Teilbereiche. Im ersten Teil der Arbeit befasse ich mich mit dem Transformationsprozeß von der Plan- zur Marktwirtschaft, der sich in den letzten fünf Jahren in den osteuropäischen Staaten vollzogen hat. Nach einer Definition des Begriffes Planung, wie er in den ehemals sozialistischen Ländern gebraucht wurde, steht der sich vollziehende Reformprozeß in Osteuropa im Vordergrund. Da die Dissertation an der Wirtschaftsuniversität in Bratislava verfaßt wurde, liegt das Hauptaugenmerk auf der wirtschaftlichen Entwicklung und den Zukunftsaussichten der Slowakei. Für den nicht slowakischen Leser soll dieses Kapitel einen Einstieg in die Situation und die Problematik der Slowakei bieten. Slowakische Leser mögen mir etwaige Informationsdefizite bzw. in deutschen Quellen verfälschte Sichtweisen nicht übelnehmen. Die Darstellung eines deutschen und eines amerikanischen Management-Modells bildet den zweiten Teil meiner Arbeit. Auf der Grundlage einer fundierten Literaturrecherche stelle ich zuerst ein amerikanisches strategisches Management-Konzept vor. Darauf folgt die Darstellung eines deutschen Unternehmensplanungsmodells, einer Synthese der deutschen Literatur zum Thema Planung. Hierbei handelt es sich jedoch nicht ausschließlich um eine Wiedergabe der verschiedenen Autorenmeinungen, sondern vielmehr werden die Konzepte gezielt anhand der Problematik der Slowakei besprochen und verglichen und auf ihre Praktikabilität in diesem Wirtschaftsraum überprüft. Im dritten Teil der Arbeit steht die Auswertung der von mir in der Slowakei und in Deutschland durchgeführten Befragung im Vordergrund. Um die gewonnenen Ergebnisse anschaulich darzustellen, habe ich besonderen Wert auf eine graphische Aufarbeitung des Datenmaterials gelegt. Neben der reinen Datenanalyse gehe ich hier nochmals gezielt auf die von mir in Kapitel 1 und 2 erarbeiteten Grundlagen ein, verbinde diese mit den gewonnenen Befragungsergebnissen und versuche Ansatzpunkte zu geben, wie slowakische Betriebe ihre Planung im Unternehmen effizienter und kundenorientierter gestalten können.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 3 | |
| Ziel, Methodik und Aufbau der Arbeit | 3 | |
| I. | Transformationsprozeß von der Plan- zur Marktwirtschaft | 7 |
| 1. | Grundprinzipien der sozialistischen Planung | 7 |
| 2. | Reformprozeß in Osteuropa | 10 |
| 2.1 | Wirtschaftslage der post-sozialistischen Staaten | 12 |
| 2.2 | Probleme bei der Transformation | 14 |
| 3. | Slowakei | 17 |
| 3.1 | Wirtschaftliche Entwicklung der Slowakei | 19 |
| 3.2 | Privatisierung | 21 |
| 3.3 | Zukunftsaussichten der Slowakei | 24 |
| 4. | Eingliederung der osteuropäischen Staaten in die Weltwirtschaft | 25 |
| ll. | Stand der Unternehmensplanung in der deutschen und amerikanischen Literatur | 30 |
| 1. | Vom Wesen der Planung | 30 |
| 2. | Historische Entwicklungsstufen der Unternehmensplanung | 32 |
| 3. | Darstellung eines amerikanischen Managementkonzeptes | 35 |
| 3.1 | Aufbau des strategischen Management-Modells | 36 |
| 3.2 | Definition des Geschäftsbereiches | 38 |
| 3.3 | Bestimmung des Unternehmensumfeldes | 40 |
| 3.3.1 | Analyse der externen Unternehmensumgebung | 42 |
| 3.3.2 | Analyse der internen Unternehmensumgebung | 45 |
| 3.4 | Unternehmenskultur | 48 |
| 3.5 | Formulierung der Unternehmensstrategie | 50 |
| 3.5.1 | Gesamtunternehmensstrategie | 54 |
| 3.5.2 | Geschäftsstrategie | 57 |
| 3.5.3 | Strategie der Funktionsebene | 58 |
| 3.6 | Strategieanwendung | 60 |
| 3.7 | Beurteilung und Kontrolle | 63 |
| 4. | Darstellung eines deutschen Planungskonzeptes | 66 |
| 4.1 | Grundkonzept des Planungsprozesses | 67 |
| 4.2 | Unternehmenskultur | 71 |
| 4.3 | Generelle Zielplanung | 74 |
| 4.4 | Strategische Planung | 77 |
| 4.5 | Operative Planung | 81 |
| 4.6 | Kontrolle | 84 |
| III. | Befragung zur Unternehmensplanung in Deutschland und der Slowakei | 87 |
| 1. | Einzelne Phasen des Planungsprozesses der Befragung | 87 |
| 1.1 | Genaue Formulierung des Problems und Zieldefinition | 88 |
| 1.2 | Auswahl der Marktforschungsmethode | 91 |
| 1.3 | Durchführung der Studie | 92 |
| 1.4 | Dokumentation der Ergebnisse | 93 |
| 2. | Aufbereitung der Befragungsergebnisse | 94 |
| 2.1 | Fragen zu den Gesamtzielen des Unternehmens | 95 |
| 2.2 | Fragen zur Unternehmensstrategie | 110 |
| 2.3 | Fragen zum Planungssystem | 128 |
| 3. | Persönliche Stellungnahme | 152 |
| Abbildungen | 156 | |
| Anlagen | 159 | |
| Quellen | 172 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832439040
Arbeit zitieren:
Huber, Sabine März 1995: Unternehmensplanung im Prozeß der Wirtschaftstransformation, Hamburg: Diplomica Verlag
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