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Unternehmensphilosophische Ansätze der New-Economy und Personalpolitische Auswirkungen auf Human Resources mit Reflektion auf New Humanism

Unternehmensphilosophische Ansätze der New-Economy und Personalpolitische Auswirkungen auf Human Resources mit Reflektion auf New Humanism
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Johanna H. Katryniok
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 3,4 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4674-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4674-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4674-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Katryniok, Johanna H. Juni 2001: Unternehmensphilosophische Ansätze der New-Economy und Personalpolitische Auswirkungen auf Human Resources mit Reflektion auf New Humanism, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Human Resources, Unternehmensphilosophie, Personalpolitik, New Economy, Personalmanagement

Diplomarbeit von Johanna H. Katryniok

Einleitung:

Die neue Arbeitskultur, in deren Zentrum die technologische Vernetzung steht, bringt einen Wandel der Einstellung zur Arbeit mit. Die technologische Entwicklung wird zum Epizentrum einer langsamen, aber nachhaltigen Veränderung der Gesellschaft. Insofern führt die New Economy zu einer gesellschaftlich neuen Wirklichkeit, einer „New Society“. Die Revolution der Gegenwart und Zukunft hat ihre Wurzeln in den sechziger Jahren, in den Jugendrevolten und Hippie-Kommunen der damaligen Zeit. Damals entstand der Traum von der Verschmelzung des menschlichen Bewusstseins mit seiner Umwelt, von der Vereinigung von Subjekt und Objekt, Natur und Geist. Es kristallisierten sich einerseits die Natureuphorie und andererseits die Technikeuphorie heraus, wobei sich die zweite als dominanter erwies. Mehr denn je, stellt sich heute im Human Resources Management die Frage nach dem wahren Humanum. Welchen Platz hat der Mensch in der veränderten Realität in der wir leben? Wie wird man ihm im Rahmen der Personalarbeit gerecht?

Die knappste und teuerste Ressource in der New Economy ist das menschliche Talent und die menschliche Kreativität. Der „War for Talents“ entscheidet nicht nur darüber wer die besten Mitarbeiter gewinnt, sondern auch über die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens. Mitarbeiter der New Economy benötigen neben Internationalität, Kreativität und Unternehmertum, auch ein Denken in Grenzverschiebungen und eine schnelle Auffassungsgabe zum lebenslangen lernen. Sie müssen sich in Netzwerken ohne Hierarchie, ohne Grenzen und Zentren wohl fühlen, sie müssen bindungsfähig sein und im geeigneten Augenblick diese Bindung wieder loslassen können. Sie müssen sich unter stets verändernden Bedingungen immer wieder behaupten. Hält der Mensch diese Anforderungen aus? Ist das zunehmend projektartige und damit stärker episodenhafte Arbeitsleben mit höheren persönlichen Risiken und zunehmender Illoyalität langfristig attraktiv? Die Auseinandersetzung mit dem wahren Humanum muss heute in der personalpolitischen Sphäre des Human Resources Managements Eingang finden.

Gang der Untersuchung:

Das Ziel der Arbeit ist die Untersuchung wechselseitiger Einwirkungen zwischen der New Economy und der Unternehmensphilosophie und die Herausstellung der daraus resultierenden personalpolitischen Auswirkungen, durch Gewinnung, Auswertung und Gegenüberstellung von Daten aus Unternehmen der Old und New Economy, sowie die Betrachtung der New Economy unter dem Gesichtspunkt eines neuen Humanismus. Diese Arbeit soll einen Einblick in die personalpolitischen Besonderheiten der New Economy geben und unternehmensphilosophische Ansätze anhand von Praxisbeispielen (Unternehmensbefragung) skizzieren. In der Weiterführung der Einleitung soll ein erster Einblick in die Thematik der Arbeit gegeben werden. Dabei werden die tragenden Begriffe „New Economy“, „Unternehmensphilosophie“, „Personalpolitik“ und „New Humanism“ definiert bzw. abgegrenzt.

Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Zusammenhänge dargestellt, wobei hier insbesondere auf die Verbindung zwischen New Economy und Human Ressources Management, Personalpolitik, sowie Unternehmensphilosophie, Wertewandel und New Humanism eingegangen wird. Der methodische Teil im dritten Kapitel behandelt noch einmal genauer die verwendeten Datenerhebungsinstrumente der empirischen Studie und Kapitel vier befasst sich mit Beispielen aus der Praxis. Dazu zählt die Auswertung der schriftlichen Befragung und die geführten Interviews, welche in unterschiedlichen Unternehmen mit Vertretern aus der Human Resources Abteilung geführt wurden. Das Kapitel endet mit einer Zusammenfassung der gewonnen Ergebnisse und mit der Verifizierung der aufgestellten Hypothesen. Mit der Schlussbetrachtung im Kapitel fünf wird die Arbeit abgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung: New Economy - Wandel der Arbeit und Gesellschaft zu mehr Humanität? 1
1.1 Leitgedanke: Gesellschaft im Wandel - führt die New Economy zu einer humanen Revolution? 2
1.2 Ziel der Arbeit: Untersuchung wechselseitiger Einwirkungen zwischen der New Economy und der Unternehmensphilosophie und die Herausstellung der daraus resultierenden Personal- politischen Auswirkungen durch Gewinnung, Auswertung und Gegenüberstellung von Daten aus Unternehmen der Old und New Economy, sowie die Betrachtung der New Economy unter dem Gesichtspunkt eines neuen Humanismus 4
1.3 Aufbau der Arbeit - methodische Vorgehensweise bei einem heterogen komplexen Thema 4
Auswahl der Untersuchungsmethoden um die Ergebnisse für die Erhebung empirisch adäquat darzustellen 5
1.4 Definitorische Darstellung und Abgrenzung der tragenden Begriffe mit Blick auf das Human Resources Management 6
1.4.1 New Economy - was versteht man darunter? 6
1.4.2 Unternehmensphilosophie - jedes Unternehmen hat eine eigene - bewusst oder unbewusst 8
1.4.3 Personalpolitik - Teil der Unternehmenspolitik und Grundlage für alle Maßnahmen des Human Resources Managements 10
1.4.4 New Humanism - die Zusammenführung aller Strömungen zu einer neuen Solidarität 12
1.5 Hypothesen über Auswirkungen der New Economy auf die Personalpolitik und Unternehmensphilosophie mit Blick auf New Humanism 14
1.5.1 Wenn der Mensch den wichtigsten Produktionsfaktor im Rahmen der Wirtschaft darstellt, dann müsste sich dies in der Unternehmensphilosophie der befragten Unternehmen der New Economy - besonders im Hinblick auf den Stellenwert des Menschen, sowie Werten und Ethik - zum Ausdruck kommen 14
1.5.2 Wenn der Mensch den wichtigsten Produktionsfaktor in der „New Society“ darstellt, dann müsste sich dies in der Personalpolitik der befragten Unternehmen der New Economy konkretisieren 14
1.5.3 Wenn die Qualifikation der Mitarbeiter aufgrund der sich ständig veränderndenArbeitsverhältnisse fortlaufend weiterentwickelt werden muss, und die Arbeitsfähigkeit (Employability) insbesondere in Transitionalen und Transformierten Unternehmen ausschlaggebend ist, dann müssten die befragten Unternehmen der New Economy ein Arbeits- und Lernumfeld geschaffen haben, welches dies in besonderer Weise fördert 14
2. Teil: Theoretische Auseinandersetzung mit der Problematik aus der Frosch- und Vogelperspektive 15
2.1 New Economy - das Arbeiten in der Netzwerkgesellschaft 15
2.1.1 Die Arbeitsgesellschaft der New Economy 17
2.1.1.1 Die „Ich-AG“ - von der Angestelltenwelt zur Welt der freien Agenten 19
2.1.1.2 Traditionale, Transitionale und Transformierte Unternehmen 21
2.1.1.3 Employability - der „Neue soziale Kontrakt“ 23
2.1.2 Neue Wertschöpfungsansätze - Ganzheitliche Bewertung der Arbeitsleistung 24
2.1.2.1 Intellectual Capital 26
2.1.2.2 People Value schafft Shareholder Value 27
2.2 Human Resources Management - Basis für Qualität, Qualifikation und Innovation 28
2.2.1 Neupositionierung des Human Resources Managements 29
2.2.2 Kernaufgaben wertschaffender und zukunftsgerichteter Personalarbeit 30
2.3 Personalpolitik in der New Economy 31
2.3.1 Gestaltung der Personalstruktur - in Zeiten des „War for Talents“ 32
2.3.2 Entfaltung des Personalniveaus - in Zeiten der Patchwork-Karrieren 32
2.3.3 Erhaltung des Personalbestandes -in Zeiten des Jobhoppings 34
2.4 Werte und Wertvorstellungen - kein Kaleidoskop von Visionen 35
2.4.1 Wertewandel - ein Prozess ohne Ende 37
2.4.2 Stichworte zur Unternehmenspersönlichkeit 38
2.4.3 Menschenbilder dienen der Komplexitätsreduktion 39
2.5 New Humanism die Zusammenführung aller Strömungen zu einer neuen Solidarität 41
2.5.1 New Age - eine Bewegung ohne Alltagsrelevanz 42
2.5.2 Postmoderne - Beliebigkeit der Werte 43
2.5.3 Kommunitarismus - frage nicht was der Staat für dich tun kann, sondern was du für den Staat tun kannst 44
3. Methodischer Teil 45
3.1 Der Einsatz von Gütekriterien empirischer Untersuchungen und die daraus resultierenden Anforderungen an diese Arbeit 45
3.2 Die Inhalts- und Dokumentenanalyse als Grundlage der explorativen Studie 46
3.3 Die Befragung als das zentrale Datenerhebungsinstrument dieser Arbeit 47
3.3.1 Die schriftliche Befragung - Erstellung und Einsatz des Fragebogens 47
3.3.2 Die mündliche Befragung - das persönliche Interview 48
4. Empirischer Teil 49
4.1 Darstellung der Fragebogenauswertung 49
4.1.1 Unternehmen der New Economy 56
4.1.2 Unternehmen der Old Economy 63
4.1.3 Zusammenfassung der Ergebnisse der schriftlichen Befragung 71
4.2 Ergebnisse aus den Leitfadeninterviews gegliedert nach Old und New Economy, sowie Transitionalen Unternehmen 74
4.2.1 Old Economy: Beispiele aus den Bereichen Versicherung und Beratung 74
4.2.1.1 Ein Versicherungsunternehmen mit Tradition 74
4.3.1.2 Eine klassische Unternehmensberatung 75
4.2.2 New Economy: Beispiele aus den Bereichen e-Commerce und Beratung76
4.2.2.1 Ein Internet Start-up - eCommerce-Lösungen für die Lebensmittelindustrie 76
4.2.2.2 Eine junge Unternehmensberatung - am Puls der New Economy 77
4.2.3 Transitionale Unternehmen: Beispiele aus dem Bereich der IT-Dienstleistungen 78
4.2.3.1 Ein IT-Dienstleister und seine Regeln der Garage 78
4.2.3.2 Ein Entwickler von Softwarelösungen - so viel individueller Freiraum wie möglich - nicht mehr Regeln als nötig 79
4.3 Ergebnisse „auf einen Blick“ und Verifizierung der aufgestellten Hypothesen 80
5. Schlussbetrachtung 84
Anhang
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

„Der Mensch wird erst zu einem Lebewesen seiner Art und unterscheidet sich von aller übrigen Natur, indem er Werte bildet – wissenschaftliche, technische, moralische, rechtliche, politische und religiöse Werte.“94 Werte stellen Kriterien zur Beurteilung von Zielen, Objekten und Handlungen dar95. Sie haben die Funktion von Orientierungsstandards, Leit- und Richtlinien. Wertvorstellungen verändern sich mit jeder Generation, „die Einstellung zur Arbeit, Inhalte politischer Auseinandersetzungen, religiöse Überzeugungen, Haltungen gegenüber Scheidung, Abtreibung, Homosexualität und den Stellenwert von Kindern und Familien, all das ist ständig in Bewegung“96. Inglehart stellt zwei Hypothesen97 auf, die Mangelhypothese besagt, dass jene Dinge subjektiv am höchsten eingeschätzt werden, welche verhältnismäßig knapp sind. Die Sozialisationshypothese sagt aus, dass die Grundwerte einer Person zum größten Teil in der Jugendzeit geprägt werden, und sich im späteren Leben nicht vollständig ändern, somit unterliegt der Wertewandel einer erheblichen Zeitverzögerung. Ein Blick auf die Geburtenziffern zeigt den deutlichen Geburtenrückgang in Deutschland, seit Ende der 70er, Anfang der 80er sind die Kinder, die in (West-)Deutschland auf die Welt kommen, zum großen Teil Einzel- und Wunschkinder, mit Eltern, die bei ihrer Geburt bereits mitten im Berufsleben standen. Diese Kinder sind ihr Leben lang mit dem [...]

methodisch professionell zu gestalten, dass geeignetes Humankapital gewonnen und gebunden werden kann, sie muss: als Gesamtkonzept alle Belegschaftsgruppen erfassen und differenzierte Hilfe zur Selbsthilfe bieten. die Mitarbeiter an ihrer eigenen Personalentwicklung aktiv beteiligen (Zeit, Geld). Während die klassische Personalentwicklung Karriere als einen vertikalen Aufstieg sah, und den Personalbereich als Vollstrecker, sieht die Personalentwicklung der New Economy Karriere als Kompetenzentwicklung an, und den Personalbereich als Berater für Laufbahn und Lernen. Die Lernkompetenz wird in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Daher wird die Selbstqualifizierung durch funktionales Lernen im sozialen Verbund der Gruppe - die kooperative Selbstqualifikation91 - immer bedeutungsvoller. Die Integration in das sozio-technische Arbeitssystem wird im täglichen Arbeitsprozess zum „Mit-Einander“, „Von-Einander“ und „Für-Einander“, zum wechselseitigen geben und nehmen. Besonderes Merkmal der kooperativen Selbstqualifikation ist das partnerschaftliche Verhalten von Personen mit unterschiedlichen Kompetenzen. Die Kernkompetenz der kooperativen Selbstqualifikation ist die Selbstlernkompetenz, diese gliedert sich auf in: Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz. [...]

Der Begriff „Patchwork-Karriere“ signalisiert eine Art Wandel im Verhältnis von Individuum, Beschäftigungssystem und Gesellschaft. Das Phänomen der PatchworkKarriere ist, wenn man es aus der historischen Perspektive betrachtet, nicht neu: zu allen Zeiten gab es Menschen(-gruppen) deren Existenz nicht durch die Zuordnung zu einem Beruf reguliert war. Erst mit der Industrialisierung ist die Bedeutung des Berufes ins Zentrum der Lebensführung gerückt, seit da wurden alle anderen Lebenssphären auf den Beruf bezogen.88 Karrieren sind sowohl seitens der Mitarbeiter als auch seitens der Unternehmen Investitionen. Die Investitionsentscheidungen binden finanzielle Mittel bei den Unternehmen und erfordern Zeit und Geldaufwand bei den Mitarbeitern. Unternehmen der New Economy praktizieren Schutzmassnahmen zur Sicherung des intellektuellen Kapitals, indem sie z.B. Karrieren nicht unverzüglich belohnen, sondern mit Optionen und Pfandlösungen operieren.89 [...]

Arbeit zitieren:
Katryniok, Johanna H. Juni 2001: Unternehmensphilosophische Ansätze der New-Economy und Personalpolitische Auswirkungen auf Human Resources mit Reflektion auf New Humanism, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Human Resources, Unternehmensphilosophie, Personalpolitik, New Economy, Personalmanagement

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