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Unternehmenskooperationen im internationalen Kontext

Eine Bestandaufnahme

Unternehmenskooperationen im internationalen Kontext
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Axel M. Olehowski
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 665,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6354-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6354-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6354-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Olehowski, Axel M. November 2002: Unternehmenskooperationen im internationalen Kontext, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kooperationen, Direktinvestitionen, Export, Auslandsmarkt, Joint Venture

Diplomarbeit von Axel M. Olehowski

Zusammenfassung:

Die Arbeit entstand im Herbst 2002 an der Uni Mannheim am Lehrstuhl für ABWL und Internationales Management, und wurde mit der Note 1,3 bewertet. Neben einer Hilfestellung bzw. Vermittlung von Anregungen bei der Erstellung eigener Diplom- oder Seminararbeiten (besonders nützlich hierbei kann das sehr aktuelle Literaturverzeichnis mit ca. 25 Seiten sein, das die langwierige und anstrengende Literaturrecherche durchaus erleichtert) kann diese Arbeit meiner Ansicht nach auch bei der Klärung praktischer Fragestellungen im Bezug auf eine unternehmerische Betätigung im Ausland herangezogen werden – wobei hierbei natürlich die inhaltlichen und formalen Gegebenheiten von Diplomarbeiten Berücksichtigung finden sollten.

Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung ausländischer Märkte durch Unternehmen mittels internationaler Kooperationen, sei es durch Veränderung bereits bestehender Aktivitäten oder deren geplante Aufnahme. Neben dem eigentlichen Prozess der Kooperation von Unternehmen werden mögliche Handlungsoptionen für diejenigen Unternehmen dargestellt, die eine Internationalisierung der Unternehmenstätigkeit auf Basis von Kooperationen anstreben oder bereits durchführen (von klassischen Strategien wie Exporten und Joint Ventures bis zu neueren Ausprägungen wie Virtuelle Unternehmen oder Kooperation mittels e-Technologien). Dabei werden das Wesen, die Besonderheiten und charakteristische Chancen sowie Risiken der verschiedenen Internationalisierungsstrategien aufgezeigt.

Einer Einleitung und näheren Darstellung der Begriffe ‚Kooperation’ und ‚Internationalisierung’ im ersten Kapitels folgt die Darstellung des Bezugsrahmens der Arbeit im zweiten Kapitel. Hierbei werden alle relevanten Begriffe erklärt sowie wichtige Ziele beim Eingehen von Kooperationen und von internationaler Unternehmenstätigkeiten aufgezeigt. Im dritten Kapitel wird die Entstehung einer Kooperation zwischen verschiedenen Interaktionspartnern dargestellt - wobei auf zentrale Schritte des Prozesses (z.B. Auswahl der Kooperationspartner, angemessenes Kooperationsmanagement etc.) detaillierter eingegangen wird.Die verschiedenen Ausprägungen internat. Kooperationen werden im vierten Kapitel beschrieben. Dabei werden neben den wesentlichen Charakteristika auch signifikante Chancen und Risiken der jeweiligen Kooperationsformen dargestellt (eigentlicher Kern der Arbeit). In der Schlussbetrachtung im fünften Kapitel sollen anhand eines Resümees die zentralen Aussagen der verschiedenen Kapitel nochmals aufgegriffen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VI
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Bedeutung des Themas 1
1.2 Gang der Untersuchung 3
2. BEZUGSRAHMEN 5
2.1 Begriff der Internationalisierung und Ziele 5
2.2 Begriff der Kooperation und Ziele 8
2.3 Kooperation als Internationalisierungsstrategie 14
3. DER KOOPERATIONSPROZESS 16
3.1 Die Planung und Initiierung der Kooperation 16
3.2 Die Gestaltung der Kooperation 19
3.3 Das Management der Kooperation 21
3.4 Die Beendigung oder Rekonfiguration der Kooperation 26
4. AUSPRÄGUNGEN INTERNATIONALER KOOPERATIONEN 27
4.1 Export 27
4.1.1 Indirekter Export 28
4.1.2 Exportkooperationen 30
4.1.3 Kooperation aufgrund von Countertrade-Verträgen 31
4.2 Direktinvestitionen 33
4.2.1 Minderheitsbeteiligungen 35
4.2.2 Joint Ventures 36
4.2.3 Mehrheitsbeteiligungen 39
4.3 Internationales Franchising 41
4.4 Internationales Leasing 44
4.5 Internationale Lizenzvergabe 45
4.6 Subcontracting-Abkommen 48
4.7 Internationale Management- und Consulting-Verträge 49
4.8 Internationale Kooperationen aufgrund projektorientierter Verträge 51
4.8.1 Internationale Zusammenarbeit 51
4.8.2 Internationales Projektmanagement 51
4.9 Sonstige Ausprägungsformen internationaler Kooperationen 53
4.9.1 Strategische Allianzen 53
4.9.2 Virtuelle Unternehmen 56
4.9.3 Kooperation mittels E-Technologien 58
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 63
Literaturverzeichnis VII

Automatisiert erstellter Textauszug:

(3) Finanzielle Countertrade-Transaktionen: Bei diesen Formen des Countertrade sind mindestens drei verschiedene Parteien beteiligt. Mit Hilfe von Finanzierungs- und Sicherungsabkommen werden (beispielsweise durch Clearingabkommen) ‚weiche’ Währungen in ‚harte’ umgewandelt, indem der Importeur seinen Kauf bei der eigenen Zentralbank bezahlt. Diese zahlt dann der Zentralbank des Exportlandes die Gutschrift in der ‚Clearingwährung’ aus. Gegenseitiger Außenhandel wird also ohne direkten Deviseneinsatz ermöglicht. Hierzu zählen sog. Dept-Equity-Swap-Abkommen, die eine Senkung der Auslandsschulden und steigende Direktinvestitionen im Importlandes zum Ziel haben. Dabei kommt es in den verschuldeten Entwicklungsländern zu Teilprivatisierungen staatlicher oder halbstaatlicher Firmen.166 Westliche Unternehmen wickeln aus absatz-, beschaffungs-. wirtschafts-, und finanzpolitischen Zielen Countertrade-Geschäfte mit Entwicklungsländern ab. Im Mittelpunkt steht dabei die Erschließung neuer oder die Sicherung bestehender Auslandsmärkte, die anders nicht erreichbar wären; dieses gilt auch für Entwicklungsländer. Daher wird besonders in Afrika, wo viele im Ausland hoch verschuldete Staaten noch über enorme Rohstoffvorkommen verfügen, in Zukunft mit einem Anstieg von Countertrade-Geschäften gerechnet. Ein weiteres Ziel für die Entwicklungsländer liegt im Transfer westlicher Lizenzen und Technologien, die oftmals für die Entwicklung der eigenen Volkswirtschaft unerlässlich sind. Auch dort ist der Anstieg der Countertrade-Geschäfte häufig politisch motiviert, um den regionalen oder überregionalen Einfluss des eigenen Staates zu steigern. Dieses kann westliche Industriestaaten zu verstärkten Interventionen zwingen und wäre für die beteiligten westlichen Marktteilnehmer zweifellos nachteilig. Überhaupt sind besonders in den westlichen Industrienationen zahlreiche Vorbehalte gegenüber den Countertrade-Geschäften auszumachen. Von zu hohem Zeitaufwand und Transaktionskosten über Unerfahrenheit und Inkompetenz der Handelspartner bis hin zu Imageverlusten bei Bekanntwerden erfolgter Transaktionen reichen die negativen Aspekte, die von westlichen Manager angeführt werden.167 [...]

Der kleinste gemeinsame Nenner dieser internationalen Transaktionen ist die Reziprozität: ein Verkauf findet nur statt, wenn umgekehrt vom Abnehmer auch Güter oder Dienstleistungen gekauft oder zumindest deren Verkauf vermittelt wird. Die Verdrängung von Geld als Zahlungsmittel ist keine Voraussetzung – bei den meisten Formen der Countertrade-Transaktionen kommt es i.d.R. sogar nicht dazu.161 Countertrade-Geschäfte lassen sich in drei Kategorien einteilen:162 (1) Kommerzielle Countertrade-Transaktionen: Hierunter zählen direkte Tauschgeschäfte (Barter), Kompensationsgeschäfte und Counterpurchase. Beim Tauschgeschäft werden bilateral und simultan Güter gehandelt, ohne dass dabei Geld fließt oder eine dritte Partei beteiligt ist. Bei Kompensationsgeschäften wird ein Teil des Kaufpreises in bar und der Rest durch Lieferung vorher vereinbarter Güter beglichen, weshalb hier oft von einer Mischform aus Tausch- und Kaufverträgen gesprochen wird. Beim Counterpurchase hingegen existieren zwei separate, aber gekoppelte Verträge. Der erste Vertrag regelt den Verkauf des Exporteurs gegen Geldmittel, der zweite Vertrag verlangt von ihm den Kauf von Gütern in einer bestimmten Höhe des Gegenwertes des Verkaufsvertrages. Eine völlige Deckung ist hierbei nicht erforderlich.163 (2) Industrielle Countertrade-Transaktionen: Hierzu zählen u.a. Rückkauf164- und Offset-Vereinbarungen. Dabei regeln Erstgenannte den Verkauf einer Anlage an den Käufer, der den Kaufpreis teilweise in Form von mit den gelieferten Anlagen hergestellten Gütern begleicht. Beim Offset-Geschäft wird mit Geldmitteln bezahlt, aber der Verkäufer verpflichtet sich innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes zum Kauf bestimmter Güter im Land des Käufers. Oftmals werden hierbei auf Basis von Staatshandelsabkommen Verrechnungskonten verwendet, auf denen der Verkauf der eigenen und der anschließende Kauf der fremden Güter verrechnet werden.165 [...]

mehr Einflussmöglichkeiten , was wiederum bessere Kontrollen der jeweiligen Aktivitäten erlaubt.152 Eine besondere Form der Exportkooperation sind die sog. Exportkartelle: hier handelt es sich um Zusammenschlüsse unabhängiger Firmen der gleichen oder ähnlicher Branchen, die den Export eigenständig mit dem Ziel durchführen, den entsprechenden Markt zu kontrollieren. Den Kartellmitglieder wollen gleichbleibende oder wachsende Gewinne erzielen, indem Preise abgesprochen, Produktionsmengen festgesetzt, Ausfuhrmengen beschränkt oder auch Verkaufsaktivitäten zusammengelegt werden.153 Die OPEC oder Zusammenschlüsse von Unternehmen der chemischen oder pharmazeutischen Industrie auf zentralen Märkten wie Europa oder den USA, sind Beispiele für Exportkartelle.154 Der größte Vorteil von Exportkooperationen liegt in der Kostenersparnis durch gemeinsame Nutzung von Export- und Distributionskanälen. Die wichtigsten Gründe, die gegen Exportkooperationen sprechen, sind die Abhängigkeit von den Kooperationspartnern und eine nicht optimale Markterschließung für eigene Produkte.155 [...]

Arbeit zitieren:
Olehowski, Axel M. November 2002: Unternehmenskooperationen im internationalen Kontext, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kooperationen, Direktinvestitionen, Export, Auslandsmarkt, Joint Venture

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