Unternehmensgründung in Rumänien
Standortanalyse und praktischer Leitfaden für deutschsprachige Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michaela Laserer
- Abgabedatum: September 2005
- Umfang: 71 Seiten
- Dateigröße: 571,0 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9165-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9165-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9165-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Laserer, Michaela September 2005: Unternehmensgründung in Rumänien, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Standortwahl, Investition, Südosteuropa, Osteuropa, Produktionsverlagerung
In den Warenkorb
98,00 €
Diplomarbeit von Michaela Laserer
Einleitung:
Rumänien ist ein Land voller Widersprüche. Auf der einen Seite zählt Rumänien mit einem Wirtschaftswachstum von 7% und mit Inflation und Arbeitslosigkeit unter 10% 2004 zu den sich am erfolgreichsten entwickelnden Staaten Südosteuropas. Auf der anderen Seite ist Rumänien das Armenhaus Europas - die fünf ärmsten Regionen Europas liegen dort und ein rumänischer Haushalt verfügt über nur 5% der Kaufkraft eines Schweizer Haushaltes.
Gerade diese Armut unterstützt auch eines der hartnäckigsten Probleme im rumänischen Wirtschaftssystem – die Korruption. Schmiergelder haben eine lange Tradition und werden auch heute noch überall praktiziert. Ob Beamter, Arzt oder Richter, sie alle bessern ihre geringe Bezahlung auf diese Art und Weise auf.
Das herrschende geringe Lohnniveau (der monatliche Nettodurchschnittslohn liegt bei nur 150 Euro) ist allerdings auch ein großer Anziehungspunkt für Investoren. Seit der Übernahme der rumänischen PETROM durch die OMV im Dezember 2004 zählt Österreich mit rund 3 Milliarden Euro die seit 1990 in Rumänien investiert wurden zu Investor Nummer Eins. Die Zahl der registrierten Firmen mit österreichischer Kapitalbeteiligung beträgt rund 3.500. Deutschland liegt nach den Niederlanden und Frankreich auf Platz 4.
Weitere Motive für ausländische Direktinvestitionen ist beispielsweise der mit 22 Millionen Einwohnern größte Markt Südosteuropas, die im Jänner 2005 eingeführte Flat-Tax von 16% auf Gewinne und Einkommen, die günstige geographische Lage (Schwarzmeerhafen auf der einen Seite und trotzdem relativ geringe Entfernung zu Österreich und Deutschland auf der anderen Seite), oder die großzügigen Strukturhilfen der Europäischen Union – die Programme PHARE, SAPARD und ISPA sollen Rumänien bei den Vorbereitungen für den mit 2007 geplanten EU Beitritt finanziell unterstützen.
Der Förderungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Landwirtschaft, Infrastruktur, Umwelt und Transport, das Förderungsvolumen belauft sich auf jährlich rund 650 Millionen Euro.
Ein Vorteil ist auch die starke Präsenz österreichischer und deutscher Banken (Raiffeisen Zentral Bank, Bank Austria Creditanstalt, Volksbank, Commerzbank, Deutsche Bank und andere), die durch die anstehende Privatisierung der verbleibenden zwei staatlichen Banken CEC (Staatliche Sparkasse) und BCR (Banca Comerciala Romana) voraussichtlich noch stärker wird.
Unter Einbeziehung dieser Faktoren stelle ich die Hypothese auf, dass durch eine Unternehmensgründung in Rumänien Wettbewerbsvorteile gewonnen werden können. Diese Hypothese ist Untersuchungsgegenstand meiner Arbeit, Zielsetzung ist es diese zu belegen, beziehungsweise herauszufinden unter welchen Voraussetzungen Wettbewerbsvorteile durch die Investition in Rumänien erzielt werden können.
Da die Standortwahl in Zeiten des zunehmend härter werdenden internationalen Wettbewerbs einen wesentlichen Faktor für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens darstellt, ist es sehr wichtig eine Standortentscheidung nur nach Durchführung einer sorgfältigen Analyse zu treffen. Die Basis für eine solche Analyse sind Informationen über Rumänien und die herrschenden Rahmenbedingungen.
Gang der Untersuchung:
Beginnend mit einer Beschreibung der wesentlichen Eckpunkte des Staates Rumäniens auf Basis der existierenden Literatur, werde ich im Folgenden den Standort mit Hilfe des Diamantenmodells von Porter analysieren und abschließend Empfehlungen für zukünftige Gründungen in Rumänien abgeben. Diese stützen sich zum einen auf die Schlussfolgerungen der Standortanalyse, zum anderen auf Interviews, die mit Vertretern der Führungsebene von 10 Unternehmen aus verschiedenen Branchen durchgeführt wurden.
Um Rumäniens Potential als Standort für österreichische und deutsche Unternehmensgründungen untersuchen zu können, ist eine genaue Analyse der herrschenden Rahmenbedingungen nötig. Eine Unternehmensgründung im Ausland ist mit einem großen Aufwand an finanziellen und personellen Ressourcen verbunden, eine sorgfältige strategische Planung und Vorbereitung der Investition auf Basis von Informationen über Rumänien ist für den Erfolg der Unternehmung elementar.
Daher werde ich zu Beginn eine Einführung über den Staat Rumänien geben, mit Informationen über Bevölkerung, politische Lage, Infrastruktur, Geographie und Geschichte.
Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Lage, wobei ich einerseits die Wirtschaftsentwicklung und die allgemeine Marktsituation beleuchten werde, und andrerseits die rumänischen Schwachpunkte Korruption und Privatisierung erläutern werde. Ich bin der Meinung, dass Informationen über die wichtigsten Wirtschaftskennzahlen für jeden potentiellen Investor von größtem Interesse sind, und auch die so häufig in den Medien erscheinenden Themen der Korruption und der nicht abgeschlossenen Privatisierung eine nähere Untersuchung wert sind.
Im Anschluss daran gebe ich einen Abriss über die rechtlichen Rahmenbedingungen für Fremdinvestitionen in Rumänien - Gesellschaftsrecht, Steuerrecht und Liegenschaftsrecht. Im selben Kapitel werde ich auch auf die aktuellen Förderprogramme der Europäischen Union eingehen.
Nach so vielen Informationen und Hard Facts gehe ich in Kapitel 5 zu den weichen Faktoren über, Gesellschaft und Kultur in Rumänien spielen sowohl eine Rolle im Umgang mit den eigenen, rumänischen Mitarbeitern, als auch in den Beziehungen mit Geschäftspartnern und Behörden. In diesem Kapitel werde ich auch Empfehlungen zum Umgang mit rumänischem Personal geben, sowie zur Entsendung von Stammhausmitarbeitern.
Nach diesem umfassenden Einblick in die herrschenden Rahmenbedingungen, gehe ich zur systematischen Analyse Rumäniens als Standort für deutsche und österreichische Unternehmensgründungen über, unter Verwendung des Diamantenmodells von Michael Porter. Im Zuge dieser Analyse werde ich auch die eingangs erläuterte Hypothese der Erzielung von Wettbewerbsvorteilen durch eine Investition in Rumänien weiter ausführen.
In Kapitel 7 gebe ich nützliche Empfehlungen, Tipps und Tricks für Unternehmensgründungen in Rumänien. Diese basieren auf den Erfahrungen und Aussagen der interviewten Manager.
Abschließend fasse ich die gewonnen Erkenntnisse zusammen und ziehe eine Schlussfolgerung über die Auswirkung einer Unternehmensgründung in Rumänien – ob und wie ein österreichischer oder deutscher Investor Wettbewerbsvorteile gewinnen kann.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 5 |
| 1.1 | Hypothese und Ziel der Arbeit | 5 |
| 1.2 | Methodik und Vorgehensweise | 6 |
| 1.3 | Aufbau | 7 |
| 2. | Der Staat Rumänien | 8 |
| 2.1 | Geographische Lage | 9 |
| 2.2 | Bevölkerung | 11 |
| 2.3 | Geschichtlicher Rückblick | 12 |
| 2.4 | Politische Rahmenbedingungen | 14 |
| 2.5 | Infrastruktur | 16 |
| 3. | Wirtschaftliche Lage | 18 |
| 3.1 | Geschichte und Entwicklung der rumänischen Wirtschaft | 18 |
| 3.2 | Aktuelle Wirtschaftslage, Importe &Exporte | 19 |
| 3.3 | Schwachstellen Rumäniens: Privatisierung, Korruption und Schattenwirtschaft | 20 |
| 4. | Rechtliche Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen | 22 |
| 4.1 | Fremdinvestitionen allgemein | 22 |
| 4.2 | Gesellschaftsrecht und Unternehmensgründung | 24 |
| 4.3 | Steuerrecht | 27 |
| 4.4 | Arbeitsrecht | 30 |
| 4.5 | Liegenschaftsrecht und Grunderwerb | 32 |
| 4.6 | Förderungsprogramme der EU | 32 |
| 4.7 | Weitere rechtliche Bestimmungen | 34 |
| 5. | Gesellschaftliche und kulturelle Faktoren | 34 |
| 5.1 | Die Kulturdimensionen nach Hofstede | 35 |
| 5.2 | Auswirkungen der kulturellen Unterschiede auf den Personalbereich | 37 |
| 6. | Internationale Standortwahl und Standortanalyse Rumäniens | 40 |
| 6.1 | Die Bedeutung der internationalen Standortwahl | 40 |
| 6.2 | Vorteile & Chancen bei der Unternehmensgründung in Rumänien | 41 |
| 6.3 | Nachteile & Risiken bei der Unternehmensgründungin Rumänien | 43 |
| 6.4 | Strategien und Einflussfaktoren für die Standortauswahl | 44 |
| 6.5 | Das Diamantenmodell von Michael Porter | 47 |
| 6.6 | Das Diamantenmodell angewendet auf Rumänien | 52 |
| 6.6.1 | Faktorbedingungen | 52 |
| 6.6.2 | Nachfragebedingungen | 56 |
| 6.6.3 | Verwandte und unterstützende Branchen innerhalb einer Region | 58 |
| 6.6.4 | Firmenstrategie, Struktur und Wettbewerb | 58 |
| 6.6.5 | Zufall | 59 |
| 6.6.6 | Staat | 59 |
| 6.6.7 | Fazit | 59 |
| 7. | Empfehlungen für die Unternehmensgründung in Rumänien | 61 |
| 8. | Zusammenfassung und Schlussfolgerung | 64 |
| 9. | Verzeichnisse | 66 |
| 9.1 | Literatur | 66 |
| 9.2 | Graue Literatur | 67 |
| 9.3 | Internet | 67 |
| 9.4 | Abbildungsverzeichnis | 69 |
| 10. | Anhang | 70 |
| 10.1 | Interviewleitfaden | 70 |
| 10.2 | Interviewpartner | 71 |
In den Warenkorb
98,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832491659
Arbeit zitieren:
Laserer, Michaela September 2005: Unternehmensgründung in Rumänien, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Standortwahl, Investition, Südosteuropa, Osteuropa, Produktionsverlagerung



