Unternehmensethik und Corporate Citizenship
Wie ein globales Health Care Unternehmen ethische Zielsetzungen in seiner Geschäftstätigkeit operationalisiert und gesellschaftliche Verantwortung proaktiv übernimmt
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Müller
- Abgabedatum: Juli 2006
- Umfang: 275 Seiten
- Dateigröße: 971,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Passau Deutschland
- Bibliografie: ca. 103
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0246-4
- ISBN (CD) :978-3-8366-0246-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Müller, Thomas Juli 2006: Unternehmensethik und Corporate Citizenship, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Novartis AG, Unternehmen, Soziale Verantwortung, Unternehmensethik, Corporate Social Responsibility
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Thomas Müller
Problemstellung:
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der Frage, wie Moral und Gewinn auf der Grundlage unternehmensethischer Reflexion zu einem tragfähigen Ausgleich geführt bzw. füreinander fruchtbar gemacht werden können. Am Beispiel des Schweizer Pharmakonzerns Novartis AG werden Möglichkeiten dargestellt, wie ein Unternehmen seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und ethische Prinzipien fest in seine Geschäftstätigkeit integrieren kann.
Dabei werden als Grundlage dieser Arbeit zunächst die theoretischen Ansätze wichtiger Vertreter der Wirtschafts- und Unternehmensethik vorgestellt und einer vergleichenden Beurteilung unterzogen. Dabei wird insbesondere auf den Gegensatz zwischen präferenz- und restriktionentheoretischen Ansätzen eingegangen. Die konzeptionelle Arbeit Klaus Leisingers, heute Präsident der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, bildet den Übergang zur Darstellung der Wahrnehmung unternehmensethischer und gesellschaftlicher Verantwortung bei Novartis. Hierbei wird zunächst durch eine Schilderung der Entstehung und Geschichte des Unternehmens, seines Selbstverständnisses und seiner Ziele, ein erster Einblick in das Unternehmen gegeben.
Anschließend wendet sich die Arbeit der aktuellen Corporate Citizenship-Strategie des Unternehmens zu. Hierfür bildet die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung den Ausgangspunkt. Die darauf folgende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Säulen der Corporate Citizenship -Strategie wird von folgenden Fragestellungen geleitet:
- Welche besondere ethische Verantwortung kommt der pharmazeutischen Industrie zu?
- Auf welcher Basis beruht die Corporate Citizenship-Strategie, wie entstand sie?
- Auf welche Bereiche erstreckt sie sich und welche konkreten Maßnahmen umfasst sie dort jeweils?
- Wie gestaltet sich die Implementierung der Strategie?
An diese Untersuchung schließt sich, auch im Hinblick auf die im ersten Teil vorgestellten theoretischen Fundamente der Unternehmensethik, eine zusammenfassende Beurteilung der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung bei Novartis an.
Abgerundet wird die Arbeit mit einem Resumé der gewandelten Rolle und Verantwortung der Unternehmen in einer globalisierten Welt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Warum Unternehmensethik? | 1 |
| 2. | Aktuelle theoretische Ansätze zur Wirtschafts- und Unternehmensethik im Spannungsfeld zwischen präferenz- und restrikitionstheoretischen Ansätzen | 4 |
| 2.1 | Peter Ulrich: Die Idee des republikanischen Liberalismus und des lebenspraktisch vernünftigen Wirtschaftens als Gegenentwurf zur „Marktgesellschaft“ | 8 |
| 2.1.1 | Grundlegende Thesen des Ulrichschen Ansatzes | 8 |
| 2.1.2 | Kritik am herkömmlichen ökonomischen Rationalitätsbegriff | 10 |
| 2.1.3 | Der Weg zu einem „vernünftigen“ Wirtschaften | 14 |
| 2.1.4 | Der republikanische Liberalismus als Alternative zur „Marktgesellschaft“ | 17 |
| 2.1.5 | Wirtschaftsbürgerethik als individualethische Ausprägung des republikanischen Liberalismus | 22 |
| 2.1.6 | Unternehmensethik und Ulrichs Kritik am Gewinnprinzip | 26 |
| 2.1.7 | „Ethikmaßnahmen“ in der Unternehmenspraxis | 32 |
| 2.2 | Die Rahmenordnung als systematischer Ort der Moral – der wirtschafts- und unternehmensethische Ansatz Karl Homanns | 39 |
| 2.2.1 | Grundlagen der Theorie Homanns | 39 |
| 2.2.2 | Die Legitimation des marktlichen Wettbewerbs | 42 |
| 2.2.3 | Dilemmastrukturen als Grundlage des restriktionentheoretischen Ansatzes | 45 |
| 2.2.4 | Die Rahmenordnung als systematischer Ort der Moral | 48 |
| 2.2.5 | Grundlegende Aufgaben der Unternehmensethik | 50 |
| 2.2.6 | Die Prüfung moralischer Forderungen an das Unternehmen | 52 |
| 2.2.7 | Komplementarität und Konflikt zwischen Moral und Gewinn | 53 |
| 2.2.8 | Strategien zur Auflösung des ethisch-ökonomischen Konfliktes | 54 |
| 2.2.9 | Strategische und kommunikative Rationalität | 59 |
| 2.3 | Moral und Eigeninteresse durch Investitionen in die wechselseitige Besserstellung vereinbar machen – Die ökonomische Ethik Andreas Suchaneks | 62 |
| 2.3.1 | Theoretische Voraussetzungen der Theorie Suchaneks | 62 |
| 2.3.2 | Die Verantwortung der Unternehmen | 67 |
| 2.3.3 | Handlungsbedingungen statt Gesinnungen als zentrale Grundlage der Unternehmensethik bei Suchanek | 69 |
| 2.3.4 | Investitionen in die wechselseitige Besserstellung zur Auflösung von Dilemmastrukturen | 71 |
| 2.3.5 | Die Bedeutung und moralische Qualität der Institutionen | 73 |
| 2.4 | Der unternehmensethische Ansatz Daniel Dietzfelbingers | 77 |
| 2.4.1 | Das Unternehmen und seine Verantwortung gegenüber seinen Ansprechgruppen | 77 |
| 2.4.2 | Erfolgsfaktoren im Unternehmen | 79 |
| 2.4.3 | Instrumente der Unternehmensethik und ihre Zielsetzungen | 80 |
| 2.4.4 | Unternehmenskultur als Gesamtheit der Wertvorstellungen und Leitbilder im Betrieb | 82 |
| 2.4.5 | Corporate Citizenship | 83 |
| 2.4.6 | Zusammenspiel von Individual-, Unternehmens- und Wirtschaftsethik | 86 |
| 2.4.7 | Anknüpfungspunkte zwischen Ethik und Ökonomie | 87 |
| 2.4.8 | Der Stilgedanke als Synthese ökonomischer und ethischer Zielvorstellungen | 89 |
| 2.5 | Vergleichende Beurteilung der verschiedenen Ansätze | 91 |
| 2.5.1 | Vergleichende Gegenüberstellung der verschiedenen Ansätze | 91 |
| 2.5.2 | Beurteilung der verschiedenen Ansätze | 105 |
| 2.6 | Die konzeptionelle Arbeit Klaus M. Leisingers als Brücke zwischen unternehmensethischer Theorie und der Anwendung bei der Novartis AG | 111 |
| 2.6.1 | Hintergründe und Entstehungsbedingungen einer modernen Unternehmensethik | 112 |
| 2.6.2 | Ziele und Aufgaben der Unternehmensethik | 114 |
| 2.6.3 | Grundlinien der Unternehmensethik | 115 |
| 2.6.4 | Instrumente und Adressaten der Unternehmensethik | 117 |
| 2.6.5 | Ökonomische Chancen einer ethischen Geschäftsführung | 123 |
| 2.6.6 | Implikationen für verantwortungsbewusste Unternehmen | 125 |
| 2.6.7 | Die besondere Verantwortung forschender Arzneimittelhersteller | 126 |
| 3. | Unternehmensethik und Corporate Citizenship am Beispiel der Novartis AG | 131 |
| 3.1 | Die Entstehung des Unternehmens, sein Selbstverständnis und seine besondere Verantwortung als forschender Arzneimittelhersteller | 131 |
| 3.2 | Die derzeitige Corporate Citizenship-Strategie bei Novartis | 148 |
| 3.2.1 | Die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung | 148 |
| 3.2.1.1 | „Warum eine Stiftung?“ – Übersicht über die Entwicklung der Stiftung | 148 |
| 3.2.1.2 | Strategisches Ziel der Stiftung: Den Gesundheitszustand armer Menschen nachhaltig verbessern- nachhaltiges Engagement der Pharmaindustrie im Kampf gegen Armutskrankheiten fördern | 152 |
| 3.2.1.3 | Die drei Säulen der Stiftungsarbeit: Think-Tank-Aktivitäten, praktische Entwicklungsarbeit, entwicklungspolitischer Dialog | 153 |
| 3.2.1.4 | Die wichtigsten Projekte der Entwicklungszusammenarbeit | 157 |
| 3.2.2 | Der UN Global Compact als Basis der Corporate Citizenship Strategie bei Novartis | 159 |
| 3.2.2.1 | Inhalt und Zielsetzung des UN Global Compact | 159 |
| 3.2.2.2 | Die Umsetzung des UN Global Compact bei Novartis und die Ableitung unternehmensspezifischer Corporate Citizenship Leitlinien | 162 |
| 3.2.2.4 | Zwischenfazit: Die Umsetzung des UN Global Compact bei Novartis – ein Erfolg? | 183 |
| 3.2.3 | Die vier Säulen der Corporate Citizenship Strategie: Patienten, Mitarbeiter, HSE und Business Conduct | 200 |
| 3.2.3.1 | Die Verpflichtung den Patienten gegenüber | 202 |
| 3.2.3.2 | Die Verpflichtung den Mitarbeitern gegenüber | 210 |
| 3.2.3.3 | Die Verpflichtung im Bereich Health, Safety and Environment (HSE) | 213 |
| 3.2.3.4 | Die Verpflichtung im Bereich Ethical Business Conduct/ Ethische Geschäftsführung | 217 |
| 3.2.4 | Problemfeld „Patente auf Leben“ | 226 |
| 3.2.4.1 | Grundlegende Aspekte der Patente am Leben | 226 |
| 3.2.4.3 | Argumente für die Biopatentierung | 230 |
| 3.2.4.4 | Relevanz der Biopatente für Entwicklungsländer | 231 |
| 3.2.4.5 | Protest gegen die Biopatentierung | 235 |
| 3.2.4.6 | Die Kontroversen um den „Goldenen Reis“ | 236 |
| 3.2.4.7 | Streitfall Xenotransplantation | 238 |
| 3.3 | Beurteilung und Interpretation der Corporate Citizenship Strategie im Hinblick auf Aussagen der unternehmensethischen Theorie | 242 |
| 4. | Fazit:”The social responsibility of business is to increase its profits”? | 258 |
| Quellenverzeichnis | 265 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 276 |
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Warum Unternehmensethik? | 1 |
| 2. | Aktuelle theoretische Ansätze zur Wirtschafts- und Unternehmensethik im Spannungsfeld zwischen präferenz- und restrikitionstheoretischen Ansätzen | 4 |
| 2.1 | Peter Ulrich: Die Idee des republikanischen Liberalismus und des lebenspraktisch vernünftigen Wirtschaftens als Gegenentwurf zur „Marktgesellschaft“ | 8 |
| 2.1.1 | Grundlegende Thesen des Ulrichschen Ansatzes | 8 |
| 2.1.2 | Kritik am herkömmlichen ökonomischen Rationalitätsbegriff | 10 |
| 2.1.3 | Der Weg zu einem „vernünftigen“ Wirtschaften | 14 |
| 2.1.4 | Der republikanische Liberalismus als Alternative zur „Marktgesellschaft“ | 17 |
| 2.1.5 | Wirtschaftsbürgerethik als individualethische Ausprägung des republikanischen Liberalismus | 22 |
| 2.1.6 | Unternehmensethik und Ulrichs Kritik am Gewinnprinzip | 26 |
| 2.1.7 | „Ethikmaßnahmen“ in der Unternehmenspraxis | 32 |
| 2.2 | Die Rahmenordnung als systematischer Ort der Moral – der wirtschafts- und unternehmensethische Ansatz Karl Homanns | 39 |
| 2.2.1 | Grundlagen der Theorie Homanns | 39 |
| 2.2.2 | Die Legitimation des marktlichen Wettbewerbs | 42 |
| 2.2.3 | Dilemmastrukturen als Grundlage des restriktionentheoretischen Ansatzes | 45 |
| 2.2.4 | Die Rahmenordnung als systematischer Ort der Moral | 48 |
| 2.2.5 | Grundlegende Aufgaben der Unternehmensethik | 50 |
| 2.2.6 | Die Prüfung moralischer Forderungen an das Unternehmen | 52 |
| 2.2.7 | Komplementarität und Konflikt zwischen Moral und Gewinn | 53 |
| 2.2.8 | Strategien zur Auflösung des ethisch-ökonomischen Konfliktes | 54 |
| 2.2.9 | Strategische und kommunikative Rationalität | 59 |
| 2.3 | Moral und Eigeninteresse durch Investitionen in die wechselseitige Besserstellung vereinbar machen – Die ökonomische Ethik Andreas Suchaneks | 62 |
| 2.3.1 | Theoretische Voraussetzungen der Theorie Suchaneks | 62 |
| 2.3.2 | Die Verantwortung der Unternehmen | 67 |
| 2.3.3 | Handlungsbedingungen statt Gesinnungen als zentrale Grundlage der Unternehmensethik bei Suchanek | 69 |
| 2.3.4 | Investitionen in die wechselseitige Besserstellung zur Auflösung von Dilemmastrukturen | 71 |
| 2.3.5 | Die Bedeutung und moralische Qualität der Institutionen | 73 |
| 2.4 | Der unternehmensethische Ansatz Daniel Dietzfelbingers | 77 |
| 2.4.1 | Das Unternehmen und seine Verantwortung gegenüber seinen Ansprechgruppen | 77 |
| 2.4.2 | Erfolgsfaktoren im Unternehmen | 79 |
| 2.4.3 | Instrumente der Unternehmensethik und ihre Zielsetzungen | 80 |
| 2.4.4 | Unternehmenskultur als Gesamtheit der Wertvorstellungen und Leitbilder im Betrieb | 82 |
| 2.4.5 | Corporate Citizenship | 83 |
| 2.4.6 | Zusammenspiel von Individual-, Unternehmens- und Wirtschaftsethik | 86 |
| 2.4.7 | Anknüpfungspunkte zwischen Ethik und Ökonomie | 87 |
| 2.4.8 | Der Stilgedanke als Synthese ökonomischer und ethischer Zielvorstellungen | 89 |
| 2.5 | Vergleichende Beurteilung der verschiedenen Ansätze | 91 |
| 2.5.1 | Vergleichende Gegenüberstellung der verschiedenen Ansätze | 91 |
| 2.5.2 | Beurteilung der verschiedenen Ansätze | 105 |
| 2.6 | Die konzeptionelle Arbeit Klaus M. Leisingers als Brücke zwischen unternehmensethischer Theorie und der Anwendung bei der Novartis AG | 111 |
| 2.6.1 | Hintergründe und Entstehungsbedingungen einer modernen Unternehmensethik | 112 |
| 2.6.2 | Ziele und Aufgaben der Unternehmensethik | 114 |
| 2.6.3 | Grundlinien der Unternehmensethik | 115 |
| 2.6.4 | Instrumente und Adressaten der Unternehmensethik | 117 |
| 2.6.5 | Ökonomische Chancen einer ethischen Geschäftsführung | 123 |
| 2.6.6 | Implikationen für verantwortungsbewusste Unternehmen | 125 |
| 2.6.7 | Die besondere Verantwortung forschender Arzneimittelhersteller | 126 |
| 3. | Unternehmensethik und Corporate Citizenship am Beispiel der Novartis AG | 131 |
| 3.1 | Die Entstehung des Unternehmens, sein Selbstverständnis und seine besondere Verantwortung als forschender Arzneimittelhersteller | 131 |
| 3.2 | Die derzeitige Corporate Citizenship-Strategie bei Novartis | 148 |
| 3.2.1 | Die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung | 148 |
| 3.2.1.1 | „Warum eine Stiftung?“ – Übersicht über die Entwicklung der Stiftung | 148 |
| 3.2.1.2 | Strategisches Ziel der Stiftung: Den Gesundheitszustand armer Menschen nachhaltig verbessern- nachhaltiges Engagement der Pharmaindustrie im Kampf gegen Armutskrankheiten fördern | 152 |
| 3.2.1.3 | Die drei Säulen der Stiftungsarbeit: Think-Tank-Aktivitäten, praktische Entwicklungsarbeit, entwicklungspolitischer Dialog | 153 |
| 3.2.1.4 | Die wichtigsten Projekte der Entwicklungszusammenarbeit | 157 |
| 3.2.2 | Der UN Global Compact als Basis der Corporate Citizenship Strategie bei Novartis | 159 |
| 3.2.2.1 | Inhalt und Zielsetzung des UN Global Compact | 159 |
| 3.2.2.2 | Die Umsetzung des UN Global Compact bei Novartis und die Ableitung unternehmensspezifischer Corporate Citizenship Leitlinien | 162 |
| 3.2.2.4 | Zwischenfazit: Die Umsetzung des UN Global Compact bei Novartis – ein Erfolg? | 183 |
| 3.2.3 | Die vier Säulen der Corporate Citizenship Strategie: Patienten, Mitarbeiter, HSE und Business Conduct | 200 |
| 3.2.3.1 | Die Verpflichtung den Patienten gegenüber | 202 |
| 3.2.3.2 | Die Verpflichtung den Mitarbeitern gegenüber | 210 |
| 3.2.3.3 | Die Verpflichtung im Bereich Health, Safety and Environment (HSE) | 213 |
| 3.2.3.4 | Die Verpflichtung im Bereich Ethical Business Conduct/ Ethische Geschäftsführung | 217 |
| 3.2.4 | Problemfeld „Patente auf Leben“ | 226 |
| 3.2.4.1 | Grundlegende Aspekte der Patente am Leben | 226 |
| 3.2.4.3 | Argumente für die Biopatentierung | 230 |
| 3.2.4.4 | Relevanz der Biopatente für Entwicklungsländer | 231 |
| 3.2.4.5 | Protest gegen die Biopatentierung | 235 |
| 3.2.4.6 | Die Kontroversen um den „Goldenen Reis“ | 236 |
| 3.2.4.7 | Streitfall Xenotransplantation | 238 |
| 3.3 | Beurteilung und Interpretation der Corporate Citizenship Strategie im Hinblick auf Aussagen der unternehmensethischen Theorie | 242 |
| 4. | Fazit:”The social responsibility of business is to increase its profits”? | 258 |
| Quellenverzeichnis | 265 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 276 |
Textprobe:
Kapitel 2.1.6, Unternehmensethik und Ulrichs Kritik am Gewinnprinzip:
Nach der Klärung der individualethischen Verantwortung des Wirtschaftsbürgers wendet sich Ulrich dem Bereich der Unternehmensethik zu, bezieht also auch die institutionale Ebene mit ein. Das Grundproblem gerade in großen, als Aktiengesellschaften geführten Unternehmen sei die Trennung von Eigentümern, den Anteilsbesitzern und den Verantwortlichen, die als angestellte Manager die Geschicke des Unternehmens leiten: Da diese, nicht wie in inhabergeführten Unternehmen, zunächst keine persönliche Bindung an das Unternehmen hätten, seien sie auch eher anfällig dafür, kurzfristige Erfolge auf Kosten des langfristigen Unternehmenserfolges oder der ethischen Verantwortung anzustreben. Aus diesem Grunde sei es besonders wichtig, für die „organisierte moralische Verantwortung“ im Unternehmen zu sorgen.
Ulrich führt einige Beispiele von Unternehmen auf, die ethische Gesichtspunkte in ihre Geschäftstätigkeit integrieren: Im Falle von Novartis sieht er das konsequente Bekenntnis zu den neun Prinzipien des UN Global Compact in drei wichtigen Bereichen (Wahrung der Menschenrechte, Schaffung gerechter Arbeitsbedingungen und den Schutz der Umwelt) als ein grundsätzlich positives Beispiel eines glaubhaften unternehmensethischen Einsatzes, kritisiert jedoch die investive Haltung, die sich erkennen lasse.
Im Falle des Corporate Citizenship-Berichtes von Siemens aus dem Jahre 2000 hebt er zwar das klare Bekenntnis zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung positiv hervor, auch die kritische Auseinandersetzung mit der Beschäftigung von Zwangsarbeitern während des NS-Regimes sieht er als begrüßenswerte Ansätze. Jedoch bemängelt Ulrich hier, wie schon bei Novartis, die Haltung des Unternehmens, Corporate Citizenship als Investition aufzufassen, da dies dem ursprünglichen Gedanken einer nicht vorteilsorientierten Verantwortungsübernahme für die Gesellschaft nicht entspreche. Zudem interpretiert Ulrich die außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit bei Siemens angesiedelten finanziellen Unterstützungsleistungen für die Gemeinschaft als Ausdruck einer „mäzenatischen Spendenethik“, die keinen Bezug zur eigentlichen Geschäftstätigkeit habe. Ulrichs Kritik an der „Spendenethik“ wird an späterer Stelle noch genauer erläutert.
Hier sei jedoch kritisch darauf hin gewiesen, dass Ulrich zuvor die These aufgestellt hatte, ethisch legitimiertes Verhalten eines Wirtschaftsbürgers sei nicht „idealistisches Gutmenschentum“, sondern auch von seinem legitimen Interesse an Anerkennung in der Gesellschaft getragen. Kritisiert er nun, dass Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung als Investition in ihre Reputation und damit ihre Zukunft auffassen, so könnte man m.E. darin einen gewissen Widerspruch erkennen.
Kritik übt Ulrich auch an der Schweizer Großbank UBS, welche nach Ulrich eine illegitime Gleichsetzung ihrer Shareholder-Interessen mit denen der sonstigen Ansprechgruppen, den Stakeholdern, gleichsetzt.
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836602464
Arbeit zitieren:
Müller, Thomas Juli 2006: Unternehmensethik und Corporate Citizenship, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Novartis AG, Unternehmen, Soziale Verantwortung, Unternehmensethik, Corporate Social Responsibility



