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Unternehmensentwicklung in der Biotechnologiebranche

Unternehmensentwicklung in der Biotechnologiebranche
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Dominik Mathieu
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 86 Seiten
  • Dateigröße: 556,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4772-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4772-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4772-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Mathieu, Dominik September 2001: Unternehmensentwicklung in der Biotechnologiebranche, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Pharmazie, Biotechnologie, Strategie, Business Development, Unternehmensentwicklung

Diplomarbeit von Dominik Mathieu

Einleitung:

Die Biotechnologie hat in den vergangenen Jahren in der Pharmazie immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mit der Entschlüsselung des Humangenoms hat sie auch vor kurzem erst wieder einen starken Impuls erhalten, der die Entwicklung neuer Arzneimittel in der Zukunft bedeutend beeinflussen wird. Pharmazieunternehmen müssen daher auf die Biotechnologie als Schlüsselfaktor in der modernen Wirkstoffentwicklung strategisch reagieren.

Ziel dieser Arbeit war es, eine kritische Aussage über Strategien von Pharmaziekonzernen innerhalb der pharmazeutischen Biotechnologiebranche in Europa zu treffen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei auch eine Bewertung der sinnvollen Anwendbarkeit verschiedenster Instrumente der Unternehmensentwicklung im biotechnologischen Kontext.

Zu diesem Zweck wurden neben der Sekundärdatenrecherche mehrere explorative Telefoninterviews mit Führungskräften aus dem Business Development sowie Forschung und Entwicklung von Pharmaziekonzernen und mittleren Pharmaunternehmen geführt. Unter Zuhilfenahme von Strategiemodellen sowie einer Darstellung unterschiedlicher Instrumente der Unternehmensentwicklung wurden fünf vorherrschende Strategiemuster identifiziert und bewertet.

Inhaltsverzeichnis:

ABSTRACT III
INHALTSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VII
I. EINFÜHRUNG 1
I.1 Problemstellung und Zielsetzung 2
I.2 Methodik und Vorgehensweise 4
II. AKTUELLE ASPEKTE DER PHARMAZEUTISCHEN BIOTECHNOLOGIEBRANCHE 7
II.1 Technologische Aspekte 8
II.2 Politische Aspekte 10
II.3 Soziokulturelle Aspekte 13
II.4 Wirtschaftliche Aspekte 14
III. STRATEGIEN UND INSTRUMENTE DER UNTERNEHMENSENTWICKLUNG 18
III.1 Strategien der Unternehmensentwicklung 18
III.1.1 Strategie im Technologiekontext 19
III.1.2 Integrations- und Kooperationsstrategien 20
III.1.3 Zeit als strategischer Faktor 23
III.2 Instrumente der Unternehmensentwicklung 25
III.2.1 Formen der internen Unternehmensentwicklung 26
III.2.2 Instrumente der externen Unternehmensentwicklung 28
III.2.3 Kooperationen 29
III.2.4 Unternehmensentwicklung als „Make or Buy“- Entscheidungsproblem 31
IV. ANALYSE UND BEWERTUNG DER STRATEGIEN IN DER PHARMAZEUTISCHEN BIOTECHNOLOGIEBRANCHE 32
IV.1 Analyse und Klassifizierung der in der Realität existierenden Strategien und Instrumente 32
IV.1.1 Strategiemuster der kooperativen und externen Unternehmensentwicklung 33
IV.1.2 Technologieorientierte Zeit- und Nischenstrategiemuster 35
IV.1.3 Konsolidierung und Integration 39
IV.2 Diskussion und Bewertung der Strategiemuster 40
IV.2.1 Rückwärts integrierende, technologietransferorientierte Kooperationsstrategien 42
IV.2.2 Rückwärts integrierende, technologietransferorientierte Akquisitions- und Beteiligungsstrategien 47
IV.2.3 Biotechnologiebasierte, innovationsorientierte Pionierstrategien 49
IV.2.4 Biotechnologiebasierte Nischenstrategien 51
IV.2.5 Horizontal integrierende, größenorientierte Konsolidierungsstrategien 53
IV.3 Anwendungsempfehlungen für die einzelnen Strategiemuster 56
V. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 60
V.1 Zusammenfassung 60
V.2 Ausblick 62
ANHANG VIII
LITERATURVERZEICHNIS XI

Automatisiert erstellter Textauszug:

sprechen. Wie in Reves Modell in Abschnitt III.1.2 dargestellt ist die Integration horizontal, weil sich dabei Wettbewerber untereinander zusammenschließen, die, bezogen auf die Wertschöpfungskette, dieselbe Position im Markt einnehmen. Die Konsolidierung ist außerdem größenorientiert, d.h., dass die Zielsetzung primär klar auf das quantitative Wachstum ausgerichtet ist. Obwohl die Beweggründe dieses zuletzt identifizierten Strategiemusters auf den ersten Blick nur marginal etwas mit der Biotechnologie zu tun haben, muss trotzdem hinterfragt werden, inwiefern diese Strategie gerade vor dem Hintergrund der Entwicklungen in dieser Technologie sinnvoll erscheint. Mit Rekurs auf Abbildung II-1 wird außerdem deutlich, wie dieses Strategiemuster im Zusammenhang zur pharmazeutischen Biotechnologiebranche steht. Es ist demnach für einen Pharmaziekonzern praktisch unmöglich, eine solch umfassende Strategie vollständig unabhängig von der Biotechnologie zu verfolgen. [...]

Anders ist dies bei innovativen Produkten, die sich jetzt gerade in der Forschung oder Entwicklung befinden und die neuesten Erkenntnisse der Genomik und der Genetik ausnutzen. In Anbetracht der Vielzahl der existierenden Biotechnologiefirmen in Europa148 ist die Wahrscheinlichkeit äußerst groß, dass mehrere Firmen auf ähnlichen Gebieten forschen und auch zu nahezu gleicher Zeit patentierbare Ergebnisse liefern könnten. Der daraus resultierende Wettlauf mit der Zeit um einen Patentschutz führt zur Herauskristallisierung mehrerer Faktoren, die eine Beschleunigung der Forschung und Entwicklung bewirken. Da ist zum einen der zu Beginn angedeutete Zusammenhang zu den Kooperationen bzw. Unternehmensakquisitionen und –beteiligungen zu nennen. Viele der durch Pharmaziekonzerne massiv finanzierten strategischen Allianzen dienen auch dazu, um mit Hilfe des investierten Kapitals eine Beschleunigung der Forschungsaktivitäten herbeizuführen und außerdem durch zusätzliche Expertise für den Erfolg des Projektes zu sorgen.149 Im Durchschnitt dauert heute die von der Forschung über die Entwicklung bis hin zu den klinischen Tests reichende Produktentwicklung 14,7 Jahre.150 Dazu kommt noch, dass die Rate der Fehlschläge extrem hoch liegt. Nur ca. 10-20% aller erforschten und entwickelten Substanzen werden später einmal in einem Produkt auf den Markt gelangen.151 Eine vollständige Produktentwicklung kostet laut einer Studie der Boston Consulting Group im Durchschnitt $880 Mio.152 Die Fehlschläge verursachen zudem 75% sämtlicher Entwicklungskosten der Pharmaziebranche.153 Folgende Darstellung zeigt die vollständige Wertschöpfungskette der pharmazeutischen [...]

Forschungsbudgets mancher Konzerne werden heute dafür verwendet, um vielversprechende Produktentwicklungen aus externen Quellen zu erwerben. Vor zehn Jahren waren es dagegen gerade einmal 2-3%.135 In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Forschungsallianzen, in denen die Biotechnologieunternehmung gegen eine Gewinnbeteiligung am endgültigen Produkt oder den Erhalt von Risikokapital die Forschungsleistung in einem abgegrenzten Gebiet für den Kooperationspartner übernimmt und die Ergebnisse an ihn weitergibt. Für diese Konstellation gibt es derzeit unzählige Beispiele innerhalb der Branche.136 Ein gute Veranschaulichung ist dafür die Bayer AG, die sich im Zentrum einer großen Anzahl von namhaften Biotechnologiefirmen befindet, von denen die meisten die Bayer AG mit „targets“ für Wirkstoffentwicklungen versorgen sollen.137 Der Pharmaziekonzern hat auch [...]

Arbeit zitieren:
Mathieu, Dominik September 2001: Unternehmensentwicklung in der Biotechnologiebranche, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Pharmazie, Biotechnologie, Strategie, Business Development, Unternehmensentwicklung

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