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Unternehmensakquisitionen

Planung und Durchführung einer Due Diligence insbesondere aus finanzwirtschaftlicher und absatzwirtschaftlicher Sicht

Unternehmensakquisitionen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gunther Tillmann
  • Abgabedatum: Februar 2000
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 639,9 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2355-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2355-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2355-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tillmann, Gunther Februar 2000: Unternehmensakquisitionen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskauf, Unternehmensaquisition, Mergers & Acquisitions, Due Diligence, M&A

Diplomarbeit von Gunther Tillmann

Einleitung:

Die Arbeit beschreibt die vorvertragliche Phase einer Unternehmensakquisition. Es geht darum, die Stärken und Schwächen des Targets zu analysieren. Der Autor geht sowohl auf Unternehmen aus traditionellen Industrien als auch auf Unternehmen der sog. "New Economy" ein. Für den Praktiker sind insbesondere die in der Anlage der Arbeit beigefügten Due Diligence Checklisten wertvoll.

Die Arbeit ist der Versuch einer systematischen Darstellung der Market und Financial Due Diligence durch Konzentration auf bestimmte Fragen, die in der Mehrzahl der Unternehmensakquisitionen beantwortet werden müssen. Die Arbeit stützt sich nicht auf die Befragung von Unternehmen sondern auf die Auswertung von Fachliteratur und auf die Heranziehung von Fällen aus der Fachpresse. Sie stellt dar, welche Informationen zwischen den Beteiligten ausgetauscht werden und wie Chancen und Risiken bei einer Transaktion berücksichtigt werden können.

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird auf Herkunft und Inhalt der Due Diligence eingegangen. Hierbei wird ein Vergleich mit anderen Prüfungen angestellt, um daran anschließend Planung und Durchführung der Due Diligence darzustellen. Der Hauptteil enthält die Prüfungsgebiete Market und Financial Due Diligence. Durch die Market Due Diligence wird vor allem die Überprüfung des Produktportfolios und die Analyse der Markt- und Wettbewerbssituation vorgenommen. Die Ergebnisse der Market Due Diligence dienen vor allem zur Beantwortung der Frage, ob der Verkäufer in die Absatzstrategie des Käufers paßt. Im Rahmen der Financial Due Diligence wird zunächst die bisherige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysiert. Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Market Due Diligence werden die vorliegenden Pläne untersucht. Die Ergebnisse der Financial Due Diligence sollen die Frage beantworten, ob mit diesem Kaufobjekt das Ziel der Steigerung des Unternehmenswertes erreicht werden kann.

Dieser Arbeit sind drei Checklisten beigefügt. Sie enthalten in Anlage 1 eine Übersicht über Basisunterlagen des zu kaufenden Unternehmens und in Anlage 2 und 3 Hinweise zu Fragen für die Market- und Financial Due Diligence. Die in der Arbeit aufgeführten Sachverhalte und Fragestellungen werden durch den Inhalt dieser Checklisten ergänzt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 GANG DER ARBEIT 3
2. HERKUNFT UND INHALT DES DUE DILIGENCE BEGRIFFS 5
2.1 US-AMERIKANISCHE UND ENGLISCHSPRACHIGE DEFINITIONEN 6
2.2 DEUTSCHE DEFINITIONEN 9
2.3 DIE DUE DILIGENCE IM VERGLEICH ZU ANDEREN PRÜFUNGEN 9
2.3.1 Gründungsprüfung 10
2.3.2 Prüfung einer Kapitalerhöhung mit Einlagen 10
2.3.3 Sanierungsprüfung 10
2.3.4 Unternehmensbewertung 11
2.3.5 Verschmelzungsprüfung 12
2.3.6 Jahresabschlußprüfung . 12
2.4 ANLÄSSE ZUR DURCHFÜHRUNG EINER DUE DILIGENCE 13
3. PLANUNG UND DURCHFÜHRUNG DER DUE DILIGENCE 14
3.1 PLANUNG 14
3.1.1 Die Due Diligence in der vorvertraglichen Phase der Akquisition 14
3.1.2 Akquisitionsziele 16
3.1.3 Gliederung der Prüfungsgebiete 17
3.1.4 Die Reihenfolge der Prüfungshandlungen 18
3.1.5 Beschaffung und Prüfung der Informationen 20
3.2 DURCHFÜHRUNG 22
3.2.1 Zusammenstellung des Due Diligence-Teams 22
3.2.2 Vorgespröche mit dem Verkäufer 24
3.2.3 Ansprechpartner auf Seiten des Verkäufers 24
3.2.4 Checklisten 24
3.2.5 Betriebsbegehung 26
3.2.6 Analyseschwerpunkte 26
3.3 DOKUMENTATION UND BERICHT ÜBER DIE ERGEBNISSE 28
3.3.1 Arbeitspapiere 30
3.3.2 Zwischenergebnisse im Due Diligence Memorandum 31
3.3.3 Gesamtergebnisse im Due Diligence Kompendium 31
3.3.4 Dokumente der vorvertraglichen Phase 32
3.3.4.1 Vertraulichkeitserklärung / Confidential Agreement 33
3.3.4.2 Absichtserklärung / Letter of Intent 33
3.3.4.3 Memorandum of Understanding 34
4. DIE FÜR DIESE ARBEIT AUSGEWÄHLTEN PRÜFUNGSGEBIETE 35
4.1 MARKET DUE DILIGENCE 35
4.1.1 Produktanalyse 37
4.1.1.1 Produktprogramm 38
4.1.1.2 Lernkurvenkonzept und Produktlebenszyklus 39
4.1.1.3 Vierfelder Matrix 42
4.1.1.4 Nachfolgeprodukte 44
4.1.2 Kunden- und Kundengruppenanalyse 46
4.1.3 Markt- und Wettbewerbsumfeld 46
4.1.3.1 Marktanalyse 46
4.1.3.2 Wettbewerbsanalyse 49
4.1.4 Der Vertrieb 50
4.1.5 Die Ergebnisse der Market Due Diligence in ihren Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung des Käufers 51
4.2 FINANCIAL DUE DILIGENCE 52
4.2.1 Rechnungswesen- und Risikokontrollsysteme 52
4.2.2 Analyse der Gesellschaft in der Vergangenheit 56
4.2.2.1 Auswertungszeiträume 56
4.2.2.2 Die Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung 57
4.2.2.3 Die Überleitung der Rechnungslegung laut HGB in eine Rechnungslegung gem. IAS bzw. US-GAAP 58
4.2.2.4 Bereinigung der Vergangenheitsergebnisse 60
4.2.2.5 Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 61
4.2.2.5.1 Analyse der Vermögens- und Finanzlage 62
4.2.2.5.2 Analyse der Ertragslage 64
4.2.3 Ergebnisse aus der Prüfung der bisherigen Ertragslage 66
4.2.4 Analyse der Gesellschaft in der Zukunft 67
4.2.4.1 Planungszeitröume 67
4.2.4.2 Planungsrechnungen und Planungsverfahren 68
4.2.4.2.1 Unternehmensplanung und Teilplöne 68
4.2.4.2.2 Planungsergebnisse, Methoden und Annahmen 69
4.2.4.2.3 Ergebnisse der Abweichungsanalyse 71
4.2.4.2.4 Plausibilitötsüberlegungen zur Planung der künftigen Unternehmensentwicklung 71
4.2.5 Ergebnisse aus der Prüfung der Ertragsplanung und aus beabsichtigten Maßnahmen 73
5. SCHLUBBETRACHTUNG 75
CHECKLISTEN ZUR DUE DILIGENCE 77
ANLAGE 1: CHECKLISTE ZUR BASIC DUE DILIGENCE 77
ANLAGE 2: CHECKLISTE ZUR MARKET DUE DILIGENCE 80
ANLAGE 3: CHECKLISTE ZUR FINANCIAL DUE DILIGENCE 84
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN 87
VERZEICHNIS DER TABELLEN 87
LITERATURVERZEICHNIS 88
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 97
TEXT DER VERSICHERUNG 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

Wird in den vergangenen Geschäftsjahren jedoch ein Anstieg der Stückkosten festgestellt oder ist kein eindeutiger Trend zu erkennen, so sind die in den Planungsrechnungen gemachten Annahmen über Kostendegression bei Produktionsmengenerhöhungen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls die Kosten in der Ergebnisplanung zu korrigieren. Beim Produktlebenszyklus wird untersucht, in welchem Lebenszyklus sich die Hauptumsatzträger des Verkäufers befinden. Hier ergeben sich Anhaltspunkte zur Überprüfung der Planungsprämissen, insbesondere zu den Umsatzerlösen und den größten Aufwandspositionen. Der Produktlebenszyklus106 kann unterteilt werden in Produktentstehungs-, Einführungs-, Wachstums-, Reife-, Sättigungs- und Degenerationsphase, aus denen sich jeweils unterschiedliche Konsequenzen für die Planung ergeben. In Abbildung 7 werden diese Phasen dargestellt. [...]

ganisation, F&E realisiert wurden.101 Die nachgewiesene Stückkostendegression spricht daher eher für internes als für externes Unternehmenswachstum. Sollen diese Effekte durch externes Unternehmenswachstum realisiert werden, spricht man von sog. Multiplant Economies of Scale.102 Sie beziehen sich vor allem auf positive Effekte im Bereich der F&E und des Marketing. In der Literatur ist jedoch die Realisierung von produktionsfernen Economies of Scale umstritten, da der erhebliche Integrationsbedarf und die damit verbundenen Kosten eine Gegenposition zu den Einspareffekten darstellen.103 Das Konzept der Economies of Scope versucht, Kostenvorteile aufgrund der Unternehmensgröße bei heterogenen Produktionsprogrammen zu begründen. Es gilt also bei einer Produktvielfalt gleiche oder ähnliche Komponenten zu identifizieren und diese dann in den unterschiedlichen Produktionsbereichen bzw. Prozessen einzusetzen. In der Automobilindustrie werden z.B. gleiche Bauteile für unterschiedliche Fahrzeugtypen verwendet.104 Neben den Skaleneffekten gibt das Lernkurvenkonzept Auskunft darüber, ob in der Vergangenheit z.B. durch Verdoppelung der Produktmenge eine Reduzierung der Stückkosten um z.B. 20% - 30% erreicht wurde. Ist dies der Fall, sind dafür neben den realisierten Skaleneffekten auch Lernprozesse und technologieinduzierte Rationalisierungspotentiale ursächlich.105 [...]

Auch hier sind die Annahmen in den Planungsrechnungen auf ihre Schlüssigkeit hin zu überprüfen und die Planungen gegebenenfalls anzupassen. Hieran schließt sich an: • Die Feststellung der mit den heutigen und mit den in der Entwicklung befindlichen Produkte verbundenen größten Chancen und Risiken. Sofern Nachfolgeprodukte oder Neuprodukte das bisherige Produktportfolio ablösen sollen, ist die Vollständigkeit der damit einhergehenden Investitionen und Produkteinführungskosten in den Teilplänen zu überprüfen. Gleiches gilt für die Prüfung der geplanten Umsätze im Hinblick auf die damit verbundenen Chancen und Risiken. 4.1.1.2 Lernkurvenkonzept und Produktlebenszyklus Diese von der Boston Consulting Group (BCG) entwickelten Methoden sind wichtige Bestandteile der strategischen Portfolioanalyse eines Unternehmens.99 Trotz der in der Literatur100 genannten Schwierigkeiten und Probleme bei der Anwendung der Portfolioanalyse kann sich der Käufer – sofern sich das Portfolio wie weiter unten dargestellt abbilden läßt – einen schnellen und umfassenden Überblick über die Produkte des Verkäufers verschaffen. Hieraus kann der Käufer Rückschlüsse auf die strategische Ausrichtung und das Eintreten der in den Planungsrechnungen gemachten Annahmen ziehen. Wenn die einzelnen Hauptprodukte und deren Stückkosten im Zusammenhang mit der bisherigen Ausweitung der Produktionsmenge abgebildet werden können, wird ersichtlich, ob die Annahme zutrifft, daß mit der geplanten Ausweitung der Produktionsmenge eine Reduzierung der Stückkosten einhergehen kann. Aus dem bisherigen Stückkostenverlauf läßt sich ableiten, ob und in welchem Umfang bisher aufgrund der wachsenden Betriebs- und Unternehmensgröße Möglichkeiten der Kostendegression z.B. in den Bereichen Beschaffung, Fertigung, Absatz, Or- [...]

Arbeit zitieren:
Tillmann, Gunther Februar 2000: Unternehmensakquisitionen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskauf, Unternehmensaquisition, Mergers & Acquisitions, Due Diligence, M&A

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