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Umweltschutz als Standortfaktor

Eine Begründung für seine Existenz und seine Relevanz für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland

Umweltschutz als Standortfaktor
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Claudia Wöhler

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beinhaltet einerseits eine Begründung für die Existenz des Standortfaktors Umweltschutz und untersucht andererseits die Bedeutung des Umweltschutzes in der Bundesrepublik Deutschland als Standortfaktor vor dem Hintergrund der Gesamtheit relevanter Standortfaktoren.

Die Arbeit ist in zwei Teile und sechs Kapitel unterteilt: Der erste Teil vermittelt einen Einblick in die Grundlagen der Umweltökonomie, in das Umweltbewußtsein und -verhalten der deutschen Bevölkerung im Zeitablauf sowie im internationalen Vergleich; einen Überblick über die Umweltpolitik Deutschlands und der Europäischen Union sowie der öffentlichen Ausgaben für Umweltschutz im internationalen Vergleich. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Produzierenden Gewerbes sowie den ökonomischen Wirkungen des Umweltschutzes. Abschließend folgt eine zusammenfassende Beurteilung des Standortfaktors Umweltschutz auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Produzierenden Gewerbes Deutschlands.

Die Analyse diverser Indikatoren über Zeitablauf oder internationale Vergleiche spricht dafür, daß entstehende private Umweltkosten in Deutschland keinen ausschlaggebenden Faktor für die Vornahme von Standortverlagerungen, die Beeinträchtigung der Attraktivität des Industriestandorts oder der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Produzierenden Gewerbes darstellt. Betroffene Branchen müssen zwar kurzfristige Kostenerhöhungen sowie eventuelle Gewinneinbußen hinnehmen, und u.U. wird der Entzug von Investiv- und Forschungskapital aus unternehmensinternen, produktivitätssteigernden Aktivitäten für die Erfüllung umweltrechtlicher Anforderungen notwendig. Diesen negativen Effekten stehen jedoch die positiven Effekte der Entwicklung eines Umweltmarktes, der Verbesserung von Produktionstechnologien, der Erlangung eines internationalen Wissensvorsprungs im Umweltbereich und der Verbesserung der Umweltqualität gegenüber. Im allgemeinen hängen die potentiellen Wirkungen des Umweltschutzes auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit u.a. von der Wahl der Unternehmensstrategie, dem Handlungsspielraum der Anpassung, der Reaktionsfähigkeit der Wettbewerber, dem Ausmaß der unternehmensbedingten Umweltschädigung, den nationalen und internationalen Divergenzen der entstehenden Umweltkosten und umweltpolitischen Anforderungen sowie den Markt- und Nachfragebedingungen ab.

Das Potential des Umweltschutzes bzw. des Umweltschutzmarktes wird langfristig um so größer werden, je mehr Nationen diese Notwendigkeit in ihrem Handeln berücksichtigen. Der 'early home demand' deutscher, umweltorientierter Unternehmen wird sich dann in einen internationalen Technologievorsprung verwandeln.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis iv
Grafikenverzeichnis iv
Tabellenverzeichnis v
0. Einleitung 2
Teil 1: Eine Erklärung für die Existenz des Standortfaktors Umweltschutz 7
Kapitel 1 Umwelt und Ökonomie 8
1. Begriffsabgrenzungen 8
1.1 Umwelt 8
1.2 Umweltschutz 9
1.3 Umweltqualität 9
1.4 Der Begriff 'öffentliches Gut' in Abgrenzung zum 'privaten Gut' 10
1.5 Der Begriff 'knappes Gut' in Abgrenzung zum 'freien Gut' 11
2. Die natürliche Umwelt als öffentliches und knappes Gut 12
2.1 Das öffentliche Gut Umwelt 12
2.2 Das knappe Gut Umwelt 14
3. Die Allokation der Umweltnutzung 15
4. Die Relevanz der Erkenntnisse für die Existenz des Standortfaktors Umweltschutz 16
Kapitel 2 Gesellschaftliche Ebene 17
1. Begriffe 17
2. Entwicklung des Umweltbewußtseins der deutschen Bevölkerung 17
2.1. Die Entwicklung der Einstellung zur Umwelt anhand empirischer Untersuchungen 20
2.1.1 Die deutsche Bevölkerung 20
2.1.2 Ein europäischer Vergleich 22
2.1.3. Determinanten des ansteigenden Umweltbewußtseins 23
2.1.3.1 Die Umweltkatastrophen und der Einfluß der Medien 23
2.1.3.2 Wertewandel und der Wohlstand 24
2.2. Das Umweltverhalten der Deutschen 26
2.2.1 Gesellschaftliche Institutionen des Umweltschutzes 26
2.2.2 Das Konsumentenverhalten 29
2.2.3 Das Wählerverhalten 35
3. Zwischenfazit und die Folge für den Standortfaktor Umweltschutz 37
Kapitel 3 Staatliche Ebene 39
1. Die Umweltpolitik der Europäischen Union - Ein Überblick 39
2. Die Umweltpolitik und das Umweltrecht in Deutschland - Ein Überblick 42
2.1 Historie der deutschen Umweltpolitik ab 1970 42
2.2 Die Ziele der deutschen Umweltpolitik 43
2.3. Konzepte und Instrumente der Umweltpolitik 44
2.3.1 Das Verursacherprinzip 44
2.3.2 Das Gemeinlastprinzip 46
2.3.3 Das Vorsorgeprinzip 47
2.3.4 Das Kooperationsprinzip 48
2.4 Überblick über die bedeutendsten Umweltschutzgesetze 49
2.5 Internationale Beurteilung der bundesdeutschen Maßnahmen und Regelungen der Umweltpolitik 53
3. Aufwendungen der öffentlichen Hand für den Umweltschutz im internationalen Vergleich 53
4. Relevanz der Umweltpolitik für die deutsche Wirtschaft 59
Teil 2: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Standortfaktors Umweltschutz 62
Kapitel 4 Volkswirtschaftliche Ebene 63
1. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit 63
1.1 Der Wettbewerbserfolg von Unternehmen bzw. Branchen 64
1.2 Bestimmungsfaktoren des nationalen Vorteils 65
1.3 Der nationale Vorteil der Länder - Definition und Meßkriterien der internationalen Wettbewerbsfähigkeit einer Nation 67
2. Der Standort Bundesrepublik Deutschland im Überblick 68
2.1 Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts 69
2.2 Standortvor- und -nachteile der Bundesrepublik Deutschland 74
3. Zwischenfazit 82
Kapitel 5 Unternehmensebene: Der Standortfaktor Umweltschutz 83
1. Die Effekte des Umweltschutzes 86
1.1. Die Kosten des Umweltschutzes 86
1.1.1. Private Umweltschutzausgaben in Deutschland 88
1.1.1.1 Umweltschutzausgaben des Produzierenden Gewerbes nach Sektoren 89
1.1.1.2 Umweltschutzinvestitionen des Produzierenden Gewerbes nach Umweltmedien 92
1.1.2 Umweltschutzausgaben im internationalen Vergleich 93
1.1.3 Private Umweltschutzausgaben und internationale Wettbewerbsfähigkeit 95
1.1.4 Öffentliche Finanzierungsquellen der privaten Umweltkosten 98
1.1.5 Genehmigungsverfahren 101
1.2. Der Nutzen des Umweltschutzes 103
1.2.1. Umweltschutz und Innovationen 103
1.2.1.1 Private Forschung und Entwicklung 104
1.2.1.2 Patente für den Umweltschutz und der RCA-Index 105
1.2.2. Der Umweltmarkt 109
1.2.2.1 Der Markt für umweltintensive Güter 110
1.2.2.2 Der Umweltschutz-Markt 112
1.2.3 Umweltqualität 115
1.2.4 Umweltgüter und internationale Wettbewerbsfähigkeit 116
2. Die empirische Bedeutung des Umweltschutzes im Gefüge ausgewählter Standortfaktoren aus Unternehmenssicht 117
2.1 Beurteilung von Standortfaktoren 117
2.2 Umweltschutz im Gefüge unternehmerischer Zielsysteme 119
2.3 Umweltschutz und die Motive für ausländische Direktinvestitionen (FDI) 122
3. Tendenzen 125
3.1 Unternehmensstrategie und Umweltschutz 125
3.2 Umweltmarketing und Konsumentenverhalten 128
Kapitel 6 Zusammenfassung und Ergebnisse 131
Anhang 139
Literaturverzeichnis 154

Arbeit zitieren:
Wöhler, Claudia April 1995: Umweltschutz als Standortfaktor, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kosten und Nutzen des Umweltschutzes im internatinalen Vergleich, Standort Deutschland, Umweltbewußtsein, Umweltökonomie, Umweltpolitik

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