Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Umweltorientierte Unternehmensführung unter besonderer Berücksichtigung des Personalsektors

Umweltorientierte Unternehmensführung unter besonderer Berücksichtigung des Personalsektors
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian Torunsky
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 88 Seiten
  • Dateigröße: 614,3 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Regensburg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 88
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4746-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Torunsky, Florian September 2000: Umweltorientierte Unternehmensführung unter besonderer Berücksichtigung des Personalsektors, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Umwelt, Unternehmensführung, Personalwesen, Management, Ökologie

Diplomarbeit von Florian Torunsky

Einleitung:

Das Umweltverhalten in den Industrienationen - in Deutschland in besonders deutlicher Weise - hat sich im Laufe der letzten drei Jahrzehnte massiv verändert. Diese gesellschaftlichen Interessenverschiebungen waren und sind treibende Kraft rechtlicher, politischer und letzten Endes wirtschaftlicher Veränderungen im Umweltschutz.

Ziel dieser Arbeit ist es, diese Entwicklungen (Kapitel 1) und ihre Folgen auf die einzelnen Bereiche der Unternehmung (Kapitel 2) darzustellen. Besondere Aufmerksamkeit gilt im Folgenden den Konzeptinnovationen des vergangenen Jahrzehnts und sich abzeichnenden Zukunftstrends.

Hierzu werden in Kapitel 2 neben der Unternehmensführung, die bei der Implementierung ökologischer Tendenzen eine Schlüsselfunktion innehat, die betrieblichen Funktionsbereiche Beschaffung, Abfallwirtschaft, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Entwicklung sowie Finanzen näher untersucht.

Bei der Umsetzung sämtlicher vorab besprochenen Maßnahmen kommt der Personalarbeit eine Hauptverantwortung zu, weshalb in Kapitel 3 die Personalsektoren mit ihren unterschiedlichen Funktionen gesondert beleuchtet werden.

Zu einzelnen Unterpunkten werden einschlägige Beispiele aus der Wirtschaft angeführt. Die vorliegenden Unternehmensinformationen aus einer Vielzahl von Branchen resultieren aus persönlichen Kontaktaufnahmen mit dort beschäftigten Mitarbeitern, für deren Interesse und Unterstützung an dieser Arbeit ich mich ausdrücklich bedanke.

Inhaltsverzeichnis:

Einführung 4
1. Ökologieverständnis von Gesellschaft und Wirtschaft 5
1.1 Gesellschaftliche Umweltinteressen im Wandel 6
1.2 Gesamtwirtschaftliche Konsequenzen 8
2. Implikationen für den Umweltschutz auf Unternehmensebene 14
2.1 Unternehmensführung 15
2.1.1 Hintergrund 15
2.1.2 Haftung der Unternehmensleitung 15
2.1.3 Funktionen des Managements 17
2.1.4 Die besondere Bedeutung des Total Quality Managements 19
2.1.5 Die Sonderrolle des Umweltschutzbeauftragten 21
2.2 Beschaffung 23
2.2.1 Hintergrund 23
2.2.2 Möglichkeiten eines umweltbezogenen Einkaufs 23
2.2.3 Abhängigkeit von Zulieferern 24
Praxisbeispiel Weleda AG 25
2.3 Abfallwirtschaft 26
2.3.1 Hintergrund 26
2.3.2 Aufgaben der betrieblichen Abfallwirtschaft 27
Praxisbeispiel Heidelberger Druckmaschinen AG 27
2.4 Marketing 29
2.4.1 Hintergrund und Aufgaben des Umweltmarketings 29
2.4.2 Umweltschutz und die Marketinginstrumente 30
Praxisbeispiel Waschbär-Versand 32
2.5 Öffentlichkeitsarbeit 35
2.5.1 Abgrenzung und geschichtlicher Hintergrund 35
2.5.2 PR-Strategien im Wandel 36
2.5.3 Instrumente offensiver Öffentlichkeitsarbeit 36
2.6 Forschung und Entwicklung 40
2.6.1 Hintergrund 40
2.6.2 Aufgaben und Schwierigkeiten umweltbezogener F&E 40
2.7 Finanzen 43
2.7.1 Hintergrund 43
2.7.2 Umweltkostenrechnung 43
2.7.3 Externe Rechenschaftslegung 45
2.7.4 Grund- und Ergänzungsrechnungen 45
2.7.5 Ökologisches Controlling 47
2.7.6 Umweltaudits 48
3. Umweltschutzorientierte Personalarbeit 51
3.1 Personalbedarfsermittlung 52
3.1.1 Hintergrund 52
3.1.2 Umweltbezogene Aspekte 52
3.2 Personalbeschaffung 54
3.2.1 Hintergrund 54
3.2.2 Umweltbezogene Aufgaben 54
3.3 Personalentwicklung 56
3.3.1 Hintergrund 56
3.3.2 Berufliche Umweltbildung 56
Praxisbeispiel OBI 59
Praxisbeispiel DaimlerChrysler AG 62
3.4 Mitarbeitermotivation 64
3.4.1 Hintergrund 64
3.4.2 Motivation durch immaterielle Anreize 64
3.4.3 Materielle Motivationsförderung 68
Schlussbemerkungen 71
Literaturverzeichnis 73
Verzeichnis sonstiger Quellen 80
Internetseiten 80
Interviews/Gespräche 80
Vorträge/Vorlesungen 80
Umweltberichte/Sonstiges 81

Textprobe:

Kapitel 2, Implikationen für den Umweltschutz auf Unternehmensebene:

‘Die Umwelt ist für die Wirtschaft keine Einschränkung, sondern ihre Zukunft’.

Die in Kapitel 1 behandelte Verschiebung gesellschaftlicher Umweltinteressen und die daraus resultierende gesamtwirtschaftliche Bewegung vom Abstreiten einer Mitverantwortung an Umweltschäden hin zum Nachhaltigkeitsgedanken hatte massive Auswirkungen auf die einzelnen Unternehmen und ihre Funktionsbereiche. In diesem Kapitel werden nun alle Unternehmensbereiche einzeln auf ihre ökologische Ausrichtung hin untersucht, wobei besonderes Augenmerk auf heute gängige Ausprägungsformen und Zukunftstrends gelegt wurde.

Auf die separate Analyse der Produktion wurde bewusst verzichtet. Zwar finden hier auch in heute noch als ökologisch unterentwickelt zu bezeichnenden Unternehmen erste Umweltschutzaktivitäten statt, doch ist dies eher ein Effekt von Qualitätsmanagement-Konzepten wie Kaizen oder Total Quality Management, denn rein ökologisch motivierter Überlegungen. Auf diesen Sachverhalt wird später noch genauer eingegangen. Zudem ist die nahezu unendlich große Anzahl möglicher Maßnahmen, die sich aus der Vielzahl von Branchen, Produktlinien, Modellen, Materialien usw. zwangsläufig ergibt, im Rahmen dieser Arbeit schon allein aus Platzgründen nicht ausreichend darstellbar. Aufgrund innerbetrieblicher Vernetzung der Produktion mit anderen Unternehmensbereichen finden sich jedoch produktionstechnische Aspekte in den Abhandlungen anderer Unternehmensbereiche wieder, vor allem in den Abschnitten ‘Abfallwirtschaft’ sowie ‘Forschung und Entwicklung’.

Aus demselben Grund enthält dieses Kapitel bereits vereinzelte Personalmaßnahmen, die aber schwerpunktmäßig erst in Kapitel 3 dargestellt werden.

Eine Schlüsselrolle bei der strategischen Ökologisierung eines Unternehmens spielen auch aufgrund ihrer Vorbildfunktion die Führungskräfte, deren besondere Verantwortung und daraus resultierende Aufgaben im Folgenden näher erläutert werden.

Unternehmensführung:

‘Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun’.

Hintergrund:

Unternehmensplanung findet heute in einem turbulenten Umfeld statt. Beispielhaft sind hier Gründe wie die rasch voranschreitende Globalisierung, flaches Wirtschaftswachstum, teils massive soziale Strukturprobleme, in vielen Branchen stagnierende Märkte, die Schübe neuer Technologien mit immer kürzeren Produkt-Lebenszyklen, der gesellschaftliche Wertewandel, eine durch das Hinzukommen internationaler Gesetzgebung unübersichtlicher gewordene Rechtslandschaft und eine daraus resultierende abnehmende Flexibilität der Unternehmen zu nennen.

Diese Ursachen erzwangen eine komplexere, zukunftsorientierte Unternehmensführung, um zur Sicherung internationaler Wettbewerbsfähigkeit langfristige Erfolgspotentiale aufzubauen, von denen ein Teil der Umweltschutz sein wird. Entsprechende ökologische Entscheidungen müssen auf höchster Ebene getroffen werden, weil sie sich auf die Gesamtheit der Unternehmensstrategie beziehen.

Das Fernziel jedoch ist die Ökologisierung aller Entscheidungen, so dass Ökonomie und Ökologie im Unternehmen zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen. Damit zu verbinden ist ein Führungsstil, der ökologische Problemstellungen offen nach innen und nach außen kommuniziert und über sukzessive Verbesserungen das Unternehmen in eine dauerhafte, umweltverträgliche und nachweltschonende Entwicklung führt.

Haftung der Unternehmensleitung:

Die voran bereits diskutierten Besonderheiten der Verantwortung der Wirtschaft für ökologische Aspekte ihres und nachgelagerten Handelns führen dazu, dass jene Haftung in letzter Instanz nur bei der Unternehmensleitung liegen kann, selbst wenn die Verantwortung für die praktische Umsetzung bei anderen liegt.

Es kommt hinzu, dass Führungskräfte auch nach dem Strafrecht für Verstöße gegen Umweltschutzvorschriften haftbar sind. Im Vergleich zur Arbeitsschutzgesetzgebung, die die Verantwortung betreffend voll vergleichbar ist, hat sich ein ähnlich verantwortungsvolles und fast instinktives Verhalten von Unternehmern und Führungskräften im Umweltschutz noch nicht etabliert. Ein Mitverschulden hieran wird beim nationalen und EU-Gesetzgeber gesehen: Die Verhütung von Arbeitsunfällen, die Übertragung von Verantwortung auf alle in der Produktion Tätigen und die Sauberkeit der Arbeitsstätten sind nicht nur gesetzlich geregelt, sondern werden vor allem professionell und im Allgemeinen recht wirksam gefördert. Es ist beispielsweise ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben, die Arbeitsordnung und die Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften im Betrieb auszuhängen. Eine Verpflichtung hierzu im Falle von Umweltvorschriften fehlt jedoch, obwohl sie genauso erfolgreich sein könnte.

Mit Hilfe des an späterer Stelle noch ausführlich dargestellten Umweltauditverfahrens kann ein Unternehmen jedoch möglicherweise rechtliche Inanspruchnahme wegen ökologischer Schäden abwenden, wenn es gelingt, lückenlos nachzuweisen, dass sich das hierfür ursächliche Tun oder Unterlassen nicht während der eigenen Wertschöpfung zugetragen hat. Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass das bloße Vorliegen eines Umweltzertifikates diesen Schutz alleine nicht gewährleisten, ja sogar erhöhte Ansprüche der Kläger hervorrufen kann. Ähnliche Entwicklungen sind im Bereich des Qualitätsmanagements zu beobachten gewesen, als Verwender von Zertifikaten wegen Nichterfüllung der damit zugesicherten Qualität Regressansprüchen nachzukommen hatten. Die Befürchtung einer solchen Entwicklung übertragen auf das Umweltmanagement erklärt auch das bisherige Zögern der USA und Kanada gegenüber verbindlicher Umweltnormen, da in diesen Ländern Schadensersatzleistungen traditionell deutlich höher ausfallen als beispielsweise in Europa.

Arbeit zitieren:
Torunsky, Florian September 2000: Umweltorientierte Unternehmensführung unter besonderer Berücksichtigung des Personalsektors, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Umwelt, Unternehmensführung, Personalwesen, Management, Ökologie

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren