Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Umstrukturierung von Betriebsaufspaltungen und steuerschonende Beendigung

Umstrukturierung von Betriebsaufspaltungen und steuerschonende Beendigung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Stephan Gergen
  • Abgabedatum: August 1998
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 690,1 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Worms Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1191-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1191-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1191-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gergen, Stephan August 1998: Umstrukturierung von Betriebsaufspaltungen und steuerschonende Beendigung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: gewerbliche oder vermögensverwaltende Betriebsaufspaltung, Risikofaktoren, Haftungsbeschränkung, Sicherheitsmaßnahmen

Diplomarbeit von Stephan Gergen

Einleitung:

Diese Diplomarbeit befaßt sich mit dem Thema der Umstrukturierung von Betriebsaufspaltungen sowie deren steuerschonende Beendigung.

Zunächst werden unter Zugrundelegung vielfältiger BFH-Entscheidungen die Tatbestandsvoraussetzungen der Betriebsaufspaltung aufgeführt, sowie deren steuerliche Rechtsfolgen angezeigt. Gegenübergestellt werden nun, unter zivil- als auch unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten, Beweggründe, die sowohl für als auch gegen die gewerbliche Betriebsaufspaltung sprechen.

Erscheint nach eingehender Überprüfung, das Beibehalten der Betriebsaufspaltung als vorteilhaft - beispielsweise im Rahmen der Unternehmensnachfolge -, werden Umstrukturierungsmaßnahmen erwogen um einem unverhofften Ende der Betriebsaufspaltung und damit evtl. einhergehenden drastischen Konsequenzen vorzubeugen. Diesbezüglich werden Gestaltungsspielräume aufgezeigt, die Betriebsaufspaltung unter optimierten Verhältnissen fortführen zu können.

Demgegenüber werden Argumente dargelegt, welche eine planmäßige Beendigung der Betriebsaufspaltung hervorheben. Hierzu erhält der Leser Alternativvorschläge, die sowohl eine steuerpflichtige als auch eine steuerschonende Beendigung durch Rechtsformwechsel - einschließlich Rechtsformvergleich - ermöglichen.

Schließlich wird in der Schlußbetrachtung, unter praktischen Gesichtspunkten, das Für und Wider einer gewerblichen Betriebsaufspaltung abgewogen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
A. Einleitung 1
B. Das Wesen der Betriebsaufspaltung 3
I. Begriff der Betriebsaufspaltung 3
II. Erscheinungsformen der Betriebsaufspaltung 4
1. Echte Betriebsaufspaltung 4
a) Besitz- und Betriebsunternehmen 4
b) Produktions- und Vertriebsunternehmen 4
2. Unechte Betriebsaufspaltung 5
3. Kapitalistische Betriebsaufspaltung 5
4. Umgekehrte Betriebsaufspaltung 6
5. Mitunternehmerische Betriebsaufspaltung 6
6. Einheitsbetriebsaufspaltung 8
7. Weitere Erscheinungsformen der Betriebsaufspaltung 8
III. Rechtfertigung der Betriebsaufspaltung 9
C. Tatbestandsvoraussetzungen der Betriebsaufspaltung 12
I. Allgemeines 12
II. Die sachliche Verflechtung 13
1. Der Begriff "eine wesentliche Betriebsgrundlage" 13
2. Der Begriff der Überlassung 16
III. Die personelle Verflechtung 18
1. Der einheitlich geschäftliche Betätigungswille 18
2. Die Personengruppentheorie 19
3. Die Behandlung von Anteilen im Familienbesitz 21
a) Ehegattenanteile 21
b) Anteile von Kindern 23
4. Die faktische Beherrschung 24
IV. Die steuerlichen Folgen der Betriebsaufspaltung 26
D. Umstrukturierungsmaßnahmen im Rahmen bestehender Betriebsaufspaltung 27
I. Beweggründe für die Beibehaltung 27
1. Allgemein 27
2. Steuerrechtliche Aspekte 27
a) Vorteile bei laufender Besteuerung gegenüber
vermögensverwaltender Betriebsaufspaltung 28
b) Geschäftsführergehälter und Pensionsrückstellungen 29
c) Gewerbeertragfreibetrag und Abzugsbetrag für Dauerschulden 29
d) Tarifbegrenzung gem. § 32c EStG 30
e) Sonderabschreibung des § 7g EStG 30
f) Ansparabschreibung des § 7g Abs. 3-6 EStG 31
3. Zivil- und wirtschaftsrechtliche Aspekte 31
a) Haftungsbeschränkung 31
aa) Schutz des Anlagevermögens 31
bb) Produkthaftung 32
cc) Arbeitgeberhaftung 33
dd) Branchentypische Haftung 33
b) Sicherung der Unternehmenskontinuität 34
aa) Fremdes Management 34
bb) Aufnahme neuer Gesellschafter 34
cc) Familiäre und erbrechtliche Überlegungen 35
dd) Alters- und Witwenversorgung 36
c) Standortfragen 37
d) Betriebsverfassungs- und mitbestimmungsrechtliche Vorteile 38
e) Umgehung der Publizitätspflicht 39
f) Arbeitnehmerbeteiligung 39
II. Notwendigkeit von Vorkehrungsmaßnahmen zum Schutz vor ungewollter Beendigung 41
1. Die ungewollte Beendigung 41
a) Wegfall der Voraussetzungen durch nicht beeinflußbare Umstände 42
aa) Vermögensänderung beim Betriebsunternehmen 42
bb) Veränderung der Beteiligungsverhältnisse 42
cc) Volljährigkeit von beteiligten Kindern 43
dd) Ehescheidung 43
ee) Erbfälle, Schenkungen 44
ff) Tod eines Gesellschafters 44
gg) Konkurs des Betriebsunternehmens 45
hh) Interessengegensatz der Gesellschafter 45
b) Die vorübergehende Beendigung 46
2. Vorkehrungsmaßnahmen 47
a) Besitzunternehmen als Alleingesellschafterin der Betriebsgesellschaft 47
b) Abschluß eines Poolvertrages 47
c) Betriebsverpachtung im ganzen 48
d) Änderung der Stimmrechtsverhältnisse 49
e) Eigengewerbliche Betätigung des Besitzunternehmens 50
f) Schaffung einer gewerblich geprägten Personengesellschaft 50
g) Weitere Präventivmaßnahmen 51
3. Beendigung durch Rechtsprechungsänderung 52
III. Ausgliederung eines Nur-Besitz-Gesellschafters 54
E. Umstrukturierungsmaßnahmen zur planmäßigen Beendigung 55
I. Motive einer gewollten Beseitigung 55
1. Haftungsprivileg zeitgemäß? 55
2. Betriebsaufspaltung im Steuerbelastungsvergleich 60
3. Nutzung der noch begünstigten Aufgabebesteuerung 63
4. Nachteile bei laufender Besteuerung gegenüber vermögensverwaltender Betriebsaufspaltung 64
5. Sonstige Motive 65
II. Alternativen der Umstrukturierung 66
1. Beendigung der personellen Verflechtung 66
a) Änderung der Stimmrechtsverhältnisse 66
b) Änderung der Beteiligungsverhältnisse 67
aa) Das Wiesbadener Modell 67
bb) Generationennachfolge 67
2. Beendigung der sachlichen Verflechtung 67
a) Aufhebung des Nutzungsvertrages und Verpachtung an Dritte 68
b) Wegfall der Eigenschaft als wesentliche Betriebsgrundlage 68
3. Rechtsfolge planmäßiger Beendigung 68
F. Die optimierte Betriebsaufspaltung 69
I. Einrichtung eines Organschaftsverhältnisses 69
1. Die umsatzsteuerliche Organschaft 69
2. Die gewerbesteuerliche Organschaft 70
3. Die körperschaftsteuerliche Organschaft 72
II. Verlustverlagerung auf das Besitzunternehmen 74
a) Verminderung der Nutzungsvergütungen für die überlassenen wesentlichen Betriebsgrundlagen 74
b) Herabsetzen der Tätigkeitvergütungen der Gesellschafter-Geschäftsführer 75
c) Forderungsverzicht des Betriebs-GmbH-Gesellschafters 75
III. Gestaltungsmaßnahmen innerhalb der Betriebskapitalgesellschaft 76
G. Steuerschonende Beendigung durch Rechtsformwechsel 77
I. Liquidation der GmbH und Einbringung der Wirtschaftsgüter in das Besitzunternehmen 77
II. Verschmelzende Umwandlung der Betriebs-GmbH auf das Besitzunternehmen 78
III. Einbringung des Besitzunternehmens in die Betriebs-GmbH 84
IV. Formwechsel der Betriebs-GmbH in eine GmbH & Co. KG 86
V. Verschmelzung der Betriebs-GmbH auf eine neue GmbH & Co. KG 87
H. Schlußbetrachtung 88
Literaturverzeichnis VIII
Rechtsprechungsverzeichnis XV
Versicherung nach § 23 Abs. 8 Diplomprüfungsordnung XIX

Automatisiert erstellter Textauszug:

48 • • • ihr Stimmrecht einheitlich ausüben, alles unterlassen, was die Betriebsaufspaltung gefährdet, ihre Beteiligungen nur nach vorheriger Zustimmung der übrigen Gesellschafter veräußern, belasten, teilen etc. können.156 Darüber hinaus sind die Gesellschafter der Besitz- als auch der Betriebsgesellschaft, aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht, gehalten alles zu tun bzw. zu unterlassen, was den steuerlichen Bestand der Betriebsaufspaltung gefährden kann. Kommt ein Gesellschafter dieser rechtlichen Verpflichtung nicht nach und führt dieses Fehlverhalten zur Beendigung der Betriebsaufspaltung, so ist der Gesellschafter zur Wiederherstellung des vorherigen Zustandes verpflichtet. Besteht hierzu keine Möglichkeit, so hat der Gesellschafter die durch Realisierung der stillen Reserven anfallende Steuer zu ersetzen.157 [...]

Ist die unerwartete Beendigung der Betriebsaufspaltung vorübergehender Natur, so stellt sich die Frage, ob wiederum eine zwangsweise Betriebsaufgabe vorliegt, oder die Wiederherstellung der Voraussetzungen zur „Heilung“ der Betriebsaufspaltung führen kann. Entsprechend der Behandlung bei Fortführung der Gesellschaft nach Einstellung des Konkursverfahrens, sind auch hier die Grundsätze der Betriebsunterbrechung151 anzuwenden, sofern die Wiederbegründung der Betriebsaufspaltung definitiv unter Beweis gestellt werden kann. Eine besondere Bedeutung kann dabei dem Fall der Erbauseinandersetzung beigemessen werden, da hierbei eine im Erbwege vorübergehende Unterbrechung der personellen Verflechtung wahrscheinlich ist. Eine Aufgabebesteuerung läßt sich jedoch durch die Beteiligten dadurch vermeiden, indem sie ihren Willen zur Fortsetzung der gewerblichen Tätigkeit in nahezu unveränderter Form offenbaren. Auch bei vorübergehender sachlicher Entflechtung, z.B. durch Zerstörung der die sachliche Verflechtung begründenen wesentlichen Betriebsgrundlage, wird die vom BFH geforderte „unveränderte Fortführung“ bei Anschaffung eines Ersatzwirtschaftsgutes erfüllt, sofern das Wirtschaftsgut wirtschaftlich gleichartig und hinsichtlich der wirtschaftlichen Zweckbestimmung gleichwertig ist.152 Die vom BFH geforderte identitätswahrende Fortführung ist nur an den Fortbestand verpachteter wesentlicher Betriebsgrundlagen gebunden.153 [...]

Für den Fall der Zusammenrechnung der Anteile von Eltern und deren minderjährigen Kindern143, kann sich ein Gefahrenpunkt ergeben, sobald diese Kinder volljährig sind, denn nunmehr entfällt eine Zusammenrechnung automatisch. Sind die Eltern mehrheitlich an einem Unternehmen (Besitz - oder Betriebsunternehmen) beteiligt und nur zusammen mit einem minderjährigen Kind, dessen Sorgerecht beiden zusteht, mehrheitlich an dem anderen Unternehmen beteiligt, endet die Betriebsaufspaltung mit Eintritt der Volljährigkeit des Kindes, da die Eltern fortan nicht mehr beide Unternehmen beherrschen können. Ist das Kind dabei an beiden Unternehmen beteiligt, ist die Personengruppentheorie anzuwenden, d.h. die Volljähigkeit hat auf die personelle Verflechtung keinen Einfluß. Auf Antrag (Billigkeitsregelung) sieht die Finanzverwaltung144 jedoch von der Aufdeckung und Besteuerung der stillen Reserven ab. [...]

Arbeit zitieren:
Gergen, Stephan August 1998: Umstrukturierung von Betriebsaufspaltungen und steuerschonende Beendigung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
gewerbliche oder vermögensverwaltende Betriebsaufspaltung, Risikofaktoren, Haftungsbeschränkung, Sicherheitsmaßnahmen

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren