Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Die Umsatzsteuerreform 1999

Neuregelung der Eigenverbrauchsbesteuerung und privaten Fahrzeugnutzung im Lichte von Theorie und Praxis

Die Umsatzsteuerreform 1999
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Bolik
  • Abgabedatum: August 1999
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2057-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2057-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2057-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bolik, Andreas August 1999: Die Umsatzsteuerreform 1999, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Private PKW-Nutzung, Umsatzsteuer, Eigenverbrauch, 6. EG Richtlinie, Außerunternehmerische Nutzung

Diplomarbeit von Andreas Bolik

Einleitung:

Die Umsatzsteuer erbrachte in den vergangenen Jahren jeweils etwa 30 % des Gesamtsteueraufkommens. Für das Jahr 1999 wird das Aufkommen auf 265,9 Milliarden DM geschätzt. Sie soll als allgemeine Verbrauchsteuer den Endverbrauch indirekt belasten. Steuerdestinatar ist der Konsument, doch wird sich im Wirtschaftsleben eine Aufteilung der Steuerlast nach dem Verhältnis der Angebotselastizität zur Nachfrageelastizität ergeben. Die Normalsteuersätze schwanken innerhalb der Europäischen Union zwischen 15% in Luxemburg und 25% in Schweden und Dänemark. Sollte es im Laufe der Zeit zur Harmonisierung der Steuersätze kommen, so wird das Angleichungsniveau vermutlich oberhalb des heutigen deutschen Normalsatzes von 16% liegen, so daß der Umsatzsteuer in Zukunft erhöhte Bedeutung zukommen könnte.

Die Koalitionsfraktionen aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben im Deutschen Bundestag am 9.11.1998 den Gesetzentwurf für das Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 eingebracht. Dieser sah in seinen Artikeln 8 und 9 bedeutende Änderungen im Umsatzsteuergesetz vor, welche nach Artikel 19 Abs. 1 zum 1.1.1999 in Kraft treten sollten. In der Öffentlichkeit wurden hauptsächlich Streitfragen aus dem Bereich der Ertragsbesteuerung wahrgenommen. Durch umfangreiche Kritik aus Wirtschaft und Wissenschaft wurden die Änderungspläne zum Jahresanfang 1999 in einigen problematischen Passagen abgeändert. Bemerkenswert ist dabei, daß der Gesetzesentwurf, welcher am 7./8.12.1998 und 19.1.1999 durch Anhörungen des Finanzausschusses beraten wurde, in wesentlichen Bereichen des Umsatzsteuerrechts nicht mehr mit dem am 1.3.1999 vor dem Finanzausschuß beratenen Gesetzesentwurf übereinstimmt. Am 4.3.1999 wurde das Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 in dritter Lesung vom Bundestag beschlossen. Mit Zustimmung des Bundesrates am 19.3.1999 trat das Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 mit Wirkung vom 1.4.1999 in Kraft. Die Umsatzsteuerreform ist in den Artikeln 8 und 9 Teil dieses Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 geregelt. Die Neuregelungen im Umsatzsteuergesetz wirken dabei überwiegend steuererhöhend. Die steuerlichen Ziele des Steuerentlastungsgesetzes waren u. a. die Schaffung von mehr Steuergerechtigkeit sowie die Vereinfachung des deutschen Steuerrechts. Im folgenden werden diese endgültigen Änderungen des UStG und der UStDV unter dem Begriff Umsatzsteuerreform 1999 behandelt. Das aktuell geltende Umsatzsteuerrecht wird als "UStG 1999" bezeichnet und dadurch vom bisherigen "UStG 1993" unterschieden. Soweit diese Abgrenzung nicht nötig ist, beziehen sich alle Ausführungen auf das geltende Umsatzsteuerrecht.

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Verbrauchsbesteuerung erfolgt die Darstellung der Neuerungen mit jeweils direkt anschließender Würdigung. Der Inhalt dieser Arbeit ist durch die Neuregelungen der Umsatzsteuerreform determiniert. Die einzelnen Gesetzesänderungen der Umsatzsteuerreform werden nicht in der Reihenfolge des Steuerentlastunggesetzes 1999/2000/2002, sondern in steuersystematisch zusammengehörenden Blöcken behandelt. Die Neuregelungen werden jeweils in angemessenem Umfang besprochen. Die wesentlichen Änderungen erfolgten den Bereichen Eigenverbrauchsbesteuerung und Vorsteuerabzug. Nicht umgesetzte Überlegungen aus fallengelassenen Gesetzentwürfen werden ebenso wie redaktionelle Folgeänderungen weitgehend ausgeklammert. Das bisher geltende Umsatzsteuerrecht (UStG 1993) wird als bekannt vorausgesetzt und nur am Rande zur besseren Verdeutlichung der Abweichungen zum UStG 1999 dargestellt. Ein Fazit der gesamten Umsatzsteuerreform 1999 beschließt die Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Das Konzept der Umsatzsteuer 3
2.1 Die Besteuerung der Einkommensverwendung zu Konsumzwecken 3
2.2 Der europäische Rahmen der deutschen Mehrwertsteuer 5
2.3 Grundzüge des deutschen Umsatzsteuergesetzes 7
3. Besteuerung der außerunternehmerischen Wertabgabe 11
3.1 Allgemeine Verbrauchsbesteuerung aus ökonomischer Sicht 11
3.1.1 Effizienswirkungen einer allgemeinen Verbrauchsbesteuerung 11
3.1.2 Besteuerung der außerunternehmerischen Wertabgabe im Kontext einer effizienten Verbrauchsbesteuerung 14
3.2 Außerunternehmerische Wertabgaben im europäischen und steuersystematischen Kontext 20
3.3 Die Neukonzeption im Allgemeinen 24
3.4 Unentgeltliche Abgabe von Gegenständen 26
3.4.1 Gegenstandsentnahme des Unternehmers 26
3.4.2 Sachzuwendungen an Arbeitnehmer 27
3.4.3 Andere unentgeltliche Zuwendungen 29
3.4.4 Bemessungsgrundlage der unentgeltlichen Abgabe von Gegenständen 32
3.5 Unentgeltliche Abgabe von sonstigen Leistungen 36
3.5.1 Außerunternehmerische Gegenstandsverwendung durch den Unternehmer und unentgeltliche private Verwendung durch das Personal 36
3.5.2 Unentgeltliche Dienstleistung für Privatzwecke des Unternehmers oder seines Personals 37
3.5.3 Bemessungsgrundlage der unentgeltlichen Dienstleistung und privaten Gegenstandsverwendung aus Unternehmensvermögen 38
3.6 Dienstwagenüberlassung an Arbeitnehmer 41
3.7 Gesellschaftereigenverbrauch 43
4. Änderungen beim Vorsteuerabzug 45
4.1 EU-Kompatibilität der Vorsteuerabzugsbegrenzung 45
4.2 Vorsteuerabzugsverbot für Repräsentationsaufwendungen 47
4.3 Vorsteuerabzug bei gemischt genutzten Fahrzeugen 51
4.3.1 Beschränkung des Vorsteuerabzugs auf 50 % bei teilweiser Privatnutzung 51
4.3.2 Vorsteuerkorrektur bei Verkauf, Entnahme oder Nutzungsänderung 55
4.4 Einschränkung des Zuordnungswahlrechts bei geringfügiger unternehmerischer Nutzung 58
4.5 Vorsteuerabzugsverbot für Reise- und Umzugskosten 61
5. Sonstige Änderungen im UStG 64
5.1 Steuerbefreiungen für Unterrichtsleistungen und Sprachheilpädagogen 64
5.2 Neuregelung bei der Differenzbesteuerung und bei land- und forstwirtschaftlichen Umsätzen 66
6. Fazit 68
Anhang VII
Literaturverzeichnis XIII

Arbeit zitieren:
Bolik, Andreas August 1999: Die Umsatzsteuerreform 1999, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Private PKW-Nutzung, Umsatzsteuer, Eigenverbrauch, 6. EG Richtlinie, Außerunternehmerische Nutzung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren