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Umsatzsteuerhinterziehung

Umsatzsteuerhinterziehung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Dathe
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 169 Seiten
  • Dateigröße: 565,1 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8289-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8289-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8289-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dathe, André Januar 2004: Umsatzsteuerhinterziehung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Steuer, Steuerhinterziehung, Bekämpfung, Schwarzarbeit, Vorstufenbefreiung

Diplomarbeit von André Dathe

Gang der Untersuchung:

In der vorliegenden Diplomarbeit wird ausführlich auf die Problematik der Umsatzsteuerhinterziehung eingegangen. So werden zum Beispiel folgende Arten der Umsatzsteuerhinterziehung dargestellt:

- Karussellgeschäft.

- Scheinrechnungen.

- Verlust der Umsatzsteuerfreiheit nach § 4 Nr. 1a UStG infolge „fehlerhafter“ Ausfuhrnachweise.

- Scheinselbständigkeit.

- sowie Schwarzarbeit.

Nachfolgend werden die durch Umsatzsteuerhinterziehung verursachten Schäden und die damit einhergehende Bedeutung der Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs für die Steuergerechtigkeit und die Rechtsstaatlichkeit dargestellt. Es wird auf bereits eingeführte Maßnahmen zur Bekämpfung der Umsatzsteuerhinterziehung und ihre Wirksamkeit eingegangen (Bauabzugsteuer, ZAUBER - Finanzamtsinternes Programm zur Bekämpfung des Umsatzsteuerbetruges).

Im Rahmen des Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetzes wurden bei der Umsatzsteuer mit Wirkung ab dem 01.01.2002 bedeutende Gesetzesänderungen vorgenommen. Diese werden ausführlich dargestellt. Dabei wird auf deren Wirksamkeit und auftretende Probleme, insbesondere hinsichtlich des Gemeinschaftsrechtes, eingegangen.

Darüber hinaus werden die folgenden seit längeren diskutierten Lösungsansätze zur Bekämpfung der Umsatzsteuerhinterziehung dargestellt:

- Modell der Vorstufenbefreiung.

- Modell der Vorsteuerverrechnung.

- und Modell der Vorsteuerverrechnung mit Gesamtschuldnerhaftung.

Im Zusammenhang mit der Problematik der Steuerhinterziehung wird auf folgende Themen eingegangen:

- Ursachen der Einstellung von Steuerstrafverfahren (Steuerfahndung, Buß- und Strafsachenstelle, Staatsanwaltschaft, Strafgerichte).

- Problematik des Föderalismus in Deutschland.

- und das Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit.

Ein Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus zeigt auf, welche Maßnahmen in anderen Ländern getroffen wurden, um der Steuerhinterziehung Einhalt zu gebieten. So liegt zum Beispiel einer im Juli 2003 durchgeführten Studie zufolge die Zahl der potentiellen Steuerhinterzieher in Frankreich bei 28 %, in Deutschland hingegen bei 55 %. Die geringere Bereitschaft zur Steuerhinterziehung in Frankreich dürfte nicht zuletzt auf die besseren Ermittlungsmöglichkeiten der französischen Finanzverwaltung zurückzuführen sein, auf welche am Ende dieser Diplomarbeit eingegangen wird.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Abkürzungsverzeichnis X
1. Einführung – Geschichte der Umsatzsteuer 1
2. Steuerhinterziehung 3
2.1 Einführung 3
2.2 Tatbestandsvoraussetzungen 3
2.3 Unrichtige und unvollständige Angaben in der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuerjahreserklärung gem. § 370 Abs. 1 Nr. 1 AO 4
2.4 Pflichtwidriges Unterlassen gem. § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO 5
2.5 Steuerverkürzung, nicht gerechtfertigte Steuervorteile 5
2.5.1 Definition der Steuerverkürzung in § 370 Abs. 4 Satz 1 AO 5
2.5.2 Keine Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuerjahreserklärung - § 370 Abs. 4 Satz 1 1. HS 1. Alternative AO 6
2.5.3 Abgabe einer falschen Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuerjahreserklärung - § 370 Abs. 4 Satz 1 1. HS 2. Alternative AO 7
2.5.4 Verspätete Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuerjahreserklärung - § 370 Abs. 4 Satz 1 1. HS 3. Alternative AO 7
2.5.5 Nicht gerechtfertigte Steuervorteile § 370 Abs. 4 Satz 2 AO 8
2.6 Strafen und außergerichtliche Folgen 9
3 Arten der Umsatzsteuerhinterziehung 10
3.1 Betrug durch Karussellgeschäfte 10
3.1.1 Einführung 10
3.1.2 Das Computerprozessor-Karussell 12
3.1.3 Maßnahmen der Finanzverwaltung 15
3.1.4 Maßnahmen des Gesetzgebers 16
3.1.5 Prüfung durch das BfF 17
3.1.6 Erforderliche Maßnahmen für die Zukunft 18
3.1.7 Organisierte Kriminalität 19
3.2 Scheinrechnung 20
3.2.1 Einführung 20
3.2.2 Strafbarkeit der Nichtanmeldung des nach § 14 Abs. 3 UStG geschuldeten Betrages 21
3.3 Verlust der Umsatzsteuerfreiheit nach § 4 Nr. 1a UStG infolge „fehlerhafter“ Ausfuhrnachweise 23
3.3.1 Einführung 23
3.3.2 Rechtliche Beurteilung 23
3.3.3 Kontrollmöglichkeiten des Unternehmers 24
3.3.4 Maßnahmen in der Zukunft 25
3.4 Scheinselbständigkeit 26
3.5 Schwarzarbeit 27
3.5.1 Einführung 27
3.5.2 Methoden 28
3.5.3 Bekämpfung der Schwarzarbeit 28
3.5.4 Fazit 30
4. Schäden durch den Umsatzsteuerbetrug - Notwendigkeit der Bekämpfung 31
4.1 Bedeutung der Steuergerechtigkeit 31
4.2 Steuergerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit 32
4.3 Bereits eingeführte Maßnahmen zur Bekämpfung der Umsatzsteuerhinterziehung 33
4.3.1 Bauabzugsteuer §§ 48 ff. EStG 33
4.3.2 Zauber 35
5. Das Steuerverkürzungsbekämpfungsgesetz 39
5.1 Überblick über das StVBG 41
5.2 § 14 UStG Rechnungserteilung 41
5.2.1 Inhalt der Regelung 41
5.2.2 Folgen bei fehlender Steuernummer 42
5.2.3 Steuergeheimnis nach § 30 AO 43
5.3 § 18 UStG Voranmeldungszeitraum 44
5.4 § 18f UStG Sicherheitsleistung 45
5.4.1 Inhalt der Neuregelung 45
5.4.2 § 18f UStG im Zusammenhang mit der 6. EG-Richtlinie/ Verhältnismäßigkeit 47
5.4.3 Kritische Bewertung 48
5.5 § 25d UStG Haftung für schuldhaft nicht abgeführte Steuer 49
5.5.1 Inhalt der Regelung 49
5.5.2 Ziel des § 25d UStG 51
5.5.3 § 25d UStG im Zusammenhang mit der 6. EG-Richtlinie 53
5.5.4 Anwendbarkeit auf Insolvenzfälle 55
5.5.5 Bisherige Erfahrungen/ Ausblick 57
5.6 § 26b UStG Schädigung des Umsatzsteueraufkommens/ § 26c UStG Gewerbsmäßige oder bandenmäßige Schädigung des Umsatzsteueraufkommens 58
5.6.1 Inhalt der Regelung 58
5.6.2 Notwendigkeit des §§ 26b und 26c UStG 60
5.6.3 Tipps durch Steuerberater 64
5.7 § 27b UStG Umsatzsteuernachschau 65
5.7.1 Inhalt der Neuregelung 65
5.7.2 Betretungsrecht und verfassungsrechtliche Bedenken 67
5.7.3 Rechtsschutzmöglichkeiten des Steuerpflichtigen 68
5.7.4 Kritische Bewertung 70
5.8 Fazit 71
6. Vorschläge zur Bekämpfung der Umsatzsteuerkriminalität 73
6.1 Problematik 73
6.1.1 Das Allphasensystem 73
6.1.2 Wirkung des Sofortabzugs der Vorsteuer 74
6.1.3 Bekämpfung durch verstärkte Kontrollen der Verwaltung 75
6.1.4 Konzeption der Europäischen Kommission 75
6.2 Modell der Vorstufenbefreiung 76
6.2.1 Wirkungsweise einer Vorstufenbefreiung 76
6.2.2 Ausweitung der Vorstufenbefreiung 78
6.2.3 Kenntlichmachung des begünstigten Unternehmerkreises 80
6.2.4 Sonderregelung bei Herstellern und Händlern mit teilweiser Vorsteuerabzugsberechtigung 80
6.2.5 Missbrauchsgefahr 81
6.2.6 Vorstufenbefreiung und der Binnenmarkt 82
6.2.7 Steuervereinfachung 83
6.2.8 Politische Umsetzung 84
6.2.9 Kritische Betrachtung der Vorstufenbefreiung 85
6.3 Modell der Vorsteuerverrechnung 87
6.3.1 Wirkungsweise der Vorsteuerverrechnung 87
6.3.2 Geschäfte des täglichen Bedarfs 89
6.3.3 Voranmeldungs- und Vorauszahlungsverfahren 89
6.3.4 Kritische Betrachtung des Vorsteuerverrechnungs-Modells 89
6.3.5 Zusammenfassung 90
6.4 Modell der Vorsteuerverrechnung mit Gesamtschuldnerhaftung 90
6.4.1 Wirkungsweise der Vorsteuerverrechnung mit Gesamtschuldnerhaftung 90
6.4.2 Kritische Betrachtung der Vorsteuerverrechnung mit Gesamtschuldnerhaftung 91
5. Kritik / Lösungsansätze 92
6.5.1 Ameisenkriminalität und Vertrauensschutz 92
6.5.2 Lösungsansatz 94
6.5.3 Vorschlag für neue rechtliche Gestaltungen 96
6.6 Fazit 101
7. Allgemeines 103
7.1 Ursachen der Einstellung von Steuerstrafverfahren 103
7.1.1 Einführung 103
7.1.2 Ursachen im Bereich der Steuerfahndung 103
7.1.3 Ursachen im Bereich der BuStra 105
7.1.4 Ursachen im Bereich der Staatsanwaltschaft 106
7.1.5 Ursachen im Bereich der Strafgerichte 106
7.1.6 Gemeinsame Ursachen 106
7.1.7 Fazit 107
7.2 Die Problematik des Föderalismus in Deutschland 108
7.3 Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit 109
7.3.1 Ziel der „Brücke in die Steuerehrlichkeit“ 109
7.3.2 Inhalt der Regelung 109
7.3.3 Verbesserte Ermittlungsmöglichkeiten der Finanzbehörden 111
7.3.4 Wie sind die Einnahmen bei verkürzter Umsatzsteuer zu ermitteln? 112
7.3.5 Fazit 112
8. Umsatzsteuer im Ausland 114
8.1 Umsatzsteuer in der EU 114
8.2 Frankreich 117
8.3 Österreich 118
9. Maßnahmen für die Zukunft 121
Anlagenverzeichnis XIII
Literaturverzeichnis XXXVIII
Gesetzesverzeichnis XLI
Rechtsnormenverzeichnis XLIII
Eidesstattliche Erklärung XLIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nachschau kann insbesondere dann bestehen, wenn eine oder mehrere in der Anlage 8 dargestellten Aufgriffskriterien vorliegen. Die von der Umsatzsteuer-Nachschau betroffenen Personen haben gem. § 27b Abs. 2 UStG, soweit zweckdienlich, den damit betrauten Amtsträgern auf Verlangen Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Urkunden über die der Umsatzsteuer-Nachschau unterliegenden Sachverhalte vorzulegen und Auskünfte zu erteilen. Einige Steuerberater empfehlen deshalb Ihren Mandanten sämtliche umsatzsteuerlichen Unterlagen des Unternehmens grundsätzlich nicht im Unternehmen aufzubewahren.162 § 27b Abs. 3 UStG ordnet an, dass während der Umsatzsteuer-Nachschau die Finanzbehörde zu einer Außenprüfung nach § 193 AO übergehen darf, ohne dass es hierzu einer vorherigen Prüfungsanordnung gem. § 196 AO bedarf. Es muss lediglich auf den Übergang zur Außenprüfung schriftlich hingewiesen werden. Zwar ist die Umsatzsteuer-Nachschau entsprechend der amtlichen Begründung163 keine „Prüfung“, so dass gem. § 371 Abs. 1 AO die Selbstanzeige auch während der Nachschau möglich ist. Die Sperrwirkung gem. § 371 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a AO greift nicht ein. Da jedoch während der Nachschau zu einer Außenprüfung übergegangen werden kann, ist mit Aushändigung der schriftlichen Anzeige vom Übergang der Nachschau zur Außenprüfung eine Selbstanzeige wegen § 371 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a AO ausgeschlossen. Gem. § 27b Abs. 4 UStG bleibt die Nachschau grundsätzlich auf die Umsatzsteuer beschränkt, jedoch können Auswertungen und Feststellungen, die zu anderen Steuerarten getroffen werden, ohne Verbot verwertet werden. Der Gesetzgeber erhofft sich von der Umsatzsteuer-Nachschau eine [...]

5.7 § 27b UStG Umsatzsteuernachschau 5.7.1 Inhalt der Neuregelung160 Die zunächst als § 88b AO angedachte allgemeine Nachschau ist während der Beratungen im Finanzausschuss zur Umsatzsteuer-Nachschau des § 27b UStG abgeändert worden.161 Inhaltlich ist es beim ursprünglichen Regelungsbereich geblieben. Zur Sicherstellung der gleichmäßigen Festsetzung und Erhebung der Steuer wurde die Umsatzsteuer-Nachschau eingeführt. Nach dieser Vorschrift können Amtsträger der Finanzbehörde ohne vorherige Ankündigung und außerhalb einer Außenprüfung Grundstücke und Räume, mit Ausnahme der Wohnräume von Personen, die eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausüben, während der Geschäfts- und Arbeitszeiten betreten, um Sachverhalte festzustellen, die für die Besteuerung erheblich sein können. Anlass zu einer Umsatzsteuer- [...]

UStG strafbegründend das Vorliegen einer Rechnung nach § 14 UStG erfordert, die seit 01.07.2002 erforderliche Angabe der Steuernummer158 in Rechnungen zu unterlassen.159 Nach der Meinung der o.g. Steuerberatungsgesellschaft liegt aufgrund der fehlenden Steuernummer keine Rechnung im Sinne des § 14 UStG vor, wonach folglich eine Strafbarkeit nach § 26b UStG und § 26c UStG ausgeschlossen sei. Dagegen bleibe die Wirksamkeit der Rechnung bestehen und somit auch das Recht auf Vorsteuerabzug des Rechnungsempfängers, da die einschlägige Verweisung im § 15 Abs. 1 UStG auf Rechnungen im Sinne des § 14 UStG nur den allgemeinen Rechnungsbegriff des § 14 Absatz 4 UStG, nicht aber den Detailkatalog des § 14 Abs. 1 UStG betrifft. Fraglich ist allerdings, ob diese nach dem Wortlaut des Gesetzestextes ausgelegte Auffassung im Falle eines Rechtsstreites bestand hätte. Legt man die § 26b UStG und § 26c UStG nach Sinn und Zweck aus, kann meines Erachtens das bloße Weglassen der Steuernummer nicht zum Ausschluss der Strafbarkeit führen. Dies zu klären bleibt allerdings Sache der Rechtssprechung. [...]

Arbeit zitieren:
Dathe, André Januar 2004: Umsatzsteuerhinterziehung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Steuer, Steuerhinterziehung, Bekämpfung, Schwarzarbeit, Vorstufenbefreiung

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