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Übersicht über Benchmarking-Pools für Facility Management in Deutschland und deren Anwendung

Übersicht über Benchmarking-Pools für Facility Management in Deutschland und deren Anwendung
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Siegmund Schönberger
  • Abgabedatum: April 2006
  • Umfang: 84 Seiten
  • Dateigröße: 959,0 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
  • Bibliografie: ca. 32
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9896-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9896-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9896-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schönberger, Siegmund April 2006: Übersicht über Benchmarking-Pools für Facility Management in Deutschland und deren Anwendung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilie, Kennzahl, Lebenszykluskosten, Baunutzungskosten, Planungswert

MA-Thesis / Master von Siegmund Schönberger

Zusammenfassung:

Sinn und Zweck eines erfolgreichen Facility Managements ist u. a., Immobilien bereitzustellen, die aus Sicht des Kapitalanlegers eine marktgerechte Rendite erzielen, in der sich der Nutzer wohlfühlt, indem seine individuellen Anforderungen voll erfüllt werden und die auch wirtschaftlich zu betreiben sind. Unter diesen Aspekten spielen neben den Erstinvestitionskosten auch Umnutzungs- und Rückbaukosten und vor allem die Betriebs- und Nutzungskosten eine wesentliche Rolle.

Um vorgenannte Ziele zu erreichen, wird u. a. das Instrument der Lebenszykluskostenbetrachtung eingesetzt. In diesem Zusammenhang auch wichtig ist, dass der Facility Manager bereits bei Konzeption und Planung mitwirkt. Nur durch seine frühe Mitarbeit in diesen Phasen wird es möglich sein, eine werthaltige Immobilie zu schaffen, die auch wirtschaftlich zu betreiben ist. Ein wichtiges Werkzeug, um ein über deren Gesamtlebensdauer wirtschaftliches Gebäude zu erstellen, ist das Benchmarking. Diese Methode wird mittlerweile auch in Deutschland auf vielen Gebieten erfolgreich eingesetzt. Auch im Bereich des Facility Managements gibt es bereits mehrere Benchmarking-Pools, in denen Benchmarks (Kennzahlen) des Immobilienbetriebes gesammelt bzw. gebildet werden.

Jedoch schon bei Konzeption und Planung eines Gebäudes ist das zurückgreifen können auf aussagekräftige Kennzahlen wichtig. Nur auf deren Grundlage ist es möglich bereits in der Konzeptionsphase fundierte Entscheidungen zu treffen und bei den sich anschließenden Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanungen die optimalen Systemlösungen zu finden und auch baulich umzusetzen.

Der Begriff des Benchmarkings wird aus diesem Grunde bei dieser Ausarbeitung sehr weit gefasst. Neben den Benchmarks im Sinne von Best Practice werden hierin auch Kennzahlen bezeichnet, die sich in Forschung, Lehre und Praxis herausgebildet haben und sich in der Fachliteratur, in technischen Regelwerken, in Verordnungen, Gesetzen, Richtlinien und Empfehlungen wiederfinden. Außerdem auf diesem Feld auch wichtig sind die marktgeprägten Kennzahlen (Grundstückspreise, erzielbare Mieten u. ä.) Ziel dieser Arbeit ist, den Immobilienentwicklern, Planern, Bauausführenden und Betreibern einen schnellen Überblick über zur Verfügung stehende Bezugsquellen von Benchmarks und Kennzahlen und deren Kosten zu geben.

Da aber jede Kennzahl unter individuellen Bedingungen zustande kommt, sind diese Umstände - um optimale Ergebnisse zu erzielen - bei der Anwendung zu berücksichtigen. Erforderlichenfalls sind entsprechende Korrekturen vorzunehmen.

Nur der Einsatz aussagekräftiger, für den konkreten Fall auch anwendbarer Benchmarks bzw. Kennzahlen, wird zum gewünschten Erfolg führen.

Problemstellung:

Es gibt mittlerweile auch in Deutschland eine Vielzahl von BenchmarkingPools der unterschiedlichsten Anwendungsbereiche. Ein in den letzten Jahren neu hinzugekommener Bereich ist der des Facility Managements. Speziell hier gestaltet sich die Beschaffung von konkreten Zahlenwerten noch sehr schwierig, zeitaufwändig und teuer.

Im Bereich des Facility Managements gibt es von Benchmarking eine Vielzahl von Anwendergruppen:

- Eigennutzung innerhalb des Unternehmens eines Anbieters von FMDienstleistungen für externe (kundenspezifische) Gebäude.

- Vergleiche unterschiedlicher Gebäudegruppen eines Inhabers.

- Umsetzung in Best Practice.

- Planungsgrundlage für Neubauten oder Sanierungen.

- Betriebskennwerte für die Kalkulation oder Budgetierung etc.

Ziel dieser Arbeit ist es, nicht Kennwerte zu sammeln, sondern einem potenziellen Nutzer viele Adressen zur Verfügung zu stellen:

- kostenlose Benchmarks in Richtlinien und Veröffentlichungen.

- kostenpflichtige Benchmarks in Datenbanken.

- Teilnahme an Benchmarking -Pools gegen Gebühren.

- Zusammenstellung von Benchmarks von Fachverbänden o. ä.

- Austausch von Benchmarks auf Gegenseitigkeit.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 wird zunächst auf die Definition des Begriffes Facility Management und auf dessen Entstehung - ausgehend von Amerika – eingegangen und dessen wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland dargestellt.

Anschließend wird der Begriff des Benchmarkings erläutert, auf die unterschiedlichen Formen eingegangen und Sinn und Zweck der BenchmarkingPools beleuchtet. Des Weiteren erfolgt die Definition des Begriffes „BenchMarking-Pool im Facility Management“, die dieser Arbeit zugrunde liegt. Schließlich wird auf die unterschiedlichen Anwendungen von Benchmarking im Facility Management näher eingegangen.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit den Kriterien, nach denen die FM-Benchmarking -Pools eingeteilt werden können und legt für die weiteren Ausführungen das Hauptkriterium fest.

Der zentrale Kern des Themas wird in Kapitel 4 abgehandelt. Hier werden, gegliedert nach dem Hauptkriterium „Lebenszyklusphase“, Adressen einschlägiger Kennzahlen und Benchmarking-Pools mit Gebühren- und Preisangaben tabellarisch aufgeführt und Erläuterungen zu deren Anwendungen gegeben.

Weitere Anmerkungen und Hinweise zur Anwendung der Kennzahlen und der Benchmarking-Pools befinden sich in Kapitel 5. Hierin wird auch auf mögliche Probleme bei der Anwendung eingegangen.

Am Schluss erfolgt in Kapitel 6 eine Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen mit einem kurzen Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis III
Abstract 1
1. Einleitung 2
1.1 Aufgabenstellung 2
1.2 Vorgehensweise 2
2. Begriffe, Definitionen, Abgrenzungen 4
2.1 Facility Management 4
2.1.1 Begriff 4
2.1.2 Facility Management in Amerika und Europa 5
2.1.3 Facility Management in Deutschland 7
2.2 Benchmarking 10
2.2.1 Begriff des Benchmarkings 10
2.2.2 Arten des Benchmarkings 11
2.2.3 Benchmarking-Pools 12
2.2.4 Benchmarking im Facility Management 12
2.3 Anwendungen von Benchmarks im FM 13
2.3.1 Als Richtwerte im Planungsstadium 13
2.3.2 Als Controlling-Instrument 13
2.3.3 Zur Kalkulation und Budgetierung 14
3. Einteilung der Benchmarking-Pools im FM 15
3.1 Nach Kennzahlarten 15
3.2 Nach internen und externen Kennzahlen 15
3.3 Nach Gebäudenutzungen 16
3.4 Nach kostenfreien und kostenpflichtigen Pools 16
3.5 Nach Lebenszyklusphasen 17
4. Übersicht über Benchmarking-Pools im FM in Deutschland eingeteilt nach Lebenszyklusphasen (LzPh) und deren Anwendung 18
4.1 Konzeptionsphase 18
4.1.1 Bauprojektmanagement in LzPh.1 18
4.1.2 Projektentwicklung 18
4.1.3 Grundstück 19
4.1.4 Planungsgrundlagenermittlung 20
4.1.5 Wettbewerbe durchführen 20
4.2 Planungsphase 20
4.2.1 Bauprojektmanagement in LzPh 2 20
4.2.2 Objektplanung 21
4.2.3 Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen 22
4.3 Errichtungsphase 23
4.3.1 Bauprojektmanagement in LzPh. 3 23
4.3.2 Bauleistungen erbringen 23
4.3.3 Bauüberwachung 24
4.4 Vermarktungsphase 24
4.5 Beschaffungsphase 24
4.6 Betriebs- und Nutzungsphase 25
4.6.1 Objektmanagement 25
4.6.2 Bereitstellung von Arbeits- und Produktionsflächen 25
4.6.3 Objektbetrieb / Betriebsführung 25
4.6.4 Ver- und Entsorgung 26
4.6.5 Reinigung und Pflege 26
4.6.6 Schutz- und Sicherheitsdienste 27
4.6.7 Objektverwaltung und Controlling 27
4.6.8 Supportleistungen 27
4.7 Umbau- und Sanierungsphase 28
4. 8 Leerstandsphase 28
4.9 Verwertungsphase 28
4.9.1 Abbruch / Rückbau 28
4.9.2 Altlastenbeseitigung 29
4.9.3 Recycling / Entsorgung 29
4.10 Tabellarische Übersicht der Kennzahlenquellen 30
5. Anmerkungen zur Anwendung des Benchmarkings im Facility Management 68
5.1 Hinweise zur Anwendung 68
5.1.1 Bei Konzeption, Planung und Errichtung 68
5.1.2 Beim Controlling 69
5.1.3 Bei Optimierungsprozessen 69
5.2 Probleme bei der Anwendung von Kennzahlen 70
5.2.1 In Hinblick auf die Beschaffung 70
5.2.1 Hinsichtlich deren Vergleichbarkeit 70
5.2.2 Bezüglich der Aktualität 71
5.3 Kennzahlenbildung und deren Einsatz 72
6. Schlussbetrachtungen 73
Literaturverzeichnis 74
Anhang: Bestätigung 77

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.1.3 Grundstück Für die Ermittlung der Verkehrskosten von Grundstücken dient die Wertermittlungsverordnung-WertV [27] des Bundes in der aktuellen Fassung von 1997. Zu den eigentlichen Grundstückskosten fallen bei dessen Erwerb auch Nebenkosten an für Makler, Vermessung, Wertermittlungen, Notar, Grundbucheintragung, Ablösung dinglicher Rechte und sonstige Genehmigungsgebühren. Zur Ermittlung der Grundstückskosten dienen die Bodenrichtwerte, wobei darin u. a. die Grundstückslage und die Grundstücksnachfrage berücksichtigt sind. Diese Bodenrichtwerte sind von Kommunen, den Landesvermessungsämtern als und von privaten Anbietern erhältlich. Auch wird man sich zur Wertermittlung von Grundstücken der einschlägigen Fachliteratur bedienen. Konkrete Grundstückspreise sind über die Immobiliefirmen erhältlich. Deren Dachorganisation ist der Immobilienverband Deutschland. Die meisten Unternehmen sind im weltweiten Netz vertreten, verschiedene Firmen sind dabei reine Internetdienstleister (z. B. ImmobilienScout24). Vom Immobilienverband Deutschland erhält man auch Werte für die Nebenkosten wie Notar-, Grundbuch-, Eintragungsgebühren, Grunderwerbssteuer, Maklerprovision, Finanzierungskosten/ Bearbeitungsgebühren, Schätz- und Vermessungskosten. In der HOAI Teil IV §§ 33, 34 werden Honorare für Wertermittlungen und Gutachten für Grundstücke behandelt. (Nähere und weitere Angaben in Tabelle 4.10-3 bis 4.10-5)) [...]

4.1 Konzeptionsphase 4.1.1 Bauprojektmanagement in LzPh 1 Hierunter fallen sowohl die Bauprojektleitung als auch die -steuerung. Die DIN 69901 [24] definiert Projektmanagement als Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel für die Abwicklung eines Projekts. Die Tätigkeiten der Projektleitung zählen dabei in Anlehnung an § 205 AHO 9 [26] als nicht delegierbare Bauherrenaufgaben. Hingegen sind demnach die Aufgaben der Projektsteuerung wie Erstellen des Organisationshandbuches, des Nutzerbedarfsprogramms, Aufstellen des Generalablaufplanes etc. delegierbar. Soweit diese Leistungen nach außen vergeben werden, sind sie auf Grundlage der HOAI [25] - siehe hierzu § 31 Projektsteuerung - zu vergüten, da diese Verordnung in Deutschland zwingendes Preisrecht für Architektenund Ingenieurleistungen darstellt. Zur Abrechnung hierfür vereinbart wird ein Zeithonorar zu den in §6 angeführten Stundensätzen durch Vorausschätzung des Aufwandes als Festoder Höchstpreisangebot und wo dies nicht möglich ist als Honorar nach Zeitaufwand gegen Nachweis. In der AHO-Schriftenreihe Heft 9 „Untersuchungen zum Leistungsbild, zur Honorierung und zur Beauftragung von Projektmanagementleistungen in der Immobilienwirtschaft“ (2. Auflage, Januar 2004) [26] finden sich hinsichtlich der anzusetzenden spezifischen Honorare ausführlichere Hinweise. Der BKI-Honorarkostenplaner beinhaltet neben den aktuellen Honorartateln auch ein Konvertierungs-Tool von DIN 276 alt auf neu. Weitere Angaben und Informationen finden sich in den Tabellen 4.10-6 bis 4.10-8. [...]

3.5 nach Lebenszyklusphasen Ausgehend vom Entstehen, Nutzen und anschließender Verwertung eines Gebäudes können Kennzahlen nach den so genannten Lebenszyklusphasen - beginnend mit der Projektkonzeption und abschließend mit der Gebäudeverwertung - eingeteilt werden. Für jede einzelne Phase werden in der Praxis aussagekräftige Daten benötigt, entweder um im Planungsstadium wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen , sowie bei Errichtung, Betrieb und Verwertung mit planbaren zuverlässigen Budgets arbeiten zu können oder auch im Rahmen des lebensphasenübergreifenden Controllings steuernd auf die Planungs-, Errichtungs-, Nutzungs- und Verwertungskosten einzuwirken. In GEFMA-Richtlinien 100-2 [22] und 200 [23] wurden die Lebenszyklusphasen einer Facility systematisch unter Einbeziehung existierender Regelwerke untergliedert. Da diese Richtlinie in Deutschland zwischenzeitlich nicht nur in der Fachwelt weit verbreitet ist, wird auch den Ausführungen des Kapitels 4 diese Gliederung zugrunde gelegt. [...]

Arbeit zitieren:
Schönberger, Siegmund April 2006: Übersicht über Benchmarking-Pools für Facility Management in Deutschland und deren Anwendung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilie, Kennzahl, Lebenszykluskosten, Baunutzungskosten, Planungswert

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