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Überprüfung der Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Treffsicherheit in Österreich

Überprüfung der Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Treffsicherheit in Österreich
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Johannes Huber
  • Abgabedatum: Februar 1998
  • Umfang: 217 Seiten
  • Dateigröße: 17,9 MB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5116-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5116-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5116-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Huber, Johannes Februar 1998: Überprüfung der Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Treffsicherheit in Österreich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gebäude- und Wohnungsbestand, Soziale Treffsicherheit, Wohnbauförderung, Wohnungsaufwand, Wohnbaukosten

Dissertation / Doktorarbeit von Johannes Huber

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen meiner Dissertation habe ich mich mit dem Thema „Überprüfung der Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Treffsicherheit in Österreich“ auseinandergesetzt.

Es werden zunächst die Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung dargestellt und mit Hilfe verschiedener statistischer Auswertungen des Landes OÖ überprüft.

Im zweiten Teil geht es um die Frage der sozialen Treffsicherheit der Wohnbauförderung. Anhand der Darstellung der unterschiedlichen Entwicklung des Wohnungsaufwandes, des Haushaltseinkommens und der Einkommensgrenzen bei der Wohnbauförderung in den verschiedenen Bundesländern wird versucht, Aussagen darüber zu treffen.

Als Ergebnis der Arbeit ergeben sich für mich folgende Aufgaben zukünftiger Wohnungspolitik:

Zentrale Aufgabe im Bereich der Neubaupolitik wird es sein, die für den Wohnbau und die Wohnungswirtschaft vorhandenen öffentlichen Finanzierungsmittel erheblich zu erhöhen. Dazu ist nicht nur eine Erhöhung der Förderungsmittel, sondern vor allem auch deren zielgerichteter Einsatz erforderlich, um vorhandene Kaufkraft in die Wohnungswirtschaft zu lenken. Mehr Geld allein ist freilich nicht ausreichend, um die Wohnversorgung zu verbessern.

Revisionsbedürftig sind die sozialpolitischen Ziele und die realen Verteilungswirkungen staatlicher Wohnbauförderung. Derzeit bewirkt diese Förderung in Österreich eindeutig eine Umverteilung zugunsten mittlerer und höherer Einkommensschichten. Diese wären aber durchaus in der Lage, einen etwas größeren Teil ihres laufenden Einkommens fürs Wohnen aufzuwenden. Es sind daher einerseits Einkommensgrenzen für die Förderungswürdigkeit neu zu diskutieren.

Andererseits aber sind Mechanismen zu schaffen, durch die aus der Förderungswürdigkeit herausgewachsene Haushalte in ihren geförderten Wohnungen entweder kostendeckende bzw. marktkonforme Mieten zahlen, bei gefördertem Eigentum die vollen Kapitalkosten (Zinsen, Tilgungen) tragen oder in eine frei finanzierte bzw. mit geringerem öffentlichem Aufwand finanzierte Wohnung übersiedeln.

Die auf diesem Weg aufzubringenden bzw. frei werdenden Mittel könnten mit größerer sozialer Treffsicherheit im Geschoss- und Mietwohnungsbau für einkommensschwächere Gruppen oder im Bereich der Subjektförderung (Wohnbeihilfe) eingesetzt werden. Mehr Mobilität ist jedenfalls wünschenswert, weil das System des österreichischen Wohn-, Miet- und Förderungsrechtes derzeit mit zunehmender Wohndauer zu deutlich günstigeren Wohnungskosten führt.

Denn vor allem neu vermietete Wohnungen sind erheblich teurer als schon länger bewohnte Wohnungen. Deshalb konkurrieren viele neu auf dem Wohnungsmarkt auftretende Nachfrager – meist jüngere Haushalte mit noch eher niedrigen Einkommen und Zuwanderer – in der Regel um die relativ „teuersten“ Wohnungen. Gleichzeitig entsteht durch diese Kostenstruktur einerseits eine nur sehr geringe Wohnungsmobilität, andererseits bei vielen Haushalten eine mangelnde Anpassung der Wohnversorgung an ihre finanzielle Leistungsfähigkeit oder an die mit steigendem Alter sinkende Haushaltsgröße (Fehlbelegungen). Ziel zukünftiger Wohnungspolitik müsste daher sein, sowohl Versorgungsspielräume im bestehenden Wohnungsbestand besser zu nutzen als auch kostengünstigere ältere Sozialwohnungen für einkommensschwache Haushalte freizumachen.

Die bestehenden Förderungsmechanismen begünstigen sowohl direkt als auch indirekt die Errichtung und Nutzung von Zweitwohnsitzen, wodurch vorhandene Kaufkraft in den Bau oder Erwerb von Zweitwohnungen fließt, statt in eine adäquate Finanzierung oder Verbesserung des Hauptwohnsitzes. Dadurch werden auch billigere Altwohnungen oder Sozialwohnungen von einkommensstärkeren Haushalten „blockiert“. Gleichzeitig kommen bestimmte Haushalte in den Genuss einer Doppelförderung von Erst- und Zweitwohnsitzen. Beides ist aus siedlungs- und verteilungspolitischer Sicht nicht wünschenswert.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung und Überblick 5
1.1 Einleitung 5
1.2 Überblick 7
2. Definitionen 9
3. Hypothesen 13
4. Staatliche Interventionsformen der Wohnungspolitik 16
4.1 Angebotsseite 16
4.2 Nachfrageseite 17
4.3 Markttransaktion 18
4.4 Die wichtigsten bestehenden Interventionsformen 18
5. Historischer Überblick Der Wohnbauförderung 20
5.1 Anfänge der Wohnbauförderung 20
5.2 Wohnbauförderungsgesetz 1954 21
5.3 Wohnbauförderung 1968 22
5.4 Wohnbauförderung 1984 23
5.5 Veränderung der Wohnbauförderung im Jahr 1988 24
5.6 Wohnbauförderungsgesetz 1990 25
5.7 Wohnbauförderungsgesetz 1993 26
5.8 Änderungen nach 1993 28
6. Zielkonflikte 30
6.1 Aufgaben der Wohnbauförderung 30
6.2 Ursprüngliche Ziele sozialer Wohnungspolitik 31
6.3 Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung 38
6.3.1 Das Ziel der Vergrößerung des Wohnungsangebotes 38
6.3.2 Das Ziel der Verbilligung der Wohnungsnutzung 39
6.3.3 Das Ziel der Sicherung eines wohnwirtschaftlichen Existenzminimums 40
6.3.4 Das Ziel der Verbesserung der Wohnungsqualität 41
6.4 Zielsetzungen der Wohnbauträger 41
6.4.1 Private Wohnbauträger 42
6.4.2 Gemeinnützige Bauvereinigungen 42
6.5 Die Wohnträume der Österreicher 45
6.6 Ökonomische Klassifikation der Wohnbauförderung 47
6.7 Zusammenfassung 48
7. Gebäude- und Wohnungsbestand 55
7.1 Entwicklung des Gebäude- und Wohnungsbestandes 57
7.2 Errichtung von Wohnungen mit Wohnbauförderungsmitteln 61
8. Wohnungsaufwand 67
8.1 Wohnungsaufwand für Miet- und Eigentumswohnungen im Jahr der Fertigstellung 68
8.2 Baukostenbeitrag und Grundkostenanteil für Miet- und Eigentumswohnungen 73
8.3 Wohnungsaufwand aller österreichischen Wohnungen 78
9. Wohnbaukosten und Wohnbaufinanzierung 84
9.1 Problembereiche bei der Erhebung der Wohnbaukosten 84
9.2 Entwicklung der Wohnbaukosten 86
9.3 Kostensenkung im Wohnungsbau 110
9.3.1 Billiges Bauen bei gleicher Qualität - Neue Wege in Theorie und Praxis 110
9.3.2 Leistbare Wohnungen - eine Zeit- und Managementfrage 111
9.3.2.1 Bedarfsgerechte Wohnversorgung 112
9.3.2.2 Lösungsansätze, welche die Produktionskosten senken 112
9.3.2.3 Normen und Bauvorschriften in Österreich 113
9.3.2.4 Hohe Anforderungen der Wohnwerber - Bestausgestattete Sozialwohnung 113
9.3.2.5 Nachhaltigkeit der Materialien, Pflege, Wartung, Wiederherstellungsaufwand 114
9.3.3 Der Einfluss des Planenden auf die Kostenentwicklung im Wohnbau 114
9.3.4 Kostengünstiges Bauen und Wohnen in Oberösterreich - Ein Pilotprojekt 116
9.4 Maßnahmen für kostengünstiges Bauen 118
10. Soziale Treffsicherheit der Wohnbauförderung 122
10.1 Einleitung 122
10.2 Verteilungswirkungen der Wohnbauförderung 125
10.3 Problem der Fehlbelegung 132
10.4 Definition des Einkommens in den einzelnen Bundesländern 134
10.4.1 Einkommensberechnung – Oberösterreich 135
10.4.2 Einkommensberechnung – Salzburg 136
10.4.3 Einkommensberechnung – Steiermark 138
10.4.4 Einkommensberechnung – Tirol 139
10.4.5 Einkommensberechnung – Vorarlberg 140
10.4.6 Einkommensberechnung – Wien 141
10.4.7 Einkommensberechnung – Niederösterreich 142
10.4.8 Einkommensberechnung – Burgenland 143
10.4.9 Einkommensberechnung – Kärnten 144
10.4.10 Zusammenfassung 146
10.5 Vergleich der Entwicklung des Wohnungsaufwandes, des Haushaltseinkommens und der Einkommensgrenzen 147
10.5.1 Entwicklung des Wohnungsaufwandes 147
10.5.2 Entwicklung des Haushaltseinkommens 151
10.5.3 Entwicklung der Einkommensgrenzen 154
10.5.3.1 Einkommensgrenzen – Oberösterreich 155
10.5.3.2 Einkommensgrenzen – Salzburg 156
10.5.3.3 Einkommensgrenzen – Steiermark 157
10.5.3.4 Einkommensgrenzen – Tirol 158
10.5.3.5 Einkommensgrenzen – Vorarlberg 159
10.5.3.6 Einkommensgrenzen – Wien 160
10.5.3.7 Einkommensgrenzen – Burgenland 161
10.5.3.8 Einkommensgrenzen – Kärnten 162
10.5.3.9 Einkommensgrenzen – Niederösterreich 163
10.5.3.10 Einkommensgrenzen 1-Personen-Haushalte 164
10.5.3.11 Einkommensgrenzen - 4-Personen-Haushalte 166
10.5.4 Wohnungsaufwand/Haushaltseinkommen/Einkommensgrenzen 168
10.6 Aktuelle Förderungsrichtlinien für die Errichtung von Eigenheimen 174
10.6.1 Wien 175
10.6.2 Niederösterreich 177
10.6.3 Kärnten 179
10.6.4 Burgenland 181
10.6.5 Oberösterreich 183
10.6.6 Salzburg 185
10.6.7 Steiermark 187
10.6.8 Tirol 189
10.6.9 Vorarlberg 191
10.7 Gegenüberstellung: Höhe der Wohnbauförderung – Einkommensgrenzen 193
11. Exkurs „Euro und Wohnbauförderung“ 196
12. Zusammenfassung 198
12.1 Überprüfung der Hypothesen 198
12.2 Aufgaben zukünftiger Wohnungspolitik 200
Tabellenverzeichnis 202
Abbildungsverzeichnis 204
Literaturverzeichnis 206
Referate 211

Arbeit zitieren:
Huber, Johannes Februar 1998: Überprüfung der Ziele der öffentlichen Wohnbauförderung unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Treffsicherheit in Österreich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gebäude- und Wohnungsbestand, Soziale Treffsicherheit, Wohnbauförderung, Wohnungsaufwand, Wohnbaukosten

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