Übernahmeangebote
Darstellung und ökonomische Analyse ausgewählter Gestaltungsformen aus Sicht des Bieters
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Klaus Dohrmann
- Abgabedatum: Februar 2003
- Umfang: 61 Seiten
- Dateigröße: 491,1 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6705-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6705-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6705-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dohrmann, Klaus Februar 2003: Übernahmeangebote, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mergers & Acquisitions, Übernahme, takeover bid, Unternehmensbewertung, proxy voting
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Diplomarbeit von Klaus Dohrmann
Zusammenfassung:
Neben Güter- und Dienstleistungsmärkten existieren auch Märkte für Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen, welche sich im Zuge der Globalisierung zu einem „Weltmarkt für Unternehmen“ entwickelten.
Das Transaktionsvolumen hat sich von 1992 bis zum Jahr 2000 nahezu verzehnfacht.
Bei Transaktionen mit deutscher Beteiligung kann eine ähnliche Entwicklung festgestellt werden. Während sich das Volumen in den Jahren 1995 bis 2000 von 31 Mrd. EUR auf 478 Mrd. EUR erhöhte, sank dieser Wert im Jahre 2001 auf 163 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 65 %. Dabei ist für das Jahr 2000 zu berücksichtigen, dass allein die Übernahme der Mannesmann AG durch Vodafone Airtouch ein Volumen von 203 Mrd. EUR ausmachte und damit die größte internationale Unternehmensübernahme der Jahre 1996 bis 2000 war.
Durch diese Transaktion erlangte das (feindliche) Übernahmeangebot auch in der deutschen Öffentlichkeit Beachtung. Beispielhaft wurde hier die besondere Brisanz des feindlichen Übernahmeangebotes aufgrund der unterschiedlichen Interessenlagen der Betroffenen deutlich. Die Emotionalität von Unternehmensübernahmen spiegelt sich in der verwendeten Sprache und den Bezeichnungen der Beteiligten wider. So wird das übernehmende Unternehmen als (Raub-)Ritter (raider) und das Zielunternehmen als target bezeichnet. Als Abwehrmaßnahmen können Giftpillen (poison pills) eingesetzt werden, und ein dem Management des Zielunternehmens freundlich gestimmter Gegenspieler des Übernehmers wird als rettender weißer Ritter (white knight) charakterisiert.
Von den verschiedenen Methoden der Kontrollerlangung über Unternehmen wird in dieser Arbeit das Übernahmeangebot betrachtet, welches vor allem in den USA und in Großbritannien als „dominierende Übernahmetaktik“ angewandt wird. In Deutschland dagegen war diese Möglichkeit der Kontrollübernahme bis Mitte der 90er Jahre des 20.Jahrhunderts von eher untergeordneter Bedeutung. Ab dem Jahr 1995 konnte allerdings auch hier eine deutliche Zunahme der Übernahmeangebote festgestellt werden.
Im Zentrum der vorliegenden Arbeit stehen zum einen ökonomische Aspekte des Übernahmeangebotes und zum anderen die Gestaltungsmöglichkeiten aus Sicht des Bieterunternehmens. Dabei werden rechtliche Aspekte nicht näher analysiert.
Die Darstellung und Analyse des Übernahmeangebotes konzentriert sich auf den Erwerb von Anteilen einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die Besonderheiten beim Erwerb von Anteilen anderer Gesellschaftsformen werden in dieser Arbeit nicht betrachtet.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Symbolverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung und Eingrenzung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Gang der Arbeit | 3 |
| 2. | Unternehmenskontrolle | 5 |
| 2.1 | Begriffsbestimmung | 5 |
| 2.2 | Ausgewählte Kontrollerlangungsmethoden | 6 |
| 2.2.1 | Marktkäufe | 6 |
| 2.2.2 | Paketkauf | 7 |
| 2.2.3 | Proxy voting | 8 |
| 2.2.4 | Übernahmeangebot | 8 |
| 3. | Übernahmeangebote als Methode zur Erlangung der Unternehmenskontrolle | 9 |
| 3.1 | Begriffsbestimmung | 9 |
| 3.2 | Zeitlicher Ablauf | 11 |
| 3.3 | Gestaltungsparameter | 13 |
| 3.3.1 | Vorbemerkung | 13 |
| 3.3.2 | Zeitliche Aspekte | 13 |
| 3.3.3 | Anzahl der zu übernehmenden Wertpapiere | 15 |
| 3.3.4 | Art der zu übernehmenden Wertpapiere | 16 |
| 3.3.5 | Gegenleistung | 17 |
| 3.3.5.1 | Tauschangebot | 17 |
| 3.3.5.2 | Barangebot | 18 |
| 3.3.6 | Preisfestsetzung | 19 |
| 3.3.7 | Preisdifferenzierung | 19 |
| 3.3.8 | Nebenbedingungen | 20 |
| 4. | Ökonomische Analyse ausgewählter Gestaltungsparameter | 22 |
| 4.1 | Vorbemerkung | 22 |
| 4.2 | Ziele und Interessen des Bieters | 23 |
| 4.3 | Gegenleistung | 26 |
| 4.3.1 | Höhe der Gegenleistung | 26 |
| 4.3.1.1 | Vorbemerkung | 26 |
| 4.3.1.2 | Unternehmensbewertung | 26 |
| 4.3.1.3 | Festlegung des Umtauschverhältnisses | 31 |
| 4.3.2 | Art der Gegenleistung | 36 |
| 4.3.2.1 | Vorbemerkung | 36 |
| 4.3.2.2 | Barmittel | 36 |
| 4.3.2.3 | Wertpapiere | 38 |
| 4.3.2.4 | Kombination aus Barmitteln und Wertpapieren | 41 |
| 5. | Bewertung von Übernahmeangeboten als Kontrollerlangungsmethode | 42 |
| 5.1 | Vorbemerkung | 42 |
| 5.2 | Vorteile des Übernahmeangebotes | 42 |
| 5.3 | Nachteile des Übernahmeangebotes | 44 |
| 6. | Resümee | 47 |
| Literaturverzeichnis | 49 |
Aus Sicht des Bieters ist die Bewertung des Zielunternehmens mit vielen Unsicherheiten verbunden und erfordert eine Reduktion der Komplexität.145 Bereits für die Methode der Unternehmensbewertung stehen dem Übernehmer mehrere Alternativen zur Verfügung, die abhängig von dessen Interessen mehr oder weniger vorteilhaft sind.146 Die oben vorgestellte Ertragswertmethode stellt vor allem finanzwirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund und betrachtet die Übernahme als Investition mit bestimmten Renditeerwartungen im Vergleich zu anderen Investitionsobjekten.147 Bei der Anwendung der Ertragswertmethode ergeben sich weitere Probleme für die Ermittlung des Unternehmenswertes. So können die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Auswahl der Art des Ertragswertes zu voneinander abweichenden Bewertungsergebnissen führen.148 Darüber hinaus existieren für einzelne Ertragswerte unterschiedliche Definitionen und Methoden für deren Ermittlung. So ergeben sich bspw. bei der Definition des Cash-flows „Freiheitsgrade“149 und unterschiedliche Ansätze der Berechnung, welche ebenfalls zu divergierenden Ergebnissen führen können. Darüber hinaus ergeben sich Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Höhe der Erträge in den zukünftigen Perioden. Für die Ermittlung dieser Werte genügt es nicht, aus zurückliegenden Periodenerfolgen auf zukünftige Erfolge zu schließen. Bei der Berechnung der Ertragswerte zukünftiger Perioden müssen auch mögliche Vor- und Nachteile, die sich aus der Übernahme des Zielunternehmens ergeben könnten, berücksichtigt werden.150 „Kooperationsvorteile“151 oder Synergien sind durch [...]
Investitionsmöglichkeiten verglichen werden. Dieser Vergleich erfolgt über die Ermittlung des Barwertes der erwarteten Erfolgswerte durch Abzinsung mit dem Kalkulationszins. Der Zins ergibt sich zunächst aus der erwarteten Rendite alternativer Investitionsobjekte, dies können bspw. Investitionen in andere Unternehmen oder die Anlage in Wertpapiere sein. Da die ermittelten Ertragswerte auf Schätzungen beruhen, sind diese mit einer gewissen Unsicherheit verbunden, welche auf unterschiedliche Art und Weise berücksichtigt werden kann. Für die Berücksichtigung des Risikos stehen mehrere Alternativen zur Verfügung: Zum einen können die erwarteten Erfolge der zukünftigen Perioden um einen Risikoabschlag verringert und dann der Barwert mit dem risikolosen Zins ermittelt werden. Daneben kann auch der Kalkulationszinssatz um einen Risikozuschlag erhöht werden.143 Außerdem stehen dem [...]
Der Wert des Unternehmens wird bei dieser auch als Ertragswertmethode bezeichneten Vorgehensweise als „Gegenwartswert des zukünftigen Nutzens“140 verstanden. Dieser Nutzen kann sowohl finanzieller als auch nicht-finanzieller Art sein und wird in Geldeinheiten ausgedrückt.141 Für die Ermittlung des Gegenwartswertes des Zielunternehmens muss der Bieter den zukünftig zu erwartenden finanziellen Ertrag nach erfolgreicher Übernahme abschätzen. Dafür können unterschiedliche Ertragsbegriffe zugrundegelegt werden: Als zukünftiger Anteilseigner des zu übernehmenden Unternehmens kann der Übernehmer seiner Bewertung die zu erwartenden Ausschüttungen zugrunde legen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Abschätzung des Cash-flows oder von Gewinnen (als Differenz von Erträgen und Aufwendungen).142 Im Anschluss an die Ermittlung von zukünftigen Ertragswerten nach erfolgter Übernahme müssen diese mit alternativen [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832467050
Arbeit zitieren:
Dohrmann, Klaus Februar 2003: Übernahmeangebote, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Mergers & Acquisitions, Übernahme, takeover bid, Unternehmensbewertung, proxy voting




