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Die Überlagerung von Realität und Inszenierung

Die Überlagerung von Realität und Inszenierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ilka Schulz
  • Abgabedatum: März 2000
  • Umfang: 46 Seiten
  • Dateigröße: 2,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Kunsthochschule Berlin-Weißensee Hochschule für Gestaltung Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2611-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2611-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2611-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schulz, Ilka März 2000: Die Überlagerung von Realität und Inszenierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Christoph Schlingensief, Allan Kaprow, Theatralität, Erving Gofmann, Selbstinszenierung

Diplomarbeit von Ilka Schulz

Gang der Untersuchung:

Im Kapitel 2 werde ich auf den Begriff der Realität zu sprechen kommen. Ich möchte dabei deutlich machen, dass es verschiedene Realitäten gibt und Realität subjektiv wahrnehmbar ist. Mein hauptsächliches Interesse liegt jedoch bei der Inszenierung und deren Überlagerung von Realitäten. Daher reduziere ich die Komplexität von Realität und konzentriere mich auf die Überlagerung. In Kapitel 2a werde ich den Begriff der Täuschung nachzeichnen, um zu verdeutlichen, inwiefern die Täuschung bei der Überlagerung von Realität und Inszenierung eine Rolle spielt.

In Kapitel 3 gehe ich die verschiedenen Aspekte von Inszenierung und Theatralität ein. Weiterhin gebe ich einen kurzen geschichtlichen Einblick zum Thema Inszenierung. Ich werde mich dabei auf Sekundärliteratur beziehen, insbesondere auf Erika Fischer-Lichte. Auch wenn im Wort Theatralität das Wort Theater steckt, so dehnt sich das Aktionsfeld von Theatralität und Inszenierung auch auf andere Bereiche außerhalb der Institution Theater aus: Inszenierung betrifft mittlerweile sämtliche Bereiche des menschlichen Lebens, wie zum Beispiel Politik, Kunst und selbst den zwischenmenschlichen Bereich. In der folgenden Untersuchung schließe ich das Theater als Institution vollkommen aus und konzentriere mich auf Bereiche wie Kunst, das alltägliche beben oder den Umgang der Menschen miteinander. Der letzten Kategorie, Inszenierung im zwischenmenschlichen Bereich, werde ich größte Aufmerksamkeit widmen. Zur näheren Veranschaulichung werde ich mich auf Erving Goffman beziehen. Dieser hat Studien zur Inszenierung im zwischenmenschlichen Bereich entwickelt, welche zu diesem Thema einen fundierten und hilfreichen Einblick bieten.

In Kapitel 4 erwähne ich drei verschiedene Künstler, die die Inszenierung zum Thema ihrer künstlerischen Ausdrucksweise gemacht haben. Ich führe Christoph Schlingensief an, der in Kunst, Politik, Film und Theater aktiv ist und sich in den Medien selbst inszeniert. Meine Mitarbeit an seinen Projekten initiierte mein Nachdenken über Kunst, Politik, Inszenierung, Spiel und Theater. Während der sechs Produktionen Wahlkampfzirkus 1998, Hotel Prora, Chance 2000, Künstler gegen Menschenrechte, Seven X, und Lager ohne Grenzen (1998 und 1999) begeisterte mich an den Aktionen vor allem das Verwirrspiel.

Meine Erlebnisse während des Wahlkampfes von Chance 200o haben mich mit der Möglichkeit bekannt gemacht, eine Partei zu inszenieren, Stimmen zu sammeln, Landesverbände zu gründen, Konkurs anzumelden oder die Partei wieder zu verkaufen. Ich konnte dabei viele Erfahrungen zu Inszenierung und Realität gewinnen. Bei Guillaume Bijl beziehe ich mich auf seine Arbeiten zum Thema „Räume und Situationen“. Die Ausdrucksform des Ready Made ist für Bijl von zentraler Bedeutung. Untersuchen möchte ich in diesem Zusammenhang jedoch nur das Verhältnis von Realität und Inszenierung in seinen Projekten. Als dritten Künstler erwähne ich den Goffman-Schüler Allan Kaprow, der vor allem in den Siebziger Jahren Happenings unternahm und spielerisch mit Inszenierung im zwischenmenschlichen Bereich umgeht. Ich werde mich bei Allan Kaprow nicht auf die gesamte Palette seines Schaffens beziehen, sondern hauptsächlich auf die Erfahrungen mit kleinen Happeningsequenzen, während meiner Teilnahme an seinem Workshop 1997 in Italien. Während der Aktionen und dem Untersuchen von Kunst und Alltagssituationen tauchten Fragen auf zu den Begriffen Kunst/Nicht-Kunst und zum Verhältnis Kunst und alltäglichem Leben.

Zu Beginn jedes Kapitels stelle ich Aussagen von Künstlern und Philosophen, die als Denkanstöße dienen, aber nicht näher analysiert werden sollen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung
II. Realität
II.1 Täuschungen
III. Inszenierung und Theatralität
III.1 Inszenierung im zwischenmenschlichen Bereich
III.2 Die Selbstinszenierung - der Künstlermythos
IV. Zum Phänomen werden - das Erzeugen von Realitäten
IV.1 Christoph Schlingensief
IV.2 Guillaume Bijl
IV.3 Allan Kaprow
V. Schlussbemerkung
VI. Thesen zur Diskussion der vorliegenden Arbeit
VII. Bibliografie
VIII. Eigenständigkeitserklärung

Arbeit zitieren:
Schulz, Ilka März 2000: Die Überlagerung von Realität und Inszenierung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Christoph Schlingensief, Allan Kaprow, Theatralität, Erving Gofmann, Selbstinszenierung

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