US-GAAP - der Fair Value als Leitlinie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Dennis Schön
- Abgabedatum: Dezember 2003
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 553,2 KB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: accadis - Bad Homburg School of International Business Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8170-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8170-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8170-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schön, Dennis Dezember 2003: US-GAAP - der Fair Value als Leitlinie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Impairment-Text, SAFC No. 7, Barwertkalkül, Traditional Approach, Expected Cash Flow Approach
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Diplomarbeit von Dennis Schön
Problemstellung:
„Accounting may be said to be standing at the crossroads, facing a choice between maintenance of its historical role and decreasing relevance, on the one hand; and expanding its role with attendant risk and potentially expanding relevance, on the other. The developments (…) suggest that American GAAP have already started down the path toward expansion and change.” Vor dem Hintergrund dieses aus dem Jahre 1997 stammenden Zitates, ist in den letzten Jahren zweifelsohne eine deutliche Umbruchsphase auf dem Gebiet der internationalen Rechnungslegung zu beobachten. Die zunehmende Globalisierung der Güter- und Kapitalmärkte führt zu stetig wachsenden Informationsbedürfnissen der Rechnungslegungsadressaten. Diese, also hier in erster Linie die aktuellen und potentiellen Investoren als im Vordergrund stehende Adressaten sowie auch die Kreditgeber benötigen zur Unterstützung ihrer Anlageentscheidungen entscheidungsnützliche Informationen über den Wert und die wirtschaftliche Entwicklung des bilanzierenden Unternehmens. Der bisher in der Rechnungslegung dominierende Wertansatz der historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (historical cost) vermag aber nur ein verzerrtes Bild über die tatsächliche Vermögens- und Ertragslage abzuliefern. Die maßgeblichen Kritikpunkte stellten dabei aus dem Jahresabschluss nicht erkennbare stille Reserven sowie meist nur unzureichende Informationen über künftig erwartete Zahlungsflüsse dar.
Die US-amerikanische Rechnungslegung nach US-GAAP nimmt hier die Vorreiterrolle auf dem Weg in eine neue Ära der Rechnungslegung ein. Momentan wird der beizulegende Zeitwert (Fair Value) als neuer Wertmaßstab für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden intensiv diskutiert. Fand dieser bereits schon seit Mitte der neunziger Jahre vereinzelt bei der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden Anwendung, so zeichnet sich in jüngerer Zeit verstärkt die Tendenz ab, den Fair Value auch für die Bewertung nicht-finanzieller Bilanzpositionen heranzuziehen. Die Bilanzierung soll somit konsequent und zeitnah an Marktwerten ausgerichtet werden. Auf diese Weise verspricht man sich, die Lücke zwischen Buchwerten und tatsächlich realisierbaren Werten zu verringern und stille Reserven sowie stille Lasten fortlaufend aufzudecken. Letztlich wird mit der Fair Value Bewertung also das Ziel angestrebt, dauerhaft die Vergleichbarkeit von Finanzdaten zu erhöhen und eine bessere, markt- und zeitnahe Information des Bilanzlesers zu gewährleisten.
Diese sich momentan abzeichnende Entwicklung findet jedoch nicht nur in den USA statt, sondern nimmt auch zunehmend Einzug in die International Financial Reporting Standards (IFRS). Auch deutsche Unternehmen werden von den Veränderungen nachhaltig betroffen sein. So ist es deutschen Mutterunternehmen bereits heute möglich, unter Inanspruchnahme des mit dem Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz von 1998 in das deutsche Handelsgesetz gelangten § 292a HGB einen befreienden Konzernabschluss nach US-GAAP oder IAS/IFRS aufzustellen. Darüber hinaus werden gemäß der IAS-Verordnung vom Juli 2002 alle kapitalmarktorientierten Unternehmen innerhalb der Europäischen Union ab dem Jahre 2005 dazu verpflichtet sein, ihre Konzernabschlüsse nach IAS/IFRS aufzustellen.
Vor diesem Hintergrund soll mit der vorliegenden Arbeit die aktuelle Diskussion um den Fair Value als neuem Wertmaßstab in der internationalen Rechnungslegung einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Aufgrund der Vorreiterrolle der amerikanischen Rechnungslegung nach US-GAAP werden sich die Ausführungen auf dieses Rechnungslegungssystem beschränken. Untersucht wird also die Hinwendung der US-GAAP in den letzten Jahren zur Fair Value Bewertung und die sich daraus ergebenden zentralen Veränderungen sowohl für die bilanzierenden Unternehmen als auch für die Abschlussadressaten. Neben der Analyse von speziellen Rechnungslegungsstandards, die aufgrund des Fair Value Gedankens geändert bzw. neu verlautbart worden sind, so beispielsweise der Impairment-Only-Approach im Rahmen der Goodwillbilanzierung, stellt die Problematik einer zuverlässigen Fair Value Ermittlung einen weiteren Schwerpunkt dar.
Grundsätzlich entspricht der Fair Value einer Bilanzposition ihrem Marktpreis. Jedoch liegen nicht für alle Bilanzpositionen verlässliche Marktpreise vor. In diesen Fällen müssen mit Hilfe anerkannter Bewertungsverfahren zuverlässige Schätzwerte berechnet werden. Basierend auf dieser Tatsache hat das Financial Accounting Standard Board (FASB) im Februar 2000 mit dem Statement of Financial Accounting Concepts No. 7 „Using Cash Flow Information and Present Value in Accounting Measurements“ einen ersten konzeptionellen Standard zur Ermittlung von Fair Values mit Hilfe von Barwerten erlassen. Besonders im Hinblick auf eine in Zukunft möglicherweise vollständig auf Fair Values aufbauenden Bewertungskonzeption (Full Fair Value Accounting) gilt es somit kritisch zu prüfen, inwieweit dieses Concept Statement schon zur Ermittlung von Fair Values herangezogen werden kann und in welchem Maße so ein Fair Value – als hypothetischer Marktwert – für die Abschlussadressaten einen relevanten und verlässlichen Wertansatz liefern kann.
Mit der vorliegenden Arbeit wird das Ziel verfolgt, den gegenwärtigen Stellenwert des Fair Value in den US-GAAP und die sich künftig möglicherweise abzeichnende Konzeption eines Full Fair Value Model – und der damit verbundenen Verpflichtung einer umfassenden Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zum Fair Value – einer kritischen Analyse zu unterziehen. Insgesamt soll somit ein Beitrag zu der international kontrovers geführten Diskussion über eine Fair Value Bewertung geleistet werden.
Gang der Untersuchung:
Die in dieser Arbeit vorzunehmende Untersuchung setzt sich im Grunde aus drei Teilen zusammen – einem theoretisch deskriptiven Grundlagenteil in Kapitel drei, einem hierauf aufbauenden Anwendungs-/Analyseteil in den Kapiteln vier und fünf sowie einer abschließenden kritischen Würdigung der untersuchten Thematik im Kapitel sechs. Das Kapitel zwei liefert vor dem Hintergrund eines profunden Verständnisses der in den Folgekapiteln stattfindenden Untersuchung, ein wichtiges Fundament. Nachfolgend werden die Kapitelschwerpunkte im Einzelnen kurz skizziert.
In Kapitel zwei erfolgt zunächst eine kurze Einführung in die amerikanische Rechnungslegung nach US-GAAP. Hierbei werden in erster Linie die Grundprinzipien, die wichtigsten Institutionen sowie der konzeptionelle Aufbau dargestellt. Die Bedeutung der US-GAAP für deutsche Unternehmen wird ebenfalls kurz beleuchtet.
In Kapitel drei setzt die eigentliche Untersuchung an. Zunächst wird eine kurze Einführung in das Fair Value Accounting vorgenommen. Darauf aufbauend wird der Wertmaßstab des Fair Value einer eingehenden Analyse unterzogen. Neben einer grundlegenden Definition des Fair Value nach US-GAAP werden anschließend die verschiedenen auf nicht vollkommenen und nicht vollständigen Märkten bestehenden Ausprägungsformen des Fair Value für Vermögensgegenstände und Schulden erläutert. Darüber hinaus wird mit dem Stufenkonzept ein hierarchischer, dreistufiger Prozess vorgestellt, anhand dessen die Standardsetter eine Ermittlung des Fair Value vorschreiben. Des Weiteren wird aufgezeigt, welche generellen Konzeptionen des Fair Value Accounting überhaupt im Schrifttum diskutiert werden. Abschließend wird der bisherige Stand des Fair Value Accounting nach US-GAAP entsprechend dieser Konzeptionen subsumiert.
Kapitel vier überführt die Untersuchung in einen Anwendungsteil. Nach einer kurzen schematischen Darstellung von Bilanzierungs- bzw. Bewertungssachverhalten, die in der jüngeren Vergangenheit bis heute aufgrund des Fair Value Gedankens geändert oder auch diesbezüglich erst verlautbart worden sind, werden daraus drei konkrete Sachverhalte tiefergehend auf den Wertmaßstab des Fair Value hin untersucht. Im Mittelpunkt werden hier die Behandlung von Wertpapieren, die Bewertung von langfristigen Vermögensgegenständen sowie die Neuregelung der Goodwillbilanzierung stehen. Letztgenannter Punkt wird aufgrund der damit verbundenen Brisanz und Aktualität einen Schwerpunkt in diesem Kapitel einnehmen.
In Kapitel fünf wird der Anwendungsteil fortgesetzt. Schwerpunkt wird hier die im vorherigen Kapitel ausgeblendete Problematik der Fair Value Bestimmung von Vermögensgegenständen und Schulden einnehmen, für die keine Marktpreise herangezogen werden können. Vor diesem Hintergrund wird dargestellt, wie die Fair Values für solche Bilanzpositionen mit Hilfe eines Barwertkalküls als hypothetische Marktpreise ermittelt werden können. Dazu werden eingangs kurz die Dimensionen eines Barwertkalküls aufgezeigt und anschließend das SFAC No. 7 als konzeptionelle Basis für die Barwertermittlung diskutiert. Hierauf aufbauend werden dann die beiden im SFAC No. 7 vom FASB kodifizierten Verfahren – der Traditional Approach und der Expected Cash Flow Approach – einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Abschließend werden diese Verfahren verglichen und kritisch gewürdigt.
Kapitel sechs widmet sich, aufbauend aus den Ergebnissen der vorherigen Kapitel, einer abschließenden kritischen Würdigung der Fair Value Bewertung. Eingangs wird das mit der Fair Value Bewertung von Bilanzpositionen verfolgte Ziel erneut kurz dargestellt. Im Anschluss daran werden die im Verlauf der Arbeit bereits angedeuteten Problemfelder konkretisiert und entsprechend diskutiert. Lösungsmöglichkeiten bzw. Empfehlungen, wie vor dem Hintergrund einer in Zukunft möglicherweise umfassenden Fair Value Konzeption in den US-GAAP zu einer Problembehebung beigetragen werden kann, werden dabei mit in die Betrachtung einfließen.
In Kapitel sieben werden schließlich die im Rahmen dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse zusammenfassend dargestellt. Darüber hinaus erfolgt ein kurzer Ausblick auf die mögliche Weiterentwicklung der Fair Value Bewertung in der internationalen Rechnungslegung.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 3 |
| 2. | Rechnungslegung nach US-GAAP | 6 |
| 2.1 | Einleitende Ausführungen | 6 |
| 2.2 | Der Begriff „US-GAAP“ | 6 |
| 2.3 | Konzeptionelle Grundlagen | 7 |
| 2.3.1 | Zweck der Rechnungslegung | 7 |
| 2.3.2 | Grundprinzipien der Rechnungslegung | 7 |
| 2.4 | Bedeutung für deutsche Unternehmen | 9 |
| 2.5 | Zweck und Organisation des FASB | 10 |
| 2.6 | Die Rolle der SEC | 11 |
| 2.7 | Bestandteile der US-GAAP | 12 |
| 2.8 | Die Hierarchie der US-GAAP: Das „House of GAAP“ | 12 |
| 3 | Der Fair Value als Teil der US-GAAP | 15 |
| 3.1 | Einleitende Ausführungen | 15 |
| 3.2 | Grundlagen des Fair Value Accounting | 15 |
| 3.3 | Begriff des Fair Value | 16 |
| 3.3.1 | Ausprägungsformen | 18 |
| 3.3.2 | 3-Stufenkonzept | 19 |
| 3.4 | Konzepte des Fair Value Accounting | 21 |
| 3.4.1 | Das Imparitätische Fair Value Konzept | 22 |
| 3.4.2 | Das Full Fair Value Konzept | 23 |
| 3.5 | Fair Value Accounting nach US-GAAP | 23 |
| 4. | Aktuelle Änderungen der US-GAAP aufgrund des Fair Value Gedankens | 26 |
| 4.1 | Einleitende Ausführungen | 26 |
| 4.2 | Darstellung geänderter Bilanzierungssachverhalte | 26 |
| 4.3 | Der Fair Value bei der Bilanzierung von Wertpapieren | 28 |
| 4.4 | Der Fair Value bei langfristigen Vermögensgegenständen | 32 |
| 4.5 | Die Fair Value Behandlung am Beispiel des SFAS No. 141/142 | 34 |
| 4.5.1 | Die neue Goodwillbilanzierung - Ausgangslage | 34 |
| 4.5.2 | Der Impairment Test (Impairment-Only-Approach) | 36 |
| 4.5.3 | Fallbeispiel | 37 |
| 5. | Verfahren zur Bestimmung des Fair Value mit Hilfe eines Barwertkalküls | 42 |
| 5.1 | Einleitende Ausführungen | 42 |
| 5.2 | Dimensionen eines Barwertkalküls | 42 |
| 5.3 | SFAC No. 7als konzeptionelle Basis | 44 |
| 5.3.1 | Bedeutung des SFAC No. 7 für die US-GAAP | 44 |
| 5.3.2 | Methodik der Barwertermittlung | 44 |
| 5.3.2.1 | Allgemeine Grundsätze | 45 |
| 5.3.2.2 | Einflussfaktoren der Barwertermittlung | 45 |
| 5.3.2.3 | Verfahren zur Risikoberücksichtigung | 46 |
| 5.4 | Verfahren des Barwertkalküls nach SFAC No. 7 | 47 |
| 5.4.1 | Traditional Approach | 47 |
| 5.4.2 | Expected Cash Flow Approach | 49 |
| 5.4.3 | Die Verfahren im kritischen Vergleich | 53 |
| 6. | Kritische Würdigung der Fair Value Bewertung | 57 |
| 6.1 | Einleitende Ausführungen | 57 |
| 6.2 | Verfolgtes Ziel der Fair Value Bewertung | 57 |
| 6.3 | Spannungsfeld zwischen Relevanz und Verlässlichkeit | 58 |
| 6.3.1 | Rückgriff auf Barwertkalküle bei nicht vorhandenen Marktpreisen | 58 |
| 6.3.2 | Fair Value-basierte Konzeption des Impairment Test | 60 |
| 6.3.3 | Volatilität der Fair Values im Zeitablauf | 61 |
| 6.4 | Erfolgswirksamkeit von Fair Values | 62 |
| 6.5 | Kosten- und Zeitaufwand für die bilanzierenden Unternehmen | 64 |
| 7. | Zusammenfassung & Ausblick | 66 |
| Literaturverzeichnis | 70 | |
| Anhang | 78 | |
| Anhang 1 | Beispiel zum Prinzip des „Lower of Cost or Market“ | 78 |
| Anhang 2 | Bedeutung des Goodwill in den Konzernabschlüssen 2000 der DAX 30-Unternehmen | 79 |
Im nun folgenden Abschnitt soll die Anwendung des Fair Value Gedanken anhand der vom FASB im Juni 2001 veröffentlichten SFAS No. 141 und 142 demonstriert werden. Es sei darauf hingewiesen, dass die tiefgreifenden Vorschriften und Regelungen, die sich hinter diesen beiden Standards offenbaren133, als auch die komplexen Zusammenhänge, die letztendlich zu deren Erlass geführt haben, nur ansatzweise in dieser Arbeit dargestellt werden können. Ziel ist es vielmehr anhand eines konkreten Fallbeispiels (in Kap. 4.5.3) zu demonstrieren, inwiefern auch bei diesem Sachverhalt die Fair Value Bewertung eine entscheidende Rolle spielt. Mit der Verabschiedung der SFAS No. 141 Business Combinations und No. 142 Goodwill and other Intangible Assets hat das FASB auf dem Gebiet der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen einen Paradigmenwechsel herbeigeführt.134 Dies lässt sich wie folgt begründen: Künftig ist einheitlich die Purchase-Methode135 zur Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen heranzuziehen. Die umstrittene Pooling-of-Interest-Methode136, die bisher unter bestimmten Vorraussetzungen [...]
Abschließend sollen noch einige ergänzende Aspekte im Rahmen des SFAS No. 144, die im Beispiel nicht abgedeckt werden konnten, kurz angesprochen werden. Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass Zuschreibungen, sofern der Grund für eine apl. Abschreibung entfällt, nicht erfolgen dürfen (Zuschreibungsverbot). Weiterhin ist eine Neubewertung von SA im Falle eines steigenden Fair Value nicht zulässig.132 Hier zeigt sich ein Gegensatz zu der in Kap. 4.3 dargestellten Behandlung von WP gemäß SFAS No. 115 ( trading und available-for-sale WP werden auch bei einem über dem Buchwert liegenden Fair Value zu diesem angesetzt). Das Vorgehen im Falle der Bewertung von SA ist also, wie in Kap. 3.4 und 3.5 dargestellt, in gewisser Form imparitätisch geprägt. Vor dem Hintergrund, nach US-GAAP einen möglichst zeitnah bewerteten, stichtagsbezogenen Vermögensausweis garantieren zu wollen, sind diese Verbote als kritisch anzusehen. 4.5 4.5.1 Die Fair Value Behandlung am Beispiel des SFAS No. 141/142 Die neue Goodwillbilanzierung – Ausgangslage [...]
Ist der Fair Value im Falle eines vorliegenden Impairment nicht direkt aus dem Markt bestimmbar, so hat eine Schätzung zu erfolgen. Meist wird dabei auf den Barwert (B0) der dem Asset zurechenbaren künftigen Cash Flows zurückgegriffen.129 Bei bereits zum Verkauf vorgesehenen Assets (assets held for sale) muss beachtet werden, dass sich hier das Impairment nicht aus dem Cash Flow, sondern aus dem voraussichtlichen Veräußerungspreis abzgl. der Kosten (net realizable value) ergibt. Ein kurzes Fallbeispiel130 soll die Thematik des SFAS No. 144 nochmal praktisch illustrieren: Ausgangslage: Zum 31.12.02 beläuft sich der Buchwert einer Fertigungsanlage der FAIR VALUE AG noch auf 300.000 EUR. Die Restnutzungsdauer beträgt vier Jahre (Abschreibung linear). Für diesen Zeitraum sind die folgenden Zahlungen geschätzt, die jeweils am Jahresende anfallen: Einzahlungen 600.000 EUR, Auszahlungen 535.000 EUR. Am 31.12.02 beträgt der Fair Value 275.000 EUR. (1) Bewertung der Anlage zum 31.12.02 Mit der Maschine kann, ausgehend von der obigen Zahlungsreihe, ein Cash Flow von 65.000 EUR p.a. generiert werden. Im Hinblick auf die Restnutzungsdauer von vier Jahren beläuft sich also die Summe der undiskontierten Cash Flows auf 260.000 EUR. Da sie jedoch den Buchwert von 300.000 EUR unterschreiten, besteht gemäß Impairment Test die Pflicht zur apl. Abschreibung auf den Fair Value von 275.000 EUR. Buchung am 31.12.02: Apl. Abschreibungen auf SA an SA 25.000 EUR [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832481704
Arbeit zitieren:
Schön, Dennis Dezember 2003: US-GAAP - der Fair Value als Leitlinie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Impairment-Text, SAFC No. 7, Barwertkalkül, Traditional Approach, Expected Cash Flow Approach



