Als Turbo-Zivilisation ins nächste Jahrtausend?
Über den Wandel des abendländischen Zeitbewußtseins
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ilona Christine Koop
- Abgabedatum: August 1997
- Umfang: 77 Seiten
- Dateigröße: 4,3 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0244-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0244-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0244-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Koop, Ilona Christine August 1997: Als Turbo-Zivilisation ins nächste Jahrtausend?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Geschichte der Uhr, Langsamkeit, Lebensendlichkeit als Ursache für Beschleunigungswahn, Zeit in der modernen Physik, Zeitbewußtsein in der Retroperspektive
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Diplomarbeit von Ilona Christine Koop
Gang der Untersuchung:
Angesichts der zunehmenden Beschleunigung des Lebensrhythmus ist die Diskussion über die Gestaltungsmacht gesellschaftlicher Zeitstrukturen ein sehr aktuelles Thema.
Diese Arbeit erforscht die Frage nach der historischen Gewordenheit der gegenwärtig dominierenden Zeitstruktur und leitet perspektivisch Überlegungen zu zukünftigen Entwicklungstendenzen ab.
Die historische Analyse zeichnet die Entwicklung und Veränderung gesellschaftlichen Zeitbewußtseins von den ersten Spuren über die vorchristlichen orientalischen Reiche, das Christentum bis zur Durchsetzung der modernen linearen Zeitstrukturen in der Industriegesellschaft nach.
Angesichts der großen Bedeutung, die die Erfindung der Schlaguhr für die 'modernen Zeiten' hat, wird die Entwicklung von Geräten zur Zeitmessung in einem eigenen Kapitel behandelt Desgleichen wird der Zeit in der modernen Physik ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem die für Nicht-Naturwissenschaftler komplizierten Überlegungen dazu verständlich dargestellt sind.
Im vorletzten Kapitel befaßt sich die Autorin mit dem aktuellen Zeitbewußtsein, das durch sich steigernde Geschwindigkeit und zunehmende Beschleunigung in allen Lebensbereichen gekennzeichnet ist, so daß für Muße und Beschaulichkeit keine Zeit mehr bleibt Letzter Grund dafür ist die Angst vor der Endlichkeit des Lebens, so die Diagnose der Autorin. Lebenszeit gehört zu den knappen Ressourcen und verlangt nach maximaler Nutzung. Daraus leitet sich als Schlußkapitel das 'Plädoyer für Muße und Langsamkeit" ab. Den einzelnen Kapiteln sind treffende Zitate aus der Literatur vorangestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Von Augustinus inspiriert: Ein Gedicht zur Zeit. | 3 |
| 3. | Die Geschichte des Zeitbewußtseins | 4 |
| 3.1 | Erste Spuren | 4 |
| 3.2 | Von den Sumerern bis zu den Christen | 7 |
| 3.2.1 | Sumerer und Babylonier | 7 |
| 3.2.2 | Griechen und Römer | 10 |
| 3.2.3 | Juden und Christen | 15 |
| 3.3 | Schlaglichter aus Mittelalter und Neuzeit | 20 |
| 3.3 | Eine kurze Geschichte der Uhr | 29 |
| 3.4 | Die Gummiband'-Zeit in der modernen Physik: gedehnt, gestaucht, im schwarzen Loch verschluckt | 39 |
| 4. | Das Zeitbewußtsein an der Schwelle zum Dritten Jahrtausend | 48 |
| 4.1 | Geschwindigkeitsfieber und Beschleunigungsrausch | 48 |
| 4.2 | Die Endlichkeit des Lebens: Segen oder Fluch? | 53 |
| 4.3 | Plädoyer für Muße und Langsamkeit als schöpferisches Prinzip statt Leben im Zeitraffer | 56 |
| Anhang | ||
| Gespräch zwischen Zweiflerin und Physiker (Paul Davies) | 59 | |
| Verzeichnis der Abbildungen | 65 | |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 66 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832402440
Arbeit zitieren:
Koop, Ilona Christine August 1997: Als Turbo-Zivilisation ins nächste Jahrtausend?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Geschichte der Uhr, Langsamkeit, Lebensendlichkeit als Ursache für Beschleunigungswahn, Zeit in der modernen Physik, Zeitbewußtsein in der Retroperspektive



