Triple Bottom Line im Accounting und Reporting
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jennifer Schubert
- Abgabedatum: September 2007
- Umfang: 133 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Coburg Deutschland
- Bibliografie: ca. 90
- ISBN (eBook): 978-3-8366-1075-9
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schubert, Jennifer September 2007: Triple Bottom Line im Accounting und Reporting, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Nachhaltigkeitsbericht, Sustainability report, Reporting, Jahresabschluss, Triple Bottom Line
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Diplomarbeit von Jennifer Schubert
Problemstellung:
In Zeiten der zunehmenden Globalisierung und steigender Naturkatastrophen in Verbindung mit der globalen Erderwärmung wird der Fokus international auf einen schonenden und ergiebigeren Umgang mit den Umweltressourcen gerichtet. Zurzeit produziert die Menschheit irreversible ökologische Schäden, die sich in Form von Zerstörung der Ozonschicht, Klimawandel oder Überfischung der Weltmeere auftreten. Nachfolgende Generationen können diese Schäden nicht wieder rückgängig machen und müssen mit den Konsequenzen leben ohne ein Wahlrecht zu haben.
Jeder Mensch ist auf irgendeine Art und Weise von unternehmerischen Aktivitäten betroffen und ist daher an den relevanten Informationen interessiert. Dieser Wissensbedarf nach Informationen über bspw. Arbeitsverhältnissen, Umweltbewusstsein oder effizienten Verbrauch von Ressourcen wird mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung gedeckt. Grund hierfür ist nicht die einseitige Fokussierung auf finanzielle Zahlen, sondern auch ökologischen und sozialen Informationen.
Die Entwicklungen seit der Konferenz in Rio de Janeiro mit der Verabschiedung der Rio Deklaration und der Agenda 21 zeigen, dass Unternehmen langfristig ihre Handlungen in Richtung „sustainability development“ ausrichten müssen.
Zielsetzung der nachhaltigen Entwicklung ist die gegenwärtigen Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken und dabei für zukünftige Generationen die Chance zu erhalten ihre Forderungen nach einem akzeptablen Lebensstandard befriedigen zu können. Aktuelles öffentliches Informationsinteresse könnte im Bereich Arbeitspolitik bestehen, wie bspw. Ausschreibungen von Ausbildungsplätzen. Hierfür sind neue Betrachtungsweisen und innovative Lösungsansätze erforderlich. Gerade für Geschäftsprozesse sind neue Ansätze in den Bereichen Technologien und Management mit Fokus auf die Auswirkungen auf die Umwelt notwendig. Je früher sich Unternehmen mit dem Nachhaltigen Aspekt auseinander setzten, desto einfacher ist später die Umsetzung im Bereich Reporting.
Laut dem Europäischen Parlament ist es realistisch, den Energiebedarf der Bevölkerung ab dem Jahr 2020 mit 25 Prozent der regenerativen Energiequellen zu decken. Durch diesen Ansatz ist die Aufforderung der nachhaltigen Wertentwicklung auf Basis der ökologischen, ökonomischen und sozialen Ebene realisiert. Jedoch muss diese Handlungsweise weltweit ausgeweitet werden.
Die Idee dieser Berichterstattung ist nicht neu entstanden, sondern wurde nur neu aufgerollt. Ziel dieser Reportingart ist es, das Bewusstsein der Unternehmen in Punkto Nachhaltigkeit zu verstärken. Anhand der Ergebnisse können Geschäftsführer erkennen welche Auswirkungen ihre individuellen unternehmerischen Aktivitäten auf die Gesellschaft und Umwelt haben. Als Herausforderung wird hier das ökonomische Prinzip des Wirtschaftens gesehen. Betriebswirtschaftlich ist die Verfolgung von zwei Strategien bei dem Überwinden des Knappheitsproblems von Ressourcen möglich. Unter dem Minimalprinzip versteht man: „Erfülle dir ein bestimmtes Bedürfnis so, daß du dafür ein Minimum an Gütern bzw. Mitteln aufwenden mußt.“ Demgegenüber wird unter dem Maximalprinzip verstanden: „Setze einen gegebenen Güter- bzw. Mittelvorrat so ein, daß sich dabei ein Maximum als Bedürfnisbefriedigung ergibt.“ Zielsetzung des nachhaltigen Gedankens ist eine Wertmaximierung von Profiten unter den geringst möglichen negativen Effekten an die Umweltressourcen und Gesellschaft. Daher stellt diese Soll-Konstellation eine Mischung aus den beiden ökonomischen Prinzipien dar.
Eine reine finanzielle Analyse der betrieblichen Daten lässt keinen genauen Aufschluss über die Unternehmenslage zu. Eine dreidimensionale Ansicht dahingegen ermöglicht eine exaktere Beurteilung. Dabei basiert diese auf sozialen, ökologischen und ökonomischen Daten. Aufgrund dieser neuen Form der nachhaltigen Unternehmensführung und Betrachtungsweise sind die zukünftigen bzw. dauerhaften Erfolgschancen der einzelnen Firmen besser einschätzbar. Diese Methode führt zu einer Hilfestellung bei der innerbetrieblichen Entscheidungsfindung, legt Rechenschaft gegenüber Dritten ab und ermöglicht die Befriedigung der Transparenzbedürfnisse von Stakeholdern. Der Begriff Stakeholder wird im Gliederungspunkt 4.1.2 und ihr Informationsinteresse im Punkt 4.2.2genauer erläutert.
Als Konsequenz der Triple Bottom Line (TBL) Berichterstattung ist der Ausbau des traditionellen Rechnungswesens um die sozialen und ökologischen Faktoren der Nachhaltigkeit erforderlich.
Das Problem bei der TBL Reportingmethode ist die einzelne Bewertung der Inputdaten. Der finanzielle Standpunkt wird aus der traditionellen Aufstellung des Jahresberichts entnommen. Bei den sozialen und ökologischen Aspekten ist die Bemessung einzelner Faktoren komplizierter. Aufgrund dieser Schwierigkeit sind Leitfäden und Richtlinien für die Bezifferung und Bemessung der richtigen Inputfaktoren in das TBL Reporting entstanden. Diese sind u.a. Inhalt dieser Arbeit. Es findet keine Berücksichtigung der „Triple Bottom Line Investing“ oder auch „3P-Investing“ genannt, in dieser Arbeit statt. Der Begriff stammt aus der Anlagenpolitik und gehört somit nicht zur Themenstellung.
Bei Unternehmen ist eine Welle der Innovationen zum sustainability reporting – deutsch Nachhaltigkeitsberichterstattung - zu verzeichnen. Dabei werden Informationen immer besser aufbereitet und sind unter den Bezeichnungen wie „Sustainability“, „Umwelt- und Sozialberichte“, „Community Reports“, „Environmental, Health and Safety“, „Corporate Citizenship“, „Corporate Social Responsibility“, oder „Partnership Report“ zu finden. Ebenso ist die Aufstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nahezu äquivalent zu dem des TBL Reports. Ob es eine genaue Differenzierung zwischen diesen beiden Reportingarten gibt bleibt in der Literatur strittig. In dieser Arbeit wird von einer Gleichstellung bzw. auf einer aufbauenden Funktion dieser beiden Methoden ausgegangen.
Die Agenda der Nachhaltigkeit ist ein langatmiger Versuch die Harmonisierung zwischen der traditionellen finanziellen Perspektive und dem Denken über den ökologischen und sozialen Standpunkt zu verknüpfen. Dabei stellte sich diese Realisation schwieriger und komplizierter dar als ursprünglich erwartet. Es existieren eine Vielzahl von Richtlinien oder gesetzlichen Verpflichtungen, welche in jedem Land andere Prioritäten oder Einhaltungspflichten aufweisen, welche im Gliederungspunkt 4.1 angesprochen werden.
Um den komplexen Zusammenhang sowie eine effektive Umsetzung der TBL in einem Report zu veranschaulichen werden in dieser Arbeit die Grundbegriffe erläutert, auf die historische Entwicklung eingegangen und Hilfestellungen zur Berichterstellung vorgestellt. Dabei wird auf den Punkt Anforderungen im Accounting und auf die praktische Umsetzung der TBL eingegangen, welches anhand eines australischen Unternehmens veranschaulicht wird. Letztlich sind nationale und internationale Rating – Agenturen aufgelistet, die Evaluierungen von Nachhaltigkeitsberichten vornehmen. Allgemein ist bei allen Gliederungspunkten der Fokus auf private Unternehmungen und nicht auf Regierungsorganisationen gerichtet.
Der TBL Report verfolgt das Ziel, durch einen umfassenderen Informationsüberblick, die gesamte Unternehmenslage besser beurteilen zu können. Diese Arbeit soll durch die Darstellung des theoretischen Kenntnisstands, welcher derzeit existiert, eine Hilfestellung bei dem Erstellen eines TBL Reports geben.
Inhaltsverzeichnis:
| Gliederung | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Anhangsverzeichnis | VIII | |
| 1. | Problemstellung und Ziel | 1 |
| 2. | Rahmenbedingungen der Triple Bottom Line | 5 |
| 2.1 | Begriffserläuterungen | 5 |
| 2.2 | Historische Entwicklung | 14 |
| 2.3 | Geografische Analyse | 18 |
| 2.4 | Voraussetzungen | 23 |
| 3. | Formen der Berichterstattung | 26 |
| 3.1 | Geschäftsbericht | 26 |
| 3.2 | Umweltbericht | 26 |
| 3.3 | Sozialbericht | 27 |
| 3.4 | Nachhaltigkeitsbericht | 29 |
| 3.5 | Mischformen | 29 |
| 4. | Konzept der Triple Bottom Line | 31 |
| 4.1 | Freiwillige und gesetzliche Vorgaben | 31 |
| 4.1.1 | Institute | 32 |
| 4.1.2 | Richtlinien | 34 |
| 4.1.3 | Leitfäden | 37 |
| 4.1.4 | Standards | 43 |
| 4.1.5 | Normen | 44 |
| 4.2 | Kriterien für die Umsetzung der Triple Bottom Line | 45 |
| 4.2.1 | Motivation und Antriebskräfte | 45 |
| 4.2.2 | Zielgruppen | 47 |
| 4.2.3 | Finanzielle Aspekte und Benefiz der Reportingart | 49 |
| 4.2.4 | Spezifische Modifizierungen | 50 |
| 4.2.5 | Global Reporting Initiative | 50 |
| 4.2.6 | Rahmenkonzept für die Triple Bottom Line | 52 |
| 5. | Anforderungen und Resultate im Accounting | 54 |
| 5.1 | Finanzrechnungslegung als Vorbild | 54 |
| 5.2 | Triple Bottom Line Indikatoren | 55 |
| 5.2.1 | Ökologische Vielseitigkeit | 56 |
| 5.2.2 | Wirtschaftliche Vielseitigkeit | 56 |
| 5.2.3 | Soziale Vielseitigkeit | 57 |
| 5.2.4 | Angrenzende Ansatztheorien | 57 |
| 5.3 | Inputs für das Rechnungswesen | 61 |
| 5.4 | Outputs aus dem Tripel Bottom Line Verfahren | 65 |
| 5.4.1 | Schwindendes Vertrauen bei Anspruchsgruppen | 65 |
| 5.4.2 | Interne und externe Profite | 66 |
| 5.5 | Probleme und Lösungen | 66 |
| 6. | Praktische Umsetzung der Triple Bottom Line | 68 |
| 6.1 | Implementierung | 68 |
| 6.1.1 | Planung der Berichterstattung | 69 |
| 6.1.2 | Richtung der TBL Reporting bestimmen | 69 |
| 6.1.3 | Implementierung der TBL Reportingstrategien | 69 |
| 6.1.4 | Veröffentlichung des Reports | 72 |
| 6.2 | Darstellungsmöglichkeiten | 72 |
| 6.2.1 | Gliederung nach dem „Global Reporting Initiative“ Leitfaden | 72 |
| 6.2.2 | Angewandte Gliederungsmöglichkeiten | 76 |
| 6.2.3 | Berichtsinhalt | 77 |
| 6.2.4 | Darstellung des Reports | 83 |
| 6.2.5 | Stand der Berichterstattung | 84 |
| 6.3 | Evaluierung von praktischen Berichterstattungen | 84 |
| 6.3.1 | Analyse und Ergebnisse eines Nachhaltigkeitsberichts | 85 |
| 6.3.2 | Analyse und Ergebnisse des TBL Reports | 87 |
| 6.4 | Software | 88 |
| 6.4.1 | Programmübersicht | 89 |
| 6.4.2 | Bottomline 3 | 89 |
| 6.4.3 | IAS TBL Accounting ToolKit von der Universität Sydney | 92 |
| 6.5 | Praktisches Anwendungsbeispiel | 92 |
| 6.5.1 | Fisheries Research and Development Corporation | 92 |
| 6.5.2 | Triple Bottom Line Report bei Fisheries Research and Development | 93 |
| 6.5.3 | Phasen der praktischen Durchführung | 95 |
| 7. | Rating Agenturen | 97 |
| 7.1 | Nationale Agenturen | 97 |
| 7.2 | Internationale Agenturen | 98 |
| 8. | Triple Bottom Line - Trend oder Modeerscheinung | 99 |
| Anhang | 101 | |
| Literaturverzeichnis | 114 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 127 |
Textprobe:
Kapitel 4, Konzept der Triple Bottom Line:
Für eine längerfristige und nachhaltige Unternehmensausrichtung spielen nicht nur die finanziellen Aspekte eine Rolle. Die Minimierung oder Elimination von negativen Umweltfaktoren ist ebenso prägnant. Außerdem sind nicht nur die ökologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sondern auch die sozialen Erwartungen zu berücksichtigen. Deshalb ist der Nachhaltigkeitsbericht eng mit dem TBL Report verknüpft. Ziel beider Berichtsarten ist eine dreidimensionale nachhaltige Ausrichtung bei der Berichterstattung. In Zusammenarbeit von John Elkington mit Unternehmensberatern ist 1987 die TBL Berichterstattung entstanden.
Freiwillige und gesetzliche Vorgaben:
Bei der Realisierung der TBL ist es sinnvoll sich an einige Richtlinien, Regeln, Normen und Standards zu halten. Hierdurch wird den Unternehmen eine Hilfestellung bei der Auswahl der wichtigsten Faktoren gegeben. Zu den einzelnen Vorgaben bzw. Empfehlungen wird nachfolgend Stellung genommen. Darüber hinaus existieren je nach Land in dem das Konzept der TBL umgesetzt werden soll andere Ansichten und Gegebenheiten hinsichtlich einer Nachhaltigkeitsberichterstattung.
In Deutschland gibt es derzeit keine gesetzliche Verankerung, die einen separaten Nachhaltigkeitsbericht fordert. Es wird lediglich die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit durch die Änderungen im Handelsgesetzbuch hervorgehoben. Seit Ende 2004 gilt für große Kapitalgesellschaften in Deutschland laut dem HGB § 289 Abs. 3 eine Berücksichtigung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren im (Konzern-) Lagebericht. Der § 315 Abs. 1 HGB weist ebenfalls auf die Bezugsnahme der nicht finanziellen Informationen wie Umwelt- und Arbeitnehmerbelange hin, falls diese für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind. Die beiden Paragraphen mussten erstmals für das Geschäftsjahr 2005 umgesetzt werden.
Die Börsen in Skandinavien, Frankreich, Groß Britannien, Südafrika und weiteren Ländern verlangen von gelisteten Firmen einen TBL Report.
Politische und gesetzliche Anforderungen existieren lediglich in Dänemark hinsichtlich ökologischer Leistungen. Hier sind rund 350 Großbetriebe zur zweimaligen Aufstellung von Umweltberichten im Jahr verpflichtet. Eine Fassung soll die Öffentlichkeit informieren, die andere ist für die zuständige Umweltbehörde aufzustellen. In Frankreich sind die Richtlinien zu sozialen und ökologischen Leistungen zu beachten. Laut dem französischen Handelsgesetz sind große börsennotierte Betriebe zur Publikation von sozialen und ökologischen Daten verpflichtet. Durch die Mitteilung „EU Strategie für nachhaltige Entwicklung“ vom 15. Mai 2001 sind börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten aufgefordert die TBL im Geschäftsbericht zu integrieren.
Institute:
Im nachfolgenden werden die einzelnen Institute erläutert, um einen generellen Überblick über die existierenden Einrichtungen zu erhalten.
Institute for Social and Ethical AccountAbility’s:
AccountAbility ist eine gemeinnützige Institution auf internationaler Ebene. Diese wurde 1995 in London gegründet. Aufgabe ist die Entwicklung und Verbreitung praktischer Instrumente und Normen zur Darstellung der sozialen Aspekte. Ebenso betreibt diese Institution Forschungen auf dem Gebiet der Sozialbilanzierung. Als Leitbild ist die Bekanntmachung der „Best-Practice“ bei der sozialen und ethischen Bilanzierung anzusehen. Darüber hinaus wird auch auf die Stärkung bei der Aufstellung von Sozialbilanzen in Unternehmen und Non-Profit Organisationen Wert gelegt. Die über 300 Mitglieder dieser Institution setzen sich aus Unternehmensberatern, Akademikern und Regierungsorganen zusammen. Der internationale Rat besteht aus Teilnehmern, die aus Brasilien, Indien, Nordamerika, Russland, Südafrika und Europa stammen.
Die veröffentlichten AA1000 Standards beziehen sich auf die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten. Dabei werden die Stakeholderansprüche besonders beachtet. Der Gliederungspunkt 4.1.4 befasst sich u.a. mit den Standards dieser Institution.
Social Accountability International (SAI):
Bei diesem Zusammenschluss handelt es sich um eine Non-Profit Menschenrechtsorganisation. Gegründet wurde diese im Jahr 1997 in New York und wird von insgesamt sieben Direktoren – Board of Directors – und von einem Advisory Board beraten. Es finden sich in beiden Organen der SAI Vertreter aus Betrieben und von NRO`s, Gewerkschaften, dem Staat und SRIs (Social Responsible Initiatives) wieder. SAI ist eine international agierende Organisation und engagiert sich für die richtige Behandlung von Arbeitnehmern weltweit beginnend bei der Zulieferkette. Die von der SAI veröffentlichten sozialen Standards heißen SA8000. Sie sind effektiv und ratsam um die sozialen betrieblichen Leistungen zu erweitern. Mit Hilfe der SA8000 besteht eine Möglichkeit die Einhaltung der ethischen Gegebenheiten im Unternehmen zu überprüfen. Managementtools sollen gewährleisten, dass Mitarbeiterbedürfnisse und Geschäftstätigkeiten gleichermaßen behandelt werden. SAI bietet Unternehmen, welche Güter produzieren und verkaufen, die Teilnahme an dem sog. „Corporate Involvement Program“ an. So hilft das Programm bei der Implementierung der SA8000 in den Geschäftsprozess.
Dow Jones Sustainability Index (DJSI):
Der DJSI wurde von der Schweizer Investmentgesellschaft SAM in Kooperation mit STOXX Limited im Jahr 1999 ins Leben gerufen. Dieser globale Aktienindex hat die Funktion die Firmen aus dem Dow Jones Global Index nach ihrer nachhaltigen Unternehmenspolitik zu beurteilen. Hieraus werden je Branche die besten und die nachhaltigsten zehn Prozent ausgewählt. Seit der Einführung des DJSI sind bereits 60 Lizenzen an Unternehmen in 14 Ländern verteilt worden. Grundlage für diesen Index ist das „Corporate Sustainability Assessment“ von der SAM, bestehend aus drei Bewertungsschritten:
- Fragebogenanalyse.
- Qualität und Möglichkeit der öffentlichen Zugänglichkeit der Belege.
- Verifizierung.
So werden die globalen Führer im Bereich der Nachhaltigkeit heraus kristallisiert. Die Auswahl der Unternehmen für diesen Index erfolgt anhand einer nachhaltigkeitsorientierten Unternehmensbewertung, welche u.a. folgende Bereiche umfasst:
- Wissens- und Qualitätsmanagement.
- Organisationsentwicklung.
- Strategische Planung.
Anhand dieser Evaluierung wird von der SAM eine Kennzahl mit dem Namen Sustainability – Performance - Kennzahl ermittelt. Deutschland war 2006 insgesamt mit 20 Unternehmen im DJSI World vertreten.
Seit 2005 existiert der sog. AuSSI – Index (Australian SAM Sustainability Index) der speziell auf die nachhaltige Investierung in australischen Firmen ausgerichtet ist.
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW):
Die Gründung des IÖW fand im Jahr 1985 statt. Derzeit existiert eine Geschäftsstelle in Berlin, sowie ein Büro in Heidelberg. Dieses Institut ist eines der dominierenden Einrichtungen zu den Themen der praktischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Ihre Aufgabe ist die Bearbeitung und Begutachtung von wissenschaftlichen Manuskripten für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure.
Zusammen mit der IMUG (Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft) haben sie einen deutschen Leitfaden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung speziell für KMU’s erstellt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836610759
Arbeit zitieren:
Schubert, Jennifer September 2007: Triple Bottom Line im Accounting und Reporting, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Nachhaltigkeitsbericht, Sustainability report, Reporting, Jahresabschluss, Triple Bottom Line



