Trendsportarten
Die Auswirkungen des Lifestyle der Trendsportfans auf Sponsoring- und Eventaktivitäten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Stefan Soltész
- Abgabedatum: April 2002
- Umfang: 183 Seiten
- Dateigröße: 1,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Wiener Neustadt Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6038-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6038-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6038-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Soltész, Stefan April 2002: Trendsportarten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sponsoring, Eventmarketing, Wertewandel, Jugendkulturen, Below-the-line-Kommunikation
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Diplomarbeit von Stefan Soltész
Einleitung:
Vor dem Hintergrund veränderter Kommunikations- und Marktbedingungen und dem Wertewandel der Gesellschaft wird auf die steigende Notwendigkeit einer innovativen, emotionalen Zielgruppenansprache, im Konkreten der beiden below-the-line Kommunikationsinstrumente Sponsoring und Eventmarketing eingegangen.
Im Zuge der Entwicklung zu einer Freizeit- und Erlebnisgesellschaft hat sich der Sport, vor allem innovative Bewegungskulturen, als bestimmendes Feld der Freizeitbeschäftigung, herauskristallisiert. Ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung und besonders der Jugendlichen geht diesen sogenannten Trendsportarten nach und integriert diesen als Teil seines Lifestyles.
Anhand einer Untersuchung der Domäne der Trendsportarten wird beantwortet, warum sich für Sponsoring und Eventmarketing der Bereich des Trendsports besonders eignet.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 9 |
| 1.1 | ZIEL DER ARBEIT | 9 |
| 1.2 | AUFBAU DER ARBEIT | 10 |
| 2. | RAHMENBEDINGUNGEN | 11 |
| 2.1 | KOMMUNIKATIONSBEDINGUNGEN | 11 |
| 2.1.1 | Informationsüberlastung | 11 |
| 2.1.2 | Dominanz der Bildkommunikation | 14 |
| 2.1.3 | Low Involvement | 16 |
| 2.2 | MARKTBEDINGUNGEN | 17 |
| 2.2.1 | Gesättigte Märkte | 17 |
| 2.2.2 | Zunehmende Marktdifferenzierung | 19 |
| 2.3 | WERTEWANDEL DER GESELLSCHAFT | 21 |
| 2.3.1 | Allgemeine Tendenzen | 21 |
| 2.3.2 | Merkmale der Erlebnisgesellschaft | 22 |
| 2.3.3 | Erlebnisorientierung als Herausforderung für das Marketing | 23 |
| 2.3.4 | Neue Konsumprioritäten | 25 |
| 2.3.5 | Vom Wertewandel zum Anspruchswandel | 26 |
| 2.3.6 | Folgen des Erlebniskonsums | 27 |
| 2.4 | AUSBLICK IN DIE ZUKUNFT | 28 |
| 2.5 | AUSWIRKUNGEN AUF DEN KOMMUNIKATIONSMIX | 29 |
| 3. | SPONSORING | 30 |
| 3.1 | ENTWICKLUNG DES SPONSORING | 30 |
| 3.1.1 | Das Mäzenatentum | 30 |
| 3.1.2 | Das Spendewesen | 31 |
| 3.1.3 | Das Sponsoring | 31 |
| 3.1.4 | Begriffsabgrenzung | 32 |
| 3.2 | MERKMALE DES SPONSORING | 34 |
| 3.2.1 | Allgemeine Merkmale | 34 |
| 3.2.2 | Charakteristische Vorteile | 35 |
| 3.2.3 | Beachtenswerte Aspekte | 38 |
| 3.3 | SPONSORING IM KOMMUNIKATIONSMIX | 38 |
| 3.4 | AUSPRÄGUNGSFORMEN DES SPONSORING | 40 |
| 3.4.1 | Überblick | 40 |
| 3.4.2 | Sportsponsoring | 42 |
| 3.4.3 | Kultursponsoring | 52 |
| 3.4.4 | Soziosponsoring | 54 |
| 3.4.5 | Ökosponsoring | 56 |
| 3.4.6 | Programmsponsoring | 57 |
| 4. | EVENTMARKETING | 58 |
| 4.1 | ENTWICKLUNG DES EVENTMARKETING | 58 |
| 4.2 | BEGRIFFSABGRENZUNG | 60 |
| 4.2.1 | Veranstaltungsmarketing | 60 |
| 4.2.2 | Erlebnismarketing | 60 |
| 4.2.3 | Event | 61 |
| 4.2.4 | Eventmarketing | 61 |
| 4.3 | BEDEUTUNG DES EVENTMARKETING IN DER PRAXIS | 62 |
| 4.4 | EVENTMARKETING IM KOMMUNIKATIONSMIX | 63 |
| 4.5 | MERKMALE VON EVENTMARKETING | 65 |
| 4.6 | ZIELE DES EVENTMARKETING | 66 |
| 4.6.1 | Operative Zielebene | 67 |
| 4.6.2 | Strategische Zielebene | 67 |
| 4.7 | DIMENSIONEN DES EVENTMARKETING | 68 |
| 4.7.1 | Private Feste | 70 |
| 4.7.2 | Geschäftliche Non-profit-Events | 70 |
| 4.7.3 | Profitorientierte Events | 71 |
| 4.7.4 | Fund Raising/Charity | 72 |
| 4.7.5 | Zusammenfassung | 72 |
| 4.8 | ERFOLGSFAKTOREN VON EVENTMARKETING | 72 |
| 4.8.1 | Stimmigkeit der inhaltlichen Konzeption | 73 |
| 4.8.2 | Originalität | 73 |
| 4.8.3 | Professionalität der operativen Planung, Vorbereitung und Durchführung | 73 |
| 4.8.4 | Aktivierungswirkung | 74 |
| 4.8.5 | Strategische Zielerreichung | 74 |
| 4.8.6 | Erfolgskontrolle | 75 |
| 4.8.7 | Zusammenfassung | 75 |
| 5. | TRENDSPORTARTEN | 76 |
| 5.1 | TRENDBEGRIFF | 76 |
| 5.2 | TRENDS IM SPORT | 77 |
| 5.2.1 | Trend 1: Vom Indoor-Sport zur Outdoor-Variante | 77 |
| 5.2.2 | Trend 2: Vom normierten zum unnormierten Sport | 78 |
| 5.2.3 | Trend 3: Vom großen Mannschafts- zum kleinen Gruppensport | 79 |
| 5.2.4 | Trend 4: Vom geschützten zum risikoreichen Sport | 79 |
| 5.2.5 | Trend 5: Vom verbindlichen zum unverbindlichen Sport | 80 |
| 5.3 | PRODUKTION VON TRENDS IM SPORT | 81 |
| 5.4 | WAS SIND TRENDSPORTARTEN? | 84 |
| 5.4.1 | Definition von Trendsportarten | 84 |
| 5.4.2 | Welche Sportarten gelten als Trendsport? | 85 |
| 5.4.3 | Fun, Modern, Extreme und Soul Sports | 87 |
| 5.5 | ZIELGRUPPE TRENDSPORTLER BZW. TRENDSPORTINTERESSIERTE | 89 |
| 5.5.1 | Bedeutung des Trendsports | 89 |
| 5.5.2 | Demographische Eigenschaften | 91 |
| 5.5.3 | Lifestylebezogene Eigenschaften | 98 |
| 5.6 | WIE ENTSTEHEN TRENDSPORTARTEN? | 102 |
| 5.6.1 | Phase der Erfindung (Invention) | 105 |
| 5.6.2 | Phase der Verbreitung im eigenen Milieu (Innovation) | 106 |
| 5.6.3 | Phase der Entdeckung durch etablierte Milieus und der kulturindustriellen Durchdringung (Entfaltung und Wachstum) | 107 |
| 5.6.4 | Phase der Trenddiffusion (Reife und Diffusion) | 108 |
| 5.6.5 | Phase der Etablierung (Sättigung) | 110 |
| 5.6.6 | Zusammenfassung | 111 |
| 5.7 | JUGENDKULTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN | 112 |
| 5.7.1 | Hintergründe der „Generation ?“ | 112 |
| 5.7.2 | Stämme und Stile | 114 |
| 5.7.3 | Subkulturen und Mainstream des jugendlichen Sportengagements | 116 |
| 5.7.4 | Der Lifestyle anhand der Skater- und Streetballszenen | 117 |
| 6. | THEMA TRENDSPORT, SPONSORING UND EVENTMARKETING IN DER PRAXIS | 121 |
| 6.1 | DEFINITION VON TRENDSPORTARTEN | 122 |
| 6.2 | GRÜNDE FÜR ENGAGEMENTS IM BEREICH DER TRENDSPORTARTEN | 122 |
| 6.3 | ENTWICKLUNG DES BEREICHS DER TRENDSPORTARTEN | 124 |
| 6.4 | ENTWICKLUNG DER ENGAGEMENTS IM BEREICH DER TRENDSPORTARTEN | 125 |
| 6.5 | SUBSTITUT FÜR DEN BEREICH DER TRENDSPORTARTEN | 127 |
| 6.6 | AKZEPTANZ DER TRENDSPORTARTEN IN DER GESELLSCHAFT | 128 |
| 6.7 | BEDEUTUNG VON SPONSORING UND EVENTMARKETING | 129 |
| 6.8 | EIGNUNG DES BEREICHS DER TRENDSPORTARTEN FÜR SPONSORING UND EVENTMARKETING | 129 |
| 7. | CONCLUSIO | 131 |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 134 | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 135 | |
| TABELLENVERZEICHNIS | 136 | |
| LITERATURVERZEICHNIS | 137 | |
| ANHANG | 145 |
Im Nachhinein erscheint der Durchbruch von Surfbrett, Mountainbike und Snowboard folgerichtig und zwingend, jedoch kommen bei genauerer Betrachtung der Sportentwicklung Fallen und Hindernisse zum Vorschein, deren Überwindung keineswegs selbstverständlich war. Beispielsweise waren mit dem Windsurfen oder dem Skateboarden schon in der zweiten Hälfte der 70er Jahre vereinzelt erste Vorläufer zu beobachten, zu einer weitgehenden Popularisierung ist es aber erst im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte gekommen. So behinderte die Konzentration der weltweiten Patentrechte in Händen einer einzelnen Person bis zu Beginn der 80er Jahre eine Weiterentwicklung im Windsurfing. Oder es verschwand ein billiges Vorgängermodell des Snowboards schon in den 60ern aus den Geschäften. Ebenso erging es dem „Clunkerbike“, dem Vorgänger des Mountainbike, das wie so viele andere Formen der Trendsportarten erst nach einer längeren Durststrecke zu derartigen Höhenflügen startete. Aber vielleicht spielt gerade die wechselvolle Entstehungsgeschichte eine wesentliche Rolle beim Erfolg der neuen Bewegungsformen. Die Entstehung solcher neuen Praktiken wie Salsa-Aerobic, Mountainbiking, Beach-Volleyball, Inline-Skating, Snow- oder Sandboarding wird in diesem Zusammenhang zu einem großen Teil auf die anhaltende Ökonomisierung des gesamten Sports und auf die gestiegene Bedeutung der sportlichen Thematisierung des Körpers der Jugendkulturen zurückgeführt. [...]
Das hat einerseits damit zu tun, dass die zum Großteil jugendlichen Akteure und Anhänger der Trendsportarten einfach aufgrund ihres Alters einen anderen Musikgeschmack haben (der Musikgeschmack der Jugendlichen korrespondiert auffällig mit dem der Trendsportler bzw. dessen Anhängern). Andererseits hat es auch mit dem Einfluss der US-amerikanischen Kultur und dem Lifestyle der einzelnen Gruppierungen im Bereich des Trendsports zu tun, der eng mit der Musik verknüpft ist. Das bedeutet aber auch, dass innerhalb der Aktiven und Anhänger klar voneinander abzugrenzende Musikrichtungen vorherrschen. Denn so bevorzugt zum Beispiel jeder fünfte Beachvolleyball-Anhänger Reggae-Sounds, was wohl mit der Strandatmosphäre zusammenhängt. Diese Klänge wiederum würden Basketballfans eher vergraulen, die, wie auch die Snowboard-Fans, Rap und Hip-Hop bevorzugen, was bei den Mountainbikern hingegen nicht annähernd so gut ankommt. Inline-Skater könnten mit House zufrieden gestellt werden, was sich jedoch bei den American Football Fans eher negativ auswirken könnte. Als Beispiel sollen die Musikpräferenzen der Snowboardinteressierten dienen, die sich ganz deutlich von denen der Gesamtbevölkerung abheben und vor allem Rock/Pop, Rap/Hip-Hop und Reggae/Ska, um nur die ersten drei zu nennen, bevorzugen. [...]
Trendsport ohne Musik ist nahezu unvorstellbar. Bei den Snowboardbewerben199 wird sogar bei den olympischen Spielen während den Durchgängen oder bei den Unterbrechungen der Beachvolleyball-WM Musik gespielt und es gibt kaum einen Skate-Park oder einen Streetballplatz, auf dem keine Musik zu hören ist. Das wichtigste dabei ist, dass die „richtige“ Musik und die möglichst laut gespielt wird. Veranstalter und Sponsoren müssen wissen, dass die Zuordnung der Teens und Twens zu bestimmten Musikrichtungen aufgrund ihres Alters schon lange nicht mehr funktioniert und dass vor allem bei Trendsport-Fans ein Event bei einer unzutreffenden Musikwahl leicht nach hinten losgehen kann. Folgende Darstellung zeigt den Musikgeschmack der Trendsportler bzw. der Trendsportinteressierten im Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland. Dabei fällt sofort auf, dass sich dieser doch deutlich von den herkömmlichen Musikpräferenzen der Gesamtbevölkerung, am deutlichsten wohl vom deutschen Schlager, abhebt. Die Ausnahme bildet dabei noch am ehesten der in weitverbreiteten Kreisen populäre Rock/Pop. [...]
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Soltész, Stefan April 2002: Trendsportarten, Hamburg: Diplomica Verlag
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Sponsoring, Eventmarketing, Wertewandel, Jugendkulturen, Below-the-line-Kommunikation



